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| | [[Datei:Stolperstein_Hugo_Rosenberg.jpg|miniatur|Stolperstein für Hugo Rosenberg am [[Josef-Mayburger-Kai]] Nr. 28]] | | [[Datei:Stolperstein_Hugo_Rosenberg.jpg|miniatur|Stolperstein für Hugo Rosenberg am [[Josef-Mayburger-Kai]] Nr. 28]] |
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| | '''Hugo Rosenberg''' (* [[15. Mai]] [[1894]] in Bielitz (damals: Österreich-Schlesien; heute: Polen), † unbekannt), war ein Opfer des [[Nationalsozialismus]] in Salzburg. | | '''Hugo Rosenberg''' (* [[15. Mai]] [[1894]] in Bielitz (damals: Österreich-Schlesien; heute: Polen), † unbekannt), war ein Opfer des [[Nationalsozialismus]] in Salzburg. |
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| | Rosenberg gehörte dem jüdischen Glauben an und kam 1909 nach Salzburg, wo er zunächst eine Schneider- und Handelslehre begann. Zu seinen entfernten Verwandten gehörte auch der Kaufmann [[Walter Schwarz]], bei dem Rosenberg ab Mitte der 1920er Jahre als Handelsangestellter arbeitete und einige Zeit auch bei der Familie Schwarz wohnte. | | Rosenberg gehörte dem jüdischen Glauben an und kam 1909 nach Salzburg, wo er zunächst eine Schneider- und Handelslehre begann. Zu seinen entfernten Verwandten gehörte auch der Kaufmann [[Walter Schwarz]], bei dem Rosenberg ab Mitte der 1920er Jahre als Handelsangestellter arbeitete und einige Zeit auch bei der Familie Schwarz wohnte. |
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| − | 1932, im März, trat Rosenberg mit einer jungen Salzburgerin in den Stand der Ehe. Die junge Salzburgerin, deren Name nicht eruierbar ist, brachte ein Kind (* 1928) mit in die Ehe, welches von Rosenberg legitimiert wurde und auch dessen Namen führte. Die Familie lebte zunächst in der [[Bergheimer-Straße]] Nr. 29, später am [[Josef-Mayburger-Kai]] Nr. 28. | + | 1932, im März, trat Rosenberg mit einer jungen Salzburgerin in den Stand der Ehe. Die junge Salzburgerin, deren Name nicht eruierbar ist, brachte ein Kind (* 1928) mit in die Ehe, welches von Rosenberg legitimiert wurde und auch dessen Namen führte. Die Familie lebte zunächst in der [[Bergheimer Straße]] Nr. 29, später am [[Josef-Mayburger-Kai]] Nr. 28. |
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| | 1938 wurde Rosenberg gezwungen, die Wohnung zu verlassen. Zum einen, weil seine Ehe in die Brüche ging und zum anderen, weil es das NS-Regime verlangte. Vom [[2. August]] desselben Jahres bis zum [[29. Mai]] [[1939]] lebte Rosenberg in Wien. Noch im gleichen Jahr verklagte ihn seine (Noch-) Ehefrau darauf, dass er Jude sei, sie könne ihn nicht leiden, überdies sei er nicht der leibliche Vater ihres Kindes und es gehöre sich nicht, dass dieses seinen Namen trage. Am [[2. März]] [[1943]] wurde Rosenberg zwar das Scheidungsurteil zugestellt, doch der Empfänger befand sich längst nicht mehr in Wien. | | 1938 wurde Rosenberg gezwungen, die Wohnung zu verlassen. Zum einen, weil seine Ehe in die Brüche ging und zum anderen, weil es das NS-Regime verlangte. Vom [[2. August]] desselben Jahres bis zum [[29. Mai]] [[1939]] lebte Rosenberg in Wien. Noch im gleichen Jahr verklagte ihn seine (Noch-) Ehefrau darauf, dass er Jude sei, sie könne ihn nicht leiden, überdies sei er nicht der leibliche Vater ihres Kindes und es gehöre sich nicht, dass dieses seinen Namen trage. Am [[2. März]] [[1943]] wurde Rosenberg zwar das Scheidungsurteil zugestellt, doch der Empfänger befand sich längst nicht mehr in Wien. |