Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
Textersetzung - „{{Salzburgbezug}}“ durch „“
Zeile 1: Zeile 1: −
Die Stadt '''Tittmoning''' in Bayern im [[Rupertiwinkl]] war Jahrhundert lang beim [[Erzbistum (Überblick)|Erzstift Salzburg]].
     −
==Geschichte==
+
[[Datei:Votivbild aus 1767 mit historischer Ansicht von Tittmoning.jpg|thumb|[[Votiv]]bild in der [[Wallfahrtskirche Maria Ponlach (Tittmoning)|Wallfahrtskirche Maria Ponlach]] aus 1767 mit historischer Ansicht von Tittmoning]]
"Titamanninga", so erstmals in einem salzburgischen Güterverzeichnis, den „Notitia Arnonis“ im Jahr [[788]] genannt, wurde nach langer Zeit des Friedens mit dem Nachbarn von Salzburg als Grenzbefestigung gegen Bayern [[1234]] von Erzbischof [[Eberhard II.]] ausgebaut. Es kam auch mehrmals zur Besetzung des Ortes durch bayerische Truppen.
+
[[Datei:Tittmoning um 1900, Bildausschnitt aus dem Museum in Tittmoning.jpg|thumb|Tittmoning um 1900, Bildausschnitt aus dem Burgmuseum in Tittmoning]]
 +
[[Datei:Rathaus in der Stadt Tittmoning.JPG|thumb|Rathaus]]
 +
[[Datei:Stadtbach in Tittmoning.JPG|thumb|Stadtbach, er fließt mitten durch den Stadtplatz]]
 +
[[Datei:Tittmoning-Ost-Panoramabild.JPG|thumb|Tittmoning-Panoramaaufnahme in Richtung Innviertel]]  
 +
[[Datei:Spezialkarte 4749 Tittmoning 1939.jpg|thumb|Spezialkarte von Tittmoning und Umgebung von 1939]]
 +
Die Stadt '''Tittmoning''' in [[Bayern]] im [[Rupertiwinkel]] gehörte jahrhundertelang zum [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstift]].
   −
Nach der Sekularisierung von Salzburg und einem kurfürstlichen Intermezzo kam der Ort [[1816]] zusammen mit dem Rupertiwinkel endgültig zu Bayern.  
+
== Geschichte ==
 +
"''Titamanninga''", so erstmals im Salzburger Güterverzeichnis, der [[Notitia Arnonis]], im Jahr [[788]] genannt, wurde nach langer Zeit des Friedens mit dem Nachbarn von Salzburg als Grenzbefestigung gegen Bayern [[1234]] von [[Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg]] ausgebaut. Es kam auch mehrmals zur Besetzung des Ortes durch bayerische Truppen. Schon [[1210]] hatte Eberhard II. den [[Törring]]ern gestattet, im Tittmoninger Ortsteil Törring ihre Stammburg zu erbauen.
   −
====Die Burg====
+
Es war auch Sitz eines [[Pflegegericht]]s, wie im [[Atlas Salisburgensis]] vom Salzburger Kartografen [[Joseph Jakob Fürstaller]] angeführt. Die Burg wurde dann ein beliebter Jagdstützpunkt der Salzburger [[Erzbischöfe]].
Anfang des [[17. Jahrhundert]]s wurde das Schloss dann zum Jagdschloss umgebaut und diente sie als Sommerresidenz der [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Fürsterzbischöfe]].
     −
Heute beherbergt sie in 25 historischen Räumen das Heimathaus des Rupertiwinkels mit einer außergewöhnlich reichen Sammlung an Grabkreuzen, irdenem Geschirr, Exponaten aus Volkskunde und Kultur, Handwerk oder Keramik. Außerdem kam man die größte Schützenscheiben Sammlung in Bayern aus der Zeit von 1600 bis 1930 dort besichtigen.
+
Nach der [[Säkularisierung]] von Salzburg und einem [[Kurfürstentum Salzburg|kurfürstlichen]] Intermezzo kam der Ort [[1816]], wie der gesamte Rupertiwinkel, endgültig zu Bayern.  
   −
==Persönlichkeiten==
+
Im [[19. Jahrhundert]] gab es eine Buchhandlung des [[Verlag Anton Pustet|Verlags Anton Pustet]] am Hauptplatz (gegründet 1847).
* [[Kaspar Wilhelmseder]] (* ca. [[1681]] in Tittmoning; † [[7. November]] [[1755]] in [[Salzburg]]) war von 1741 bis 1755 [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] von Salzburg.
  −
* Vom [[11. Juli]] [[1929]] bis zum [[5. Dezember]] [[1932]] lebte Joseph Ratzinger, der später Kardinal wurde und jetzige Papst Benedikt XVI., in Tittmoning.
     −
==Quellen==
+
==== Die Burg ====
* diverse Internetseiten
+
: ''Hauptartikel: [[Burg Tittmoning]]''
    +
Die Burg war eine der Hauptburgen der Grenzbefestigungen der Salzburger Erzbischöfe. Urkundlich wird sie erstmals [[1234]] genannt, als der Salzburger Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] die Anhöhe für den Bau der Burg vom Frauenkloster [[Benediktinenstift Nonnberg|Nonnberg]] in der Stadt Salzburg eintauscht.
 +
 +
Der Innenhof der Burg ist frei zugänglich, für das Museum zahlt man Eintritt. Vor der Burg ein kleiner Parkplatz oder man wandert vom Ort herauf (ca. 20 - 30 min).
 +
 +
==== Das Kloster ====
 +
Am [[9. Oktober]] [[1681]] wurde unter [[Fürsterzbischof]] [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] der Grundstein für Kloster und Kirche in Tittmoning gelegt. Es war den Augustinereremiten aus München anvertraut. Das Kloster bestand bis zur Säkularisierung [[1806]].
 +
 +
==== Kirchen ====
 +
* [[Stiftskirche St. Laurentius in Tittmoning]]
 +
* [[Kuratiekirche Mariae Himmelfahrt]]
 +
* [[Wallfahrtskirche Maria Ponlach (Tittmoning)|Wallfahrtskirche Maria Ponlach]]
 +
 +
==== Ponlachgraben ====
 +
[[Datei:Wallfahrtskirche Maria Ponlach in der Ponlachschlucht nahe der Burg Tittmoning.jpg|thumb|[[Wallfahrtskirche Maria Ponlach (Tittmoning)]] in der Ponlachschlucht]]
 +
Einen Teil des Ortsteiles Ponlach stellt der Ponlachgraben dar. Der Graben grenzt unmittelbar an die zur Burg hinaufführende Stadtmauer und fällt steil ab, es wurden aber gesicherte Wege geschaffen. Im Grabengebiet befinden sich einige Quellen. Über eine Reihe von Kaskaden fließt der Ponlachbach durch das schattige, kleine Tal. Das Gebiet steht unter Naturschutz. Der Name Ponlach setzt sich aus den zwei Wörtern Pon (Bann) und Lach (Wald) zusammen. Der Wald gehörte ursprünglich den [[Salzburger Erzbischöfe]]n und durfte von den Bürgern nicht betreten werden. Von Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] erhielten [[1627]] die Bürger von Tittmoning aber das Recht, für ewige Zeiten das Wasser aus dem Ponlach für die städtischen Brunnen zu beziehen. Im Graben wurde [[1715]] die Wallfahrtskirche Maria Brunn errichtet. Seit Anfang des 17. Jahrhunderts ist eine lebhafte Marienwallfahrt zu der unterhalb des jetzigen Standortes gelegenen "Graben-Capelle" belegt, für die eine heilkräftige Quelle ausschlaggebend war.
 +
 +
=== Nonnreit ===
 +
:''Hauptartikel [[Nonnreit]]
 +
Eine deutliche Erinnerung an die Rodungs- und Erschließungstätigkeit des [[Benediktinenstift Nonnberg|adeligen Damenstifts]] auf dem Salzburger [[Nonnberg]] ist der kleine, erhöht liegende, zur Stadt Tittmoning gehörige Ort Nonnreit an der Straße in Richtung Burghausen.
 +
 +
== Die Pfarren ==
 +
* [[Pfarre Kay]], [[Pfarrer von Kay]]
 +
 +
== Persönlichkeiten ==
 +
* Josef [[Steinhauser]] war [[1775]]  [[Frühgeschichte des Salzburger Medizinalwesens#Die Wundärzte|Wundarzt]] in Tittmoning
 +
* [[Johann Georg Itzlfeldner]], ein Tittmoninger [[Rokoko]]-Bildhauer 
 +
* [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]] war ein salzburgisch-bayrischer Beamter, Geograf, Historiker und Schriftsteller, der in Tittmoning gestorben ist und von 1847 bis zu seinem Tod dort ein Haus für seine Bibliothek samt Archiv unterhielt 
 +
* Vom [[11. Juli]] [[1929]] bis zum [[5. Dezember]] [[1932]] lebte Joseph Ratzinger, der später Kardinal wurde und ehemalige Papst Benedikt XVI., in Tittmoning, deren Ehrenbürger er ist
 +
* [[Bernhard von Rohr]], Salzburger Erzbischof, starb in Tittmoning
 +
 +
== Töchter und Söhne der Stadt ==
 +
* [[Maximilian von Kurz zu Thurn und Goldenstein]] (* 1812; † 1884 in der Gemeinde [[Gnigl (Gemeinde)|Gnigl]]), Priester der [[Katholische Kirche|römisch-katholischen]] [[Erzdiözese Salzburg]]
 +
* [[Lorenz Schuster]] (* 1786; † 1843), [[Katholische Kirche|römisch-katholischer]] Priester und [[Pfarrer von Elixhausen|Pfarrvikar]] der [[Pfarre Elixhausen]]
 +
* [[Kaspar Wilhelmseder]] (* ca. [[1681]] in Tittmoning; † [[7.  November]] [[1755]] in der [[Stadt Salzburg]]) war von [[1741]] bis 1755  [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] von Salzburg
 +
* Dr. [[Michael Steinhauser]]  (* 1754; † 1814 in der Stadt Salzburg), Primararzt am [[St. Johanns-Spital]] und später [[Stadtärzte in Salzburg|Stadtarzt von Salzburg]]
 +
 +
== Museen ==
 +
* [[Heimathaus des Rupertiwinkels]]
 +
 +
== Ausstellungen ==
 +
* [[Mythos Sehnsucht tiefer Glaube]] ist der Titel einer Ausstellung 2017 des [[Neumarkt am Wallersee|Neumarkter]] Künstlers [[Johann Weyringer]] auf der Burg Tittmoning
 +
* [[Zeitreise entlang der Salzach]] war der Titel der Sonderausstellung zum [[200 Jahre Salzburg bei Österreich|Jubiläumsjahr 20.16]] auf der Burg Tittmoning
 +
 +
== Stadtgliederung ==
 +
Die politische Gemeinde Tittmoning hat 121 amtlich benannte Ortsteile.
 +
 +
== Bilder ==
 +
{{Bildkat}}
 +
{{Commonscat|Tittmoning}}
 +
== Quellen ==
 +
{{homepage|http://www.tittmoning.de/}}
 +
* [http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/kloster/pdf/KS0408.pdf Kloster Tittmoning]
 +
* SALZBURGWIKI-Artikel
 +
* {{wikipedia-de|Tittmoning}}
 +
* [http://www.tittmoning.de/de/tourismus/tittmoning/burg-ponlach  Bericht über die Ortschaft und die Wallfahrtskirche Maria Ponlach]
 +
 +
 +
[[Kategorie:Geografie]]
 +
[[Kategorie:Deutschland]]
 
[[Kategorie:Bayern]]
 
[[Kategorie:Bayern]]
 +
[[Kategorie:Ort (Bayern)]]
 +
[[Kategorie:Stadt]]
 +
[[Kategorie:Rupertiwinkel]]
 +
[[Kategorie:Tittmoning|!|Tittmoning]]
 +
[[Kategorie:Ausflugsziel]]
 +
[[Kategorie:Geschichte (Fürsterzbistum)]]
 +
[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]

Navigationsmenü