Auch Erzbischof [[Konrad I.]] ([[1106]] - [[1147]]) aus dem Geschlecht der fränkischen Grafen von Abenberg, der sich an Gebhards Vorbild orientierte, verbrachte ein Jahrzehnt im Exil. Der Ausgleich zwischen Kaiser und Papst im Wormser Konkordat [[1122]] ermöglichte ihm die Rückkehr nach Salzburg, wo er ein umfassendes Aufbauwerk begann: Er gestaltete [[Festung Hohensalzburg|Hohensalzburg]] zur beherrschenden Stadtfeste, sicherte die auswärtigen Besitzungen in Kärnten und der [[Steiermark]] durch den Bau starker Burgen und schuf mit dem Aufbau einer ihm treu ergebenen Dienstmannschaft (Ministerialität) ein neues Potential für Verwaltung und Heer. Im Verlauf der Augustiner Chorherrenreform mit dem [[Salzburger Domkapitel]] als Zentrum wurden 17 Stifte teils neu gegründet, teils reformiert und diesen mit der Einverleibung zahlreicher Pfarren die Hauptlast der Seelsorge übertragen.
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Auch Erzbischof [[Konrad I.]] ([[1106]] - [[1147]]) aus dem Geschlecht der fränkischen Grafen von Abenberg, der sich an Gebhards Vorbild orientierte, verbrachte ein Jahrzehnt im Exil. Der Ausgleich zwischen Kaiser und Papst im Wormser Konkordat [[1122]] ermöglichte ihm die Rückkehr nach Salzburg, wo er ein umfassendes Aufbauwerk begann: Er gestaltete [[Festung Hohensalzburg|Hohensalzburg]] zur beherrschenden Stadtfeste, sicherte die auswärtigen Besitzungen in Kärnten und der [[Steiermark]] durch den Bau starker Burgen und schuf mit dem Aufbau einer ihm treu ergebenen [[Pfleger|Dienstmannschaft]] ([[Ministerialen|Ministerialität]]) ein neues Potential für Verwaltung und Heer. Im Verlauf der Augustiner Chorherrenreform mit dem [[Salzburger Domkapitel]] als Zentrum wurden 17 Stifte teils neu gegründet, teils reformiert und diesen mit der Einverleibung zahlreicher Pfarren die Hauptlast der Seelsorge übertragen.