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| | Doch auch dieser Veranstaltungsort wird rasch zu klein. 1952 übersiedelt man daher in die [[Große Aula]] der [[Universität Salzburg]]. [[Karl Heinrich Waggerl]] (* 1897, † 1973) hat sein Debüt und liest zum ersten Mal die „Kleinen Christkindlgeschichten“. Seine heiter-besinnlichen Lesungen begeistern das Publikum und verleihen dem Salzburger Adventsingen eine weitere unverwechselbare Note. Er bleibt dem Salzburger Adventsingen bis zu seinem Tod im Jahre 1973 treu. Immer mehr Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum werden auf das Salzburger Adventsingen aufmerksam. Das bis zu seiner Gründung im Jahre 1946 nicht existente Genre „Adventsingen“ wird zum Synonym für zahlreiche weitere Veranstaltungen ähnlichen Formats. | | Doch auch dieser Veranstaltungsort wird rasch zu klein. 1952 übersiedelt man daher in die [[Große Aula]] der [[Universität Salzburg]]. [[Karl Heinrich Waggerl]] (* 1897, † 1973) hat sein Debüt und liest zum ersten Mal die „Kleinen Christkindlgeschichten“. Seine heiter-besinnlichen Lesungen begeistern das Publikum und verleihen dem Salzburger Adventsingen eine weitere unverwechselbare Note. Er bleibt dem Salzburger Adventsingen bis zu seinem Tod im Jahre 1973 treu. Immer mehr Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum werden auf das Salzburger Adventsingen aufmerksam. Das bis zu seiner Gründung im Jahre 1946 nicht existente Genre „Adventsingen“ wird zum Synonym für zahlreiche weitere Veranstaltungen ähnlichen Formats. |
| − | [[Datei:Hirtenkind des Salzburger Adventsingen.jpeg|thumb|Hirtenkind des Salzburger Adventsingen]]
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| | Im Jahre 1960 findet auf Einladung von [[Landeshauptmann]] Dr. [[Josef Klaus]] (* 1910, † 2001) das 'Salzburger Adventsingen mit sieben Aufführungen erstmals im neu erbauten Großen Salzburger Festspielhaus statt. Von nicht wenigen wird dadurch das Ende des Adventsingens prophezeit. Das Gegenteil ist der Fall und der mutige Schritt von Tobi Reiser hat sich als Glücksfall erwiesen. Von Jahr zu Jahr kommen mehr Besucher zu dieser einzigartigen Veranstaltung. 1974 stirbt der Gründer des Salzburger Adventsingens und Leiter des Salzburger Heimatwerks Tobi Reiser d. Ä. | | Im Jahre 1960 findet auf Einladung von [[Landeshauptmann]] Dr. [[Josef Klaus]] (* 1910, † 2001) das 'Salzburger Adventsingen mit sieben Aufführungen erstmals im neu erbauten Großen Salzburger Festspielhaus statt. Von nicht wenigen wird dadurch das Ende des Adventsingens prophezeit. Das Gegenteil ist der Fall und der mutige Schritt von Tobi Reiser hat sich als Glücksfall erwiesen. Von Jahr zu Jahr kommen mehr Besucher zu dieser einzigartigen Veranstaltung. 1974 stirbt der Gründer des Salzburger Adventsingens und Leiter des Salzburger Heimatwerks Tobi Reiser d. Ä. |
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| | Tobias Reiser d. J. übernimmt die Leitung des Salzburger Heimatwerks und des Salzburger Adventsingens. Er ist bestrebt, dieses wertvolle Erbe verantwortungsvoll und behutsam weiter zu entwickeln. Ab 1980 finden unter Einbindung vom Bühnenbildner [[Siegwulf Turek]] größere Veränderungen in Bühnengestaltung, Lichtregie und Programmatik statt. Das Salzburger Adventsingen entwickelt sich zu einem szenischen Oratorium mit eindrucksvollen Parallelen und Bindungen vom biblischen Geschehen zur Gegenwart. Tobias Reiser d. J. verleiht dem Salzburger Adventsingen ein neues, künstlerisch anspruchsvolles Profil. Unter seiner Leitung entwickelt sich das Salzburger Adventsingen von zwölf Aufführungen im Jahre 1974 auf bis zu 18 ausverkauften Aufführungen jährlich. [[1996]] feierte das Salzburger Heimatwerk mit dem Salzburger Adventsingen sein 50-jähriges Jubiläum. Das szenische Oratorium „Es ward der Engel Gabriel“ wird mit Kompositionen von Wilhelm Keller zum Höhepunkt des künstlerischen Schaffens von Tobias Reiser d.J., welcher 1999 unerwartet im 53. Lebensjahr verstirbt. | | Tobias Reiser d. J. übernimmt die Leitung des Salzburger Heimatwerks und des Salzburger Adventsingens. Er ist bestrebt, dieses wertvolle Erbe verantwortungsvoll und behutsam weiter zu entwickeln. Ab 1980 finden unter Einbindung vom Bühnenbildner [[Siegwulf Turek]] größere Veränderungen in Bühnengestaltung, Lichtregie und Programmatik statt. Das Salzburger Adventsingen entwickelt sich zu einem szenischen Oratorium mit eindrucksvollen Parallelen und Bindungen vom biblischen Geschehen zur Gegenwart. Tobias Reiser d. J. verleiht dem Salzburger Adventsingen ein neues, künstlerisch anspruchsvolles Profil. Unter seiner Leitung entwickelt sich das Salzburger Adventsingen von zwölf Aufführungen im Jahre 1974 auf bis zu 18 ausverkauften Aufführungen jährlich. [[1996]] feierte das Salzburger Heimatwerk mit dem Salzburger Adventsingen sein 50-jähriges Jubiläum. Das szenische Oratorium „Es ward der Engel Gabriel“ wird mit Kompositionen von Wilhelm Keller zum Höhepunkt des künstlerischen Schaffens von Tobias Reiser d.J., welcher 1999 unerwartet im 53. Lebensjahr verstirbt. |
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| − | Hans Köhl und Stefan Sperr, die beiden langjährigen Weggefährten und Heimatwerk-Vorstandskollegen von Tobias Reiser übernehmen die Gesamtleitung des Salzburger Adventsingens, wobei Hans Köhl die Hauptverantwortung übertragen wird. Er setzt mit seinem künstlerischen Kollegium den Weg der behutsamen Weiterentwicklung auf hohem Qualitätsniveau fort. Denkansätze, wie das adventliche Geschehen in einen Handlungsrahmen vom Gründungsjahr 1946 zu setzen oder die Geschichte in einen soziokulturellen Kontext mit den Schöpfern des Salzburger Weihnachtsliedes „[[Stille Nacht, Heilige Nacht|Stille Nacht, Heil’ge Nacht]]“ zu bringen, werden in neuen szenisch-musikalischen Gesamtwerken realisiert. Sie werden vom Publikum begeistert aufgenommen. Trotz immer mehr werdender „Mitbewerber-Adventsingen“ bleibt der Zustrom zum Salzburger Adventsingen mit jährlich rund 36.000 Gästen ungebrochen. Es ist das größte und bedeutendste Festival dieses Genres weltweit. Wurde in der Vergangenheit ein Werk über mehrere Jahre zur Aufführung gebracht, wird seit 2005 alljährlich ein neues oder grundlegend überarbeitetes Salzburger Adventsingen inszeniert. Dies ist eine enorme Herausforderung für Hans Köhl, sein künstlerisches Team und die rund 150 Mitwirkenden. Die Bemühungen werden vom internationalen Publikum jedoch mit jährlich zur Gänze ausverkauften Aufführungen entsprechend bestätigt und belohnt. | + | Hans Köhl und Stefan Sperr, die beiden langjährigen Weggefährten und Heimatwerk-Vorstandskollegen von Tobias Reiser übernehmen die Gesamtleitung des Salzburger Adventsingens, wobei Hans Köhl die Hauptverantwortung übertragen wird. Er setzt mit seinem künstlerischen Kollegium den Weg der behutsamen Weiterentwicklung auf hohem Qualitätsniveau fort. Denkansätze, wie das adventliche Geschehen in einen Handlungsrahmen vom Gründungsjahr 1946 zu setzen oder die Geschichte in einen soziokulturellen Kontext mit den Schöpfern des Salzburger Weihnachtsliedes „[[Stille Nacht, Heilige Nacht|Stille Nacht, Heil’ge Nacht]]“ zu bringen, werden in neuen szenisch-musikalischen Gesamtwerken realisiert. Sie werden vom Publikum begeistert aufgenommen. Trotz immer mehr werdender „Mitbewerber-Adventsingen“ bleibt der Zustrom zum Salzburger Adventsingen mit jährlich rund 36.000 Gästen ungebrochen. Es ist das größte und bedeutendste Festival dieses Genres weltweit. Wurde in der Vergangenheit ein Werk über mehrere Jahre zur Aufführung gebracht, wird seit 2005 alljährlich ein neues oder grundlegend überarbeitetes Salzburger Adventsingen inszeniert. Dies ist eine enorme Herausforderung für Hans Köhl, sein künstlerisches Team und die rund 150 Mitwirkenden. Die Bemühungen werden vom internationalen Publikum jedoch mit jährlich zur Gänze ausverkauften Aufführungen entsprechend bestätigt und belohnt. [[Datei:Hirtenkind des Salzburger Adventsingen.jpeg|thumb|Hirtenkind des Salzburger Adventsingen]] |
| − | [[Datei:Das Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus 2011.jpeg|thumb|Das Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus 2011]] | |
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| | * 1983: Der Gewandmeister der Salzburger Festspiele, Hellmuth Hölzl kreiert in der Nachfolge von Herma Friedl neue Kostümbilder für das Adventsingen. | | * 1983: Der Gewandmeister der Salzburger Festspiele, Hellmuth Hölzl kreiert in der Nachfolge von Herma Friedl neue Kostümbilder für das Adventsingen. |
| | * 1986: Das szenische Oratorium „A Liacht is aufkemma“ wird zu einem umfassend szenisch-musikalisch durchkomponierten Gesamtwerk neuen Prädikates. | | * 1986: Das szenische Oratorium „A Liacht is aufkemma“ wird zu einem umfassend szenisch-musikalisch durchkomponierten Gesamtwerk neuen Prädikates. |
| − | * 1989: Tobias Reiser erarbeitet ein weiteres großes künstlerisches Gesamtwerk mit dem Titel „Sonst bliebe es ein Traum“. Erstmals wird die Musik von Klemens Vereno komponiert. | + | * 1989: Tobias Reiser erarbeitet ein weiteres großes künstlerisches Gesamtwerk mit dem Titel „Sonst bliebe es ein Traum“. Erstmals wird die Musik von Klemens Vereno komponiert. [[Datei:Das Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus 2011.jpeg|thumb|Das Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus 2011]] |
| | * 1996: Zum 50-jährigen Jubiläum erarbeitet Tobias Reiser mit Wilhelm Keller ein neues Oratorium mit dem Titel „Es ward der Engel Gabriel“ | | * 1996: Zum 50-jährigen Jubiläum erarbeitet Tobias Reiser mit Wilhelm Keller ein neues Oratorium mit dem Titel „Es ward der Engel Gabriel“ |
| | * 1999: Das Oratorium „Da hat vor dem Stall der Äpfibam bliaht“ bildet den Abschluss des umfangreichen künstlerischen Vermächtnisses von Prof. Tobias Reiser. Die Kompositionen stammen von Shane Woodborne. Am 18. Dezember, nach den Abschlussarbeiten der erfolgreichen Aufführungen stirbt Tobias Reiser plötzlich und unerwartet. | | * 1999: Das Oratorium „Da hat vor dem Stall der Äpfibam bliaht“ bildet den Abschluss des umfangreichen künstlerischen Vermächtnisses von Prof. Tobias Reiser. Die Kompositionen stammen von Shane Woodborne. Am 18. Dezember, nach den Abschlussarbeiten der erfolgreichen Aufführungen stirbt Tobias Reiser plötzlich und unerwartet. |