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===Das Durchgangslager Piding===
 
===Das Durchgangslager Piding===
 
[[Datei:Halle des Durchgangslagers in Piding !cid D76B0478AA904759B3E71374A4186F15@acerceed380844.jpg|thumb|Halle des Durchgangslagers in Piding]]
 
[[Datei:Halle des Durchgangslagers in Piding !cid D76B0478AA904759B3E71374A4186F15@acerceed380844.jpg|thumb|Halle des Durchgangslagers in Piding]]
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[[Datei:Schautafel über das Durchgangslager im Rathaus Piding.jpg|thumb|DSchautafel über das Durchgangslager im Rathaus Piding]]
 
In den vier großen 1941 erbauten Hallen des „Heeresverpflegungslagers“, die über einen Gleisanschluss verfügten (an der heutigen Ahornstraße gelegen), richtete das Bayerische Rote Kreuz (BRK) im September 1945 mit Genehmigung der Militärregierung  ein Auffang- und Durchgangslager ein. Es wurden Flüchtlinge aus Südosteuropa, Ungarn, Jugoslawien, Rumänien, vor allem aber aus Österreich aufgenommen, die mit der [[Eisenbahn]] in Piding ankamen. Sie erhielten im Lager Erste Hilfe, wurden vom Suchdienst erfasst und auf ihren Weitertransport vorbereitet. Der erste Transport mit 2 200 Personen traf  am [[15. Oktober]] [[1945]] ein. Das BRK hatte zwölf Eisenbahnwaggons mit Räumen zur sofortigen Versorgung der Ankommenden ausgestattet. Dort wurde jeder Ankömmling mit DDT entlaust, ärztlich untersucht, bekam eine warme Mahlzeit und eine Schlafstelle. Mit Marschverpflegung für ein bis zwei Tage ausgerüstet, wurden die Flüchtlinge weiter geleitet.
 
In den vier großen 1941 erbauten Hallen des „Heeresverpflegungslagers“, die über einen Gleisanschluss verfügten (an der heutigen Ahornstraße gelegen), richtete das Bayerische Rote Kreuz (BRK) im September 1945 mit Genehmigung der Militärregierung  ein Auffang- und Durchgangslager ein. Es wurden Flüchtlinge aus Südosteuropa, Ungarn, Jugoslawien, Rumänien, vor allem aber aus Österreich aufgenommen, die mit der [[Eisenbahn]] in Piding ankamen. Sie erhielten im Lager Erste Hilfe, wurden vom Suchdienst erfasst und auf ihren Weitertransport vorbereitet. Der erste Transport mit 2 200 Personen traf  am [[15. Oktober]] [[1945]] ein. Das BRK hatte zwölf Eisenbahnwaggons mit Räumen zur sofortigen Versorgung der Ankommenden ausgestattet. Dort wurde jeder Ankömmling mit DDT entlaust, ärztlich untersucht, bekam eine warme Mahlzeit und eine Schlafstelle. Mit Marschverpflegung für ein bis zwei Tage ausgerüstet, wurden die Flüchtlinge weiter geleitet.
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Am 1. Juli [[1962]] wurde das Grenzdurchgangslager Piding geschlossen. Es war als erstes Lager im damaligen Landkreis Berchtesgaden eingerichtet worden und bestand länger als alle anderen in diesem Gebiet. Fast Zwei Millionen Flüchtlinge und Vertriebene fanden dort in den 17 Jahren seines Bestehens Aufnahme. Es gehörte damit zu den größten Auffanglagern in Bayern.
 
Am 1. Juli [[1962]] wurde das Grenzdurchgangslager Piding geschlossen. Es war als erstes Lager im damaligen Landkreis Berchtesgaden eingerichtet worden und bestand länger als alle anderen in diesem Gebiet. Fast Zwei Millionen Flüchtlinge und Vertriebene fanden dort in den 17 Jahren seines Bestehens Aufnahme. Es gehörte damit zu den größten Auffanglagern in Bayern.
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==Geplanter Ausbau der A8 in Piding==
 
==Geplanter Ausbau der A8 in Piding==
 
Seit 2009 stellte der geplante Ausbau der Autobahn A8 ein viel diskutiertes Thema in Piding dar, das auch im Jahr 2012 noch nicht abgeschlossen war. Eine Erweiterung der bisherigen vier Fahrbahnen auf sechs Fahrstreifen auf der bisherigen Trasse wird aus Umweltschutzgründen als nicht realisierbar genannt, da schon jetzt der Ort großen Belastungen ausgesetzt ist. Die Variante einer Neutrassierung an der Südseite des [[Högl]]s würde durch eine bisher landschaftsgeschützte Zone führen. Siehe die Projektvorstellung unter der Rubrik Weblinks.
 
Seit 2009 stellte der geplante Ausbau der Autobahn A8 ein viel diskutiertes Thema in Piding dar, das auch im Jahr 2012 noch nicht abgeschlossen war. Eine Erweiterung der bisherigen vier Fahrbahnen auf sechs Fahrstreifen auf der bisherigen Trasse wird aus Umweltschutzgründen als nicht realisierbar genannt, da schon jetzt der Ort großen Belastungen ausgesetzt ist. Die Variante einer Neutrassierung an der Südseite des [[Högl]]s würde durch eine bisher landschaftsgeschützte Zone führen. Siehe die Projektvorstellung unter der Rubrik Weblinks.

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