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Anton Eggl (* [[2. Juni]] [[1816]] in [[Hallein]], † [[20. September]] [[1886]] ebenda) war ein Salzburger Maler.

== Leben ==
Eggl stammte aus ärmlichen Verhältnissen und wurde als uneheliches Kind des Hausknechtes Anton Oeckl in Hallein geboren. 1886 starb er an einem bösartigen Darmleiden, nachdem er Frau, Sohn und Schwiegertochter überlebt hatte.

Nach dem Tod des Malers [[Franz Löxhaller]] († 1834) erlangte er dessen "Mahlersgerechtsame", also das Recht, das Malergewerbe auszuüben. Seine Werkstätte befand sich an der [[Gamperstraße (Hallein)|Gamperstraße]]. 1837 heiratete er Maria Theresia Nechl, die Tochter eines bürgerlichen Baumwollhändlers, was auf seinen sozialen Aufstieg hinweist. 1868 kaufte er zwei Gebäude aus dem Niederhofkomplex - ein Beleg für einen beachtlichen Wohlstand. Er übte allerdings auch Tätigkeiten aus, die nichts mit der Malerei zu tun hatten, z. B. übernahm er 1854 nach dem Tod des bisherigen Pächters die städtische Waage.

Als Künstler schuf Eggl eine Reihe von Altarbildern und Wandmalereien für Kirchen im [[Tennengau]] (z. B. in der [[Wallfahrtskirche zur hl. Margaretha]], [[Pfarrkirche Bad Vigaun zum hl. Dionysius]], [[Krispl]] oder [[Sankt Koloman]]). Die Qualität dieser sakralen Werke, aber auch seiner Dekorationsmalereien wurde von den Zeitgenossen nicht übermäßig gerühmt; in einem Nachruf heißt es im [[Salzburger Volksblatt]] [[1886]]: "''Durch rastlosen Fleiß und unermessliches Selbststudium hatte sich der Verblichene, dem der Besuch einer Akademie leider versagt war, dennoch dank seines bedeutenden Talentes zu einer Stufe der Ausbildung emporgerungen, die ihm so manchen schönen künstlerischen Erfolg brachte.''"

Von besonderem Reiz sind Eggls Ansichten der Stadt Hallein und der Umgebung. Vor allem sein vom [[Schloss Wiespach]] aus gesehenes Panorama mit seiner beachtlichen Größe (ca 14,6 m lang und 1,4 m hoch) ermöglicht einen Blick in das Halleiner Umland in der Mitte des [[19. Jahrhundert]]s; es ist - in mehrere Teile zerschnitten - noch heute im [[Rathaus Hallein]] erhalten. Eine Serie von kleinformatigen Ölgemälden, die alte Halleiner Gebäude, z. B. Sudhäuser und Stadttore, vor deren Abbruch festhalten, sind sehr wichtige Bildquellen für den Stadthistoriker.

Viele Werke von Eggl finden sich im [[Salzburg Museum]], im [[Keltenmuseum]] und in Privatbesitz; der künstlerische Nachlass, vor allem Entwürfe und Zeichnungen, wird im Salzburg Museum aufbewahrt.

===Eggls Wohnhaus ist ein ehemaliges Getreidemagazin===
Am [[1. Juli]] [[1868]] kaufte Anton Eggl die am städtischen Waaghaus (= heute [[Kornsteinplatz (Hallein)|Kornsteinplatz]] 8) nordwärts angebauten zwei salinarischen Gebäude, nämlich das [[Niederhofhaus|Niederhof]]‐ und das [[Haberkastenhaus]]. Beide Gebäude gehörten höchstwahrscheinlich ursprünglich zum Wirtschaftshof des Klosters [[Raitenhaslach]]; die dortigen Zisterzienser hatten [[1207]] von [[Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg]] in Hallein ein Salzsiederecht erhalten.

Das Haberkastenhaus, unter dem sich eine zum [[Ursulaplatz (Hallein)|Ursulaplatz]] führende gewölbte Durchfahrt befand, wurde früher als Getreidemagazin benützt, während das daran angebaute Niederhofhaus als Salzdörrhaus diente. Für beide Gebäude zahlte Eggl 800 [[Gulden]] österreichischer Währung und adaptierte das Haberkastengebäude für seine Zwecke, während er das Niederhofgebäude um 300 Gulden dem Sattlermeister Jakob Adrian überließ, der dieses zum Wohnhaus und zur Werkstätte umgestaltete.

== Quellen ==
* [http://data.onb.ac.at/nlv_lex/perslex/E/Eggl_Anton.htm data.onb.ac.at]
* [http://www.hallein.at/stadtgeschichten Stadtgemeinde Hallein]

[[Kategorie:Person|Eggl, Anton]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Eggl, Anton]]
[[Kategorie:Geschichte (Person)|Eggl, Anton]]
[[Kategorie:Künstler|Eggl, Anton]]
[[Kategorie:Maler|Eggl, Anton]]
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne|Eggl, Anton]]
[[Kategorie:Hallein|Eggl, Anton]]

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