| Zeile 50: |
Zeile 50: |
| | Die Salzburger Wähler haben am [[5. Mai]] [[2013]] die Verantwortung für den Finanzskandal stärker bei der SPÖ als bei der ÖVP gesehen und den Regierungsparteien entsprechend die Rechnung präsentiert, vor allem aber der SPÖ. Nutznießer und Wahlgewinner sind die bisherigen Oppositionsparteien [[FPÖ]] und Grüne. Das [[Team Stronach]] hat den Einzug in den Landtag klar geschafft. | | Die Salzburger Wähler haben am [[5. Mai]] [[2013]] die Verantwortung für den Finanzskandal stärker bei der SPÖ als bei der ÖVP gesehen und den Regierungsparteien entsprechend die Rechnung präsentiert, vor allem aber der SPÖ. Nutznießer und Wahlgewinner sind die bisherigen Oppositionsparteien [[FPÖ]] und Grüne. Das [[Team Stronach]] hat den Einzug in den Landtag klar geschafft. |
| | | | |
| − | Die SPÖ fuhr in Folge des Finanzskandals ihr historisch schlechtestes Wahlresultat bei Landtagswahlen in Salzburg ein (davor 27 Prozent [[1994]]). Diverse Skandale und Ungereimtheiten, die vor allem im Verantwortungsbereich des ehemaligen [[Landesrat|Finanzlandesrates]] [[David Brenner]] lagen (neben dem Finanzskandal vor allem bei [[ASKÖ]] und [[Landestheater]]), aber auch auf die Landeshauptfrau abfärbten, kosteten der SPÖ die Vormachtstellung. In keinem Bezirk erhielt die SPÖ die Mehrheit an Stimmen, im [[Flachgau]] fiel man sogar hinter den Grünen an die dritte Stelle zurück. | + | Die SPÖ fuhr in Folge des Finanzskandals ihr historisch schlechtestes Wahlresultat bei Landtagswahlen in Salzburg ein (davor 27 Prozent [[1994]]). Diverse Skandale und Ungereimtheiten, die vor allem im Verantwortungsbereich des ehemaligen [[Landesrat|Finanzlandesrates]] [[David Brenner]] lagen (neben dem Finanzskandal vor allem bei [[ASKÖ]] und [[Landestheater]]), aber auch auf die Landeshauptfrau abfärbten, kosteten der SPÖ die Vormachtstellung. In keinem Bezirk erhielt die SPÖ die Mehrheit an Stimmen, im [[Flachgau]] fiel man sogar hinter den Grünen an die dritte Stelle zurück. Gabi Burgstaller kündigte als Konsequenz noch am Wahlabend ihren Rückzug aus der Politik an. |
| | | | |
| − | Die ÖVP erreichte zwar ihr Wahlziel, stimmenstärkste Partei zu werden und den [[2004]] verlorenen Landeshauptmannposten wieder zurückzuholen. Aber auch sie wurde mit dem historisch schlechtesten Wahlergebnis abgestraft und landete erstmals unter 30 Prozent. Die ÖVP gewann alle Bezirke bis auf die [[Stadt Salzburg]], erreichte dort aber gerade einmal 22,4% und Rang Drei. | + | Die ÖVP erreichte zwar ihr Wahlziel, stimmenstärkste Partei zu werden und den [[2004]] verlorenen Landeshauptmannposten wieder zurückzuholen. Aber auch sie wurde mit dem historisch schlechtesten Wahlergebnis abgestraft und landete erstmals unter 30 Prozent. Die ÖVP gewann alle Bezirke bis auf die [[Stadt Salzburg]], erreichte dort aber gerade einmal 22,4% und Rang Drei. Der designierte Landeshauptmann [[Wilfried Haslauer junior|Wilfried Haslauer]] nahm den Wahlsieg angesichts der eigenen Verluste mit gedämpfter Freude auf. |
| | | | |
| | Die Grünen waren die deutlichsten Wahlgewinner des Tages. 20,2% sind nicht nur für Salzburg historisch, sie bedeuten auch österreichweit einen Rekord. Unterstützt von der Tatsache, dass man sich mit dem Vorsitz im Untersuchungsausschuss zum Finanzskandal profilieren konnte, gewannen die Grünen in zwei Salzburger Gemeinden die Mehrheit der Stimmen, in der Stadt Salzburg und in [[Seekirchen am Wallersee]]. Im Flachgau reichte es überdies zum zweiten Platz hinter der ÖVP. | | Die Grünen waren die deutlichsten Wahlgewinner des Tages. 20,2% sind nicht nur für Salzburg historisch, sie bedeuten auch österreichweit einen Rekord. Unterstützt von der Tatsache, dass man sich mit dem Vorsitz im Untersuchungsausschuss zum Finanzskandal profilieren konnte, gewannen die Grünen in zwei Salzburger Gemeinden die Mehrheit der Stimmen, in der Stadt Salzburg und in [[Seekirchen am Wallersee]]. Im Flachgau reichte es überdies zum zweiten Platz hinter der ÖVP. |