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[[Datei:Gedenktafel_Salome_Alt.jpg|thumb|right|Gedenktafel für Salome Alt in der Sigmund-Haffner-Gasse]]
 
[[Datei:Gedenktafel_Salome_Alt.jpg|thumb|right|Gedenktafel für Salome Alt in der Sigmund-Haffner-Gasse]]
'''Salome Alt''' (ab [[1609]] ''Alt von Altenau'') (* [[21. September]] [[1568]] in [[Salzburg]], † [[27. Juni]] [[1663]] in Wels, [[Oberösterreich]]) war die Lebensgefährtin von Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]].
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'''Salome Alt''' (ab [[1609]] ''Alt von Altenau'') (* [[21. September]] [[1568]] in [[Salzburg]], † [[27. Juni]] [[1663]] in Wels, [[Oberösterreich]]) war die Lebensgefährtin von [[Erzbischof#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]].
    
==Leben==
 
==Leben==
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Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ist von der Schönheit der Kaufmannstochter so angetan, dass er sie zu seiner Lebensgefährtin macht. Das Gerücht, er hätte sie auch geheiratet, kann bis heute nicht bewiesen werden. Sie wird von Chronisten als groß gewachsen, mit rotbraunem Haar, klaren grauen Augen, breiter Stirn und als die Schönste der Stadt beschrieben.  
 
Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ist von der Schönheit der Kaufmannstochter so angetan, dass er sie zu seiner Lebensgefährtin macht. Das Gerücht, er hätte sie auch geheiratet, kann bis heute nicht bewiesen werden. Sie wird von Chronisten als groß gewachsen, mit rotbraunem Haar, klaren grauen Augen, breiter Stirn und als die Schönste der Stadt beschrieben.  
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Salome Alt von Altenau schenkt dem Erzbischof 15 natürliche Kinder, von denen fünf früh sterben, zwei der Söhne verheiraten sich und zwei werden Mönche. Namentlich bekannt sind: (1) Hannibal ([[1593]] - [[1616]]), (2) Helena, (3) Euphemia (? - [[1638]]), (4) Maria Salome ([[1595]] - [[1605]]), (5) Eusebia (? - [[1624]]), (6) Cäcilie, (7) Anton, (8) Wolf Dietrich, (9) Viktor, (10) Johann Georg Eberhard ([[1605]] - [[1675]]) unter ''Ägidius Benediktiner'' Mönch in Kremsmünster ([[Oberösterreich]]) und (11) Susanna;
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Salome Alt von Altenau schenkt dem Erzbischof 15 natürliche Kinder, von denen fünf früh sterben, zwei der Söhne verheiraten sich und zwei werden Mönche. Namentlich bekannt sind: (1) Hannibal ([[1593]] - [[1616]]), (2) Helena, (3) Euphemia (? - [[1638]]), (4) Maria Salome ([[1595]] - [[1605]]), (5) Eusebia (? - [[1624]]), (6) Cäcilie, (7) Anton, (8) Wolf Dietrich, (9) Viktor, (10) Johann Georg Eberhard ([[1605]] - [[1675]]) unter ''Ägidius Benediktiner'' Mönch im [[Benediktinerstift Kremsmünster]] ([[Oberösterreich]]) und (11) Susanna;
    
Zu jener Zeit ist diese "wilde Ehe“ eine kaum tolerierte Ungehörigkeit und so verstoßen Salomes Eltern ihre Tochter und die politischen Gegner des Erzbischofs spielten seine Liebe zu der jungen Frau gegen ihn aus. Aber Salome Alt ist Wolf Dietrich laut den spärlichen persönlichen Quellen sehr zugetan. Noch in den letzten Lebensjahren bezeichnet sie Wolf Dietrich als ihren "lieben guten Herrn". Wolf Dietrich ist der Meinung, dass die Erlaubnis für Priesterehen nur noch eine Frage von Tagen sein könne. Daran glaubt er seit dem ersten Tag der Bekanntschaft mit Salome.  
 
Zu jener Zeit ist diese "wilde Ehe“ eine kaum tolerierte Ungehörigkeit und so verstoßen Salomes Eltern ihre Tochter und die politischen Gegner des Erzbischofs spielten seine Liebe zu der jungen Frau gegen ihn aus. Aber Salome Alt ist Wolf Dietrich laut den spärlichen persönlichen Quellen sehr zugetan. Noch in den letzten Lebensjahren bezeichnet sie Wolf Dietrich als ihren "lieben guten Herrn". Wolf Dietrich ist der Meinung, dass die Erlaubnis für Priesterehen nur noch eine Frage von Tagen sein könne. Daran glaubt er seit dem ersten Tag der Bekanntschaft mit Salome.  
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Da es ihm nicht gelingt, die Verbindung doch zu legalisieren, verhält er sich aber sehr standesgemäß und lässt für Salome Alt nach 22-jährigem Konkubinat und 10 gemeinsamen Kindern[[1606]] außerhalb der Stadtmauern vor dem [[Bergstraßentor|Bergstraßtor]]  eine Sommerresidenz errichten, die er "[[Schloss Altenau|Altenau]]“ nennt. Das Landschloss jenseits der [[Salzach]] lässt Wolf Dietrich mit herrlichen [[Mirabellgarten|Gartenanlagen]] ausstatten. Nach dem Tode Wolf Dietrichs wird Schloss Altenau von seinem Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems]] umgebaut und in [[Schloss Mirabell]] umbenannt. Oft wird behauptet, dass vom Schloss Altenau "kaum ein Stein mehr zu finden" sei. Tatsächlich aber ist der Keller fast unverändert in der Südhälfte des Gartentraktes von Schloss Mirabell erhalten. Wahrscheinlich gehören auch alle aufgehenden Hauptmauern und zahlreiche Trennmauern dieses Bereiches der ältesten Bauphase an, da dieser beim Umbau von [[Lukas von Hildebrandt]] nachweislich in den Neubau einbezogen worden ist. Somit lassen sich Dimensionen und Grundriss des ursprünglichen Adelssitzes recht gut abschätzen.
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Da es ihm nicht gelingt, die Verbindung doch zu legalisieren, verhält er sich aber sehr standesgemäß und lässt für Salome Alt nach 22-jährigem Konkubinat und zehn gemeinsamen Kindern[[1606]] außerhalb der Stadtmauern vor dem [[Bergstraßentor|Bergstraßtor]]  eine Sommerresidenz errichten, die er "[[Schloss Altenau|Altenau]]“ nennt. Das Landschloss jenseits der [[Salzach]] lässt Wolf Dietrich mit herrlichen [[Mirabellgarten|Gartenanlagen]] ausstatten. Nach dem Tode Wolf Dietrichs wird Schloss Altenau von seinem Nachfolger [[Markus Sittikus von Hohenems]] umgebaut und in [[Schloss Mirabell]] umbenannt. Oft wird behauptet, dass vom Schloss Altenau "kaum ein Stein mehr zu finden" sei. Tatsächlich aber ist der Keller fast unverändert in der Südhälfte des Gartentraktes von Schloss Mirabell erhalten. Wahrscheinlich gehören auch alle aufgehenden Hauptmauern und zahlreiche Trennmauern dieses Bereiches der ältesten Bauphase an, da dieser beim Umbau von [[Lukas von Hildebrandt]] nachweislich in den Neubau einbezogen worden ist. Somit lassen sich Dimensionen und Grundriss des ursprünglichen Adelssitzes recht gut abschätzen.
    
Salome Alt nimmt am Gesellschaftsleben des Salzburger Hofes in weitem Umfang teil. Am [[28. August]] [[1609]] wird sie von Kaiser Rudolf II. in Prag in den Reichsadelsstand erhoben, und ihre Kinder damit vom Makel der unehelichen Geburt befreit. Zitat<ref>Quelle Ein Beitrag von [[Franz Martin]] in ''Salzburg Chronik'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], 1960</ref>: ''dasß sie bei einer fürnemben geistlichen Person etliche Kinder, deren eltiste zwei mit Namen Hannibal und Helna ledigs Stands erzeugt und geboren'', dieselben ''von ihr unschuldig empfangenen Mackel und Gebrechen irer unehelichen Geburt in Ansehung der ersprießlichen und willigen Dienst obberierter geistlicher Person.''
 
Salome Alt nimmt am Gesellschaftsleben des Salzburger Hofes in weitem Umfang teil. Am [[28. August]] [[1609]] wird sie von Kaiser Rudolf II. in Prag in den Reichsadelsstand erhoben, und ihre Kinder damit vom Makel der unehelichen Geburt befreit. Zitat<ref>Quelle Ein Beitrag von [[Franz Martin]] in ''Salzburg Chronik'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], 1960</ref>: ''dasß sie bei einer fürnemben geistlichen Person etliche Kinder, deren eltiste zwei mit Namen Hannibal und Helna ledigs Stands erzeugt und geboren'', dieselben ''von ihr unschuldig empfangenen Mackel und Gebrechen irer unehelichen Geburt in Ansehung der ersprießlichen und willigen Dienst obberierter geistlicher Person.''
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[[1610]] besitzt Salome Alt von Altenau durch Wolf Dietrichs Zukäufe und Schenkungen im Erzbistum Salzburg das ungeheure Vermögen von mehr als 400.000 [[Florin|fl]]. [[1611]] ahnt wohl Wolf Dietrich, was ihm bevorsteht und er lässt Salome und die Kinder in den [[Pinzgau]] bringen. Nach seinem Sturz und Gefangennahme wird auch Salome Alt verhaftet. Jedoch schon bald auf Befehl des [[Domkapitel]]s wieder freigelassen. Sie flieht zu ihrer Cousine Felicitas Alt nach Wels in [[Oberösterreich]], die mit mit dem Handelsherrn Christoph Weiß verheiratet ist. Salome findet dort eine neue Heimat. in der sie ihre Kinder standesgemäß erziehen kann. Wolf Dietrich und Salome Alt haben einander nach seiner Verhaftung nie mehr wieder gesehen.  
 
[[1610]] besitzt Salome Alt von Altenau durch Wolf Dietrichs Zukäufe und Schenkungen im Erzbistum Salzburg das ungeheure Vermögen von mehr als 400.000 [[Florin|fl]]. [[1611]] ahnt wohl Wolf Dietrich, was ihm bevorsteht und er lässt Salome und die Kinder in den [[Pinzgau]] bringen. Nach seinem Sturz und Gefangennahme wird auch Salome Alt verhaftet. Jedoch schon bald auf Befehl des [[Domkapitel]]s wieder freigelassen. Sie flieht zu ihrer Cousine Felicitas Alt nach Wels in [[Oberösterreich]], die mit mit dem Handelsherrn Christoph Weiß verheiratet ist. Salome findet dort eine neue Heimat. in der sie ihre Kinder standesgemäß erziehen kann. Wolf Dietrich und Salome Alt haben einander nach seiner Verhaftung nie mehr wieder gesehen.  
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[[1612]] verzichtet Salome Alt von Altenau für sich und ihre Kinder zu Gunsten des Salzburger Domkapitels auf ihre Schuldobligationen von 120.000 [[Gulden]] bei der Tiroler Landschaft.  
 
[[1612]] verzichtet Salome Alt von Altenau für sich und ihre Kinder zu Gunsten des Salzburger Domkapitels auf ihre Schuldobligationen von 120.000 [[Gulden]] bei der Tiroler Landschaft.  
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[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne|Alt, Salome]]
 
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne|Alt, Salome]]
 
[[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg|Alt, Salome]]
 
[[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg|Alt, Salome]]
[[Kategorie:Frauen|Alt, Salome]]
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[[Kategorie:Frau|Alt, Salome]]

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