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Baron  Friedrich  Sebastian v. Löwenstern kam als Sohn von Baron [[Georg Heinrich v. Löwenstern]] (* [[23. November]] [[1786]] in Reval, † [[20. September]] [[1856]] in Kiel) und Adelaide Laura Tugendreich (* [[30. November]] [[1796]] in Kopenhagen als Gräfin v. Schimmelmann  a.d. Hs. Lindenbourg) zur Welt. Die prominenten Paten von Friedrich waren der [[Dänemark|dänische]] König Frederik VI., auch Herzog von Schleswig-Holstein, sowie die dänische Königin, seine Patentante. Seine Geschwister waren Adelbert (* 1817, † 1879, ∞ Rosamunde Francke), Georgine (* 1819, † 1893, ∞ Graf Christian v. Reventlow), Adelaide (* 1823, † 1849, ∞ Graf Kuno v. Rantzau) und Laurette (* 1821, † 1851, nicht verheiratet).   
 
Baron  Friedrich  Sebastian v. Löwenstern kam als Sohn von Baron [[Georg Heinrich v. Löwenstern]] (* [[23. November]] [[1786]] in Reval, † [[20. September]] [[1856]] in Kiel) und Adelaide Laura Tugendreich (* [[30. November]] [[1796]] in Kopenhagen als Gräfin v. Schimmelmann  a.d. Hs. Lindenbourg) zur Welt. Die prominenten Paten von Friedrich waren der [[Dänemark|dänische]] König Frederik VI., auch Herzog von Schleswig-Holstein, sowie die dänische Königin, seine Patentante. Seine Geschwister waren Adelbert (* 1817, † 1879, ∞ Rosamunde Francke), Georgine (* 1819, † 1893, ∞ Graf Christian v. Reventlow), Adelaide (* 1823, † 1849, ∞ Graf Kuno v. Rantzau) und Laurette (* 1821, † 1851, nicht verheiratet).   
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Friedrich - der Fritz genannt wurde - wuchs mit seinen Geschwistern auf dem Familiengut Jendel in Estland, in der Löwenstern-Villa Christiansholm bei Kopenhagen und Villa Seelust an der Föhrde in Kiel auf. Einen längeren Aufenthalt in Rio de Janeiro verbrachte er mit seinen Eltern, von dem sie im April 1829 nach Dänemark zurückkehrten. Um auch mit Österreich einen Handelsvertrag, wie zuvor mit Brasilien, zu verhandeln und zu beschließen, wurde sein Vater 1835 vom dänischen König ersucht, als außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister nach Wien zu reisen, wohin ihm seine Mutter, seine Geschwister und er folgten. Doch für die Beendigung der Schule reiste Friedrich wenige Monate später nach Dresden. 1843 im Herbst ging er nach Abschluss der Schule in das Kadettencorps in Dresden, das zur Sächsischen Armee gehörte. Da es ihm dort nicht gefiel, sorgte sein Vater dafür, dass er in Wien zur Österreichischen Armee kam.
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Friedrich der Fritz genannt wurde wuchs mit seinen Geschwistern auf dem Familiengut Jendel in [[Estland]], in der Löwenstern-Villa Christiansholm bei Kopenhagen und in der Villa Seelust an der Föhrde in Kiel auf. Einen längeren Aufenthalt in Rio de Janeiro verbrachte er mit seinen Eltern, von dem sie im April 1829 nach Dänemark zurückkehrten. Um auch mit Österreich einen Handelsvertrag, wie zuvor mit Brasilien, zu verhandeln und zu beschließen, wurde sein Vater 1835 vom dänischen König ersucht, als außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister nach Wien zu reisen, wohin ihm seine Mutter, seine Geschwister und er folgten. Doch für die Beendigung der Schule reiste Friedrich wenige Monate später nach Dresden. 1843 im Herbst ging er nach Abschluss der Schule in das Kadettencorps in Dresden, das zur Sächsischen Armee gehörte. Da es ihm dort nicht gefiel, sorgte sein Vater dafür, dass er in Wien zur österreichischen Armee kam.
    
=== Offizierslaufbahn ===
 
=== Offizierslaufbahn ===
Friedrich kam als 17-Jähriger in das Dragoner-Regiment Erzherzog Franz-Josef Nr. 3 mit Stationierung in Wien. Er wurde den 1. Ulanen<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/K.u.k._Galizisches_Ulanen-Regiment_%E2%80%9EErzherzog_Carl%E2%80%9C_Nr._3 Wikipedia K.u.k. Galizisches Ulanen-Regiment „Erzherzog Carl“ Nr. 3</ref> zugeteilt, dort 1847 Offizier und am [[11. April]] [[1849]] zum Oberleutnant befördert. In jenem Jahr nahm Friedrich an dem Revolutionskrieg in [[Ungarn]] teil. Schon zwei Jahre zuvor hatte sein Vater den Handelsvertrag zwischen Dänemark und Österreich abgeschlossen und war mit seiner Familie wieder zurück nach Dänemark gereist. Friedrich blieb zunächst in Wien und besuchte seine Eltern regelmäßig.  
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Friedrich kam als 17-Jähriger in das Dragoner-Regiment Erzherzog Franz-Josef Nr. 3 mit Stationierung in Wien. Er wurde den 1. Ulanen<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/K.u.k._Galizisches_Ulanen-Regiment_%E2%80%9EErzherzog_Carl%E2%80%9C_Nr._3 Wikipedia K.u.k. Galizisches Ulanen-Regiment „Erzherzog Carl“ Nr. 3]</ref> zugeteilt, dort 1847 Offizier und am [[11. April]] [[1849]] zum Oberleutnant befördert. In jenem Jahr nahm Friedrich an dem Revolutionskrieg in [[Ungarn]] teil. Schon zwei Jahre zuvor hatte sein Vater den Handelsvertrag zwischen Dänemark und Österreich abgeschlossen und war mit seiner Familie wieder zurück nach Dänemark gereist. Friedrich blieb zunächst in Wien und besuchte seine Eltern regelmäßig.  
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Seine militärische Laufbahn ging im Ulanen-Regiment Erzherzog Karl Nr. 3 weiter, wo er zum Seconda-Rittmeister befördert wurde. Das Regiment stand in Bukarest zur Zeit des Krim-Krieges 1854/1856, in dem [[Großbritannien|England]] und [[Frankreich]] gegen [[Russland]] kämpften, Österreich, ohne in die Kampfhandlungen einzugreifen, auf die Seite der Westmächte trat. Friedrich war auch bei diesen Kampfhandlungen dabei.  
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Seine militärische Laufbahn ging im Ulanen-Regiment Erzherzog Karl Nr. 3 weiter, wo er zum Seconda-Rittmeister befördert wurde. Das Regiment stand in Bukarest zur Zeit des Krim-Krieges 1854/1856, in dem [[Großbritannien|England]] und [[Frankreich]] gegen [[Russland]] kämpften und Österreich, ohne in die Kampfhandlungen einzugreifen, auf die Seite der Westmächte trat. Friedrich war auch bei diesen Kampfhandlungen dabei.  
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1856 starb sein Vater Georg Heinrich in Kiel und zwei Jahre später quittierte Friedrich seinen militärischen Dienst mit dem Beibehalt eines Majors der Reserve. Er zog nach Kiel, studierte Landwirtschaft und suchte sich eine Frau. Daneben war er viel Reisen, bei denen er u. a. Hamburg, Belgrad, Pest, Dresden, Teplitz, Norderney und München besuchte. 1863 kehrte er zu einem Weihnachtsurlaub im Familienhaus Seelust bei Kiel zurück. Kurz darauf begann der Krieg der preußischen und österreichischen Truppen gegen die Dänen, die den selbständigen Status von Schleswig-Holstein beenden wollten. Friedrich rückte sofort zum Militär als gebürtiger Däne (dänisch war seine Muttersprache) als Ordonnanzoffizier bei Feldmarschall-Leutnant v. Gablenz ein. Friedrich erhielt im Verlauf dieses Krieges das Militär-Verdienstkreuz. Nach Ende der Kampfhandlungen zog es Friedrich nach München, von wo er aber schon bald nach [[Salzburg]] zog, da hier mehr gesellschaftliches Leben und kulturelle Veranstaltungen stattfanden. Friedrich handelte mit den edlen Tiger-Schimmel-Pferden, den sogenannten [[Noriker Pferd|Noriker]]n.  
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1856 starb sein Vater Georg Heinrich in Kiel und zwei Jahre später quittierte Friedrich seinen militärischen Dienst mit dem Beibehalt des Ranges eines Majors der Reserve. Er zog nach Kiel, studierte Landwirtschaft und suchte sich eine Frau. Daneben war er viel auf Reisen, bei denen er u. a. Hamburg, Belgrad, Pest, Dresden, Teplitz, Norderney und München besuchte. 1863 kehrte er zu einem Weihnachtsurlaub in das Familienhaus Seelust bei Kiel zurück. Kurz darauf begann der Krieg der preußischen und österreichischen Truppen gegen die Dänen, die den selbständigen Status von Schleswig-Holstein beenden wollten. Friedrich rückte als gebürtiger Däne (dänisch war seine Muttersprache) sofort zum Militär als Ordonnanzoffizier bei Feldmarschall-Leutnant v. Gablenz ein. Friedrich erhielt im Verlauf dieses Krieges das Militär-Verdienstkreuz. Nach Ende der Kampfhandlungen zog es Friedrich nach München, von wo er aber schon bald nach [[Salzburg]] zog, da hier mehr gesellschaftliches Leben und kulturelle Veranstaltungen stattfanden. Friedrich handelte mit den edlen Tiger-Schimmel-Pferden, den sogenannten [[Noriker Pferd|Noriker]]n.  
    
=== Friedrich kommt nach Salzburg ===
 
=== Friedrich kommt nach Salzburg ===
Bei einem Ball lernte Friedrich die Industriellenfamilie [[Robert]] kennen und verliebte sich in die jüngere Tochter Josephine Marie Robert. Es folgten [[1866]] die Verlobung und [[1867]] die Hochzeit mit seiner Josephine, ''Fini'' genannt. Sie war 24 Jahre alt und Friedrich 38 Jahre. Am [[23. Oktober]] [[1868]] kam ihre Tochter Adelaide Josephine Georgine (der Vorname seiner geliebten Mutter), genannt ''Lilly'', zur Welt.  
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Bei einem Ball lernte Friedrich die Industriellenfamilie [[Justin Robert|Robert]] kennen und verliebte sich in die jüngere Tochter Josephine Marie Robert. Es folgten [[1866]] die Verlobung und [[1867]] die Hochzeit mit seiner Josephine, ''Fini'' genannt. Sie war 24 Jahre alt und Friedrich 38 Jahre. Am [[23. Oktober]] [[1868]] kam ihre Tochter Adelaide Josephine Georgine (der Vorname seiner geliebten Mutter), genannt ''Lilly'', zur Welt.  
    
=== Oberalmer Unternehmer "Freiherr v. Löwenstern`sche Glas-Marmor-Waaren-Fabrik" ===
 
=== Oberalmer Unternehmer "Freiherr v. Löwenstern`sche Glas-Marmor-Waaren-Fabrik" ===
 
Nachdem sein Schwiegervater 1868 einen Schlaganfall erlitten hatte, in dessen Folge er physisch immer schwächer wurde, übernahm Friedrich die Leitung des Betriebes, der [[k. k. privilegierte chemische Produktenfabrik Robert & Companie|k.&nbsp;k.&nbsp;privilegierten chemischen Produktenfabrik Robert & Companie]] in Oberalm, noch im selben Jahr. Sein Schwiegervater Justin Robert starb im Jahr 1870. Mit großer Energie kümmerte sich nun Friedrich um dem weiteren Ausbau des Unternehmens in Oberalm. Kaufangebote des Robertschen Unternehmens scheiterten zunächst an den horrenden Preisvorstellungen, die Florent Robert, der Bruder seines Schwiegervaters Justin Robert, hegte. Doch schließlich erhielt Friedrich ein äußerst günstiges Kaufangebot. Dass es dazu noch gekommen war, dürfte auf den Umstand zurückzuführen sein, dass der älteste Bruder Louis bereits schon seit 1860 tot und Florent Justin, selbst über 80 Jahre, inzwischen sehr krank war. Friedrich hatte das Unternehmen in Oberalm [[1870]] mit sämtlichem Eigentum in Salzburg vom Großhandelshauses Robert & Companie in Wien für 46.528 [[Gulden]] erworben, für einen Pappenstiel, wie er begeistert meinte.
 
Nachdem sein Schwiegervater 1868 einen Schlaganfall erlitten hatte, in dessen Folge er physisch immer schwächer wurde, übernahm Friedrich die Leitung des Betriebes, der [[k. k. privilegierte chemische Produktenfabrik Robert & Companie|k.&nbsp;k.&nbsp;privilegierten chemischen Produktenfabrik Robert & Companie]] in Oberalm, noch im selben Jahr. Sein Schwiegervater Justin Robert starb im Jahr 1870. Mit großer Energie kümmerte sich nun Friedrich um dem weiteren Ausbau des Unternehmens in Oberalm. Kaufangebote des Robertschen Unternehmens scheiterten zunächst an den horrenden Preisvorstellungen, die Florent Robert, der Bruder seines Schwiegervaters Justin Robert, hegte. Doch schließlich erhielt Friedrich ein äußerst günstiges Kaufangebot. Dass es dazu noch gekommen war, dürfte auf den Umstand zurückzuführen sein, dass der älteste Bruder Louis bereits schon seit 1860 tot und Florent Justin, selbst über 80 Jahre, inzwischen sehr krank war. Friedrich hatte das Unternehmen in Oberalm [[1870]] mit sämtlichem Eigentum in Salzburg vom Großhandelshauses Robert & Companie in Wien für 46.528 [[Gulden]] erworben, für einen Pappenstiel, wie er begeistert meinte.
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Zum Besitz gehörten die Fabrik, die [[Villa Löwenstern|Villa]] samt Garten und Nebengebäuden sowie verschiedene [[Marmor]]<nowiki>brüche</nowiki> in [[Adnet]] und Waldparzellen. Fritz wollte das Marmor-Mosaik herstellen. Deshalb kaufte er die [[Adneter Marmor|Adneter Steinbrüche]] und von Prinz Leopold von Bayern den [[Untersberg]] mit 2680 ha Grund und den drei Marmorbrüchen. Auch das Quellgrundstück für die Wasserversorgung Salzburgs war dabei. Seine Fabrik nannte er ''Freiherr v. Löwenstern`sche Glas-Marmor-Waaren-Fabrik'' zu Oberalm. Er restrukturierte und modernisierte die technische Marmorgewinnungs-Methode. Drei Jahre später, 1873, verkaufte Baron Friedrich v. Löwenstern die Oberalmer Marmorfabrik ''Freiherr v. Löwenstern'sche Glas Mosaik-Marmor Waaren Fabrik zu Oberalm'' für 550.000 Gulden an die Österreichische Bergbahn-Gesellschaft jedoch ohne die Marmorbrüche und Waldungen. Es war die Zeit der Bankenkrache und Konkurse. Der Käufer konnte die Ratenzahlungen nicht mehr leisten und Fritz kaufte alles wieder für 175.000 Gulden zurück, einschließlich einem Warenlager im Wert von 158.000 Gulden sowie neu angekaufte Steinbrüche, Waldparzellen und Arbeiter-Wohnungen. Durch die 1871 erfolgte Eröffnung der Salzburg-Halleiner-Bahn]] verbesserte sich die verkehrsmäßige Anbindung Oberalms entscheidend. Schon während der Planung dieser Eisenbahnstrecke hatte Friedrich das Projekt tatkräftig unterstützt und schließlich den Baugrund für den [[Hallein Bahnhof (Haltestelle)|Bahnhof]] zu einem günstigen Preis an die Stadt [[Hallein]] verkauft. An diese Mäzenatentum erinnernd wurde eine Straße beim Bahnhof in Hallein und in Oberalm „[[Baron-Löwenstern-Straße (Hallein)|Baron-Löwenstern-Straße]]“ genannt. Der Gemeinderat von Hallein ernannte ihn zum [[Ehrenbürger der Stadt Hallein|Ehrenbürger]] von Hallein.
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Zum Besitz gehörten die Fabrik, die [[Villa Löwenstern|Villa]] samt Garten und Nebengebäuden sowie verschiedene [[Marmor]]<nowiki>brüche</nowiki> in [[Adnet]] und Waldparzellen. Fritz wollte das Marmor-Mosaik herstellen. Deshalb kaufte er die [[Adneter Marmor|Adneter Steinbrüche]] und von Prinz Leopold von Bayern den [[Untersberg]] mit 2680 ha Grund und den drei Marmorbrüchen. Auch das Quellgrundstück für die Wasserversorgung Salzburgs war dabei. Seine Fabrik nannte er ''Freiherr v. Löwenstern`sche Glas-Marmor-Waaren-Fabrik'' zu Oberalm. Er restrukturierte und modernisierte die technische Marmorgewinnungs-Methode. Drei Jahre später, 1873, verkaufte Baron Friedrich v. Löwenstern die Oberalmer Marmorfabrik ''Freiherr v. Löwenstern'sche Glas Mosaik-Marmor Waaren Fabrik zu Oberalm'' für 550.000 Gulden an die Österreichische Bergbahn-Gesellschaft jedoch ohne die Marmorbrüche und Waldungen. Es war die Zeit der Bankenkrache und Konkurse. Der Käufer konnte die Ratenzahlungen nicht mehr leisten und Fritz kaufte alles wieder für 175.000 Gulden zurück, einschließlich eines Warenlagers im Wert von 158.000 Gulden sowie neu angekaufter Steinbrüche, Waldparzellen und Arbeiter-Wohnungen. Durch die 1871 erfolgte Eröffnung der [[Salzburg-Halleiner-Bahn]] verbesserte sich die verkehrsmäßige Anbindung Oberalms entscheidend. Schon während der Planung dieser Eisenbahnstrecke hatte Friedrich das Projekt tatkräftig unterstützt und schließlich den Baugrund für den [[Hallein Bahnhof (Haltestelle)|Bahnhof]] zu einem günstigen Preis an die Stadt [[Hallein]] verkauft. An dieses Mäzenatentum erinnernd wurde eine Straße beim Bahnhof in Hallein und in Oberalm „[[Baron-Löwenstern-Straße (Hallein)|Baron-Löwenstern-Straße]]“ genannt. Der Gemeinderat von Hallein ernannte ihn zum [[Ehrenbürger der Stadt Hallein|Ehrenbürger]] von Hallein.
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Die außerordentlichen Leistungen der Oberalmer Werke waren nicht nur im In- sondern auch im Ausland bekannt geworden. Kaiser Franz Josef verlieh ihm, da Baron Friedrich v. Löwenstern Marmor aus österreichischen Steinbrüchen verarbeitete, den hohen Orden der Eisernen Krone. Fritz besaß, neben den Steinbrüchen in Adnet und Untersberg, weitere Steinbrüche. An Großbauten, an denen Baron Friedrich v. Löwenstern mit seiner Fabrik beteiligt war, sind folgende auszugsweise zu nennen:
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Die außerordentlichen Leistungen der Oberalmer Werke waren nicht nur im In-, sondern auch im Ausland bekannt geworden. [[Kaiser Franz Joseph]] verlieh ihm, da Baron Friedrich v. Löwenstern Marmor aus österreichischen Steinbrüchen verarbeitete, den hohen Orden der Eisernen Krone. Fritz besaß, neben den Steinbrüchen in Adnet und Untersberg, weitere Steinbrüche. An Großbauten, an denen Baron Friedrich v. Löwenstern mit seiner Fabrik beteiligt war, sind folgende auszugsweise zu nennen:
    
Wien: Parlament, Justiz-Palast, Universität, Burgtheater, Neues Museum. Bukarest: Moschee. Pest: Stadthaus. Bayern: Schloß Linderhof (König Ludwig II). Ferner: Kirchen, Schlösser, Krankenhäuser, Bäder, Banken, Innen-Einrichtungen unter anderem in Österreich, Deutschland, England ...
 
Wien: Parlament, Justiz-Palast, Universität, Burgtheater, Neues Museum. Bukarest: Moschee. Pest: Stadthaus. Bayern: Schloß Linderhof (König Ludwig II). Ferner: Kirchen, Schlösser, Krankenhäuser, Bäder, Banken, Innen-Einrichtungen unter anderem in Österreich, Deutschland, England ...
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1887 verkaufte Baron Friedrich v. Löwenstern das gesamte Unternehmen samt den zugehörigen Steinbrüchen an die Marmorindustrie Kiefer AG im deutschen Kiefersfelden um 540.000 Mark.  
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1887 verkaufte Baron Friedrich v. Löwenstern das gesamte Unternehmen samt den zugehörigen Steinbrüchen an die [[Marmor-Industrie Kiefer GmbH|Marmorindustrie Kiefer AG]] im deutschen Kiefersfelden um 540.000 Mark.  
    
=== Zum Tod des Barons Friedrich v. Löwenstern ===
 
=== Zum Tod des Barons Friedrich v. Löwenstern ===
Baron Friedrich v. Löwenstern, am 15. Juni 1829 auf Schloss Wandsbek in Hamburg geboren, starb im Alter von 81 Jahren am 20. November 1910 in den Armen seiner Tochter Lilly in der Villa Löwenstern in Oberalm bei Salzburg. Seine Tochter Lilly schrieb: „''Rückblickend danke ich dem Schicksal, dass mein Vater die fruchtbaren Jahre des Weltkrieges, die ihn auf das tiefste erschüttert hätten, nicht mehr erlebte. Es blieb ihm erspart, dass sein ältester Enkel Hans-Malte v. d. Lancken-Wakenitz 1917 an der Westfront einem Flieger-Angriff zum Opfer fiel und dass sein zweiter Enkel Dietrich v. d. Lancken-Wakenitz 1915 verwundet wurde und in russische Gefangenschaft geriet - und drei Jahre in Sibirien schmachtete. Vater durfte die Augen schließen, ehe sein Kaiserlicher Herr, [[Franz Joseph I.]], starb, ehe die Monarchie gestürzt wurde und die einst so stolze österreichische Monarchie zusammenbrach. Mein Vater durfte in dem Glauben sterben, durch Fleiß, Tüchtigkeit, seine nie ruhende Fürsorge, Tochter und Enkel in sicheren Verhältnissen zu hinterlassen“''.
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Baron Friedrich v. Löwenstern, am 15. Juni 1829 auf Schloss Wandsbek in Hamburg geboren, starb im Alter von 81 Jahren am 20. November 1910 in den Armen seiner Tochter Lilly in der Villa Löwenstern in Oberalm bei Salzburg. Seine Tochter Lilly schrieb: „''Rückblickend danke ich dem Schicksal, dass mein Vater die furchtbaren Jahre des [[Erster Weltkrieg|Weltkrieges]], die ihn auf das tiefste erschüttert hätten, nicht mehr erlebte. Es blieb ihm erspart, dass sein ältester Enkel Hans-Malte v. d. Lancken-Wakenitz 1917 an der Westfront einem Flieger-Angriff zum Opfer fiel und dass sein zweiter Enkel Dietrich v. d. Lancken-Wakenitz 1915 verwundet wurde und in russische Gefangenschaft geriet und drei Jahre in Sibirien schmachtete. Vater durfte die Augen schließen, ehe sein Kaiserlicher Herr, Franz Joseph I., starb, ehe die Monarchie gestürzt wurde und die einst so stolze österreichische Monarchie zusammenbrach. Mein Vater durfte in dem Glauben sterben, durch Fleiß, Tüchtigkeit, seine nie ruhende Fürsorge, Tochter und Enkel in sicheren Verhältnissen zu hinterlassen“''.
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Der Baron wurde im Rittersaal der Villa Löwenstern aufgebahrt, eingehüllt in seinem weißen Reitermantel. Als Soldat wollte er begraben werden. Die Veteranen des „[[Militärveteranen- und Kriegervereines Baron v. Löwenstern in Hallein]]“ stellte die Ehrenwache. Die Beisetzung in der Baron v. Löwenstern-Familiengruft auf dem Oberalmer Friedhof fand unter den Klängen des Radetzky-Marsches statt so wie er es sich gewünscht hatte. Die Veteranen trugen den Sarg auf ihren Schultern durch den tiefverschneiten Park, vorbei an seiner geliebten Linde, durch die Madlgasse zum Oberalmer Friedhof. Schnee rieselte auf den Sarg hernieder. Das Wort „Säet euch Gerechtigkeit und erntet Liebe“ war der Text der Leichenrede. Dann donnerten die Ehrensalven über das offene Grab. Die Fahnen senkten sich, die irdische Hülle wurde der Erde übergeben. Drei Tage durften die Einwohner von Oberalm bei freier Speis und Trank gedenken.  
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Der Baron wurde im Rittersaal der Villa Löwenstern aufgebahrt, eingehüllt in seinen weißen Reitermantel. Als Soldat wollte er begraben werden. Die Veteranen des „[[Militärveteranen- und Kriegerverein Baron v. Löwenstern in Hallein|Militärveteranen- und Kriegervereines Baron v. Löwenstern in Hallein]]“ stellte die Ehrenwache. Die Beisetzung in der Baron v. Löwenstern-Familiengruft auf dem Oberalmer Friedhof fand unter den Klängen des Radetzky-Marsches statt so wie er es sich gewünscht hatte. Die Veteranen trugen den Sarg auf ihren Schultern durch den tiefverschneiten Park, vorbei an seiner geliebten Linde, durch die Madlgasse zum Oberalmer Friedhof. Schnee rieselte auf den Sarg hernieder. Das Wort „Säet euch Gerechtigkeit und erntet Liebe“ war der Text der Leichenrede. Dann donnerten die Ehrensalven über das offene Grab. Die Fahnen senkten sich, die irdische Hülle wurde der Erde übergeben. Drei Tage durften die Einwohner von Oberalm bei freier Speis und Trank gedenken.  
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Seine Ehefrau Josephine Marie starb am [[1. Jänner]] [[1929]] in Hallein. Seine Tochter Adelaide "Lilly" verstarb am [[15. Dezember]] [[1955]] in Oberalm. Sie war in erster Ehe (Verehelichung am 29. November 1887 in München) mit Freiherr Franz von der Lancken-Wakenitz (* 13. Aüril 1865 in Lipwitz/Rügen, † 09. Mai 1909 in München), der Majoratsherr auf Lipsitz und Ramitz, Oberleutnant im Garde-Kürassier-Regiment in Berlin, war, verheiratet. Ihre beiden Söhne Hans-Malte (* 24. April 1889 in Berlin, † 10. Dezember 1917 als Oberleutnant bei einem Fliegerangriff in Amagne) und Dietrich (* 20. Juli 1891 auf Gut Carnitz auf Rügen, † 21. Mai 1937 bei einem Motorradunfall in Hallein, Majoratsherr auf Lipsitz auf Rügen, im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] in Russland mit Gefangenschaft in Sibirien, später Schill-Jugend-Führer in Salzburg). Adelaide "Lilly" heiratete in zweiter Ehe den aus München kommenden Kunstprofessor, Bühnenbildner am Burgtheater in Wien und Innen-Architekten Raoul Frank (keine Kinder).
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Seine Ehefrau Josephine Marie starb am [[1. Jänner]] [[1929]] in Hallein. Seine Tochter Adelaide "Lilly" verstarb am [[15. Dezember]] [[1955]] in Oberalm. Sie war in erster Ehe (Verehelichung am 29. November 1887 in München) mit Freiherr Franz von der Lancken-Wakenitz (* 13. Aüril 1865 in Lipwitz/Rügen, † 09. Mai 1909 in München), der Majoratsherr auf Lipsitz und Ramitz, Oberleutnant im Garde-Kürassier-Regiment in Berlin, war, verheiratet. Ihre beiden Söhne Hans-Malte (* 24. April 1889 in Berlin, † 10. Dezember 1917 als Oberleutnant bei einem Fliegerangriff in Amagne) und Dietrich (* 20. Juli 1891 auf Gut Carnitz auf Rügen, † 21. Mai 1937 bei einem Motorradunfall in Hallein, Majoratsherr auf Lipsitz auf Rügen, im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] in [[Russland]] mit Gefangenschaft in Sibirien, später Schill-Jugend-Führer in Salzburg). Adelaide "Lilly" heiratete in zweiter Ehe den aus München kommenden Kunstprofessor, Bühnenbildner am Burgtheater in Wien und Innen-Architekten Raoul Frank (keine Kinder).
    
== Auszeichnungen ==
 
== Auszeichnungen ==
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* das Militärverdienstkreuz
 
* das Militärverdienstkreuz
 
* die Medaille 1864 von Kaiser Franz Joseph I. und dem König von Preußen
 
* die Medaille 1864 von Kaiser Franz Joseph I. und dem König von Preußen
* das Österreichische Marianerkreuz „Ordo teut Humanitati“
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* das Österreichische Marianerkreuz „Ordo Teut. Humanitati“
 
* die Erinnerungs-Medaille Kaiser Franz Joseph I.  
 
* die Erinnerungs-Medaille Kaiser Franz Joseph I.  
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* [[Ehrenbürger der Stadt Hallein|Ehrenbürger von Hallein]], Verleihung am [[14. April]] [[1870]]
 
* [[Ehrenbürger der Stadt Hallein|Ehrenbürger von Hallein]], Verleihung am [[14. April]] [[1870]]
 
* [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Oberalm]]
 
* [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Oberalm]]
* Ehrenmitglied der [[Freiwillig Feuerwehr Oberalm|Freiwilligen Feuerwehr Oberalm]] und Puch-Thurnberg
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* Ehrenmitglied der [[Freiwillige Feuerwehr Oberalm|Freiwilligen Feuerwehr Oberalm]] und Puch-Thurnberg
 
* Ehrenmitglied des Veteranenvereins zu Hallein
 
* Ehrenmitglied des Veteranenvereins zu Hallein
* Ehrenmitglied des Militär-Veteranenverein Oberalm-Thurnberg
+
* Ehrenmitglied des Militär-Veteranenvereins Oberalm-Thurnberg
* Ehrenmitglied des Militär-Veteranenverein Kuchl
+
* Ehrenmitglied des Militär-Veteranenvereins Kuchl
    
== Sonstige Tätigkeiten ==
 
== Sonstige Tätigkeiten ==
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
* ''Vom einstigen Messinghüttenwerk zur Marmorindustrie Kiefer in Oberalm'' von Dr. [[Günther Wilhelm]], Historiker, Referat für Naturschutzgrundlagen der Landesregierung Salzburg (Internetlink siehe Salzburgwiki-Artikel [[Löwenstern]])
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* ''Vom einstigen Messinghüttenwerk zur Marmorindustrie Kiefer in Oberalm'' von Dr. [[Günther Wilhelm]], Historiker, [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 13: Naturschutz|Referat für Naturschutzgrundlagen]] des [[Amt der Salzburger Landesregierung|Amtes der Salzburger Landesregierung]] (Internetlink siehe Salzburgwiki-Artikel [[Löwenstern]])
 
* Ergänzungen von [[Benutzer:Vonloewenstern]]
 
* Ergänzungen von [[Benutzer:Vonloewenstern]]
  

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