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Im Jahre [[1255]] wurde das Herzogtum Bayern unter den Wittelsbachern aufgeteilt, wobei Reichenhall an [[Niederbayern]] fiel. Herzog Heinrich I. von Niederbayern erwies sich als ein Mann der Tat: [[1262]] zerstörte er acht salzburgische Festungen, darunter auch die drei Burgen (Kirchberg, Amerang, Vager) des Erzbischofs bei Reichenhall. Nachdem sich die Verhältnisse in Salzburg wieder stabilisiert hatten, holte der Metropolit zum Gegenschlag aus, indem seine Truppen [[1266]] Reichenhall niederbrannten, um dem Herzog durch die Zerstörung der Salinen wirtschaftlich zu schaden. Die herzoglichen Burgen wurden nicht zerstört. Das Ziel, die Herrschaft über die Stadt zu erlangen, war vom Erzbischof weitgehend aufgegeben worden. Dabei war ausschlaggebend, dass die Halleiner Saline jene in Reichenhall in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung längst überholt hatte und der Salzburger Metropolit wichtige Handelswege nach Norden, wie etwa die Salzach, unter seine Kontrolle bringen konnte.  
 
Im Jahre [[1255]] wurde das Herzogtum Bayern unter den Wittelsbachern aufgeteilt, wobei Reichenhall an [[Niederbayern]] fiel. Herzog Heinrich I. von Niederbayern erwies sich als ein Mann der Tat: [[1262]] zerstörte er acht salzburgische Festungen, darunter auch die drei Burgen (Kirchberg, Amerang, Vager) des Erzbischofs bei Reichenhall. Nachdem sich die Verhältnisse in Salzburg wieder stabilisiert hatten, holte der Metropolit zum Gegenschlag aus, indem seine Truppen [[1266]] Reichenhall niederbrannten, um dem Herzog durch die Zerstörung der Salinen wirtschaftlich zu schaden. Die herzoglichen Burgen wurden nicht zerstört. Das Ziel, die Herrschaft über die Stadt zu erlangen, war vom Erzbischof weitgehend aufgegeben worden. Dabei war ausschlaggebend, dass die Halleiner Saline jene in Reichenhall in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung längst überholt hatte und der Salzburger Metropolit wichtige Handelswege nach Norden, wie etwa die Salzach, unter seine Kontrolle bringen konnte.  
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==Ende der Burgen==  
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==Das Ende der Burgen==  
 
Als [[1275]] die Grenzen des Erzbistums vom Herzog anerkannt wurden, ging die Loslösung des Landes Salzburg von Bayern in ihre letzte Phase. Im Jahr [[1328]] war dann durch die Erlassung einer eigenen „Landesordnung“ durch Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] die Entstehung des selbständigen Landes Salzburg weitgehend abgeschlossen. Dadurch waren nun vor allem die ehemals erzbischöflichen Burgen um Reichenhall sinnlos geworden und wurden nicht mehr in Stand gesetzt. Lediglich die als Verwaltungssitz genützten Gebäude wie Gruttenstein und Karlstein, oder Grenzsperren wie Hallthurm wurden weiter unterhalten. Später ließen die aufkommenden Feuerwaffen die Burgen ohnehin nicht mehr als sinnvoll erscheinen.  
 
Als [[1275]] die Grenzen des Erzbistums vom Herzog anerkannt wurden, ging die Loslösung des Landes Salzburg von Bayern in ihre letzte Phase. Im Jahr [[1328]] war dann durch die Erlassung einer eigenen „Landesordnung“ durch Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] die Entstehung des selbständigen Landes Salzburg weitgehend abgeschlossen. Dadurch waren nun vor allem die ehemals erzbischöflichen Burgen um Reichenhall sinnlos geworden und wurden nicht mehr in Stand gesetzt. Lediglich die als Verwaltungssitz genützten Gebäude wie Gruttenstein und Karlstein, oder Grenzsperren wie Hallthurm wurden weiter unterhalten. Später ließen die aufkommenden Feuerwaffen die Burgen ohnehin nicht mehr als sinnvoll erscheinen.  
 
Die repräsentativen und wesentlich wohnlicheren Anwesen Marzoll ([[1536]]), Achselmannstein, Oberhausen ([[1567]]) und Kirchbergschlössl (um [[1550]]) lösten die Burgen als Adelssitz ab und symbolisierten den Reichtum der neu etablierten Reichenhaller Patrizier.
 
Die repräsentativen und wesentlich wohnlicheren Anwesen Marzoll ([[1536]]), Achselmannstein, Oberhausen ([[1567]]) und Kirchbergschlössl (um [[1550]]) lösten die Burgen als Adelssitz ab und symbolisierten den Reichtum der neu etablierten Reichenhaller Patrizier.
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==Bildergalerie==
 
==Bildergalerie==
 
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