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'''Vinzenz Maria Süß''', eigentlich: ''Maria Vinzenz Süß'' (* [[15. Jänner]] [[1802]] in [[Weißenbach bei Strobl|Weißenbach]] bei [[Strobl]] im [[Flachgau]]; † [[5. Mai]] [[1868]] in [[Salzburg]]) war städtischer Leihhausverwalter, Schriftsteller und Gründer des [[Salzburg Museum]]s.

==Biographie==
Süß besuchte von [[1816]] bis [[1818]] das Schullehrerseminar in der Stadt Salzburg und verdiente sich, nach kurzer Lehrertätigkeit, als Amtsschreiber bei den Rentämtern [[Zell am See]], [[Goldegg]] und ab [[1824]] in Salzburg. Dort trat er [[1828]] in den Dienst der Stadtgemeinde ein, wurde [[1829]] Steuerkontrolleur und war von [[1841]] bis [[1863]] Leihhausverwalter.

[[1833]] gründete Süß das ''Salzburger Museum'' und verhinderte damit ein Abwandern der Salzburger Kunstschätze in die damalige Landeshauptstadt Linz, der Salzburg bis [[1850]] als Kreisstadt des Salzachkreises unterstellt war. Die offizielle Eröffnung des Museums, dem Süß bis zu seinem Ableben als Direktor vorstand, wurde [[1835]] gefeiert. Mit Gemeinderatsbeschluss vom [[5. März]] [[1849]] wurde das Salzburger Museum unter seinem Gründer und Direktor Vinzenz Maria Süß in das Eigentum der Stadt übernommen. Am [[11. November]] des selben Jahres konnte mit [[Karoline Auguste von Bayern]], der Witwe Kaiser Franz I. eine Patronin für diese Institution gewonnen werden, das fortan als [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]] (ab 2007: [[Salzburg Museum]]) weit über die Grenzen des Bundeslandes hinaus Bekanntheit erlangte. Nach seinem Ableben am 5. Mai 1868 wurde er am [[Petersfriedhof]] (Gruft 10) zur letzten Ruhe gebettet.

== Literarische Tätigkeit ==
Die literarische Tätigkeit von Süß beschränkte sich auf das Verfassen lokalbezogener Aufsätze und Werke zur Geschichte seiner Salzburger Heimat. Bekannt sind u. a. seine ''"Beiträge zur Geschichte der Typographie im Erzbistum Salzburg"'' ([[1845]]) und ''"Salzburger Volkslieder mit ihren Singweisen"'' ([[1865]]). Große Beachtung fand das [[1848]] herausgegebene Werk: ''"Die Bürgermeister in Salzburg von 1433 bis 1840"''. Süß blendete in der damals üblichen Art die Zeitabläufe in das Leben der einzelnen Stadtoberhäupter ein und hob jene Ereignisse besonders hervor, die ihm damals wichtig und aufzeichnenswert erschienen.

== Ehrungen ==
Am [[2. August]] [[1852]] ernannte der Salzburger Gemeinderat "in dankbarerer Anerkennung seiner Verdienste" um die Gründung des Museums Vinzenz Maria Süß zum [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg|Ehrenbürger von Salzburg]]. [[1854]] war er als Landeskonservator tätig und erhielt das ''"Goldene Verdienstkreuz mit der Krone"'' verliehen.

In Erinnerung seines Schaffens für die Stadt Salzburg wurde ihm [[1926]] mit der Benennung, der zwischen der [[Bergheimer Straße|Bergheimer]]- und der [[Plainstraße]] verlaufenden [[Vinzenz-Maria-Süß-Straße]] im Stadtteil [[Elisabeth-Vorstadt]] eine weitere Ehre zuteil.

== Literatur ==
* Dr. Josef Gassner: ''Die Ehrenbürger der Landeshauptstadt Salzburg''. Katalog zur 10. Sonderausstellung. Selbstverlag des Museums Carolino Augusteum, Salzburg 1954


[[Kategorie:Ehrenbürger|Suss, Vinzenz Maria]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Suss, Vinzenz Maria]]
[[Kategorie:Geschichte (Person)|Suss, Vinzenz Maria]]
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