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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Das erste Teilstück der Kaiserin-Elisabeth-Bahn wurde am [[12. August]] [[1860]] in Salzburg eröffnet.
| + | Die Kaiserin-Elisabeth-Bahn zwischen Wien und Salzburg wurde einerseits durch einen Staatsvertrag mit [[Bayern]] aus dem Jahr [[1851]] (aktualisiert 1856), andererseits durch ein Regierungsgesetz [[1854]], das die Errichtung privater Eisenbahnstrecken forcieren sollte, möglich. [[1856]] erhielt der Wiener Großhändler Hermann Dietrich Lindheim die Konzession für den Bau. Im Staatsvertrag war festgehalten worden, dass die Strecke binnen fünf Jahren nach Konzessionsvergabe errichtet werden sollte. |
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| − | Nach dem Teilstück von Salzburg nach Wien erfolgte die Inbetriebnahme der [[Salzburg-Halleiner-Bahn]], erbaut von [[Karl Freiherr von Schwarz]], [[1871]]. Vier Jahre später, [[1875]], konnte das Teilstück, der damals [[Giselabahn]] genannte Abschnitt, von [[Bischofshofen]] nach Wörgl in [[Nordtirol]] dem Eisenbahnverkehr übergeben werden.
| + | Der Bau begann von Wien aus, der erste Zug der KEB - mit Baumaterialien für den Bahnhof - erreichte Salzburg am [[25. Mai]] [[1860]]. Die Strecke von Frankenmarkt bis Salzburg wurde am [[1. August]] [[1860]] offiziell für den Verkehr freigegeben. Dieses erste Teilstück der Kaiserin-Elisabeth-Bahn auf Salzburger Gebiet wurde am [[12. August]] [[1860]] mit der Schlusssteinlegung am Salzburger Hauptbahnhof feierlich eröffnet. |
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| − | Der zweigleisige Ausbau erfolgte am Beginn des [[20. Jahrhundert]]s. Am [[1. August]] [[1902]] wurde der zweigleisige Betrieb zwischen Salzburg und Linz aufgenommen, zwischen Wien und Linz war dies schon seit [[1874]] der Fall gewesen. | + | Nach dem Teilstück von Salzburg nach Wien erfolgte die Inbetriebnahme der [[Salzburg-Halleiner-Bahn]], erbaut von [[Karl Freiherr von Schwarz]], [[1871]]. Vier Jahre später, am [[6. August]] [[1875]], konnte das Teilstück, der damals [[Giselabahn]] genannte Abschnitt, von [[Bischofshofen]] nach Wörgl in [[Nordtirol]] dem Eisenbahnverkehr übergeben werden. |
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| | + | Mit [[1. Jänner]] [[1882]] wurde die Kaiserin-Elisabeth-Bahn verstaatlicht. |
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| | + | Der zweigleisige Ausbau erfolgte am Beginn des [[20. Jahrhundert]]s. Am [[1. August]] [[1902]] wurde der zweigleisige Betrieb zwischen Salzburg und Linz - im Linksverkehr - aufgenommen, zwischen Wien und Linz war dies schon seit [[1874]] der Fall gewesen. Ab [[1920]] ist die gesamte Westbahn in Etappen auf Rechtsverkehr umgerüstet worden, wobei der letzte Abschnitt von Amstetten bis Wien erst [[1991]] umgestellt wurde. |
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| | In den [[1920er]] Jahren begann die Elektrifizierung der Westbahn, wobei zunächst (1930 bis 1934) die Strecken westlich und südlich von Salzburg an der Reihe waren. Der Grund dafür war, dass der Strom von neu erbauten Wasserkraftwerken im Gebirge früher zur Verfügung stand. Bereits ab [[11. März]] [[1930]] war der Abschnitt Salzburg - [[Zell am See]] elektrifiziert. Die weitere Elektrifizierung wurde durch die Wirtschaftskrise und die politischen Veränderungen gebremst. Ab [[3. Oktober]] [[1938]] war die Strecke von Salzburg bis [[Steindorf]] elektrisch betrieben, ab [[6. Oktober]] [[1941]] weiter bis Attnang-Puchheim. Kriegsbedingt wurde die Elektrifizierung der Westbahn zwischen Attnang-Puchheim und Wien erst [[1952]] abgeschlossen. | | In den [[1920er]] Jahren begann die Elektrifizierung der Westbahn, wobei zunächst (1930 bis 1934) die Strecken westlich und südlich von Salzburg an der Reihe waren. Der Grund dafür war, dass der Strom von neu erbauten Wasserkraftwerken im Gebirge früher zur Verfügung stand. Bereits ab [[11. März]] [[1930]] war der Abschnitt Salzburg - [[Zell am See]] elektrifiziert. Die weitere Elektrifizierung wurde durch die Wirtschaftskrise und die politischen Veränderungen gebremst. Ab [[3. Oktober]] [[1938]] war die Strecke von Salzburg bis [[Steindorf]] elektrisch betrieben, ab [[6. Oktober]] [[1941]] weiter bis Attnang-Puchheim. Kriegsbedingt wurde die Elektrifizierung der Westbahn zwischen Attnang-Puchheim und Wien erst [[1952]] abgeschlossen. |
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| − | === 2012 ===
| + | [[1999]] wurden erste Pläne für den viergleisigen Ausbau der Westbahn zwischen Salzburg und Attnang-Puchheim vorgestellt. Die Hochleistungsstrecken AG (HL-AG) hatte dies zu einem ihrer vorrangigen Ziele gemacht, um die Bedeutung der Westbahn innereuropäisch zu sichern. Die Pläne wurden allerdings von den Anrainergemeinden so hart bekämpft, dass man sich [[2000]] entschloss, mit den Planungen von Null zu beginnen. [[2003]] gab [[Seekirchen am Wallersee]] den 1999 beschlossenen kompletten Widerstand gegen die Strecke unter der Premisse auf, dass Seekirchen durch einen Tunnel unterfahren werde. [[2005]] wurden die Planungen wieder aufgenommen. Es dauerte aber noch bis zum [[10. Jänner]] [[2013]] bis eine endgültige Trasse fixiert werden konnte. Baubeginn nach aktuellem Stand: nicht vor 2020. |
| − | Ab 9. Dezember 2012 wird die neu gebaute Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Wien-Meidling und St. Pölten in den neuen Fahrplan der auf dieser Strecke verkehrenden Unternehmen eingebunden werden. Bei den ÖBB verkürzt sich dadurch die bisherige Fahrzeit zwischen Salzburg und Wien um 23 Minuten auf zwei Stunden und 22 Minuten.
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| − | Zusätzlich sind bis zu einem Drittel mehr Züge auf dieser Strecke unterwegs. Die aktuell (2012) befahrene Strecke von Wien nach St. Pölten führt durch zahlreiche kleinere Bahnhöfe. Diese Haltestellen werden künftig nördlich umfahren.
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| − | Die neue Trasse führt von Wien kommend zunächst unterirdisch im 1999 erbauten Lainzer Tunnel, der eine Geschwindigkeit von 160 km/h zulässt. Es folgen sieben weitere Tunnels. Bis zu 230 km/h schnell können dann die Züge nach Ende des Wiener Stadtgebiets erreichen. | + | Die Fahrzeit auf der Strecke Salzburg - Wien wurde zuletzt am [[9. Dezember 2012]] durch die neu gebaute Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Wien und St. Pölten von zwei Stunden 45 Minuten auf zwei Stunden und 22 Minuten verkürzt. 1860 hatte die Fahrzeit noch neun Stunden betragen. |
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| | ==Ereignisse== | | ==Ereignisse== |
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| | * ÖBB Kursbuch | | * ÖBB Kursbuch |
| | * ''Kronland Salzburg, historische Fotografien von 1850 bis 1918'', [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], Wolfram Morath (Herausgeber), 2000, ISBN 3-901014-68-3 | | * ''Kronland Salzburg, historische Fotografien von 1850 bis 1918'', [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], Wolfram Morath (Herausgeber), 2000, ISBN 3-901014-68-3 |
| | + | * [[Ronald Gobiet|Gobiet, Ronald]] (Hrsg.): "''Der neue Salzburger Hauptbahnhof. Stationen seiner Geschichte von 1860 bis 2014. Salzburger Beiträge zur Kunst und Denkmalpflege Bd. VI''", [[Verlag Anton Pustet]], 2012 |
| | * {{Quelle SN|13. September 2012 Absatz "2012"}} | | * {{Quelle SN|13. September 2012 Absatz "2012"}} |
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