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Das historische Mauthaus Guttal wurde von 1935 bis 1993 zur Kontrolle der Benutzer der Panoramastraße, aber auch als Tankstelle genützt. Es befand sich auf 1 868 [[m ü. A.]] nahe der Straßengabelung zur [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] und zum [[Hochtor]]. Damals lebten die Mautner während der nur wenige Monate dauernden Öffnung der Straße im Mauthaus Tag und Nacht. Sie waren Wetter- und Straßenzustandsmelder nach Salzburg, bedienten die Tankstelle, an der manchmal bis zu 4 000 Liter täglich noch mit Hand in die Tanks der Fahrzeuge gepumpt wurden und sie mussten die Fahrzeuge kontrollieren, ob sie die korrekte Maut bezahlt hatten. Manche Busfahrer und Reiseleiter versuchten den Mautnern weiß zu machen, sie hätten in ihrem 50-Sitzer-Bus nur 40 Fahrgäste. Dann wurde gezählt, kontrolliert und wurden mehr Fahrgäste gezählt, mussten die Busfahrer und Reiseleiter auch noch Strafe zahlen.  
 
Das historische Mauthaus Guttal wurde von 1935 bis 1993 zur Kontrolle der Benutzer der Panoramastraße, aber auch als Tankstelle genützt. Es befand sich auf 1 868 [[m ü. A.]] nahe der Straßengabelung zur [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] und zum [[Hochtor]]. Damals lebten die Mautner während der nur wenige Monate dauernden Öffnung der Straße im Mauthaus Tag und Nacht. Sie waren Wetter- und Straßenzustandsmelder nach Salzburg, bedienten die Tankstelle, an der manchmal bis zu 4 000 Liter täglich noch mit Hand in die Tanks der Fahrzeuge gepumpt wurden und sie mussten die Fahrzeuge kontrollieren, ob sie die korrekte Maut bezahlt hatten. Manche Busfahrer und Reiseleiter versuchten den Mautnern weiß zu machen, sie hätten in ihrem 50-Sitzer-Bus nur 40 Fahrgäste. Dann wurde gezählt, kontrolliert und wurden mehr Fahrgäste gezählt, mussten die Busfahrer und Reiseleiter auch noch Strafe zahlen.  
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Anlässlich der Eröffnung des Gebäudes im Salzburger Freilichtmuseum berichteten Zeitzeugen von ihren Erlebnissen.  Der heute 68-jährige [[Johannes Schachner]] war der letzte Mautner von 1968 bis 1993 in diesem Haus gewesen. Er erzählte davon, wie er in Reisebussen die Zahl der Fahrgäste nachzählte, so manchen Mautpreller erwischte, wie einmal ein Tank beim Nachfüllen – auf Verlangen des deutschen Autobesitzer „volltanken – 50 Liter“ – schon nach zehn Litern überlief, weil der Deutsche die Tankanzeige durch die Talfahrt fälschlicherweise als „leer“ gesehen hatte. Da es noch keine Tankuhr gab, wurde die Literanzahl anhand der Hebelbewegungen „gemessen“.  
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Anlässlich der Eröffnung des Gebäudes im Salzburger Freilichtmuseum berichteten Zeitzeugen von ihren Erlebnissen.  Der heute 68-jährige [[Johannes Schachner]] war der letzte Mautner von 1968 bis 1993 in diesem Haus gewesen. Er erzählte davon, wie er in Reisebussen die Zahl der Fahrgäste nachzählte, so manchen Mautpreller erwischte, wie einmal ein Tank beim Nachfüllen – auf Verlangen des deutschen Autobesitzers „volltanken – 50 Liter“ – schon nach zehn Litern überlief, weil der Deutsche die Tankanzeige durch die Talfahrt fälschlicherweise als „leer“ gesehen hatte. Da es noch keine Tankuhr gab, wurde die Literanzahl anhand der Hebelbewegungen „gemessen“.  
    
Ein anderer Zeitzeuge, Ambros Unterkirchner, ist als Sohn der ersten Mautnerin zur Eröffnung nach Großgmain gekommen. Er war damals, am [[3. August]] 1935, am Tag der Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße, gerade mal zwölf Tage alt.
 
Ein anderer Zeitzeuge, Ambros Unterkirchner, ist als Sohn der ersten Mautnerin zur Eröffnung nach Großgmain gekommen. Er war damals, am [[3. August]] 1935, am Tag der Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße, gerade mal zwölf Tage alt.
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