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==Seine Reisen im Salzburger Land==
 
==Seine Reisen im Salzburger Land==
 
Ferdinand Krackowizer galt als reiselustiger Bildungsbürger. So schrieb er [[1896]] ''"... Die Touristenwelt bewegt sich meist in den vom allmächtigen Baedeker''<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Baedeker Wikipedia : Karl Baedeker]</ref>'' und seinen Genossen angepriesenen Gleisen. ''[...]'' Allein der [[Lungau]] bleibt von der großen Menge unberührt und nur wenige Getreue pilgern alljährlich mit neuer Freude über die alte Tauernstraße<ref>siehe [[Radstädter Tauernstraße]]</ref>..."''. So beschreibt er das Personal im [[Fremdenverkehr]] "...''Kein Kellner mit fader Bartcotelette, kein Hausdiener mit goldbordierter Mütze, kein Hände reibender Hotelier...''", über die Speisen meint Krackowizer im [[Postgasthof Tweng]], in dessen "...''wohlige''[m]'' Speisezimmer... ''[...]'' höchst leckere Gerichte...''" warteten. "''...hier ist es gut sein im ruhigen Tauernhause<ref>siehe [[Tauernhäuser]]</ref> will ich ''[...]'' Wissenqualm entladen, in Alpenluft gesund mich baden. ''[...]'' Läge die herrliche Gegend ''[der Lungau]'' in der industriellen Schweiz, sie wäre längst in der Welt berühmt und von Tausenden besucht...''"
 
Ferdinand Krackowizer galt als reiselustiger Bildungsbürger. So schrieb er [[1896]] ''"... Die Touristenwelt bewegt sich meist in den vom allmächtigen Baedeker''<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Baedeker Wikipedia : Karl Baedeker]</ref>'' und seinen Genossen angepriesenen Gleisen. ''[...]'' Allein der [[Lungau]] bleibt von der großen Menge unberührt und nur wenige Getreue pilgern alljährlich mit neuer Freude über die alte Tauernstraße<ref>siehe [[Radstädter Tauernstraße]]</ref>..."''. So beschreibt er das Personal im [[Fremdenverkehr]] "...''Kein Kellner mit fader Bartcotelette, kein Hausdiener mit goldbordierter Mütze, kein Hände reibender Hotelier...''", über die Speisen meint Krackowizer im [[Postgasthof Tweng]], in dessen "...''wohlige''[m]'' Speisezimmer... ''[...]'' höchst leckere Gerichte...''" warteten. "''...hier ist es gut sein im ruhigen Tauernhause<ref>siehe [[Tauernhäuser]]</ref> will ich ''[...]'' Wissenqualm entladen, in Alpenluft gesund mich baden. ''[...]'' Läge die herrliche Gegend ''[der Lungau]'' in der industriellen Schweiz, sie wäre längst in der Welt berühmt und von Tausenden besucht...''"
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== ''Gedenkblätter'' ==
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Aus der Zeitschrift ''Heimatgaue'', Zeitschrift für Oberösterreichische Geschichte, Landes- und Volkskunde, herausgegeben von Dr. Adalbert Depiny, im Verlag R. Pirngruber, Linz, 10. Jahrgang, 1929:
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''Obermedizinalrat Dr. Ferdinand Krackowizer''<br />
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''1851 - 1929''<br />
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''Zum Gedächtnis''<br />
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''Vor mir liegt der letzte Brief, den mein lieber unvergeßlicher Vetter Doktor Ferdinand Krackowizer  in Gmunden am 21. Mai 1929 an mich richtete und worin er mir in gewohnter Herzlichkeit für die Glückwünsche zu seiner goldenen Hochzeit dankte. Bei diesem seltenen Feste von der ganze Bevölkerung seiner Vaterstadt in herzlichster Anteilnahme gefeiert, hätte wohl niemand gedacht, daß der stattliche Mann so kurz darauf von uns scheiden sollte. Er war von jedermann geachtet und geliebt, darum erregte die Trauerkunde allgemeines Beileid. Denn, "nehmt alles nur in allem", er war ein ganzer, echt deutscher Mann, der seine schöne Heimat über alles liebte, ein opferfreudiger Mitarbeiter an ihrem Ausschwunge, ein äußerst humaner Arzt, ebenso beliebt im stolzen Schlosse des Herzogs von Cumberland wie in der Kammer des Armen; als langjähriger Bürgermeister, namentlich in der bangen und langen Zeit des [[Erster Weltkrieg|Weltkrieges]], stets auf seinem Posten; in den verschiedensten Stellungen und Ehrenämtern, die er überdies bekleidete, eifrig und pflichttreu.''
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''In dem freundlichen Bürgerhause an der Traunbrücke, welches sein Vater, der beliebte Chirurg Ferdinand Krackowizer im Jahre 1866 erworben und neu umgebaut hatte, wuchs sein Sohn Ferdinand als ältestes von drei Kinder zur Freude seiner Eltern heran. Das Haus sah im Dezember 1878 den jungen Doktor der Heilkunde; es begrüßte am 15. Mai 1879 die schöne Frau Agnes, die er sich aus der alten Reichsstadt Augsburg an den Traunsee heimgeholt hatte. Ein halbes Jahrhundert wirkte er in diesem Hause als Arzt, als Bürgermeister, als fleißiger Chronist der schönen Heimat, die er nicht minder liebte, als der Schweizer seinen Kanton.''
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''Am 11. Dezember 1851 geboren, vollendete er das Gymnasium zu [[Kremsmünster]] und erwarb am 20. Dezember 1878 an der Hochschule zu Wien das Doktordiplom, worauf er sich in Gmunden als praktischer Arzt niederließ und bald das allgemeine Vertrauen gewann. Seiner Vaterstadt zu Ehren schuf er nach jahrelangen Studien in den Jahren 1898 bis 1901 das Hauptwerk seines Lebens, die in drei Foliobänden erschienene, reich mit Bildern geschmückte "Geschichte der Stadt Gmunden", wohl eine der besten Stadtgeschichten in Österreich. Diesen mit allgemeinem Beifall aufgenommenen Werke folgte 1902 die "Häuserchronik der Stadt Gmunden". Und wie er schon an der Wiener Hochschule im Verein der Oberösterreicher sich mit Glück auf dem Gebiete der Volksdichtung versucht hatte, blieb er dieser Lieblingsneigung zeitlebens treu und schenkte den Heimatgenossen manche launige Dichtung. Die Stadt Gmunden verlieh ihrem begeisterten Chronisten am 29. August 1908 das Ehrenbürgerrecht. Am 4. Dezember 1912 einstimmig zum Bürgermeister der alten Salinenstadt gewählt, widmete er sich ihrem Wohle mit hingebendem Eifer und leistete namentlich während der Drangsale des Weltkrieges Außerordentliches. Die Hebung des Kurortes und seine Verschönerung waren ihm Herzenssache. Seit 1913 war er durch eine Wahlperiode Landtagsabgeordneter. Seine öffentliche Tätigkeit fand auch von den Bundesbehörden die volle Würdigung; seit 1913 führte er den Titel Medizinalrat, später den eines Obermedizinalrates. Und wie ihm 1915 vom Herzog von Braunschweig das Ritterkreuz I. Klasse des Ordens Heinrich des Löwen verliehen worden war, so zeichnete ihn am Goldenen Hochzeitstage die Republik Österreich durch die Verleihung ihres goldenen Ehrenzeichens aus. Leider sollte er sich derselben nur ganz kurze Zeit erfreuen! Am 29. Juni wurde Dr. Krackowizer unter ganz außerordentlicher Beteiligung der ganzen Bevölkerung in die stille Familiengruft versenkt. Mit ihm verloren wir einen wahren Freund der Heimatforschung, einen musterhaften Mitbürger, einen echt deutschen Mann. Der aber diese schlichten Gedenkworte niederschrieb, verlor in dem Verstorbenen nicht nur einen lieben Vetter, sondern auch den besten Freund. Und er hat ein Recht dazu. Unsere Großväter waren Brüder!''
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''Archivdirektor Dr. [[Ferdinand Krackowizer (Landesarchivar)|Ferdinand Krackowizer]]''
    
==Weblinks==
 
==Weblinks==
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* ''Salzburger Archiv: Reisen im Lungau'', Schriftenreihe des [[Verein Freunde der Salzburger Geschichte|Vereins Freunde der Salzburger Geschichte]], Band 25, Beitrag ''Die Suche nach Ursprünglichkeit, Die Anfänge des Lungauer Fremdenverkehrs im 19. Jahrhundert'' von Thomas Hellmuth
 
* ''Salzburger Archiv: Reisen im Lungau'', Schriftenreihe des [[Verein Freunde der Salzburger Geschichte|Vereins Freunde der Salzburger Geschichte]], Band 25, Beitrag ''Die Suche nach Ursprünglichkeit, Die Anfänge des Lungauer Fremdenverkehrs im 19. Jahrhundert'' von Thomas Hellmuth
 
* Stammbaum der Familie [[Krackowizer]]
 
* Stammbaum der Familie [[Krackowizer]]
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* Privatarchiv [[Peter Krackowizer]]
    
[[Kategorie:Person|Krackowizer (Heimatforscher), Ferdinand]]
 
[[Kategorie:Person|Krackowizer (Heimatforscher), Ferdinand]]

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