Änderungen

89 Bytes hinzugefügt ,  09:12, 6. Mai 2013
erg, linkfixes,
Zeile 48: Zeile 48:  
Nach dem Endergebnis der Landtagswahl 2013 haben die beiden Regierungsparteien [[SPÖ]] und [[ÖVP]] Stimmen verloren, alle anderen angetretenen Parteien hingegen Stimmen hinzugewonnen. Am deutlichsten fiel dieser Stimmenzuwachs bei den [[Die Grünen Salzburg|Grünen]] aus, die ihren Stimmenanteil fast verdreifachen konnten und ihren Mandatsstand mehr als verdreifachen. Sie erreichten damit das bislang beste Ergebnis einer Grünpartei bei Landes- oder Nationalratswahlen.  
 
Nach dem Endergebnis der Landtagswahl 2013 haben die beiden Regierungsparteien [[SPÖ]] und [[ÖVP]] Stimmen verloren, alle anderen angetretenen Parteien hingegen Stimmen hinzugewonnen. Am deutlichsten fiel dieser Stimmenzuwachs bei den [[Die Grünen Salzburg|Grünen]] aus, die ihren Stimmenanteil fast verdreifachen konnten und ihren Mandatsstand mehr als verdreifachen. Sie erreichten damit das bislang beste Ergebnis einer Grünpartei bei Landes- oder Nationalratswahlen.  
   −
Die Salzburger Wähler haben am 5. Mai 2013 die Verantwortung für den Finanzskandal stärker bei der SPÖ als bei der ÖVP gesehen und den Regierungsparteien entsprechend die Rechnung präsentiert, vor allem aber der SPÖ. Nutznießer und Wahlgewinner sind die bisherigen Oppositionsparteien FPÖ und Grüne. Das Team Stronach hat den Einzug in den Landtag klar geschafft.  
+
Die Salzburger Wähler haben am [[5. Mai]] [[2013]] die Verantwortung für den Finanzskandal stärker bei der SPÖ als bei der ÖVP gesehen und den Regierungsparteien entsprechend die Rechnung präsentiert, vor allem aber der SPÖ. Nutznießer und Wahlgewinner sind die bisherigen Oppositionsparteien [[FPÖ]] und Grüne. Das [[Team Stronach]] hat den Einzug in den Landtag klar geschafft.  
   −
Die SPÖ fuhr in Folge des Finanzskandals ihr historisch schlechtestes Wahlresultat bei Landtagswahlen in Salzburg ein (davor 27% 1994). Diverse Skandale und Ungereimtheiten, die vor allem im Verantwortungsbereich des ehemaligen Finanzlandesrates David Brenner lagen (neben dem Finanzskandal vor allem bei ASKÖ und Landestheater), aber auch auf die Landeshauptfrau abfärbten,  kosteten der SPÖ die Vormachtstellung. In keinem Bezirk erhielt die SPÖ die Mehrheit an Stimmen, im Flachgau fiel man sogar hinter den Grünen an die dritte Stelle zurück.
+
Die SPÖ fuhr in Folge des Finanzskandals ihr historisch schlechtestes Wahlresultat bei Landtagswahlen in Salzburg ein (davor 27 Prozent [[1994]]). Diverse Skandale und Ungereimtheiten, die vor allem im Verantwortungsbereich des ehemaligen [[Landesrat|Finanzlandesrates]] [[David Brenner]] lagen (neben dem Finanzskandal vor allem bei [[ASKÖ]] und [[Landestheater]]), aber auch auf die Landeshauptfrau abfärbten,  kosteten der SPÖ die Vormachtstellung. In keinem Bezirk erhielt die SPÖ die Mehrheit an Stimmen, im [[Flachgau]] fiel man sogar hinter den Grünen an die dritte Stelle zurück.
   −
Die ÖVP erreichte zwar ihr Wahlziel, stimmenstärkste Partei zu werden und den 2004 verlorenen Landeshauptmannposten wieder zurückzuholen. Aber auch sie wurde mit dem historisch schlechtesten Wahlergebnis abgestraft und landete erstmals unter 30 Prozent. Die ÖVP gewann alle Bezirke bis auf die Stadt Salzburg, erreichte dort aber gerade einmal 22,4% und Rang Drei.
+
Die ÖVP erreichte zwar ihr Wahlziel, stimmenstärkste Partei zu werden und den [[2004]] verlorenen Landeshauptmannposten wieder zurückzuholen. Aber auch sie wurde mit dem historisch schlechtesten Wahlergebnis abgestraft und landete erstmals unter 30 Prozent. Die ÖVP gewann alle Bezirke bis auf die [[Stadt Salzburg]], erreichte dort aber gerade einmal 22,4% und Rang Drei.
   −
Die Grünen waren die deutlichsten Wahlgewinner des Tages. 20,2% sind nicht nur für Salzburg historisch, sie bedeuten auch österreichweit einen Rekord. Unterstützt von der Tatsache, dass man sich im Untersuchungsausschuss zum Finanzskandal profilieren konnte, gewannen die Grünen in zwei Salzburger Gemeinden die Mehrheit der Stimmen, in der Stadt Salzburg und in Seekirchen am  Wallersee. Im Flachgau reichte es überdies zum zweiten Platz hinter der ÖVP.
+
Die Grünen waren die deutlichsten Wahlgewinner des Tages. 20,2% sind nicht nur für Salzburg historisch, sie bedeuten auch österreichweit einen Rekord. Unterstützt von der Tatsache, dass man sich mit dem Vorsitz im Untersuchungsausschuss zum Finanzskandal profilieren konnte, gewannen die Grünen in zwei Salzburger Gemeinden die Mehrheit der Stimmen, in der Stadt Salzburg und in [[Seekirchen am  Wallersee]]. Im Flachgau reichte es überdies zum zweiten Platz hinter der ÖVP.
   −
Auch die FPÖ konnte ihren Stimmenanteil erhöhen, fiel aber hinter die Grünen an die vierte Stelle zurück. Wie den Grünen gelangen ihr zwei Siege in Gemeinden (Thomatal und Saalbach-Hinterglemm). Innergebirg behauptete sie ihre Stellung als dritte Kraft.
+
Auch die FPÖ konnte ihren Stimmenanteil erhöhen, fiel aber hinter die Grünen an die vierte Stelle zurück. Wie den Grünen gelangen ihr zwei Siege in Gemeinden ([[Thomatal]] und [[Viehhofen]]). Innergebirg behauptete sie ihre Stellung als dritte Kraft.
   −
Das bei dieser Wahl neu angetretene Team Stronach rund um den Goldegger Bürgermeister und ehemaligen ÖVP Politiker Hans Mayr schaffte mit 8,3% deutlich den Einzug in den Landtag. In Goldegg selbst gelang es der Partei sogar auf Anhieb, die meisten Stimmen zu ergattern.
+
Das bei dieser Wahl neu angetretene Team Stronach rund um den [[Goldegg]]er Bürgermeister und ehemaligen ÖVP Politiker [[Hans Mayr]] schaffte mit 8,3% deutlich den Einzug in den Landtag. In Goldegg selbst gelang es der Partei sogar auf Anhieb, die meisten Stimmen zu ergattern.
    
==Quellen==
 
==Quellen==