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[[Datei:Siegel Hagenauer 14. Jahrhundert.jpg|miniatur|persönliches Siegel des Karel von Hagenau, Urkunde von 1387]] Die Darstellung des Hagenbaums, der in der Literatur manchmal auch als Hagenstrauch blasoniert wurde, variierte in persönlichen Siegeln. Er wurde als Hagenbaum mit schrägem gestümmelten Ast, als gekrümmter Hagenbaum mit schrägem Ast, als Hagenbaum zwischen zwei schrägen Ästen, als Hagenbaum mit Ästchen, als belaubter Hagenbaum, als Hagenbaum von Zweigen umkränzt oder als Hagenbaum mit seitlich Ästen bzw. Zweigen dargestellt. Im 17. Jahrhundert erhielten die Hagenauer in Salzburg die Bestätigung ihres Wappens mit Wappenbesserung durch den kaiserlichen Palatin. Das Schild wurde durch einen Sporn geteilt, darin das alte Stammwappen mit grünem Dreiberg und dem Hagenbaum, seitlich davon zwei auffliegende schwarze Adler auf goldenem Grund, die Decken nun in den Farben Salzburgs (rot-weiß, schwarz-gold). Der Helm mit Kleinod hatte einen Flug als Helmzier. In der Barockzeit wurde mitunter auch ein wachsender Greif mit entwurzeltem Hagenbaum als Helmzier verwendet, dessen symbolische Bedeutung jedoch nicht bekannt ist. Aus dem Jahr 1137 stammt die älteste Darstellung des Wappens, das auf dem Epitaph des Reimprecht von Hagenau abgebildet ist (heute Stift St. Pölten, Niederösterreich).
 
[[Datei:Siegel Hagenauer 14. Jahrhundert.jpg|miniatur|persönliches Siegel des Karel von Hagenau, Urkunde von 1387]] Die Darstellung des Hagenbaums, der in der Literatur manchmal auch als Hagenstrauch blasoniert wurde, variierte in persönlichen Siegeln. Er wurde als Hagenbaum mit schrägem gestümmelten Ast, als gekrümmter Hagenbaum mit schrägem Ast, als Hagenbaum zwischen zwei schrägen Ästen, als Hagenbaum mit Ästchen, als belaubter Hagenbaum, als Hagenbaum von Zweigen umkränzt oder als Hagenbaum mit seitlich Ästen bzw. Zweigen dargestellt. Im 17. Jahrhundert erhielten die Hagenauer in Salzburg die Bestätigung ihres Wappens mit Wappenbesserung durch den kaiserlichen Palatin. Das Schild wurde durch einen Sporn geteilt, darin das alte Stammwappen mit grünem Dreiberg und dem Hagenbaum, seitlich davon zwei auffliegende schwarze Adler auf goldenem Grund, die Decken nun in den Farben Salzburgs (rot-weiß, schwarz-gold). Der Helm mit Kleinod hatte einen Flug als Helmzier. In der Barockzeit wurde mitunter auch ein wachsender Greif mit entwurzeltem Hagenbaum als Helmzier verwendet, dessen symbolische Bedeutung jedoch nicht bekannt ist. Aus dem Jahr 1137 stammt die älteste Darstellung des Wappens, das auf dem Epitaph des Reimprecht von Hagenau abgebildet ist (heute Stift St. Pölten, Niederösterreich).
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[[Datei:Siegel Georg Hagenauer.jpg|miniatur|persönliches Siegel des Georg Hagenauer, Urkunde von 1439]]
 
Interessant sind auch die Wappendarstellungen in den symbolträchtigen Familiengrüften der Hagenauer zu [[Petersfriedhof|St. Peter]] in Salzburg. ''"Die heraldischen Elemente verloren ihren Eigenwert und wurden zum Teil wieder rein dekorativ eingesetzt als bloße Füllung üppig gestalteter Kartuschen."'' So in der Gruft Nr. XV, in der sich sein Erbauer, der Handelsherr Georg Hagenauer (* 1649, † 1736), bestatten ließ. Manche Historiker haben vermutet, dass es sich auf Grund der vielen alt-testamentarischen Zitate in einem großen Gemälde in der Gruft, um die letzte Ruhestätte eines Mitgliedes aus einem Geheimbund handeln könnte. Das Hagenauer-Wappen wurde auf eine ovale, konvexe Metallplatte gemalt, die von einer reich verzierten und vergoldeten Kartusche umrahmt ist. Links und rechts vom Familienwappen wurde Georg mit seinen Frauen und Kindern dargestellt (links die Herren, rechts die Frauen). Das barocke Wappen ist hier in üppiger und symbolträchtiger Art und Weise dargestellt. Man hatte die richtige Blasonierung (in der Heraldik die fachsprachliche Beschreibung eines Wappens), wie bei vielen Wappendarstellungen des Hochbarocks, auf Kosten naturalistischer Darstellung und Symbolik verändert. Die Blasonierung des gebesserten Adelswappens für Georg Hagenauer im heute noch erhaltenen Wappenbrief von 1686 lautete: ''"auf grünem Dreiberg ein "Hagenstrauch" (-baum)"''. Auf der Gruft steht auf dem Dreiberg ein belaubter Hagenbaum, was man als Symbol für das erneut aufblühende Geschlecht deuten könnte. In seinem Testament hatte Georg Hagenauer auch vermerkt: ''"damit ... der Hagenauerische Name nit gleich vergessen werde"''. Am (heraldisch) rechten Berg sind zusätzlich drei kleinere Bäume (oder Sträucher), die offenbar als Symbol für die drei Söhne Georgs gedeutet werden können. Seitlich im Wappen befinden sich die auffliegenden Adler der Wappenmehrung, auf dem Turnierhelm ein offener Flug (durch die Wappenbesserung ein wachsender Greif/Adler mit entwurzeltem Hagenstrauch).   
 
Interessant sind auch die Wappendarstellungen in den symbolträchtigen Familiengrüften der Hagenauer zu [[Petersfriedhof|St. Peter]] in Salzburg. ''"Die heraldischen Elemente verloren ihren Eigenwert und wurden zum Teil wieder rein dekorativ eingesetzt als bloße Füllung üppig gestalteter Kartuschen."'' So in der Gruft Nr. XV, in der sich sein Erbauer, der Handelsherr Georg Hagenauer (* 1649, † 1736), bestatten ließ. Manche Historiker haben vermutet, dass es sich auf Grund der vielen alt-testamentarischen Zitate in einem großen Gemälde in der Gruft, um die letzte Ruhestätte eines Mitgliedes aus einem Geheimbund handeln könnte. Das Hagenauer-Wappen wurde auf eine ovale, konvexe Metallplatte gemalt, die von einer reich verzierten und vergoldeten Kartusche umrahmt ist. Links und rechts vom Familienwappen wurde Georg mit seinen Frauen und Kindern dargestellt (links die Herren, rechts die Frauen). Das barocke Wappen ist hier in üppiger und symbolträchtiger Art und Weise dargestellt. Man hatte die richtige Blasonierung (in der Heraldik die fachsprachliche Beschreibung eines Wappens), wie bei vielen Wappendarstellungen des Hochbarocks, auf Kosten naturalistischer Darstellung und Symbolik verändert. Die Blasonierung des gebesserten Adelswappens für Georg Hagenauer im heute noch erhaltenen Wappenbrief von 1686 lautete: ''"auf grünem Dreiberg ein "Hagenstrauch" (-baum)"''. Auf der Gruft steht auf dem Dreiberg ein belaubter Hagenbaum, was man als Symbol für das erneut aufblühende Geschlecht deuten könnte. In seinem Testament hatte Georg Hagenauer auch vermerkt: ''"damit ... der Hagenauerische Name nit gleich vergessen werde"''. Am (heraldisch) rechten Berg sind zusätzlich drei kleinere Bäume (oder Sträucher), die offenbar als Symbol für die drei Söhne Georgs gedeutet werden können. Seitlich im Wappen befinden sich die auffliegenden Adler der Wappenmehrung, auf dem Turnierhelm ein offener Flug (durch die Wappenbesserung ein wachsender Greif/Adler mit entwurzeltem Hagenstrauch).   
 
 
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