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* den Stammsitz Hagenau bei Schrobenhausen mit dem Erbbegräbnis zu Weihenstephan bei Freising in Bayern (ab 1348 den Stammsitz Allershausen westlich von Freising)
 
* den Stammsitz Hagenau bei Schrobenhausen mit dem Erbbegräbnis zu Weihenstephan bei Freising in Bayern (ab 1348 den Stammsitz Allershausen westlich von Freising)
* den Stammsitz Hagenau rechts der Perschling (Grenze zum Wienerwald) mit dem Erbbegräbnis ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen in Niederösterreich   
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* den Stammsitz Hagenau in St. Peter am Anger in Ausserkasten, rechts der Perschling (Grenze zum Wienerwald) mit dem Erbbegräbnis ad Sanctum Hippolytum (St. Pölten) an der Traisen in Niederösterreich   
 
* den Stammsitz Hagenau bei St. Peter am Hart ([[Braunau am Inn|Braunau]]) mit dem Erbbegräbnis [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]] in [[Oberösterreich]].  
 
* den Stammsitz Hagenau bei St. Peter am Hart ([[Braunau am Inn|Braunau]]) mit dem Erbbegräbnis [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]] in [[Oberösterreich]].  
    
Der Wandel der politischen und sozialen Verhältnisse seit dem Ende des 12. Jahrhunderts isolierte die Hagenauer zunehmend. Im [[13. Jahrhundert]] erscheinen die Hochfreien Hagenauer noch auf der gleichen Stufe mit den [[Ministerialen|Reichsministerialen]]. Die Entstehung der Wittelsbacher in diesem Raum, als auch der Niedergang des Hochstiftes Freising als Landesherrschaft, trug dazu bei, dass das Geschlecht von seiner einstigen Höhe herabsank.  
 
Der Wandel der politischen und sozialen Verhältnisse seit dem Ende des 12. Jahrhunderts isolierte die Hagenauer zunehmend. Im [[13. Jahrhundert]] erscheinen die Hochfreien Hagenauer noch auf der gleichen Stufe mit den [[Ministerialen|Reichsministerialen]]. Die Entstehung der Wittelsbacher in diesem Raum, als auch der Niedergang des Hochstiftes Freising als Landesherrschaft, trug dazu bei, dass das Geschlecht von seiner einstigen Höhe herabsank.  
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Am [[24. April]] [[1109]] übergaben die Edlefreien Reginbert (auch Reimprecht) von Hagenau und sein Schwager Udalschalk von Stille dem Hochstift Passau ein kleines Chorherrenstift, das sie in Seitenstetten gegründet hatten. Dieser als Mitstifter von Seitenstetten bekannte Reginbert I. von Hagenau aus der niederösterreichischen Linie, hatte fünf Kinder. Den Ältesten Sohn Hartwig von Hagenau aus erster Ehe (Besitzer des oberösterreichischen Gutes Hagenau bei Braunau). Seine Adoptivtochter Richarda von Hagenau, die seine Frau Helena (Stille und Heft) aus ihrer ersten Ehe in die Ehe gebracht hatte, und die in die Familienstiftung Seitenstetten als Nonne eintreten sollte. Schließlich seinen zweiten Sohn Reginbert II. (auch Reinbert) von Hagenau (Bischof von Passau), sowie den dritten Sohn Werinhart von Hagenau (Vogt von Mondsee), der drei Kinder hatte. Schließlich das fünfte Kind, Ulrich von Hagenau, der anscheinend bereits früh verstarb. Reinberts (ReginbertI.) Sohn Reginbert II. wurde um [[1130]] Propst des Stiftes St. Pölten und im Jahr [[1139]] von Papst Innozenz II. zum Priester sowie zum Bischof von Passau geweiht. Dieses Bischofsamt hatte zuvor der Stiefbruder seiner Mutter Helena Stille und Heft zwischen 1092 und 1121 inne, der als Passauer Bischof Ulrich I. bzw. als Ulrich von Passau in den Urkunden genannt wurde. [[1146]] ernannte Reginbert II. von Hagenau seinen ältesten Bruder Hartwig zum Vogt des Spitals in Vöcklabruck. Er überzeugte seinen kinderlosen Bruder Hartwig ein Testament zu Gunsten des Passauer Erzbistums zu machen, bevor sich beide Brüder als getreue Gefolgsmänner der Staufer mit König Konrad III. auf den Zweiten Kreuzzug ([[1147]] - [[1149]]) begaben. In diesem Kreuzzug verloren beide ihr Leben; Reginbert wurde am 10. November [[1148]] ''"mit vielen tausend anderen Kreuzfahrern von den Türken in Kappadocien eingeschlossen und getötet"'', Hartwig starb am 23. November [[1149]] auf der Rückreise. Hierauf entbrannte ein Streit um das Erbe Hartwigs von Hagenau zwischen der Witwe Hartwigs (Hildegard von Moosbach), dem Erzbistum Passau und dem noch lebenden Bruder Hartwigs, Werinhart von Hagenau, der ebenfalls Ansprüche am Lehen angemeldet hatte. Eine Entscheidung diesbezüglich fällte Herzog Heinrich auf einem Gerichtstag, in der das Lehen Hagenau bei Braunau dem Erzbistum Passau zugesprochen wurde. Die Witwe Hartwigs, Hildegard von Hagenau (de Hagenowe), übergab [[1150]] das Lehen dem nunmehrigen Bischof von Passau Konrad I. und ging in ein Kloster. Werinhart (Werinhard I.) von Hagenau und dessen Söhne Dietrich und Wernhard II. wurden vorerst entschädigt, der vierte Sohn Ulrich von Hagenau war anscheinend bereits verstorben. Werinhard I. von Hagenau und Zelking wird von manchen Forschern als Begründer des Geschlechts der Zelkinger gesehen (1634 mit Wilhelm von Zelking ausgestorben). Aber bereits [[1152]] oder [[1153]] vergab das Passauer Hochstift die Burg Hagenau bei Rott am Inn wieder an die Hagenauer (Koch-Sternfeld).  
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Am [[24. April]] [[1109]] übergaben die Edlefreien Reginbert (auch Reimprecht) von Hagenau und sein Schwager Udalschalk von Stille dem Hochstift Passau ein kleines Chorherrenstift, das sie in Seitenstetten gegründet hatten. Dieser als Mitstifter von Seitenstetten bekannte Reginbert I. von Hagenau aus der niederösterreichischen Linie, hatte fünf Kinder. Den Ältesten Sohn Hartwig von Hagenau aus erster Ehe (Besitzer des oberösterreichischen Gutes Hagenau bei Braunau). Seine Adoptivtochter Richarda von Hagenau, die seine Frau Helena (Stille und Heft) aus ihrer ersten Ehe in die Ehe gebracht hatte, und die in die Familienstiftung Seitenstetten als Nonne eintreten sollte. Schließlich seinen zweiten Sohn Reginbert II. (auch Reinbert) von Hagenau (Bischof von Passau), sowie den dritten Sohn Werinhart von Hagenau (Vogt von Mondsee), der drei Kinder hatte. Schließlich das fünfte Kind, Ulrich von Hagenau, der anscheinend bereits früh verstarb. Reinberts (ReginbertI.) Sohn Reginbert II. wurde um [[1130]] Propst des Stiftes St. Pölten und im Jahr [[1139]] von Papst Innozenz II. zum Priester sowie zum Bischof von Passau geweiht. Dieses Bischofsamt hatte zuvor der Stiefbruder seiner Mutter Helena Stille und Heft zwischen 1092 und 1121 inne, der als Passauer Bischof Ulrich I. bzw. als Ulrich von Passau in den Urkunden genannt wurde. [[1146]] ernannte Reginbert II. von Hagenau seinen ältesten Bruder Hartwig zum Vogt des Spitals in Vöcklabruck. Er überzeugte seinen kinderlosen Bruder Hartwig ein Testament zu Gunsten des Passauer Erzbistums zu machen, bevor sich beide Brüder als getreue Gefolgsmänner der Staufer mit König Konrad III. auf den Zweiten Kreuzzug ([[1147]] - [[1149]]) begaben. In diesem Kreuzzug verloren beide ihr Leben; Reginbert wurde am 10. November [[1148]] ''"mit vielen tausend anderen Kreuzfahrern von den Türken in Kappadocien eingeschlossen und getötet"'', Hartwig starb am 23. November [[1149]] auf der Rückreise. Hierauf entbrannte ein Streit um das Erbe Hartwigs von Hagenau zwischen der Witwe Hartwigs (Hildegard von Moosbach), dem Erzbistum Passau und dem noch lebenden Bruder Hartwigs, Werinhart von Hagenau, der ebenfalls Ansprüche am Lehen angemeldet hatte. Eine Entscheidung diesbezüglich fällte Herzog Heinrich auf einem Gerichtstag, in der das Lehen Hagenau bei Braunau dem Erzbistum Passau zugesprochen wurde. Die Witwe Hartwigs, Hildegard von Hagenau (de Hagenowe), übergab [[1150]] das Lehen dem nunmehrigen Bischof von Passau Konrad I. und ging in ein Kloster. Werinhart (Werinhard I.) von Hagenau und dessen Söhne Dietrich und Wernhard II. wurden vorerst entschädigt, der vierte Sohn Ulrich von Hagenau war anscheinend bereits verstorben. Werinhard I. von Hagenau und Zelking wird von manchen Forschern als Begründer des Geschlechts der Zelkinger gesehen (1634 mit Wilhelm von Zelking ausgestorben). Aber bereits [[1152]] oder [[1153]] vergab das Passauer Hochstift die Burg Hagenau bei Rott am Inn wieder an die Hagenauer (Koch-Sternfeld).
    
== Burg Hagenau ==
 
== Burg Hagenau ==
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