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Wolfgang (V.) Hagenauer wurde am [[16. Oktober]] [[1726]] als ältestes von elf Kindern am [[Amangut]] zu [[Straß]] in Ainring bei [[Freilassing]] - ein Ort, der damals zu Salzburg gehörte, heute ist er [[Oberbayern|oberbayrisch]] - als Sohn des Gutsbesitzers und Bauern Wolfgang (III.) Hagenauer und dessen Ehefrau Maria (geb. Hasenerl) geboren. Wolfgang (V.) Hagenauer war außerdem der Bruder des Bildhauers [[Johann Baptist Hagenauer]] und des Architekten [[Johann Georg Hagenauer]].
 
Wolfgang (V.) Hagenauer wurde am [[16. Oktober]] [[1726]] als ältestes von elf Kindern am [[Amangut]] zu [[Straß]] in Ainring bei [[Freilassing]] - ein Ort, der damals zu Salzburg gehörte, heute ist er [[Oberbayern|oberbayrisch]] - als Sohn des Gutsbesitzers und Bauern Wolfgang (III.) Hagenauer und dessen Ehefrau Maria (geb. Hasenerl) geboren. Wolfgang (V.) Hagenauer war außerdem der Bruder des Bildhauers [[Johann Baptist Hagenauer]] und des Architekten [[Johann Georg Hagenauer]].
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In Salzburg wurde er von seinem Onkel [[Johann Lorenz Hagenauer|Lorenz Hagenauer]], einem reichen Handelsmann (der auch Hausherr und Gönner [[Wolfgang Amadeus Mozart]]s war) entdeckt und gefördert. Wolfgang Hagenauer sollte eigentlich als erstgeborener Sohn den Hof bei Ainring übernehmen, doch dazu sollte es nicht kommen. Vorerst absolvierte Wolfgang [[1751]] eine Zimmermannsausbildung in Salzburg und während dieser Zeit wohnte er im Haus seines Onkels, dem bekannten Hagenauerhaus (Mozarts Geburtshaus) in der Getreidegasse.
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In Salzburg wurde er von seinem Onkel [[Johann Lorenz Hagenauer|Lorenz Hagenauer]], einem reichen Handelsmann (der auch Hausherr und Gönner [[Wolfgang Amadeus Mozart]]s war) entdeckt und gefördert. Wolfgang Hagenauer sollte eigentlich als erstgeborener Sohn den Hof bei Ainring übernehmen, doch dazu sollte es nicht kommen. 1750 starb Wolfgangs Vater und da kein einziger seiner zahlreichen Brüder das väterliche Gut übernehmen wollte, trat eine Schwester mit ihrem Mann dieses Erbe an. Wolfgang absolvierte [[1751]] vorerst eine Zimmermannsausbildung in Salzburg und wohnte während dieser Zeit im Haus seines Onkels, dem bekannten [[Hagenauerhaus]] (Mozarts Geburtshaus) in der Getreidegasse.
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[[1755]] folgte Wolfgang Hagenauer seinem Bruder, den in Ausbildung stehenden Bildhauer Johann Baptist, an die Akademie in Wien nach, wo Wolfgang Architektur studierte. Dieses Studium wurde ihm durch ein vom Salzburger [[Salzburger Erzbischöfe#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach|Schrattenbach]] gewährtes Stipendium und die finanzielle Unterstützung Lorenz Hagenauers ermöglicht. 1757 starb Wolfgangs Vater und da kein einziger seiner Brüder das väterliche Gut übernehmen wollte, trat eine Schwester mit ihrem Mann dieses Erbe an.
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[[1755]] folgte Wolfgang Hagenauer seinem Bruder, den in Ausbildung stehenden Bildhauer Johann Baptist, an die Akademie in Wien nach, wo Wolfgang Architektur studierte. Dieses Studium wurde ihm durch ein vom Salzburger [[Salzburger Erzbischöfe#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach|Schrattenbach]] gewährtes Stipendium und die finanzielle Unterstützung Lorenz Hagenauers ermöglicht. [[1759]] kehrte Wolfgang nach Salzburg zurück und wurde vom Erzbischof am 17. Jänner [[1760]] zum Hofbauverwalter bestellt und in den Rang eines hochfürstlichen [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Kammerdieners]] erhoben. Wolfgang erlangte jedoch nie die gleiche soziale Anerkennung wie seine jüngeren Brüder Johann Baptist und Johann Georg, die später beide in den Adelsstand erhoben werden sollten. Gleichzeitig gründete Wolfgang eine private Zeichen-Abendschule in Salzburg, in der er auch seinen jüngsten Bruder Johann Georg, der später ebenfalls Architekt und Baumeister wurde, unterrichtete.  
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Wolfgangs erste Bauten, die Kirche in [[Itter]] ([[1762]]) und die Kirche in Buchbach bei Mühldorf ([[1763]]), lassen bereits den neuen klassizistischen Baustil erkennen. Zwischen [[1764]] und [[1771]] arbeitete Wolfgang Hagenauer eng mit seinem Bruder, dem Bildhauer Johann Baptist von Hagenauer, welcher später Professor und Direktor der Graveurschule der Akademie der bildenden Künste in Wien wurde, zusammen. In dieser Zeit entstanden das [[Sigmundstor]] und die [[Marienstatue|Mariensäule]] auf dem [[Domplatz]] zu [[Salzburg]]. Wolfgang Hagenauer war zuerst von klassizistischer Formgebung  geprägt, verbunden mit dem Willen zu monumentalem Ausdruck, später  jedoch verstärkte sich in seinen Werken der Einfluss des Zopfstiles.
[[1759]] kehrte Wolfgang nach Salzburg zurück und wurde vom Erzbischof am 17. Jänner [[1760]] zum Hofbauverwalter bestellt und in den Rang eines hochfürstlichen [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Kammerdieners]] erhoben. Wolfgang erlangte jedoch nie die gleiche soziale Anerkennung wie seine jüngeren Brüder Johann Baptist und Johann Georg, die später beide in den Adelsstand erhoben werden sollten. Gleichzeitig gründete Wolfgang eine private Zeichen-Abendschule in Salzburg, in der er auch seinen jüngsten Bruder Johann Georg, der später ebenfalls Architekt und Baumeister wurde, unterrichtete. Wolfgangs erste Bauten, das sind die Kirche in [[Itter]] ([[1762]]) und die Kirche in Buchbach bei Mühldorf ([[1763]]), lassen bereits den neuen klassizistischen Baustil erkennen.
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Zwischen [[1764]] und [[1771]] arbeitete Wolfgang Hagenauer eng mit seinem Bruder, dem Bildhauer Johann Baptist von Hagenauer, welcher später Professor und Direktor der Graveurschule der Akademie der bildenden Künste in Wien wurde, zusammen. In dieser Zeit entstanden das [[Sigmundstor]] und die [[Marienstatue|Mariensäule]] auf dem [[Domplatz]] zu [[Salzburg]].
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Als hochfürstlicher Hofbaudirektor betreute er das gesamte Bauwesen des [[Erzstift Salzburg|Erzstiftes Salzburg]] und war mit seinem Cousin [[Kajetan Rupert Hagenauer]], besser bekannt als späterer Abt Dominikus von St. Peter, eng befreundet. So schuf er Kirchenbauten und Altäre, wie zum Beispiel in [[Hallein]], [[Mattsee]], [[Bergheim]], [[Elsbethen]] und in [[Matrei]] in [[Osttirol]] und [[Brixen im Thale]].
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Als hochfürstlicher Hofbaudirektor betreute Hagenauer das gesamte Bauwesen des [[Erzstift Salzburg|Erzstiftes Salzburg]] und war mit seinem Cousin [[Kajetan Rupert Hagenauer]], besser bekannt als späterer Abt Dominikus von St. Peter, eng befreundet. So schuf er Kirchenbauten und Altäre zum Beispiel in [[Hallein]], [[Mattsee]], [[Bergheim]], [[Elsbethen]], [[Matrei]] in [[Osttirol]] und in [[Brixen im Thale]].
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  Am [[16. Dezember]] [[1801]] starb Wolfgang Hagenauer im selben Jahr wie seine Frau in [[Salzburg]] und wurde am [[Petersfriedhof|Friedhof]] des [[Erzstift St. Peter|Stiftes St. Peter]] in der [[Hagenauergruft]] beerdigt. Abt Dominikus organisierte sowohl das Begräbnis als auch die Statue mit der von ihm verfassten Inschrift.
Am [[16. Dezember]] [[1801]] starb Wolfgang Hagenauer im selben Jahr wie seine Frau in [[Salzburg]] und wurde am [[Petersfriedhof|Friedhof]] des [[Erzstift St. Peter|Stiftes St. Peter]] in der [[Hagenauergruft]] beerdigt. Abt Dominikus organisierte sowohl das Begräbnis als auch die Statue mit der von ihm verfassten Inschrift.
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Wolfgang Hagenauer war zuerst von klassizistischer Formgebung geprägt, verbunden mit dem Willen zu monumentalem Ausdruck, später jedoch verstärkte sich in seinen Werken der Einfluss des Zopfstiles.
      
== Bauwerke ==
 
== Bauwerke ==
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