4.208 Bytes hinzugefügt
, 22:13, 30. Mai 2013
Die '''Krobatin-Kaserne''' (genauer: ''Feldmarschall Freiherr von Krobatin-Kaserne'') ist eine Kaserne des österreichischen Bundesheeres in [[St. Johann im Pongau]].
==Geschichte==
Die Kaserne in St. Johann geht auf das Jahr [[1936]] zurück. Mitte Juli wurde mit dem Bau der Kaserne auf dem St. Johanner "Au-Fleck" neben der [[Salzach]] begonnen. Am [[1. Oktober]] [[1936]] rückten die ersten Jungmänner zur 2. Abteilung des leichten Artillerieregiments Nr. 8 in den [[Pongau]] ein. Ihnen standen bereits fertige Mannschaftsgebäude zur Verfügung, während die Verwaltung noch in umliegenden Gasthöfen untergebracht war. Am [[9. November]] [[1936]] erfolgte die offizielle Kaserneneinweihung unter Anwesenheit des Salzburger [[Landeshauptmann]]es [[Franz Rehrl]].
Am [[21. November]] [[1936]] traf schließlich der erste Kommandant der Kaserne, Oberstleutnant [[Ernst Lukaseder]], in St. Johann ein. Mit Bescheid vom [[10. März]] [[1937]] wurde die Kaserne in ''Feldmarschall Freiherr von Krobatin-Kaserne'' umbenannt.
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] diente die Kaserne als Strafgefangenenlager, danach den [[USFA|amerikanischen Truppen]] bis [[1949]] als Lager für königstreue jugoslawische Offiziere. Zwischen [[1950]] und [[1955]] wurde die Kaserne vom 350. Infanterieregiment der amerikanischen Regenbogendivision bewohnt.
Am [[15. Juni]] [[1955]] wurde die Kaserne dem Staat Österreich wieder zurückgegeben. Am [[11. Oktober]] [[1955]] wurde in St. Johann die Infanterie-Unterstützungs-Waffenschule aufgestellt, die aber bereits [[1956]] in den Raum Wien verlegt wurde. Danach wurde das Jägerbataillon 30 formiert. Dieses wurde [[1965]] nach [[Salzburg]] verlegt.
Am [[1. April]] [[1965]] folgte mit dem II. Bataillon/HTelR ein Fernmeldebataillon, das seither die Krobatin-Kaserne prägt. Neben der militärischen Ausbildung von Jungmännern waren die Soldaten in St. Johann seit jeher im Katastropheneinsatz und bei Fernmeldeübungen in ganz Österreich im Einsatz. [[1979]] wurde das Bataillon in 2. Bataillon/Heeresfernmelderegiment umbenannt und dank eines Kooperationsabkommens mit [[Siemens]] mit modernster Technik ausgestattet.
Am [[14. April]] [[1989]] wurde das Regimentskommando von Wien in die Krobatin-Kaserne verlegt. Im Zuge einer weiteren Heeresreform wurde das Heeresfernmelderegiment am [[1. Dezember]] [[2002]] dem [[Kommando Landstreitkräfte|Kommando der Landstreitkräfte]] in Salzburg unterstellt. Am [[14. März]] [[2008]] schließlich leitete man das Heeresfernmelderegiment in das neue Führungsunterstützungsbataillon 2 über.
Heute haben hier 200 Kadersoldaten einen festen Arbeitsplatz. Somit ist das Bundesheer auch einer der größten Arbeitgeber in St. Johann. Stammpersonal und jährlich 480 Grundwehrdiener tragen ebenfalls zum Wirtschaftswachstum der Stadtgemeinde St. Johann bei.
==Kommandanten==
Seit der Rückgabe der Krobatin-Kaserne an Österreich haben in St. Johann nur sieben Offiziere die Führung innegehabt. Erster Kommandant war ab 1956 Oberstleutnant [[Christian Leitner]], ihm folgte zwischen 1959 und Anfang 1962 Oberstleutnant [[Hermann Hofer]]. Als letzter Kommandant des Jägerbataillon diente Major [[Heinrich Putzlager]] bis 1965.
Im Fernmeldebataillon wurde 1965 Major [[Richard Kralik]] als Kommandant eingesetzt, der diese Führungsrolle bis zu seiner Berufung als Inspektor der gesamten Fernmeldetruppe ins Ministerium nach Wien 1979 inne hatte. Ihm folgte Oberstleutnant [[Robert Tatschl]], der 1986 das Regimentskommando nach St. Johann holte. Sein langjähriger Stellvertreter, Oberstleutnant [[Josef Fischer]], übernahm mit [[1. Jänner]] [[2002]] die Führung des Regiments und wurde neuer Kasern- und Garnisonskommandant. Seit [[1. März]] [[2007]] ist schließlich Oberst [[Richard Gruber]] Chef über die Truppe in der Krobatin-Kaserne.
==Quellen==
*Salzburger Nachrichten
*[http://www.sbk-bezirk-pongau.at/50264196fa0cfeb01/50264197830578e01/ Chronik der Kaserne, Kameradschaftsbund Pongau]
*[http://www.bmlv.gv.at/cms/artikel.php?ID=2730 Bundesministerium für Landesverteidigung]
[[Kategorie:Kaserne]]
[[Kategorie:Militär]]
[[Kategorie:Pongau]]
[[Kategorie:Sankt Johann im Pongau]]