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==Leben==
 
==Leben==
Seit [[1281]] gehörte Konrad IV. als [[Domherr]] und Scholasticus dem [[Salzburger Domkapitel|Salzburger Kapitel]] an. [[1285]] wurde er zum Bischof von Lavant ernannt. Konrad war kein unmittelbarer Kandidat für die Nachfolge des Erzbischofs [[Rudolf I. von Hohenegg]] gewesen, Herzog Stephan von Niederbayern und und der Abt des [[enns:Benediktinerstift Admont|Benediktinerstifts Admont]], [[enns:Heinrich von Admont]], galten als die beiden aussichtsreichen Anwärter. Doch Papst Nikolaus IV. gefielen beide nicht und so ernannte er am [[26. Jänner]] [[1291]] Konrad IV. zum Erzbischof von Salzburg.   
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Seit [[1281]] gehörte Konrad IV. als [[Domherr]] und Scholasticus dem [[Salzburger Domkapitel|Salzburger Kapitel]] an. [[1285]] wurde er zum Bischof von Lavant ernannt. Konrad war kein unmittelbarer Kandidat für die Nachfolge des Erzbischofs [[Rudolf I. von Hohenegg]] gewesen, Herzog Stephan von Niederbayern und und der Abt des [[enns:Benediktinerstift Admont|Benediktinerstifts Admont]], [[enns:Heinrich II. (Abt)|Heinrich von Admont]], galten als die beiden aussichtsreichen Anwärter. Doch Papst Nikolaus IV. gefielen beide nicht und so ernannte er am [[26. Jänner]] [[1291]] Konrad IV. zum Erzbischof von Salzburg.   
    
Konrad hatte von Beginn seiner Regentschaft an mit zahlreichen Problemen zu kämpfen: da waren einerseits die Salzburger selbst, die lieber den Sohn Ottos als Erzbischof gesehen hätten, und da war aber auch Abt Heinrich, der − gekränkt wegen der Ablehnung des Papstes − gegen Konrad arbeitete. Nachdem er in Rom Weihe und Pallium empfangen hatte, konnte Konrad IV. gegen den Widerstand des Domkapitels, der [[Ministerialen]] und der Bürger, die sich mit Herzog Otto von Niederbayern verbündet hatten, erst im September 1291 in seiner Metropole einziehen. Noch im selben Jahr konnte er aber mit Herzog Otto Frieden schließen. Aber der Gegensatz zu Albrecht I. von Habsburg verschärfte sich immer mehr. Am [[1. Jänner]] [[1292]] vereinigte sich Konrad IV. mit dem aufständischen Adel der Steiermark und Kärntens zum Deutschlandsberger Bund, dem später auch der Bayernherzog Otto beitrat. Nach wechselvollen Kämpfen, in deren Verlauf er den Kärntner Herzogssohn Ludwig gefangengenommen hatte, einigte er sich im Mai 1293 mit Albrecht I. im Frieden von Linz. Wegen des Salzwerkes, das Albrecht I. im Gosautal errichtet hatte, eröffnete Konrad IV. auf das falsche Gerüchte vom Tode des Habsburgers im November 1295 mit bayerischer Hilfe erneut den Krieg gegen Österreich. Erst ein Friedensabkommen vom [[24. September]] [[1296]] machte aber der langen Fehde ein Ende.
 
Konrad hatte von Beginn seiner Regentschaft an mit zahlreichen Problemen zu kämpfen: da waren einerseits die Salzburger selbst, die lieber den Sohn Ottos als Erzbischof gesehen hätten, und da war aber auch Abt Heinrich, der − gekränkt wegen der Ablehnung des Papstes − gegen Konrad arbeitete. Nachdem er in Rom Weihe und Pallium empfangen hatte, konnte Konrad IV. gegen den Widerstand des Domkapitels, der [[Ministerialen]] und der Bürger, die sich mit Herzog Otto von Niederbayern verbündet hatten, erst im September 1291 in seiner Metropole einziehen. Noch im selben Jahr konnte er aber mit Herzog Otto Frieden schließen. Aber der Gegensatz zu Albrecht I. von Habsburg verschärfte sich immer mehr. Am [[1. Jänner]] [[1292]] vereinigte sich Konrad IV. mit dem aufständischen Adel der Steiermark und Kärntens zum Deutschlandsberger Bund, dem später auch der Bayernherzog Otto beitrat. Nach wechselvollen Kämpfen, in deren Verlauf er den Kärntner Herzogssohn Ludwig gefangengenommen hatte, einigte er sich im Mai 1293 mit Albrecht I. im Frieden von Linz. Wegen des Salzwerkes, das Albrecht I. im Gosautal errichtet hatte, eröffnete Konrad IV. auf das falsche Gerüchte vom Tode des Habsburgers im November 1295 mit bayerischer Hilfe erneut den Krieg gegen Österreich. Erst ein Friedensabkommen vom [[24. September]] [[1296]] machte aber der langen Fehde ein Ende.

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