| − | Die Herren von Hagenau waren ein in Bayern und Österreich ursprünglich weit verzweigtes und ehemals begütertes Geschlecht, das um 1500 verarmt war und so gut wie keine männlichen Nachkommen mehr aufweisen konnte. Mitte des 16. Jahrhunderts ließ sich einer der letzten Sprösslinge der bayrischen Linie im [[Erzbistum Salzburg]] nieder, wo das Geschlecht nun erneut aufblühen und an Bedeutung gewinnen sollte. In den frühesten Publikationen Ende des 16. bis Mitte des 17. Jahrhunderts, waren die Darstellungen über die Hagenauer infolge des damals spärlichen Quellenmaterials noch sehr fragmentarisch und enthielten einige Irrtümer. In späteren Publikationen sollten sich dann auf Grund lückenhafter, mitunter auch ungenauer oder überhaupt fehlender Quellenforschung, sowie durch die Übernahme von bereits anfänglich publizierten Irrtümern, viele Vermutungen und Fehler (vereinzelt sogar noch bis in das frühe 20. Jahrhundert) fortsetzen. Ab dem 19. Jahrhundert begannen Historiker jedoch durch gezielte Quellenforschung, sowie durch das Auftauchen neuer Primär-quellen (Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Grüften, Registern, Briefen, Kirchenbucheintragungen, genealogischen Tafeln etc.), den historischen Sachverhalt bezüglich der Hagenauer zunehmend zu rekonstruieren und frühere Irrtümer zu berichtigen. Auch bei der Darstellung des Stammwappens sowie des gemehrten Wappens in diversen Wappenbüchern waren mehrere Fehler unterlaufen, selbst im bekanntesten Wappenbuch des deutschsprachigen Raumes, dem "Siebmacher". | + | Die Herren von Hagenau waren ein in Bayern und Österreich ursprünglich weit verzweigtes und ehemals begütertes Geschlecht, das um 1500 verarmt war und so gut wie keine männlichen Nachkommen mehr aufweisen konnte. Mitte des 16. Jahrhunderts ließ sich einer der letzten Sprösslinge der bayrischen Linie im [[Erzbistum Salzburg]] nieder, wo das Geschlecht nun erneut aufblühen und an Bedeutung gewinnen sollte. In den frühesten Publikationen Ende des 16. bis Mitte des 17. Jahrhunderts, waren die Darstellungen über die Hagenauer infolge des damals spärlichen Quellenmaterials noch sehr fragmentarisch und enthielten einige Irrtümer. In späteren Publikationen sollten sich dann auf Grund lückenhafter, mitunter auch ungenauer oder überhaupt fehlender Quellenforschung, sowie durch die Übernahme von bereits anfänglich publizierten Irrtümern, viele Vermutungen und Fehler (vereinzelt sogar noch bis in das frühe 20. Jahrhundert) fortsetzen. Erst ab dem 19. Jahrhundert begannen Geschichtsforscher sich verstärkt unter Beachtung wissenschaftlicher Kriterien (Heuristik, Quellenkritik, Textkritik, Objektivität) mit der Geschichte zu befassen. Historiker konnten durch gezielte Quellenforschung, sowie durch das Auffinden neuer Primär-quellen (Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Grüften, Registern, Briefen, Kirchenbucheintragungen, genealogischen Tafeln etc.), den historischen Sachverhalt bezüglich der Hagenauer zunehmend rekonstruieren und frühere Irrtümer berichtigten. Auch bei der Beschreibung und Darstellung des Stammwappens sowie des gemehrten Wappens der Hagenauer waren in diversen früheren Wappenbüchern Fehler unterlaufen, selbst im bekanntesten Wappenbuch des deutschsprachigen Raumes, dem "Siebmacher". Eine diesbezügliche kritische Betrachtung und Berichtigung ist bisher noch nicht publiziert worden. |