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Im Frühjahr 1939 erging ein geheimer Runderlass, in dem die Verpflichtung von Ärzten und Hebammen zur Meldung behinderter Kinder an die Gesundheitsämter angeordnet wurde. Es folgte die Einrichtung von sogenannten „Kinderfachabteilungen“ in Heilanstalten und Kliniken. Sie standen unter ärztlicher Leitung. Administrativ waren sie der staatlichen oder der kommunalen Verwaltung unterstellt. In der Ostmark, dem ehemaligen Staatsgebiet von Österreich, wurden drei „Kinderfachabteilungen“ eingerichtet. Die „Wiener Städtische Fürsorgeanstalt Am Spiegelgrund“ auf der Baumgartnerhöhe in Wien war die zweite von insgesamt über 30 „Kinderfachabteilungen“ im Reichsgebiet. Die beiden anderen Abteilungen in der Ostmark befanden sich in Graz und in Klagenfurt. Die Aufnahme eines Kindes in eine der „Kinderfachabteilungen“ bedeutete gemäß einem Erlass vom 18. Juni 1940 „offiziell“ die „Gewährung öffentlicher Fürsorge zur Behandlung von Kindern mit schwerem angeborenem Leiden“.
 
Im Frühjahr 1939 erging ein geheimer Runderlass, in dem die Verpflichtung von Ärzten und Hebammen zur Meldung behinderter Kinder an die Gesundheitsämter angeordnet wurde. Es folgte die Einrichtung von sogenannten „Kinderfachabteilungen“ in Heilanstalten und Kliniken. Sie standen unter ärztlicher Leitung. Administrativ waren sie der staatlichen oder der kommunalen Verwaltung unterstellt. In der Ostmark, dem ehemaligen Staatsgebiet von Österreich, wurden drei „Kinderfachabteilungen“ eingerichtet. Die „Wiener Städtische Fürsorgeanstalt Am Spiegelgrund“ auf der Baumgartnerhöhe in Wien war die zweite von insgesamt über 30 „Kinderfachabteilungen“ im Reichsgebiet. Die beiden anderen Abteilungen in der Ostmark befanden sich in Graz und in Klagenfurt. Die Aufnahme eines Kindes in eine der „Kinderfachabteilungen“ bedeutete gemäß einem Erlass vom 18. Juni 1940 „offiziell“ die „Gewährung öffentlicher Fürsorge zur Behandlung von Kindern mit schwerem angeborenem Leiden“.
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Unabhängig davon waren schon im Juni 1940 aus der [[Caritasanstalt St. Anton]] in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] die aus [[Oberösterreich]] stammenden Kinder abgeholt und in die Heil- und Pflegeanstalt Niedernhart in Linz überstellt worden. Von dort gingen Transporte in die Vernichtungsanstalt Hartheim in Alkoven in Oberösterreich. Im Mai 1941 folgte ein Transport von Pfleglingen aus der Pflegeanstalt Mariathal bei Kramsach in [[Tirol]] nach Hartheim. In diesem waren mehrere Kinder, die früher in der Caritasanstalt in Bruck, bzw. im [[Konradinum]] in [[Eugendorf]] untergebracht waren.
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Unabhängig davon waren schon im Juni 1940 aus der [[Caritas-Kinderdorf St. Anton|Caritasanstalt St. Anton]] in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] die aus [[Oberösterreich]] stammenden Kinder abgeholt und in die Heil- und Pflegeanstalt Niedernhart in Linz überstellt worden. Von dort gingen Transporte in die Vernichtungsanstalt Hartheim in Alkoven in Oberösterreich. Im Mai 1941 folgte ein Transport von Pfleglingen aus der Pflegeanstalt Mariathal bei Kramsach in [[Tirol]] nach Hartheim. In diesem waren mehrere Kinder, die früher in der Caritasanstalt in Bruck, bzw. im [[Konradinum]] in [[Eugendorf]] untergebracht waren.
    
==Die Anstalt Am Spiegelgrund==
 
==Die Anstalt Am Spiegelgrund==
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