Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 12: Zeile 12:  
'''Die Grenze'''
 
'''Die Grenze'''
   −
Die Grafschaft im oberen (südlichen) [[Salzburggau]] war ab etwa [[1100]] an das Adelsgeschlecht der [[Grafen von Plain]] verlehnt, welche ihren Sitz auf der [[Plainburg]] bei [[Großgmain]] hatten. Diese Grafschaft umfasste den südlichen Teil des heutigen [[Rupertiwinkel]]s, westlich und südlich des [[Waginger See]]s, das Gebiet südlich der [[Stadt Salzburg]] und das [[Salzachtal]] bis zum [[Pass Lueg]]. Nach dem Aussterben der Grafen von Plain im Jahre [[1260]] konnten die Erzbischöfe von Salzburg deren Herrschaftsgebiete größtenteils an sich bringen. Im 1275 geschlossenen „Zweiten Erhartinger Vertrag“ erkannte der bayerische Herzog die Westgrenze des erzbischöflichen Herrschaftsgebiets weitgehend an. Damit war die Ablösung des Salzburger Territoriums von Bayern einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Als Folge der Erlassung einer eigenen [[Salzburger Landesordnung]] im Jahre [[1328]] durch Erzbischof [[Friedrich III.]] kann von einem selbständigen „Land Salzburg“ (1342 erstmals so genannt) und damit einer tatsächlichen Landesgrenze gesprochen werden. Nach der [[1295]] erfolgten Aufteilung des Ortes Gmain zwischen Salzburg und Bayern wurde der Grenzverlauf im [[Reichenhaller Becken]] bis ins [[19. Jahrhundert]] nur noch unwesentlich verändert.  
+
Die Grafschaft im oberen (südlichen) [[Salzburggau]] war ab etwa [[1100]] an das Adelsgeschlecht der [[Grafen von Plain]] verlehnt, welche ihren Sitz auf der [[Plainburg]] bei [[Großgmain]] hatten. Diese Grafschaft umfasste den südlichen Teil des heutigen [[Rupertiwinkel]]s, westlich und südlich des [[Waginger See]]s, das Gebiet südlich der [[Stadt Salzburg]] und das [[Salzachtal]] bis zum [[Pass Lueg]]. Nach dem Aussterben der Grafen von Plain im Jahre [[1260]] konnten die Erzbischöfe von Salzburg deren Herrschaftsgebiete größtenteils an sich bringen. Im [[1275]] geschlossenen „[[Zweiter Erhartinger Vertrag|Zweiten Erhartinger Vertrag]]“ erkannte der [[Bayerische Herzöge in Salzburg|bayerische Herzog]] die Westgrenze des erzbischöflichen Herrschaftsgebiets weitgehend an. Damit war die Ablösung des Salzburger Territoriums von Bayern einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Als Folge der Erlassung einer eigenen [[Salzburger Landesordnung]] im Jahre [[1328]] durch [[Erzbischof]] [[Friedrich III.]] kann von einem selbständigen „Land Salzburg“ (1342 erstmals so genannt) und damit einer tatsächlichen Landesgrenze gesprochen werden. Nach der [[1295]] erfolgten Aufteilung des Ortes [[Gmain]] zwischen Salzburg und Bayern wurde der Grenzverlauf im [[Reichenhaller Becken]] bis ins [[19. Jahrhundert]] nur noch unwesentlich verändert.  
    
'''Straßen und Mauten'''
 
'''Straßen und Mauten'''
   −
Die erste befestigte Straße über den Walserberg war die von den [[Römer]]n angelegte Verbindung zwischen der Stadt [[Juvavum]] (Salzburg) und Salinas (Reichenhall). Sie führte über [[Maxglan]], [[Loig]], [[Gois]], durch den Einschnitt zwischen Wartberg und [[Walserberg]] nach [[Marzoll]], und weiter am Fuße des Kirchholzes zu den [[Reichenhaller Saline]]n. Die heutige Trasse der Bundesstraße zur „Nachtbarschafft ennter deß Bergs“ wurde [[1536]] zum ersten Mal erwähnt und erscheint auf historischen Karten als „Chaussee nach Salzburg“.
+
Die erste befestigte Straße über den Walserberg war die von den [[Römer]]n angelegte Verbindung zwischen der Stadt [[Juvavum]] (Salzburg) und Salinas (Reichenhall). Sie führte über [[Maxglan]], [[Loig]], [[Gois]], durch den Einschnitt zwischen Wartberg und [[Walserberg]] nach [[Marzoll]], und weiter am Fuße des Kirchholzes zu den [[Saline Reichenhall|Reichenhaller Salinen]]. Die heutige Trasse der Bundesstraße zur „''Nachtbarschafft ennter deß Bergs''“ wurde [[1536]] zum ersten Mal erwähnt und erscheint auf historischen Karten als „''Chaussee nach Salzburg''“.
    
Mautstellen lagen im [[Mittelalter]] meist nicht an den Landesgrenzen. Vielmehr handelte es sich dabei um so genannte Binnenmauten, die oft an Brücken (z.B. München), Überfuhren, Furten, Talengen oder Straßengabelungen lagen. Dies waren Orte, an denen der Verkehr  leicht zu kontrollieren war. Das Erheben von Zöllen war ursprünglich ein Recht des Landesherrn, der meist Grafen mit der Durchführung beauftragte. Am Walserberg oder in Schwarzbach ist bis ins 18. Jahrhundert keine Mautstelle belegbar. Schwarzbach war aber wohl eine bedeutende Raststation an der Straße von Reichenhall nach Salzburg, wo der Weg zur [[Bichlbruck]] abzweigte. Immerhin besaßen in Schwarzbach, das aus acht Anwesen bestand, neben dem imposanten Wirtshaus noch zwei weitere Häuser die Berechtigung, Gäste zu bewirten und zu beherbergen. Dazu gab es noch einen Schmied und einen Wagner, welche zu einem großen Teil von den Durchreisenden lebten. Das Dorf hätte sich daher gut als Ort für eine Mautstelle geeignet.
 
Mautstellen lagen im [[Mittelalter]] meist nicht an den Landesgrenzen. Vielmehr handelte es sich dabei um so genannte Binnenmauten, die oft an Brücken (z.B. München), Überfuhren, Furten, Talengen oder Straßengabelungen lagen. Dies waren Orte, an denen der Verkehr  leicht zu kontrollieren war. Das Erheben von Zöllen war ursprünglich ein Recht des Landesherrn, der meist Grafen mit der Durchführung beauftragte. Am Walserberg oder in Schwarzbach ist bis ins 18. Jahrhundert keine Mautstelle belegbar. Schwarzbach war aber wohl eine bedeutende Raststation an der Straße von Reichenhall nach Salzburg, wo der Weg zur [[Bichlbruck]] abzweigte. Immerhin besaßen in Schwarzbach, das aus acht Anwesen bestand, neben dem imposanten Wirtshaus noch zwei weitere Häuser die Berechtigung, Gäste zu bewirten und zu beherbergen. Dazu gab es noch einen Schmied und einen Wagner, welche zu einem großen Teil von den Durchreisenden lebten. Das Dorf hätte sich daher gut als Ort für eine Mautstelle geeignet.
Zeile 22: Zeile 22:  
'''Zollstellen an der Grenze'''
 
'''Zollstellen an der Grenze'''
   −
Seit auf Anordnung von Kurfürst [[Max III. Josef]] [[1765]] die „Mauth- und Accis-Ordnung“ eingeführt wurde, ist eine „Churbaierische Beymauth“ in Schwarzbach belegt. Diese war anfangs im Brödl-Anwesen (An der Schanz 1) untergebracht, bis sie Ende der 1780-er Jahre ins benachbarte „Alte Mauthaus“ (Reichenhaller Straße 95) umzog. Auf der Grundlage der „Provisorischen Zoll- und Mautordnung“ von 1799/1800 wurden die Binnenmauten in Bayern  aufgelöst und dafür Zollstellen an den Landesgrenzen geschaffen. Damit gab es in Reichenhall ein Mautamt, dem die Beiämter in Schwarzbach, Mauthausen und Melleck, sowie Zollstationen auf der bayerischen Gmain und an der Staufenbruck unterstellt waren. Im Jahre [[1805]] übersiedelten die Schwarzbacher Zöllner ins „Neue Mauthaus“ (Reichenhaller Straße 105), dass wenige hundert Meter weiter in Richtung Grenze errichtet worden war. Auf Salzburger Seite wurde erst nach dem Ende des Erzbistums im Zuge der Säkularisation von [[1803]] ein Zollamt eingerichtet. [[Ferdinand III. von Toscana]] hatte das Land übernommen und am Walserberg eine „Toscanische Zoll- Tabaks- und Salzaufsicht“ installiert.  
+
Seit auf Anordnung von Kurfürst Max III. Josef  [[1765]] die „''Mauth- und Accis-Ordnung''“ eingeführt wurde, ist eine „''Churbaierische Beymauth''“ in Schwarzbach belegt. Diese war anfangs im Brödl-Anwesen (An der Schanz 1) untergebracht, bis sie Ende der 1780-er Jahre ins benachbarte „Alte Mauthaus“ (Reichenhaller Straße 95) umzog. Auf der Grundlage der „Provisorischen Zoll- und Mautordnung“ von 1799/1800 wurden die Binnenmauten in Bayern  aufgelöst und dafür Zollstellen an den Landesgrenzen geschaffen. Damit gab es in Reichenhall ein Mautamt, dem die Beiämter in Schwarzbach, Mauthausen und Melleck, sowie Zollstationen auf der bayerischen Gmain und an der Staufenbruck unterstellt waren. Im Jahre [[1805]] übersiedelten die Schwarzbacher Zöllner ins „Neue Mauthaus“ (Reichenhaller Straße 105), dass wenige hundert Meter weiter in Richtung Grenze errichtet worden war. Auf Salzburger Seite wurde erst nach dem Ende des Erzbistums im Zuge der [[Säkularisation]] von [[1803]] ein Zollamt eingerichtet. [[Ferdinand III. von Toskana]] hatte das Land übernommen und am Walserberg eine „''Toscanische Zoll- Tabaks- und Salzaufsicht''“ installiert.  
   −
Von 1806 bis 1810 gehörten Salzburg und Berchtesgaden zu Österreich. Auf Befehl Kaisers [[Franz I.]] galt ab [[17. Juli]] [[1807]] in beiden Territorien die „deutsch-erbländische Zollordnung“, worauf ein „k.k. Komerzial-Zollamt“ in Wals eingerichtet wurde. Als kleines Land, dessen Hauptstadt zu einem guten Teil vom Fernhandel lebte, hatte sich Salzburg bis dahin nicht gegen seine Nachbarn abgeschottet. Das große Österreich aber, zu dem es jetzt gehörte, begann mit der Errichtung einer wesentlich weniger durchlässigen Grenze, welche sich drastisch auch auf die Nachbarn im bayerischen Landgericht Reichenhall auswirken sollte. Die seit jeher notwendige Versorgung der Stadt Reichenhall mit Lebensmitteln aus dem salzburgischen  Flachen Land (Außergebirg) wurde nun durch den strengen Kurs der österreichischen Zöllner erheblich erschwert.  Das rigorose Vorgehen des österreichischen Zolls führte in Reichenhall zu einem empfindlichen Engpass bei der Versorgung mit Lebensmitteln. Die Stadt war nämlich auf drei Seiten von österreichischem Gebiet umgeben und nur durch einen schmalen Weg, der über die [[Weißbachschlucht]] nach [[Inzell]] führte mit dem bayerischen Territorium verbunden.  
+
Von 1806 bis 1810 gehörten Salzburg und [[Berchtesgaden]] zu Österreich. Auf Befehl Kaisers [[Franz I.]] galt ab [[17. Juli]] [[1807]] in beiden Territorien die „deutsch-erbländische Zollordnung“, worauf ein „k.k. Komerzial-Zollamt“ in Wals eingerichtet wurde. Als kleines Land, dessen Hauptstadt zu einem guten Teil vom Fernhandel lebte, hatte sich Salzburg bis dahin nicht gegen seine Nachbarn abgeschottet. Das große Österreich aber, zu dem es jetzt gehörte, begann mit der Errichtung einer wesentlich weniger durchlässigen Grenze, welche sich drastisch auch auf die Nachbarn im bayerischen Landgericht Reichenhall auswirken sollte. Die seit jeher notwendige Versorgung der Stadt Reichenhall mit Lebensmitteln aus dem salzburgischen  Flachen Land ([[Außergebirg]]) wurde nun durch den strengen Kurs der österreichischen Zöllner erheblich erschwert.  Das rigorose Vorgehen des österreichischen Zolls führte in Reichenhall zu einem empfindlichen Engpass bei der Versorgung mit Lebensmitteln. Die Stadt war nämlich auf drei Seiten von österreichischem Gebiet umgeben und nur durch einen schmalen Weg, der über die [[Weißbachschlucht]] nach [[Inzell]] führte mit dem bayerischen Territorium verbunden.  
    
'''Gemeinschaftszollamt und Transitverkehr'''
 
'''Gemeinschaftszollamt und Transitverkehr'''
   −
In Bayern trat [[1807]] die „Zoll- und Mautordnung für die Gesamtstaaten des Königreiches Baiern“ in Kraft. Sie stellte die Einheitlichkeit des Zollgebietes für ganz Bayern auf eine neue Grundlage. In Reichenhall gab es nun ein Maut- und Hallamt, dem die Beimautämter Schwarzbach und Melleck, und die Zollstationen an der Staufenbruck und am Obertor (Tiroler Tor) in Reichenhall unterstellt waren. Von 1810 bis 1816 waren die Zollstellen aufgelöst, da das Salzburger Land in dieser Zeit zum Königreich Bayern gehörte. Durch den „[[Münchner Vertrag]]“  jedoch fiel Salzburg am [[1. Mai]] [[1816]] wieder an Österreich zurück. Mit den Landgerichten [[Tittmoning]], [[Laufen]] und [[Teisendorf]] auf der linken Seite von [[Salzach]] und [[Saalach]] aber blieb ein Gebiet bei Bayern, welches später Rupertiwinkel genannt wurde. Das wieder eingerichtete Beizollamt Schwarzbach war mit einem Beizollbeamten und einem Amtsdiener, später auch mit einem Amtsschreiber besetzt und wurde zweimal im Jahr durch die Zollinspektion München kontrolliert.
+
In Bayern trat [[1807]] die „''Zoll- und Mautordnung für die Gesamtstaaten des Königreiches Baiern''“ in Kraft. Sie stellte die Einheitlichkeit des Zollgebietes für ganz Bayern auf eine neue Grundlage. In Reichenhall gab es nun ein Maut- und Hallamt, dem die Beimautämter Schwarzbach und Melleck, und die Zollstationen an der Staufenbruck und am Obertor (Tiroler Tor) in Reichenhall unterstellt waren. Von 1810 bis 1816 waren die Zollstellen aufgelöst, da das Salzburger Land in dieser Zeit zum Königreich Bayern gehörte. Durch den „[[Münchner Vertrag]]“  jedoch fiel Salzburg am [[1. Mai]] [[1816]] wieder an Österreich zurück. Mit den Landgerichten [[Tittmoning]], [[Laufen]] und [[Teisendorf]] auf der linken Seite von [[Salzach]] und [[Saalach]] aber blieb ein Gebiet bei Bayern, welches später Rupertiwinkel genannt wurde. Das wieder eingerichtete Beizollamt Schwarzbach war mit einem Beizollbeamten und einem Amtsdiener, später auch mit einem Amtsschreiber besetzt und wurde zweimal im Jahr durch die Zollinspektion München kontrolliert.
   −
In Österreich nahm  am [[11. Mai]] [[1830]] eine „Kameral-Gefällen-Verwaltung“ ihre Arbeit auf, welche unter anderem für die Zollabgaben, sowie die Weg-, Brücken- und Wassermauten zuständig war. Das „Gränzzollamt Walserberg“ war ein „Commerzialzollamt“ und  unterstand dem „[[Vereinten Gefälls-Inspektorat]]“ in Salzburg. Beim [[Röhrenwirt]] im Ort Walserberg begann man im selben Jahr mit dem Neubau eines Zollamtsgebäudes, in welchem das österreichische Zollamt bis zum „Anschluss“ 1938 untergebracht war. Von [[1853]] bis [[1866]], in einer Zeit der politischen Annäherung zwischen Bayern und Österreich, bestand sogar ein österreichisch-bayerisches Gemeinschaftszollamt in diesem Gebäude. In jenen Jahren gab es auch schon einen Transitverkehr durch das später so genannte [[Kleine deutsche Eck]]“ zwischen dem [[Walserberg]] und dem [[Steinpass]].  
+
In Österreich nahm  am [[11. Mai]] [[1830]] eine „''Kameral-Gefällen-Verwaltung''“ ihre Arbeit auf, welche unter anderem für die Zollabgaben, sowie die Weg-, Brücken- und Wassermauten zuständig war. Das „''Gränzzollamt Walserberg''“ war ein „''Commerzialzollamt''“ und  unterstand dem „[[Vereinten Gefälls-Inspektorat]]“ in Salzburg. Beim [[Röhrenwirt]] im Ort [[Walserberg (Ort)|Walserberg]] begann man im selben Jahr mit dem Neubau eines Zollamtsgebäudes, in welchem das österreichische Zollamt bis zum [[Anschluss]] 1938 untergebracht war. Von [[1853]] bis [[1866]], in einer Zeit der politischen Annäherung zwischen Bayern und Österreich, bestand sogar ein österreichisch-bayerisches Gemeinschaftszollamt in diesem Gebäude. In jenen Jahren gab es auch schon einen Transitverkehr durch das später so genannte [[Kleines Deutsches Eck|Kleine Deutsche Eck]]“ zwischen dem Walserberg und dem [[Steinpass]].  
   −
'''„[[Tausend-Mark-Sperre]]“ und „[[Anschluss]]“'''
+
'''„Tausend-Mark-Sperre“ und „Anschluss“'''
   −
Trotz des Beitritts Bayerns zum neuen deutschen Kaiserreich im Jahre [[1871]] blieben die Zollämter bayerische Behörden und die Zöllner bayerische Beamte. In den Jahren bis zum [[Ersten Weltkrieg]] wurden ständig neue Verordnungen und Gesetzte für die Zollämter erlassen und wieder außer Kraft gesetzt. Aber schon das ganze [[19. Jahrhundert]] über hatten die Zöllner alle paar Jahre mit geänderten Rahmenbedingungen bei der Ausübung ihres Dienstes zu tun gehabt. Erst nach dem Ersten Weltkrieg ging im Jahre [[1919]] die Zuständigkeit für die Zollverwaltung von den Ländern auf das Deutsche Reich über. In der Zeit der Weimarer Republik blühte am Walserberg vor allem der Schmuggel von Vieh.  Schon kurz nach dem Regierungsantritt der Nationalsozialisten trat am 1. Juni 1933 das „Gesetz über die Beschränkung der Reisen nach der Republik Österreich“, die so genannte „1000-Mark-Sperre“ in Kraft. Der Grenzverkehr in Schwarzbach ging daraufhin um etwa 90 Prozent zurück. Nach der Aufhebung des Gesetzes im Jahre 1936 durften im Monat nur bis zu zehn [[Reichsmark]] mit nach Österreich genommen werden. Diese absurden Verhältnisse haben den Schriftsteller [[Erich Kästner]] zu seiner heiteren Geschichte „Der kleine Grenzverkehr“ inspiriert, die unter anderem auf dem Grenzübergang am Walserberg angesiedelt ist.  
+
Trotz des Beitritts Bayerns zum neuen deutschen Kaiserreich im Jahre [[1871]] blieben die Zollämter bayerische Behörden und die Zöllner bayerische Beamte. In den Jahren bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurden ständig neue Verordnungen und Gesetzte für die Zollämter erlassen und wieder außer Kraft gesetzt. Aber schon das ganze [[19. Jahrhundert]] über hatten die Zöllner alle paar Jahre mit geänderten Rahmenbedingungen bei der Ausübung ihres Dienstes zu tun gehabt. Erst nach dem Ersten Weltkrieg ging im Jahre [[1919]] die Zuständigkeit für die Zollverwaltung von den Ländern auf das Deutsche Reich über. In der Zeit der Weimarer Republik blühte am Walserberg vor allem der Schmuggel von Vieh.  Schon kurz nach dem Regierungsantritt der [[Nationalsozialisten]] trat am 1. Juni 1933 das „Gesetz über die Beschränkung der Reisen nach der Republik Österreich“, die so genannte „[[1000-Mark-Sperre]]“ in Kraft. Der Grenzverkehr in Schwarzbach ging daraufhin um etwa 90 Prozent zurück. Nach der Aufhebung des Gesetzes im Jahre 1936 durften im Monat nur bis zu zehn [[Reichsmark]] mit nach Österreich genommen werden. Diese absurden Verhältnisse haben den Schriftsteller [[Erich Kästner]] zu seiner heiteren Geschichte „Der kleine Grenzverkehr“ inspiriert, die unter anderem auf dem Grenzübergang am Walserberg angesiedelt ist.  
   −
Im Jahre [[1937]] zog das bisher im Neuen Mauthaus untergebrachte Zollamt Schwarzbach auf Anweisung des Reichsfinanzministeriums in eine direkt an der Grenze neu erbaute Baracke. Gleichzeitig wurden in den Grenzorten Wohnungen für die Zollbediensteten erbaut. Die in charakteristischen Dreiergruppen errichteten Häuser im schlichten Heimatstil  prägen einige Ortsbilder, wie etwa in Schwarzbach, Weißbach, Marzoll und Pidingerau bis heute. Im Jahr 1937 mussten die 25 Beamten des Zollamts über 187.000 Fahrzeuge abfertigen, zu denen noch viele Fußgänger und an Sonn- und Feiertagen bis zu 800 Radler  kamen. Im Jahr darauf nahm eine  Grenzpolizeistation ihren Dienst auf. Am 31. März 1939, erst ein Jahr nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich, wurde das Zollamt Schwarzbach geschlossen. Die Autobahn von München wurde auf  österreichischer  Seite über den Walserberg weiter gebaut und der dort bis dahin geltende Linksverkehr abgeschafft.  
+
Im Jahre [[1937]] zog das bisher im Neuen Mauthaus untergebrachte Zollamt Schwarzbach auf Anweisung des Reichsfinanzministeriums in eine direkt an der Grenze neu erbaute Baracke. Gleichzeitig wurden in den Grenzorten Wohnungen für die Zollbediensteten erbaut. Die in charakteristischen Dreiergruppen errichteten Häuser im schlichten Heimatstil  prägen einige Ortsbilder, wie etwa in Schwarzbach, Weißbach, Marzoll und Pidingerau bis heute. Im Jahr 1937 mussten die 25 Beamten des Zollamts über 187 000 Fahrzeuge abfertigen, zu denen noch viele Fußgänger und an Sonn- und Feiertagen bis zu 800 Radler  kamen. Im Jahr darauf nahm eine  Grenzpolizeistation ihren Dienst auf. Am 31. März 1939, erst ein Jahr nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich, wurde das Zollamt Schwarzbach geschlossen. Die Autobahn von München wurde auf  österreichischer  Seite über den Walserberg weiter gebaut und der dort bis dahin geltende Linksverkehr abgeschafft.  
    
'''Neuanfang'''
 
'''Neuanfang'''
   −
Am [[3. Mai]] [[1945]] sprengten Wehrmachtseinheiten die [[Autobahnbrücke]] über die [[Saalach]], was die Amerikaner bei ihrem Vormarsch aufhalten sollte. Nach dem Ende des Krieges wurde die Grenze zu Österreich wieder hergestellt und die Grenzübergänge an der Bundesstraße und an der Autobahn durch amerikanische Soldaten abgeriegelt. Der bayerische Zoll und die Grenzpolizei nahmen am [[15. Februar]] [[1946]] ihren Dienst am Grenzübergang an der Autobahn auf. Das „Zollamt Piding-Autobahn“ bestand aus einer Baracke, die zuvor als Rot-Kreuz-Dienststelle  zur  Betreuung von Heimkehrern genutzt worden war. Dort verrichteten ein Zollinspektor, fünf Zollsekretäre und ein Zollassistent ihren Dienst. Die Baracke befand sich auf der Autobahn-Einreiseseite nach Bayern und beherbergte in primitivster Weise drei Dienststellen: das österreichische Zollamt, die Grenzpolizei und das bayerische Zollamt. Die Verfügungsgewalt im juristischen Sinne hatte niemand. Es wurde nicht nur der Autobahnverkehr, sondern auch der Verkehr (der Bundesstraße) Bad Reichenhall – Salzburg über die Autobahn in Betrieb genommen. Zu letzterem Zweck nützte man das früher stillgelegte Stück der alten Salzburger Straße (heute Zufahrt Firma [[Reber]]) über die Autobahn hinweg wieder. Der zivile Grenzverkehr hielt sich im Rahmen, da das Wirtschaftsleben darnieder lag und Genehmigungen zu Grenzüberschreitungen nur spärlich erteilt wurden. Das österreichische Zollamt verließ [[1947]] als erstes die Baracke und etablierte sich auf österreichischem Gebiet in einem neu errichteten provisorischen Zollamt.
+
Am [[3. Mai]] [[1945]] sprengten Wehrmachtseinheiten die [[Autobahnbrücke (Saalach)]] über die [[Saalach]], was die Amerikaner bei ihrem Vormarsch aufhalten sollte. Nach dem Ende des Krieges wurde die Grenze zu Österreich wieder hergestellt und die Grenzübergänge an der Bundesstraße und an der Autobahn durch amerikanische Soldaten abgeriegelt. Der bayerische Zoll und die Grenzpolizei nahmen am [[15. Februar]] [[1946]] ihren Dienst am Grenzübergang an der Autobahn auf. Das „Zollamt Piding-Autobahn“ bestand aus einer Baracke, die zuvor als Rot-Kreuz-Dienststelle  zur  Betreuung von Heimkehrern genutzt worden war. Dort verrichteten ein Zollinspektor, fünf Zollsekretäre und ein Zollassistent ihren Dienst. Die Baracke befand sich auf der Autobahn-Einreiseseite nach Bayern und beherbergte in primitivster Weise drei Dienststellen: das österreichische Zollamt, die Grenzpolizei und das bayerische Zollamt. Die Verfügungsgewalt im juristischen Sinne hatte niemand. Es wurde nicht nur der Autobahnverkehr, sondern auch der Verkehr (der Bundesstraße) Bad Reichenhall – Salzburg über die Autobahn in Betrieb genommen. Zu letzterem Zweck nützte man das früher stillgelegte Stück der alten Salzburger Straße (heute Zufahrt Firma [[Reber]]) über die Autobahn hinweg wieder. Der zivile Grenzverkehr hielt sich im Rahmen, da das Wirtschaftsleben darnieder lag und Genehmigungen zu Grenzüberschreitungen nur spärlich erteilt wurden. Das österreichische Zollamt verließ [[1947]] als erstes die Baracke und etablierte sich auf österreichischem Gebiet in einem neu errichteten provisorischen Zollamt.
 
   
 
   
   
'''Zunehmender Grenzverkehr'''
 
'''Zunehmender Grenzverkehr'''
   Zeile 49: Zeile 48:  
'''Staus und „E-Spur“'''
 
'''Staus und „E-Spur“'''
   −
Im Olympiajahr 1972 wurde ein markantes, alle Fahrbahnen überspannendes „Brückengebäude“ errichtet. Darin nahmen die Beamten beider Staaten eine gemeinsame Personenabfertigung auf. Im Jahre [[1975]] fuhren knapp 23 Millionen Reisende in über 6 Millionen Fahrzeugen auf der Autobahn über den Walserberg. Das deutsche Zollamt  an der Bundesstraße wurde 1977 als „Abfertigungsstelle Bundesstraße“ dem Autobahnzollamt angegliedert. Ab Mitte der 1970-er Jahre gehörten auf Grund des sprunghaft angestiegenen Südost-Verkehrs kilometerlange LKW-Staus auf der Autobahn zum alltäglichen Bild. Mit der Einführung der so genannten „E-Spur“ sollte 1984 für deutsche und österreichische Reisende ein erleichtertes Kontrollsystem geschaffen und damit die Wartezeiten an den Grenzen verkürzt werden. Durch das Mitführen einer grünen „[[E-Plakette]]“ hinter der Windschutzscheibe versicherten die Autoinsassen, dass sie die grenzpolizeilichen Vorschriften einhielten und nur Waren unter der Freigrenze mit sich führten. Der Missbrauch dieser Regelung durch viele Reisende führte dazu, dass auf der „[[E-Spur]]“ ebenso genau kontrolliert wurde, wie auf den anderen Spuren. Obwohl die E-Spur-Regelung offiziell bis 1995 galt, wurde sie schon bald nach ihrer Einführung nicht mehr angewandt. In den 1990-er Jahren wurde der Walserberg  von etlichen Organisationen als idealer Platz für Demonstrationen entdeckt.  Tiertransporte, LKW-Transit und Asylpolitik waren die häufigsten Themen dieser Aktionen, die oft zu kilometerlangen Staus führten.
+
Im Jahr 1972 wurde ein markantes, alle Fahrbahnen überspannendes „Brückengebäude“ errichtet. Darin nahmen die Beamten beider Staaten eine gemeinsame Personenabfertigung auf. Im Jahre [[1975]] fuhren knapp 23 Millionen Reisende in über sechs Millionen Fahrzeugen auf der Autobahn über den Walserberg. Das deutsche Zollamt  an der Bundesstraße wurde 1977 als „Abfertigungsstelle Bundesstraße“ dem Autobahnzollamt angegliedert. Ab Mitte der 1970-er Jahre gehörten auf Grund des sprunghaft angestiegenen Südost-Verkehrs kilometerlange Lkw-Staus auf der Autobahn zum alltäglichen Bild. Mit der Einführung der so genannten „E-Spur“ sollte 1984 für deutsche und österreichische Reisende ein erleichtertes Kontrollsystem geschaffen und damit die Wartezeiten an den Grenzen verkürzt werden. Durch das Mitführen einer grünen „[[E-Plakette]]“ hinter der Windschutzscheibe versicherten die Autoinsassen, dass sie die grenzpolizeilichen Vorschriften einhielten und nur Waren unter der Freigrenze mit sich führten. Der Missbrauch dieser Regelung durch viele Reisende führte dazu, dass auf der „[[E-Spur]]“ ebenso genau kontrolliert wurde, wie auf den anderen Spuren. Obwohl die E-Spur-Regelung offiziell bis 1995 galt, wurde sie schon bald nach ihrer Einführung nicht mehr angewandt. In den [[1990er]] Jahren wurde der Walserberg  von etlichen Organisationen als idealer Platz für Demonstrationen entdeckt.  Tiertransporte, Lkw-Transit und Asylpolitik waren die häufigsten Themen dieser Aktionen, die oft zu kilometerlangen Staus führten.
    
'''Kontrollen abgeschafft'''
 
'''Kontrollen abgeschafft'''
   −
Im Jahr [[1994]] überschritten etwa 34 Millionen Personen in 10 Millionen PKW, 900.000 LKW und 100.000 Bussen die Grenze am Walserberg. In diesem Jahr waren knapp 200 Menschen beim deutschen Autobahnzollamt tätig. Zusammen mit dem österreichischen Zollamt, der Grenzpolizei, den Grenzspeditionen, der Bundesanstalt für den Güterfernverkehr und weiteren Einrichtungen, arbeiteten auf dem Walserberg insgesamt fast 700 Menschen.
+
Im Jahr [[1994]] überschritten etwa 34 Millionen Personen in zehn Millionen Pkw, 900 000 Lkw und 100 000 Bussen die Grenze am Walserberg. In diesem Jahr waren knapp 200 Menschen beim deutschen Autobahnzollamt tätig. Zusammen mit dem österreichischen Zollamt, der Grenzpolizei, den Grenzspeditionen, der Bundesanstalt für den Güterfernverkehr und weiteren Einrichtungen, arbeiteten auf dem Walserberg insgesamt fast 700 Menschen.
    
Mit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union 1995 und dem Wegfall der  Zollkontrollen  wurde das deutsche Zollamt auf dem Walserberg in ein Binnenzollamt umgewandelt. Das österreichische Zollamt musste, da es von der Wirtschaft kaum noch frequentiert wurde, wenig später schließen. Am [[1. April]] 1998 trat das [[Schengener Abkommen]] mit Österreich in Kraft, wodurch auch die Passkontrollen entfielen. Die Grenzpolizei löste man auf, das „Brückengebäude“ an der Autobahn und die Dienstgebäude an der Bundesstraße wurden 2003 abgerissen. Das deutsche Binnenzollamt „Bad Reichenhall Autobahn“ übersiedelte 2004 in einen Neubau an der Nordseite der Autobahn.
 
Mit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union 1995 und dem Wegfall der  Zollkontrollen  wurde das deutsche Zollamt auf dem Walserberg in ein Binnenzollamt umgewandelt. Das österreichische Zollamt musste, da es von der Wirtschaft kaum noch frequentiert wurde, wenig später schließen. Am [[1. April]] 1998 trat das [[Schengener Abkommen]] mit Österreich in Kraft, wodurch auch die Passkontrollen entfielen. Die Grenzpolizei löste man auf, das „Brückengebäude“ an der Autobahn und die Dienstgebäude an der Bundesstraße wurden 2003 abgerissen. Das deutsche Binnenzollamt „Bad Reichenhall Autobahn“ übersiedelte 2004 in einen Neubau an der Nordseite der Autobahn.
 +
 
==Hotel statt Zoll==
 
==Hotel statt Zoll==
 
An ehemaligen Grenzübergang Walserberg (A8 München, Richtung Salzburg) wurde im Jahr [[2006]] das Hotel Servus Europa in Betrieb genommen.
 
An ehemaligen Grenzübergang Walserberg (A8 München, Richtung Salzburg) wurde im Jahr [[2006]] das Hotel Servus Europa in Betrieb genommen.
Zeile 62: Zeile 62:  
* [https://www.google.at/search?q=grenz%C3%BCbergang+walserberg&client=firefox-a&hs=ukW&rls=org.mozilla:de:official&channel=sb&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=7B_1UtezJM2Shgenq4GwBw&ved=0CD8QsAQ&biw=1920&bih=951  Historische Bilder vom Grenzübergang Walserberg]
 
* [https://www.google.at/search?q=grenz%C3%BCbergang+walserberg&client=firefox-a&hs=ukW&rls=org.mozilla:de:official&channel=sb&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=7B_1UtezJM2Shgenq4GwBw&ved=0CD8QsAQ&biw=1920&bih=951  Historische Bilder vom Grenzübergang Walserberg]
   −
==Quellen:==
+
==Quellen==
 
+
* Herbert Fröhlich: ''Marzoll, eine oberbayerische Chronik'', Bad Reichenhall 2008
Herbert Fröhlich: Marzoll, eine oberbayerische Chronik, Bad Reichenhall 2008
+
* [[Andreas Hirsch]]: ''Von Salzburg „retour nach Baiern“, Der Rupertiwinkel fiel vor 200 Jahren an das bayerische Königreich zurück'', Heimatblätter  9/2010
 
+
* Albin Kühnel: ''Von der Grenzmauth zum Binnenzollamt – 235 Jahre Zoll am Walserberg'', Bad Reichenhall 2000
[[Andreas Hirsch]]: Von Salzburg „retour nach Baiern“, Der Rupertiwinkel fiel vor 200 Jahren an das bayerische Königreich zurück, Heimatblätter  9/2010
+
* [[Johannes Lang]]: ''Geschichte von Bad Reichenhall'', Neustadt/Aisch 2009
 
+
* Norbert Lublasser: ''Walserberg, ade'', [[Salzburger Nachrichten]] vom 2. April 1998
Albin Kühnel: Von der Grenzmauth zum Binnenzollamt – 235 Jahre Zoll am Walserberg, Bad Reichenhall 2000
+
* Reichenhaller Tagblatt vom  10. April 1957
 
+
* Andreas Hirsch, Bad Reichenhall, Textgestaltung des Artikels
[[Johannes Lang]]: Geschichte von Bad Reichenhall, Neustadt/Aisch 2009
  −
 
  −
Norbert Lublasser: Walserberg, ade, Salzburger Nachrichten v. 02.04.1998
  −
 
  −
Reichenhaller Tagblatt v. 10.04.1957
  −
 
  −
[[Andreas Hirsch]], Bad Reichenhall, Textgestaltung des Artikels
        Zeile 83: Zeile 76:  
[[Kategorie:Wals-Siezenheim]]
 
[[Kategorie:Wals-Siezenheim]]
 
[[Kategorie:Geografie]]
 
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Ort (Flachgau)]]
   
[[Kategorie:Verkehr]]
 
[[Kategorie:Verkehr]]
 
[[Kategorie:Autobahn]]
 
[[Kategorie:Autobahn]]
[[Kategorie:Straße]]
+
[[Kategorie:Landesstraße]]

Navigationsmenü