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Bruchwald (Seite wurde neu angelegt)
Als '''Bruchwald''' wird ein Wald auf dauernd nassem, sumpfigem Standort bezeichnet, wobei Bruch in diesem Zusammenhang etymologisch für Sumpfland steht.
==Etymologie==
Bruch bedeutet Gebrochenes, in die Brüche gehen, ursprünglich nicht aufgehen, einen Bruch ergeben, zunichte werden. Bruch, mittelhochdeutsch bruoch, althochdeutsch bruoh steht aber auch für Sumpfland, was möglicherweise mit seiner Eigenschaft als agrarisch nicht nutzbares Land zusammen hängt.
==Allgemeines==
Bruchwälder sind ein eigener Biotoptyp. Ihre Standorte sind auf Dauer grundwassernah. Der Oberflächennahe oder etwas über dem Boden befindliche Grundwasserspiegel schwankt im Jahreskreis meist unter einem Meter. Die Überschwemmungen finden regelmäßig im Frühjahr während und nach der Schneeschmelze statt und dauern Wochen bis Monate an. Dabei wird im Gegensatz zum [[Auwald]] kaum anorganisches Material wie Sand oder Schlick eingetragen, bzw. abgelagert. Der Bruchwald-Oberboden besteht aus einer vom Wald selbst erzeugten Torfschicht aus zersetztem Pflanzenmaterial, die zehn bis 20 Zentimeter beträgt. Übergänge zu anderen Waldtypen zeichnen sich durch Abweichungen in den Bereichen Basen- und Nährstoffversorgung, Eingriffe in den Wasserhaushalt und anderes mehr, das zu einer veränderten Vegetation führt, aus.
Andere Nasswälder in Mitteleuropa sind Auwälder, Quellwälder und nasse Ausprägungen von Eichen-Hainbuchen-, sowie Birken-Eichenwälder.

Bruchwälder werden in der Landschaftsökologie als von Baumbewuchs geprägte [[Moor]]e verstanden. Je nach den vor Ort gegebenen Bedingungen (Wasserhaushalt) und der damit zusammenhängenden Basen- und Nährstoffversorgung handelt es sich um [[Niedermoor]]e oder [[Übergangsmoor]]e und [[Hochmoor]]e. Bruchwälder in Hochmooren werden auch als [[Moorwald|Moorwälder]] bezeichnet. Sie weisen stark saure Böden auf.
==Bruchwaldformen in Mitteleuropa==
In Mitteleuropa vorkommende Bruchwaldtypen, die jeweils kennzeichnende Pflanzengesellschaften beherbergen:
*Erlenbrüche ([[Schwarzerle]] als dominierende Baumart; vorwiegend auf besser nährstoffversorgten Niedermoorböden)
*Birkenbrüche ([[Moorbirke|Birke]] als dominierende Baumart; vorwiegend auf nährstoffarmen, sauren Böden)
*Kiefernbrüche ([[Kiefer|Waldkiefer]] als dominierende Baumart;)
*Fichtenbrüche ([[Fichte]] als dominierende Baumart;)
*Bruchwälder mit gemischtem Baumbestand, der sich aus Erlen, Birken, Kiefern und Fichten zusammensetzen kann.
==Salzburgbezug==
Bruchwälder kommen im Bundesland Salzburg an mehreren Standorten - wie z.B. im [[Naturschutzgebiet Zeller See]] - vor.
==Gefährdung==
Bruchwälder werden hauptsächlich durch Entwässerung und anschließende land-, bzw. forstwirtschaftliche Nutzung, wie Aufforstung mit standortfremden Baumarten wie Hybridpappeln gefährdet, bzw. zerstört.
==Quellen==
*Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 22. Auflage, Verlag Walter de Gruyter, Berlin, New York, 1989, S. 108
*Deutschsprachige Wikipedia, Stichwort Bruchwald
[[Kategorie:Biologie]]
[[Kategorie:Pflanzen und Tiere]]
[[Kategorie:Pflanzen]]
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