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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | In Iuvavum entstanden im [[1. Jahrhundert]] und [[2. Jahrhundert]] nach Christus großzügige Plätze und an der heutigen [[Kaigasse]] ein imposanter Tempelbau zu Ehren des Gottes der Heilkunst, Asklepios (etwa im Gebiet vom [[Hotel Kasererbräu]]). Die luxuriösen Bürgerhäuser im Bereich um den heutigen [[Salzburger Dom|Dom]] waren mit prachtvollen Mosaiken ausgestattet, verfügten über komfortable Warmluftheizungen (Hypokausten) und mehrteilige Badeanlagen. Eine römische Amphore, die auf dem [[Mozartplatz]] gefunden wurde, enthielt Reste von 24 verschiedenen Meeresfischen und einigen Krebsarten. Große Mengen von Austernschalen, die Im Bereich der [[Altstadt]] gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sich die reichen Bürger fast täglich frische Austern kommen ließen. Die alten Iuvavenser verstanden es offenbar, das Leben zu genießen! | | In Iuvavum entstanden im [[1. Jahrhundert]] und [[2. Jahrhundert]] nach Christus großzügige Plätze und an der heutigen [[Kaigasse]] ein imposanter Tempelbau zu Ehren des Gottes der Heilkunst, Asklepios (etwa im Gebiet vom [[Hotel Kasererbräu]]). Die luxuriösen Bürgerhäuser im Bereich um den heutigen [[Salzburger Dom|Dom]] waren mit prachtvollen Mosaiken ausgestattet, verfügten über komfortable Warmluftheizungen (Hypokausten) und mehrteilige Badeanlagen. Eine römische Amphore, die auf dem [[Mozartplatz]] gefunden wurde, enthielt Reste von 24 verschiedenen Meeresfischen und einigen Krebsarten. Große Mengen von Austernschalen, die Im Bereich der [[Altstadt]] gefunden wurden, weisen darauf hin, dass sich die reichen Bürger fast täglich frische Austern kommen ließen. Die alten Iuvavenser verstanden es offenbar, das Leben zu genießen! |
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| | Von der heutigen [[Alte Residenz|Residenz]] bis zum [[Bürgerspital]] erstreckte sich ein ausgedehntes Handwerkerviertel, in dem unter anderem Tongeschirr, Ziegel und Mosaiken produziert wurden. Der [[Festungsberg]] war von einem starken Wehrbau bekrönt. Im Verlauf umfangreicher Grabungen konnte eine Mauer aus der Zeit des Kaisers Aurelian freigelegt werden. | | Von der heutigen [[Alte Residenz|Residenz]] bis zum [[Bürgerspital]] erstreckte sich ein ausgedehntes Handwerkerviertel, in dem unter anderem Tongeschirr, Ziegel und Mosaiken produziert wurden. Der [[Festungsberg]] war von einem starken Wehrbau bekrönt. Im Verlauf umfangreicher Grabungen konnte eine Mauer aus der Zeit des Kaisers Aurelian freigelegt werden. |
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| | Bei der Neugestaltung des [[Residenzplatz]]es in der Salzburger [[Altstadt]] im Sommer 2008 fand Archäologe Peter Höglinger einen Weihaltar, der das Zeichen für Jupiter trägt. Mit seinen 1,2 Meter zählte er zu den ganz seltenen Funden, was Größe und Qualität anbelangt. Der Altar stammt aus dem 2. oder 3. Jahrhundert nach Christus. | | Bei der Neugestaltung des [[Residenzplatz]]es in der Salzburger [[Altstadt]] im Sommer 2008 fand Archäologe Peter Höglinger einen Weihaltar, der das Zeichen für Jupiter trägt. Mit seinen 1,2 Meter zählte er zu den ganz seltenen Funden, was Größe und Qualität anbelangt. Der Altar stammt aus dem 2. oder 3. Jahrhundert nach Christus. |
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| − | == IVVAVVM – Römersteine im bayerisch-österreichischen Grenzraum ==
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| − | Das Angebot "IVVAVVM - Römersteine im bayerisch-österreichischen Grenzraum" ist ein gemeinsames Projekt der Bayerischen Staatsbibliothek und der CHC (Cultural Heritage Computing)-Forschungsgruppe der Universität Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Salzburg Museum, den Oberösterreichischen Landesmuseen und der Landesfachstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern.
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| − | <ref>[http://chc.sbg.ac.at/iuvavum/html/projekt.php] IVVAVVM, CHC - Cultural Heritage Computing - Universität Salzburg</ref>
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| − | <ref>[http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/ivvavvm] IVVAVVM, Bayrische Landesbibliothek Online</ref><br/>
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| − | Das seit Kaiser Claudius (reg. 41-54) als ''municipium'' autonome Gebiet von Iuvavum, dem heutigen Salzburg, bildete einen wichtigen Handelspunkt innerhalb der römischen Provinz Noricum. Zum Gebiet von Iuvavum gehörte auch Südostbayern (Chiemgau, Rupertiwinkel) bis zum Inn.<br/>
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| − | Die im regionalen Sprachgebrauch auch als Römersteine bezeichneten Überreste von Grabdenkmälern, Weihealtären, Meilensteinen, Statuen oder Bauplastik bilden dabei wichtige Zeugnisse für das Leben in der antiken römischen Provinz.<br/>
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| − | Das Informationssystem Iuvavum baut auf den bereits vorhandenen wissenschaftlichen Datensammlungen VBI ERAT LVPA und SAXA LOQUUNTUR auf. Es versucht als grenzüberschreitendes Projekt den heutigen Bewohnern des Stadtterritoriums des antiken Iuvavums diesen Aspekt ihres regionalen Kulturerbes näher zu bringen. <br/>
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| − | Auf die Fundsituation im Stadtgebiet Salzburg, mit 93 Steindenkmäler, wird auf einer eigenen Zusammenstellung eingegangen.
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| − | <ref>[http://chc.sbg.ac.at/iuvavum/php/ort.php?id=72] Steindenkmäler im Stadtbereich Salzburg</ref><br/>
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| − | Ebenfalls sind Funde aus 16 Gemeinden im Bezirk Salzburg-Umgebung (von Anif bis Wals-Sienzenheim) gelistet.
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| − | <ref>[http://chc.sbg.ac.at/iuvavum/php/ort.php?id=79] Steindenkmäler in Gemeinden des Bezirk Salzburg-Umgebung</ref><br/>
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| | == Siehe auch == | | == Siehe auch == |
| | * [[Bürgermeister des römischen Iuvavums]] | | * [[Bürgermeister des römischen Iuvavums]] |
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| | + | * [[Iuvavum – Römersteine im bayerisch-österreichischen Grenzraum|IVVAVVM – Römersteine im bayerisch-österreichischen Grenzraum]] |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
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| | [[Kategorie:Geschichte]] | | [[Kategorie:Geschichte]] |
| | [[Kategorie:Römer]] | | [[Kategorie:Römer]] |
| | + | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] |
| | [[Kategorie:Altstadt]] | | [[Kategorie:Altstadt]] |
| | [[Kategorie:Sprache]] | | [[Kategorie:Sprache]] |