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Johann Evangelist Engl (Quelltext anzeigen)
Version vom 13. Juli 2007, 09:02 Uhr
, 09:02, 13. Jul. 2007Neuanlage
'''Johann Evangelist Engl''' (* [[13. Juli]] [[1835]] in [[Salzburg]]; + [[18. Mai]] [[1921]] ebenda) war Pädagoge und Musikschriftsteller. Er gilt als Gründer der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]] und verfasste zahlreiche Publikationen über [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] und zur Salzburger Musikgeschichte.
==Biographie==
Engl besuchte von [[1851]] bis [[1853]] das Lehrerseminar in Salzburg und erhielt [[1859]] die Lehrbefähigung für Unterrealschulen. Nach seiner Tätigkeit am Erziehungsinstitut „Bilka“ in Wien ([[1860]]-[[1866]]) eröffnete er selbst ein solches Institut in seiner Heimatstadt und stand ihm bis [[1892]] als Direktor vor. Nach Erlass der "Armenordnung" für die Stadt Salzburg war er von 1892 bis zu seinem Ableben als Armenbezirksinspektor tätig. Darüber hinaus hatte er wesentlichen Anteil an der Gründung des Salzburger Volksschulvereins ([[1873]]).
Am [[18. Juni]] [[1869]] trafen sich unter seiner Federführung 15 honorige Salzburger Bürger im Gasthof „Zur Krone“ (Roittner-Haus) um die Loslösung des Mozarteums von dem am [[22. April]] [[1841]] gegründeten [[Dom-Musik-Verein]] zu beschließen. [[1870]] gründete der Kreis um Engl dazu die Internationale Mozartstiftung, aus dem [[1880]] - nach Einigung und Vertrag mit dem Dom-Musik-Verein - durch Zusammenschluss mit dem Mozarteum die heutige [[Internationale Stiftung Mozarteum]] hervorging. Anlässlich des am [[20. September]] [[1880]] von der ISM erstmals abgehaltenen Mozart-Tages wurden Engls Mitstreiter [[Carl Reichsfreiherr von Sterneck]] zum ersten Präsident und [[Carl Spängler]] zum Kassier der Stiftung gewählt.
Engl war von [[1870]] bis [[1899]] ehrenamtlicher Sekretär des Mozarteums, und von [[1881]] bis [[1899]] Inspektor der damaligen Musikschule, [[1893]] wurde er Verwalter des [[Mozart-Museum]]s. Daneben fungierte er als Redakteur der Jahresberichte der ISM und verfasste 60 literarische Arbeiten über [[Mozart]] und zahlreiche Studien zur Salzburger Musikgeschichte.
==Ehrungen==
Engl wurde vom Mozarteum ([[1905]]) und von der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] ([[1910]]) zum Ehrenmitglied ernannt.
Die [[Stadt Salzburg]] verlieh ihm mit Diplom vom [[15. November]] [[1920]] „''in Anbetracht seiner Verdienste um das Mozarteum, insbesondere aber um das Schulwesen und die Armenversorgung der Stadt''“ die Ehrenbürgerschaft.
Nach seinem Ableben wurde er am [[Salzburger Kommunalfriedhof]] beigesetzt.
==Siehe auch==
* [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Engl, Johann Evangelist]]
[[Kategorie:Geschichte (Person)|Engl, Johann Evangelist]]
==Biographie==
Engl besuchte von [[1851]] bis [[1853]] das Lehrerseminar in Salzburg und erhielt [[1859]] die Lehrbefähigung für Unterrealschulen. Nach seiner Tätigkeit am Erziehungsinstitut „Bilka“ in Wien ([[1860]]-[[1866]]) eröffnete er selbst ein solches Institut in seiner Heimatstadt und stand ihm bis [[1892]] als Direktor vor. Nach Erlass der "Armenordnung" für die Stadt Salzburg war er von 1892 bis zu seinem Ableben als Armenbezirksinspektor tätig. Darüber hinaus hatte er wesentlichen Anteil an der Gründung des Salzburger Volksschulvereins ([[1873]]).
Am [[18. Juni]] [[1869]] trafen sich unter seiner Federführung 15 honorige Salzburger Bürger im Gasthof „Zur Krone“ (Roittner-Haus) um die Loslösung des Mozarteums von dem am [[22. April]] [[1841]] gegründeten [[Dom-Musik-Verein]] zu beschließen. [[1870]] gründete der Kreis um Engl dazu die Internationale Mozartstiftung, aus dem [[1880]] - nach Einigung und Vertrag mit dem Dom-Musik-Verein - durch Zusammenschluss mit dem Mozarteum die heutige [[Internationale Stiftung Mozarteum]] hervorging. Anlässlich des am [[20. September]] [[1880]] von der ISM erstmals abgehaltenen Mozart-Tages wurden Engls Mitstreiter [[Carl Reichsfreiherr von Sterneck]] zum ersten Präsident und [[Carl Spängler]] zum Kassier der Stiftung gewählt.
Engl war von [[1870]] bis [[1899]] ehrenamtlicher Sekretär des Mozarteums, und von [[1881]] bis [[1899]] Inspektor der damaligen Musikschule, [[1893]] wurde er Verwalter des [[Mozart-Museum]]s. Daneben fungierte er als Redakteur der Jahresberichte der ISM und verfasste 60 literarische Arbeiten über [[Mozart]] und zahlreiche Studien zur Salzburger Musikgeschichte.
==Ehrungen==
Engl wurde vom Mozarteum ([[1905]]) und von der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] ([[1910]]) zum Ehrenmitglied ernannt.
Die [[Stadt Salzburg]] verlieh ihm mit Diplom vom [[15. November]] [[1920]] „''in Anbetracht seiner Verdienste um das Mozarteum, insbesondere aber um das Schulwesen und die Armenversorgung der Stadt''“ die Ehrenbürgerschaft.
Nach seinem Ableben wurde er am [[Salzburger Kommunalfriedhof]] beigesetzt.
==Siehe auch==
* [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Engl, Johann Evangelist]]
[[Kategorie:Geschichte (Person)|Engl, Johann Evangelist]]