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Domkapitular
'''Franz Sales Schleindl''' (* [[28. Jänner]] [[1814]] in [[Nußdorf am Haunsberg]], † [[26. November]] [[1891]] in [[Salzburg]]) war [[Salzburger Domherren|Salzburger Domkapitular]].

==Leben==
{{PAGENAME}} war ein Sohn einfacher Bauersleute.

Er besuchte das [[Salzburger Staatsgymnasium|Staatsgymnasium]] und das [[Lyzeum]] in Salzburg und studierte hier ab 1835 Studium der Theologie. Im Jahr 1838 empfing er die Priesterweihe.

Er versah Seelsorgedienst von 1839 bis 1842 als Koadjutor in [[Sankt Johann im Pongau]], von 1842 bis 1844 in [[Saalbach]] und 1844 in [[Zell am See]], von 1844 bis 1846 als Spiritualprovisor in [[Bruck an der Großglocknerstraße|Bruck (an der Großglocknerstraße)]], 1846 in Bischofshofen, 1846/1847 in [[Sankt Veit im Pongau]] und 1847 in Bad Gastein und von 1847 bis 1849 als Kooperator in Salzburg. Von 1849 bis 1851 wirkte er als Ordinariatskommissär in der Stiftsadministration des [[Benediktinerabtei Michaelbeuern|Stiftes Michaelbeuern]], von 1851 bis 1855 als supplierender Lehrer für Religion, Geographie und Geschichte und 1853 als provisorischer Direktor an der [[Reich#k._k.|k. k.]] Unterrealschule in Salzburg, von 1855 bis 1858 als Vikar in St. Ulrich am Pillersee ([[Tirol]]) und Regens des dortigen Riesterischen Priesterhauses. Von 1858 bis 1860 war er als Pfarrer in Salzburg-[[Andräkirche|St. Andrä]], von 1860 bis 1873 als Dechant und Pfarrer in [[Tamsweg]], wo er sich außerordentlich wohlfühlte, von 1873 bis 1878 als Administrator in [[Sankt Georgen bei Salzburg]] tätig.

1873 in das [[Salzburger Domkapitel]] berufen, hatte er von 1876 bis 1879 das Amt des Konsistorialkanzlers, 1879/80 das des Domkustos, 1880 bis 1885 das des Domscholastikus, 1885 bis 1891 das des [[Domdechant]]s und schließlich 1891 das des [[Dompropst]]es inne.

An weltlichen Ämtern bekleidete er von 1860 bis 1868 das des Schuldistriktsaufsehers für den [[Lungau]], 1882 bis 1885 war er Mitglied des [[Salzburger Landesschulrat|Landesschulrates für Salzburg]]; Abgeordneter zum [[Salzburger Landtag]] war er, jeweils als Vertreter der Lungauer Landgemeinden, von 1865 bis 1867 und von 1870 bis 1877, wobei er dem konservativen Lager angehörte.

{{PAGENAME}} war ein ruhiger und pflichteifriger Mensch.

==Ehrungen==
1859 wurde {{PAGENAME}} Geistlicher Rat, 1866 Ehrenkanonikus des Kollegiatsstiftes Mattsee.

==Quellen==
* [[Richard Voithofer]], ''„… dem Kaiser Treue und Gehorsam …“ Ein biografisches Handbuch der politischen Eliten in Salzburg 1861 bis 1918.'' Wien (Verlag Böhlau) 2011. ISBN 978-3-205-78637-5.
: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] auf Franz Sales Schleindl in [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1892&page=274&size=45 32, 1892, S. 267 ff.]

[[Kategorie:Person|Schleindl, Franz Sales]]
[[Kategorie:Priester|Schleindl, Franz Sales]]
[[Kategorie:Politiker|Schleindl, Franz Sales]]
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne|Schleindl, Franz Sales]]