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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | '''Aufstellung über die Geschichte von Schneegattern:''' | + | '''Aufstellung über die Geschichte von Schneegattern bis 1977 :''' |
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| | * Kirche Schneegattern | | * Kirche Schneegattern |
| − | Bis 1923 hatte Schneegattern keine Kirche. | + | Bis [1923]] hatte Schneegattern keine Kirche. |
| | In diesem Jahr erwarb der Kirchenbauverein die im Flüchtlingslager in Braunau | | In diesem Jahr erwarb der Kirchenbauverein die im Flüchtlingslager in Braunau |
| | stehende Holzkirche. | | stehende Holzkirche. |
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| | * Heutige Lourdeskirche | | * Heutige Lourdeskirche |
| − | Erbaut unter Initiative und tatkräftiger Mithilfe von Pfarrer Johann Weißengruber | + | Erbaut unter Initiative und tatkräftiger Mithilfe von Pfarrer Johann Weißengruber nach den Plänen von Architekt Richard Puchner aus Bad Hall. |
| − | nach den Plänen von Architekt Richard Puchner aus Bad Hall. | |
| | Bemerkenswert ist, dass die Kirche in einer Zeit größter Not entstanden ist. | | Bemerkenswert ist, dass die Kirche in einer Zeit größter Not entstanden ist. |
| − | Von diesen bitteren Jahren der Arbeitslosigkeit kündet eine Glocke am Krieger- | + | Von diesen bitteren Jahren der Arbeitslosigkeit kündet eine Glocke am Kriegerdenkmal in der Nähe der Kirche, neben der ein Schürhaken der stillgelegten |
| − | denkmal in der Nähe der Kirche, neben der ein Schürhaken der stillgelegten
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| | Glashütte angebracht ist. | | Glashütte angebracht ist. |
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| | Auf einer Marmortafel kann man folgenden Spruch lesen: | | Auf einer Marmortafel kann man folgenden Spruch lesen: |
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| − | * Notglocke von Schneegattern
| + | Notglocke von Schneegattern |
| − | „Ich bin ein lauter Zeuge der Arbeitsnot und Pein – | + | |
| | + | ''„Ich bin ein lauter Zeuge der Arbeitsnot und Pein – |
| | und künd’ der Welt die Sorgen, die hier bei uns verborgen. | | und künd’ der Welt die Sorgen, die hier bei uns verborgen. |
| | Fünfhundert Menschen hungern. Zehn Jahre schon ohn’ Brot. – | | Fünfhundert Menschen hungern. Zehn Jahre schon ohn’ Brot. – |
| − | Das Leben uns’res Ortes, ist elend jetzt – voll Not. | + | Das Leben uns’res Ortes, ist elend jetzt – voll Not.'' |
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| | 1936 | | 1936 |
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| | * Kirchendetails: | | * Kirchendetails: |
| − | Dreischiffiges Langhaus mit offenem Dachstuhl. | + | Dreischiffiges Langhaus mit offenem Dachstuhl. Der Hochaltar zeigt ein mächtiges Kruzifix – |
| − | Der Hochaltar zeigt ein mächtiges Kruzifix – | + | dieses Holzbildwerk stammt von Pfarrer Weißenbrunner. Der linke Seitenaltar bildet eine Lourdesgrotte. |
| − | dieses Holzbildwerk stammt von Pfarrer Weißenbrunner. | + | Pfarrhof wurde gleichzeitig mit Kirche erbaut. (um 1936). 1970-71 Restaurierung der Innenkirche und äußeren Kirchenmauern. |
| − | Der linke Seitenaltar bildet eine Lourdesgrotte. | |
| − | Pfarrhof wurde gleichzeitig mit Kirche erbaut. (um 1936) | |
| − | 1970-71 Restaurierung der Innenkirche und äußeren Kirchenmauern. | |
| | Turmkreuzsteckung fand am 28.03 1971 statt. | | Turmkreuzsteckung fand am 28.03 1971 statt. |
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| | * Holztrift in Schwemmbach und Mattig | | * Holztrift in Schwemmbach und Mattig |
| − | Städte und Agrargebiete brauchten Holz.Die Wegstrecken dorthin waren oft | + | Städte und Agrargebiete brauchten Holz.Die Wegstrecken dorthin waren oft zu lang und der Transport zu schwierig. Es gab noch keine Eisenbahnen und |
| − | zu lang und der Transport zu schwierig. Es gab noch keine Eisenbahnen und | + | die Straßen waren zu schlecht. Es gab nur eine Möglichkeit das Holz zu den Absatzgebieten zu transportieren – den Wasserweg. |
| − | die Straßen waren zu schlecht. Es gab nur eine Möglichkeit das Holz zu den | + | Der Kobernaußerwald liegt weitab schiffbarer Flüsse. So musste ein anderer Weg gefunden werden. Die vielen Täler des Kobernaußerwaldes führen alle |
| − | Absatzgebieten zu transportieren – den Wasserweg. | + | kleine Bäche und Rinnsale. Am Südrand vereinen sie sich und eilen der Mattig und schließlich dem Inn zu. |
| − | Der Kobernaußerwald liegt weitab schiffbarer Flüsse. So musste ein anderer | + | |
| − | Weg gefunden werden. Die vielen Täler des Kobernaußerwaldes führen alle | + | 1760-1765 Errichtung einer Triftanstalt durch die kurbayerische Regierung, das ermöglichte den Transport von Scheiterholz auf dem Wasserwege. |
| − | kleine Bäche und Rinnsale. Am Südrand vereinen sie sich und eilen der | |
| − | Mattig und schließlich dem Inn zu. | |
| − | 1760-1765 Errichtung einer Triftanstalt durch die kurbayerische Regierung, | |
| − | Das ermöglichte den Transport von Scheiterholz auf dem Wasserwege.
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| | Die österr. Regierung setzte nach dem Erwerb des Innviertels 1779 das Werk fort. | | Die österr. Regierung setzte nach dem Erwerb des Innviertels 1779 das Werk fort. |
| | + | |
| | Es wurden Triftkanäle und Klausen (Wasserspeicher) oder Floßteiche errichtet. | | Es wurden Triftkanäle und Klausen (Wasserspeicher) oder Floßteiche errichtet. |
| | Achbachklause 1784 Weißenbachklause 1786 | | Achbachklause 1784 Weißenbachklause 1786 |
| | Riedlbachklause 1802 Schwarzmoosklause 1882 | | Riedlbachklause 1802 Schwarzmoosklause 1882 |
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| − | Triftholzhacker fällten Bäume arbeiteten das Holz auf und schafften es zum | + | Triftholzhacker fällten Bäume arbeiteten das Holz auf und schafften es zum Lagerplatz. (1814 wird ihre Zahl mit 60 – 70 angegeben). |
| − | Lagerplatz. (1814 wird ihre Zahl mit 60 – 70 angegeben). | + | Oft erbauten sie sich im Wald am Ufer des Baches kleine Häuser, wo sie mit Frau, Kindern und Vieh lebten. |
| − | Oft erbauten sie sich im Wald am Ufer des Baches kleine Häuser, wo sie mit | + | Die Holzhauer bildeten untereinander „Gespannschaften“. Diese besorgten das Einwerfen der Scheiter in den Bach und das Abtriften. |
| − | Frau, Kindern und Vieh lebten. | |
| − | Die Holzhauer bildeten untereinander „Gespannschaften“. Diese besorgten | |
| − | das Einwerfen der Scheiter in den Bach und das Abtriften. | |
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| − | Zeit der Holztrift war im Frühjahr. (Waldschneeschmelze) | + | Zeit der Holztrift war im Frühjahr. (Waldschneeschmelze), die Schwemmkanäle waren etwa 1,3 – 1,6 m breit und ca. einen halben Meter tief. |
| − | Schwemmkanäle waren etwa 1,3 – 1,6 m breit und ca. einen halben Meter tief. | + | Entlang der Kanäle wurde das Holz aufgestapelt. Die Klausen mussten sich stets untereinander verständigen. Sie durften ihre Schleusen nur abwechselnd öffnen. |
| − | Entlang der Kanäle wurde das Holz aufgestapelt. Die Klausen mussten sich stets | + | Mit dem Schwemmwasser musste gespart werden. Das Einwerfen musste rasch vor sich gehen. Das eingeworfene Holz konnte man auch nicht sich selbst über- |
| − | untereinander verständigen. Sie durften ihre Schleusen nur abwechselnd öffnen. | + | lassen. Entlang der gesamten Schwemmstrecke waren Scheitertreiber aufgestellt. Sie regulierten mit einer etwa 3 m langen Stange, an deren Ende ein eiserner |
| − | Mit dem Schwemmwasser musste gespart werden. Das Einwerfen musste rasch | + | Haken (=Griaßbeil) angebracht war die Trift. Bei Dietfurt, unweit Braunau, befand sich in der Mattig ein großer Rechen, der die Scheiter auffing. Hier wurde das Holz aus dem Wasser gezogen und im „Holzgarten“ aufgeschichtet und vermessen. |
| − | vor sich gehen. Das eingeworfene Holz konnte man auch nicht sich selbst über- | + | |
| − | lassen. Entlang der gesamten Schwemmstrecke waren Scheitertreiber aufgestellt. | + | Reparaturen der Klausen, Wehren und Schwemmkanäle verursachten hohe Kosten. In Spitzenjahren betrug die jährliche Triftmenge bis zu 75.000 Raummeter Holz. |
| − | Sie regulierten mit einer etwa 3 m langen Stange, an deren Ende ein eiserner | + | Ende der Holztrift - 1887 mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Steindorf-Braunau mit Industriebahn nach Schneegattern. Errichtung des Holzplatzes zur Beladung. |
| − | Haken (=Griaßbeil) angebracht war die Trift. | + | Nach der Hochwasserkatastrophe 27.. 28., und 29 Juli 1897 wurde die immer noch ausgeübte lokale Holztrift im Raum Schneegattern aufgegeben. Anstelle wurde eine Waldbahn in das Riedl- und Weißenbachtal gebaut. Heute erinnert nur mehr der Name des Baches an die ursprüngliche Nutzung. |
| − | Bei Dietfurt, unweit Braunau, befand sich in der Mattig ein großer Rechen, der | |
| − | die Scheiter auffing. Hier wurde das Holz aus dem Wasser gezogen und im | |
| − | „Holzgarten“ aufgeschichtet und vermessen. | |
| − | Reparaturen der Klausen, Wehren und Schwemmkanäle verursachten hohe Kosten. | |
| − | In Spitzenjahren betrug die jährliche Triftmenge bis zu 75.000 Raummeter Holz. | |
| − | Ende der Holztrift - 1887 mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Steindorf-Braunau | |
| − | mit Industriebahn nach Schneegattern. Errichtung des Holzplatzes zur Beladung. | |
| − | Nach der Hochwasserkatastrophe 27.. 28., und 29 Juli 1897 wurde die immer noch | |
| − | ausgeübte lokale Holztrift im Raum Schneegattern aufgegeben. | |
| − | Anstelle wurde eine Waldbahn in das Riedl- und Weißenbachtal gebaut. | |
| − | Heute erinnert nur mehr der Name des Baches an die ursprüngliche Nutzung. | |
| | Seit jener Zeit heißt er Schwemm-,Scheiter- oder Triftbach. | | Seit jener Zeit heißt er Schwemm-,Scheiter- oder Triftbach. |
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| | * Industrieort Schneegattern | | * Industrieort Schneegattern |
| − | Besiedlung dieses Teiles unserer Gemeinde erfolgte verhältnismäßig spät. | + | Besiedlung dieses Teiles unserer Gemeinde erfolgte verhältnismäßig spät. Der Wald, das nasse Tal und das raue Klima haben dazu beigetragen. |
| − | Der Wald, das nasse Tal und das raue Klima haben dazu beigetragen. | |
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| − | Der ursprüngliche Name „Weißenbach“ kommt erstmals 1363 vor. | + | Der ursprüngliche Name „Weißenbach“ kommt erstmals 1363 vor. Namensänderung auf „Schneegattern“ am 29.März 1910 laut Kundmachung |
| − | Namensänderung auf „Schneegattern“ am 29.März 1910 laut Kundmachung | + | der k. k. Statthalterei in Linz wegen der Häufigkeit des Namens in Österreich. |
| − | der k. k. Statthalterei in Linz wegen der Häufigkeit des Namens in Österreich. | |
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| − | Schneegattern ein alter Industrieort | + | * Schneegattern ein alter Industrieort |
| | Schon Ende des 16.Jh. (ca. 1589) soll es in Höcken eine Farbenfabrik gegeben | | Schon Ende des 16.Jh. (ca. 1589) soll es in Höcken eine Farbenfabrik gegeben |
| | haben. | | haben. |
| − | Zu Beginn des 17.Jh. sollte eine churfürstliche bayrische Rohrschmiede für | + | |
| − | Musketen und Pistolen geplant gewesen sein, die aber nicht errichtet wurde. | + | Zu Beginn des 17.Jh. sollte eine churfürstliche bayrische Rohrschmiede für Musketen und Pistolen geplant gewesen sein, die aber nicht errichtet wurde. |
| | Damals tauchten erste Pläne zur Errichtung einer Glashütte auf. | | Damals tauchten erste Pläne zur Errichtung einer Glashütte auf. |
| − | 1732 – Vorhaben von Johann Wolfgang Schmauß und zwanzig Jahre später | + | |
| − | Ing. Oberleutnant Ritter von Groth von Groote. | + | 1732 – Vorhaben von Johann Wolfgang Schmauß und zwanzig Jahre später Ing. Oberleutnant Ritter von Groth von Groote. |
| − | 1760 suchte Jakob Hulz und 1771 Franz von Rauschenfels um Genehmigung | + | |
| − | zur Errichtung einer Glashütte an. | + | 1760 suchte Jakob Hulz und 1771 Franz von Rauschenfels um Genehmigung zur Errichtung einer Glashütte an. |
| − | 1870 Errichtung eines Dampfsägewerkes, das bis 1907 von der Firma Brüll | + | |
| − | geführt wurde. | + | 1870 Errichtung eines Dampfsägewerkes, das bis 1907 von der Firma Brüll geführt wurde. Was während der bayrischen Zeit nicht realisiert wurde, kam bald, nachdem |
| − | Was während der bayrischen Zeit nicht realisiert wurde, kam bald, nachdem | |
| | das Innviertel österreichisch wurde zustande. | | das Innviertel österreichisch wurde zustande. |
| − | Anton Hauer, früherer Glashüttenmeister beim Stift Schlägl war der Erbauer und | + | |
| − | Erster Besitzer der k. k. priv. Glasfabrik in Schneegattern. | + | Anton Hauer, früherer Glashüttenmeister beim Stift Schlägl war der Erbauer und Erster Besitzer der k. k. priv. Glasfabrik in Schneegattern. |
| | + | |
| | Im 19. Jh. Hatte die Glasfabrik verschiedene Besitzer. | | Im 19. Jh. Hatte die Glasfabrik verschiedene Besitzer. |
| − | 1836 Brand der Fabrik - 1874 verlegte man die Betriebsstätte vom heutigen | + | |
| − | Ortsteil „Alte Hütte“ in den südlichen Ortsteil. Die Öfen wurden auf Gasfeuerung | + | 1836 Brand der Fabrik - 1874 verlegte man die Betriebsstätte vom heutigen Ortsteil „Alte Hütte“ in den südlichen Ortsteil. Die Öfen wurden auf Gasfeuerung |
| − | umgestellt. 1891 wurde ein zweites Gebäude dazugebaut. | + | umgestellt. 1891 wurde ein zweites Gebäude dazugebaut. 1920 waren 4 Öfen, davon drei Hafenöfen mit je 12 Hafen in Betrieb. 800 Beschäftigte fanden Arbeit. |
| − | 1920 waren 4 Öfen, davon drei Hafenöfen mit je 12 Hafen in Betrieb. | + | |
| − | 800 Beschäftigte fanden Arbeit. | + | Am 4. 12. 1924 wurde der gesamte Betrieb stillgelegt. |
| − | 4. 12. 1924 wurde der gesamte Betrieb stillgelegt. | |
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| | Während der Inflation wurde die Glasfabrik in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. | | Während der Inflation wurde die Glasfabrik in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. |
| − | 1926 neuer Anlauf der Glashütte – nach 20 Arbeitswochen mussten die 400 einge- | + | 1926 neuer Anlauf der Glashütte – nach 20 Arbeitswochen mussten die 400 eingestellten Arbeiter neuerlich entlassen werden. |
| − | Stellten Arbeiter neuerlich entlassen werden.
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| | Ein weiterer Versuch dauerte von 1929 bis 1932. Export bis Indien und Balkan. | | Ein weiterer Versuch dauerte von 1929 bis 1932. Export bis Indien und Balkan. |
| − | Ab 1932 herrschte große Arbeitslosigkeit. Fabriksanlagen wurden vernachlässigt, | + | |
| − | Schneegattern wurde zum Notstandsgebiet. | + | Ab 1932 herrschte große Arbeitslosigkeit. Fabriksanlagen wurden vernachlässigt, Schneegattern wurde zum Notstandsgebiet. |
| − | Anschluss ans Deutsche Reich: Umstellung von Glasfabrikation auf Metallindustrie | + | |
| − | für die Rüstung. Inbetriebnahme im Herbst 1940 – 600 in- und ausländische Arbeiter | + | 1938 Anschluss ans Deutsche Reich: Umstellung von Glasfabrikation auf Metallindustrie für die Rüstung. Inbetriebnahme im Herbst 1940 – 600 in- und ausländische Arbeiter stellten Granathülsen her. |
| − | stellten Granathülsen her. | + | |
| − | Nach dem Krieg ging man rasch wieder zur Glasfertigung über. | + | Nach dem Krieg ging man rasch wieder zur Glasfertigung über. Mehrmalige Rückschläge in der Glasindustrie infolge Absatzkrisen bis heute. |
| − | Mehrmalige Rückschläge in der Glasindustrie infolge Absatzkrisen bis heute. | + | In den 60er und 70er Jahren gab es ein Wechselbad der Gefühle. Große Geldschwierigkeiten 1966, 1967 und1968. Keine Weihnachts- und Urlaubs- |
| − | In den 60er und 70er Jahren gab es ein Wechselbad der Gefühle. | + | gelder. Gespenst der Schließung war allgegenwärtig. 1968 konnten die Löhne nicht mehr ausbezahlt werden. Der Aufsichtsrat erklärte den Ausgleich, dieser |
| − | Große Geldschwierigkeiten 1966, 1967 und1968. Keine Weihnachts- und Urlaubs- | |
| − | gelder. Gespenst der Schließung war allgegenwärtig. 1968 konnten die Löhne | |
| − | nicht mehr ausbezahlt werden. Der Aufsichtsrat erklärte den Ausgleich, dieser | |
| | wurde abgelehnt. Mit 29.1.68 standen 430 Arbeiter auf der Straße. | | wurde abgelehnt. Mit 29.1.68 standen 430 Arbeiter auf der Straße. |
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| | Kurt Wokan großes Eröffnungsfest für alle Schneegatterer am 5.10.1968. | | Kurt Wokan großes Eröffnungsfest für alle Schneegatterer am 5.10.1968. |
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| | Die alte Glashütte soll nun Ingrid-Hütte Austria Schneegattern heißen. | | Die alte Glashütte soll nun Ingrid-Hütte Austria Schneegattern heißen. |
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| | Arbeitskämpfe – Einführung der 43-Stunden-Woche. Ein dreimonatiger kostspieliger | | Arbeitskämpfe – Einführung der 43-Stunden-Woche. Ein dreimonatiger kostspieliger |
| | Arbeitskampf folgt. | | Arbeitskampf folgt. |
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| | 1971 errichtet Wokan eine dritte Halle. | | 1971 errichtet Wokan eine dritte Halle. |
| − | 1973 – weltweite Ölkrise Wokan baut eine Fabrik in Portugal-billige Arbeitskräfte! | + | |
| − | Die Auftragslage in Schneegattern wurde immer schlechter. Im Jänner 1976 | + | 1973 – weltweite Ölkrise Wokan baut eine Fabrik in Portugal-billige Arbeitskräfte. Die Auftragslage in Schneegattern wurde immer schlechter. Im Jänner 1976 |
| | musste die Ingrid-Hütte ihre Tore schließen und Konkurs anmelden. | | musste die Ingrid-Hütte ihre Tore schließen und Konkurs anmelden. |
| − | Direktor Hantich nahm am 18.2.76 mit einer Pachtgesellschaft den Betrieb wieder auf. | + | |
| − | 1977 wurde die Kaufabsicht durch Einspruch Wokans zunichte gemacht. | + | Direktor Hantich nahm am 18.2.76 mit einer Pachtgesellschaft den Betrieb wieder auf. 1977 wurde die Kaufabsicht durch Einspruch Wokans zunichte gemacht. |
| − | Die Pachtfirma resignierte und kaufte in Regen (Bayerischer Wald) eine Glashütte | + | Die Pachtfirma resignierte und kaufte in Regen (Bayerischer Wald) eine Glashütte und produzierte auch in Uttendorf. |
| − | und produzierte auch in Uttendorf. | + | 16.12.1977 Glashütte wird wieder an Wokan übergeben. Er kann aber den Betrieb nicht wieder aufnehmen. Er hatte keinen finanziellen Mitteln mehr. |
| − | 16.12.1977 Glashütte wird wieder an Wokan übergeben. Er kann aber den Betrieb | |
| − | nicht wieder aufnehmen. Er hatte keinen finanziellen Mitteln mehr. | |
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| | =="Die Drehscheibe" als Treffpunkt in der Krise== | | =="Die Drehscheibe" als Treffpunkt in der Krise== |