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==Fläche==
 
==Fläche==
Bayern hat eine Fläche von 70.551,57 km², ist also etwas kleiner als Österreich, aber fast zehnmal so groß wie das Bundesland Salzburg.
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Bayern hat eine Fläche von 70 551,57 km², ist also etwas kleiner als Österreich, aber fast zehnmal so groß wie das Bundesland Salzburg.
    
==Bevölkerung==
 
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====Bevölkerungszahl====
 
====Bevölkerungszahl====
Bayern hat mehr als 12 Millionen Einwohner, also um rund die Hälfte mehr als Österreich.
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Bayern hat 12,6 Millionen Einwohner, im Vergleich Österreich 8,5 Millionen (Zahlen 2012).
    
====Religionszugehörigkeit====
 
====Religionszugehörigkeit====
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==geschichtliche Salzburg-Bezüge==
 
==geschichtliche Salzburg-Bezüge==
   
'''Gemeinsame Geschichte bis 1328'''
 
'''Gemeinsame Geschichte bis 1328'''
    
Die Beziehungen Salzburgs zu Bayern gehen mehr als 2000 Jahre in die römische Zeit zurück. Der Verwaltungsbezirk von [[Iuvavum]] (Salzburg) umfasste auch das heute bayerische Gebiet östlich des Inn.
 
Die Beziehungen Salzburgs zu Bayern gehen mehr als 2000 Jahre in die römische Zeit zurück. Der Verwaltungsbezirk von [[Iuvavum]] (Salzburg) umfasste auch das heute bayerische Gebiet östlich des Inn.
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Ab dem 6. Jahrhundert gehörte der [[Salzburggau]] zum Herzogtum Bayern, ebenso der [[Pinzgau]] und der [[Pongau]] im Gebirge, die ab der Mitte des 7. Jhdt. bayerisch besiedelt wurden. Der [[Lungau]] war ursprünglich ein Teil Kärntens (Karantanien), das vom [[8. Jahrhundert]] bis [[976]] zum [[Herzogtum Bayern]] gehörte und in dieser Zeit teilweise bayerisch besiedelt wurde. Ab [[955]] besiedelten die Bayern auch das „Ostland“ (Niederösterreich) dauerhaft, das bis [[1156]] ein Teil des Herzogtums Bayern war.
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Ab dem [[6. Jahrhundert]] gehörte der [[Salzburggau]] zum Herzogtum Bayern, ebenso der [[Pinzgau]] und der [[Pongau]] im Gebirge, die ab der Mitte des [[7. Jahrhundert]] bayerisch besiedelt wurden. Der [[Lungau]] war ursprünglich ein Teil Kärntens (Karantanien), das vom [[8. Jahrhundert]] bis [[976]] zum [[Herzogtum Bayern]] gehörte und in dieser Zeit teilweise bayerisch besiedelt wurde. Ab [[955]] besiedelten die Bayern auch das „Ostland“ (Niederösterreich) dauerhaft, das bis [[1156]] ein Teil des Herzogtums Bayern war.
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Der Bayernherzog Theodo II. holte den heiligen [[Rupert]] [[696]] nach Salzburg und beauftragte ihn mit der Missionierung seiner Untertanen und der Organisation der bayerischen Kirche. Als Grundausstattung seines Klosters [[St. Peter]] erhielt Rupert vom Herzog etwa ein Drittel der [[Saline Reichenhall]]. Im frühen Mittelalter war die Reichenhaller Saline die leistungsfähigste im Ostalpenraum. Sie bildete über Jahrhunderte hinweg die wirtschaftliche Basis der Salzburger Kirche. Das kam auch durch den seit etwa [[755]] verwendeten deutschen Namen für Iuvavum zum Ausdruck: „Salzburg“ ist abgeleitet vom Salz aus den Reichenhaller Salinen und der Herzogsburg der Agilolfinger auf dem Festungsberg.
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Der Bayernherzog [[Theodo II.]] holte den heiligen [[Rupert]] [[696]] nach Salzburg und beauftragte ihn mit der Missionierung seiner Untertanen und der Organisation der bayerischen Kirche. Als Grundausstattung seines Klosters [[Erzabtei St. Peter|St. Peter]] erhielt Rupert vom Herzog etwa ein Drittel der [[Saline Reichenhall]]. Im frühen [[Mittelalter]] war die Reichenhaller Saline die leistungsfähigste im [[Ostalpen]]raum. Sie bildete über Jahrhunderte hinweg die wirtschaftliche Basis der Salzburger Kirche. Das kam auch durch den seit etwa [[755]] verwendeten deutschen Namen für Iuvavum zum Ausdruck: „Salzburg“ ist abgeleitet vom Salz aus den Reichenhaller Salinen und der Herzogsburg der Agilolfinger auf dem [[Nonnberg]].
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Der bayerische Herzog Arnulf (911-937) ließ [[916]] in Salzburg Münzen nach [[Regensburg]]er Vorbild prägen. Es war die erste Münzprägung auf heute österreichischem Territorium.
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Der bayerische Herzog Arnulf (*911, † 937) ließ [[916]] in der [[Salzburger Münze]] Münzen nach [[Regensburg]]er Vorbild prägen. Es war die erste Münzprägung auf heute österreichischem Territorium.
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Der bayerische Herzog Heinrich wurde zum deutschen König gewählt und schenkte im Jahr 1002 Erzbischof Hartwig als Dank für seine Unterstützung umfangreichen Besitz im Lungau.
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Der bayerische Herzog Heinrich wurde zum deutschen König gewählt und schenkte im Jahr [[1002]] Erzbischof [[Hartwig]] als Dank für seine Unterstützung umfangreichen Besitz im [[Lungau]].
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Erzbischof [[Konrad III. von Wittelsbach]] war der erste Kardinal und päpstliche Legat in Salzburg. Er begann [[1177]] mit dem Bau des romanischen Doms.
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Erzbischof [[Konrad III. von Wittelsbach]] war der erste Kardinal und päpstliche Legat in Salzburg. Er begann [[1177]] mit dem Bau des romanischen Doms, den [[Salzburger Dom#Geschichte|Hartwig-Dom]].
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Otto, der Bruder des Salzburger Erzbischofs Konrad III., wurde 1180 als erster [[Wittelsbacher]]-Herzog von Bayern.
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Otto, der Bruder des Salzburger Erzbischofs [[Konrad III. von Wittelsbach]], wurde 1180 als erster [[Wittelsbacher]]-Herzog von Bayern.
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Erzbischof [[Adalbert II.]] zerstörte 1196 die Salinenstadt Reichenhall, die erzbischöfliche Saline Hallein konnte daraufhin die Marktführerschaft im Salzhandel übernehmen.
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Erzbischof [[Adalbert II.]] zerstörte [[1196]] die Salinenstadt Reichenhall, die erzbischöfliche [[Saline Hallein]] konnte daraufhin die Marktführerschaft im [[Salzhandel]] übernehmen.
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Nach dem Aussterben der [[Grafen von Peilstein]] (ca.1218) entbrannte ein über Jahrzehnte dauernder Kampf zwischen dem bayerischen Herzog und dem Salzburger Erzbischof um die Herrschaft über die Salinenstadt Reichenhall, den sie mit einem regelrechten „Burgenkrieg“  ausfochten. Im Jahr 1262 entschied Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern den Kampf für sich, er zerstörte die erzbischöflichen Burgen [[Kirchberg]], [[Amerang]] und [[Vager]] im Reichenhaller Tal.
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Nach dem Aussterben der [[Grafen von Peilstein]] (um 1218) entbrannte ein über Jahrzehnte dauernder Kampf zwischen dem bayerischen Herzog und dem Salzburger Erzbischof um die Herrschaft über die Salinenstadt Reichenhall, den sie mit einem regelrechten „Burgenkrieg“  ausfochten. Im Jahr 1262 entschied Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern den Kampf für sich, er zerstörte die erzbischöflichen Burgen [[Kirchberg]], [[Amerang]] und [[Vager]] im Reichenhaller Tal.
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Die Erzbischöfe waren bestrebt, ein geschlossenes Herrschaftsgebiet zu schaffen, was durch den Erwerb von Grafschaften und Hochgerichtsbezirken geschah. Salzburg hatte unter anderem [[1213]] alle Rechte im [[Lungau]] erworben und den [[Pinzgau]], der zuvor ein an den Bayernherzog vergebenes Lehen war, [[1228]] erhalten. Nachdem [[1229]] die [[Grafen von Lebenau]] ausgestorben waren, konnte sich der Salzburger Erzbischof Eberhard II. deren Grafschaft sichern. Mit dem Aussterben der Grafen von Plain im Jahre 1260 fiel ihr Herrschaftsgebiet schließlich an die Nachfolger Eberhards. Damit verfügten die Salzburger Erzbischöfe über ein verhältnismäßig großes geschlossenes Herrschaftsgebiet. Mit der weitgehenden Anerkennung der Grenzen der erzbischöflichen Besitzungen durch den Bayernherzog im Jahr [[1275]] war eine wichtige Vorraussetzung für die Landeswerdung Salzburgs geschaffen. 1297 verkauften die Herzöge von Bayern das [[Gasteiner Tal]] an Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]]
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Die Erzbischöfe waren bestrebt, ein geschlossenes Herrschaftsgebiet zu schaffen, was durch den Erwerb von Grafschaften und Hochgerichtsbezirken geschah. Salzburg hatte unter anderem [[1213]] alle Rechte im Lungau erworben und den [[Pinzgau]], der zuvor ein an den Bayernherzog vergebenes Lehen war, [[1228]] erhalten. Nachdem [[1229]] die [[Grafen von Lebenau]] ausgestorben waren, konnte sich der Salzburger Erzbischof [[Eberhard II. von Regensburg]] deren Grafschaft sichern. Mit dem Aussterben der [[Grafen von Plain]] im Jahre [[1260]] fiel ihr Herrschaftsgebiet schließlich an die Nachfolger Eberhards. Damit verfügten die Salzburger Erzbischöfe über ein verhältnismäßig großes geschlossenes Herrschaftsgebiet. Mit der weitgehenden Anerkennung der Grenzen der erzbischöflichen Besitzungen durch den Bayernherzog im Jahr [[1275]] war eine wichtige Voraussetzung für die Landeswerdung Salzburgs geschaffen. [[1297]] verkauften die Herzöge von Bayern das [[Gasteiner Tal]] an Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]].
    
Die Erzbischöfe waren zwar Reichsfürsten, aber ihr Herrschaftsgebiet galt immer noch als ein Teil des Herzogtums Bayern. Als Erzbischof [[Friedrich III.]] [[1328]] eine eigene Landesordnung erließ, löste er damit seine Besitzungen vom Mutterland Bayern. Aus Salzburg war ein eigenständiges Land innerhalb des „[[Reich#Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]]" geworden. In einer [[1342]] ausgestellten Urkunde sprach Erzbischof [[Heinrich von Pirnbrunn]] erstmals von seinem „Land“.
 
Die Erzbischöfe waren zwar Reichsfürsten, aber ihr Herrschaftsgebiet galt immer noch als ein Teil des Herzogtums Bayern. Als Erzbischof [[Friedrich III.]] [[1328]] eine eigene Landesordnung erließ, löste er damit seine Besitzungen vom Mutterland Bayern. Aus Salzburg war ein eigenständiges Land innerhalb des „[[Reich#Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]]" geworden. In einer [[1342]] ausgestellten Urkunde sprach Erzbischof [[Heinrich von Pirnbrunn]] erstmals von seinem „Land“.
      
'''Bayern und Salzburg als Nachbarn'''
 
'''Bayern und Salzburg als Nachbarn'''
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Spätestens seit dem [[12. Jahrhundert]] wurde Holz aus den so genannten [[Bayerischen Saalforste]]zur [[Saline Reichenhall]] getriftet. Die im salzburgischen Pinzgau gelegenen Wälder gehörten seit alters her den Salinenbetreibern und ab Anfang des 16. Jahrhunderts dem bayerischen Staat.
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Spätestens seit dem [[12. Jahrhundert]] wurde [[Holz]] aus den so genannten [[Bayerische Saalforste|Bayerischen Saalforste]] zur Saline Reichenhall [[Holztrift|getriftet]]. Die im salzburgischen Pinzgau gelegenen Wälder gehörten seit alters her den Salinenbetreibern und ab Anfang des [[16. Jahrhundert]]s dem bayerischen Staat. Kaiser Ludwig der Bayer ordnete [[1333]] an, dass das Salz aus [[Hallein]] nur mehr zu Wasser transportiert werden dürfe. [[Laufen]] gewann damit als Schifferstadt an Bedeutung. Kaiser Maximilian I. ließ das Heilige Römische Reich Deutscher Nation im Jahr [[1500]] in so genannte Reichskreise einteilen. Das [[Erzstift Salzburg]] gehörte daraufhin bis [[1806]] zum Bayerischen Reichskreis.  
Kaiser Ludwig der Bayer ordnete 1333 an, dass das Salz aus Hallein nur mehr zu Wasser transportiert werden dürfe. [[Laufen]] gewann damit als Schifferstadt an Bedeutung.
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Kaiser Maximilian I. ließ das Heilige Römische Reich Deutscher Nation im Jahr [[1500]] in so genannte Reichskreise einteilen. Das [[Erzstift Salzburg]] gehörte daraufhin bis [[1806]] zum Bayerischen Reichskreis.  
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Herzog Ludwig X. von Bayern kam [[1525]] dem von aufständischen Bauern belagerten Erzbischof [[Matthäus Lang]] mit Militär zu Hilfe.  
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Herzog Ludwig X. von Bayern kam [[1525]] dem von aufständischen Bauern belagerten Erzbischof [[Matthäus Lang]] mit Militär zu Hilfe. Im [[1529]] geschlossenen [[Vertrag von Mühldorf]] vereinbarten Erzbischof Matthäus Lang und der bayerische Herzog die Holznutzungsrechte der Reichenhaller Saline im Pinzgau.  
Im 1529 geschlossenen [[Vertrag von Mühldorf]] vereinbarten Erzbischof Matthäus Lang und der bayerische Herzog die Holznutzungsrechte der Reichenhaller Saline im Pinzgau.
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[[1540]] wurde Herzog [[Ernst von Bayern]] zum [[Erzbischof von Salzburg]] gewählt.
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Im Jahr [[1583]] wurde ein [[Konkordat]] über kirchliche Angelegenheiten zwischen Bayern und dem Erzbistum Salzburg sowie den  Suffraganbistümern geschlossen.
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[[1540]] wurde [[Ernst Herzog von Bayern]] zum [[Erzbischof]] von Salzburg gewählt.
Zwischen Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]]  und Herzog Maximilian I. von Bayern entbrannte [[1611]] der so genannte „[[Salzkrieg]]“ um die Dominanz im Salzhandel. Dieser Konflikt wurde mit gegenseitigen Wirtschaftsboykotten, Lebensmittel-Embargos und militärischen Operationen ausgetragen. Bayern konnte schließlich den Salzhandel zu seinen Gunsten steuern, nachdem Maximilian als Sieger aus dem Salzkrieg hervorgegangen war.  
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Im Jahr [[1583]] wurde ein [[Konkordat]] über kirchliche Angelegenheiten zwischen Bayern und dem Erzbistum Salzburg sowie den  [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümern]] geschlossen.
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Der bayerische Kurfürst Maximilian I. flüchtete im April [[1648]] aus München vor den anrückenden Schweden und Franzosen nach Salzburg, wo er von Fürsterzbischof [[Paris Lodron]] aufgenommen wurde. [[Wolfgang Amadeus Mozart]]s Oper „La finta giardiniera“ wurde [[1775]] in [[München]] uraufgeführt, sechs Jahre später auch die Oper „Idomeneo“.
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Zwischen Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] und Herzog Maximilian I. von Bayern entbrannte [[1611]] der so genannte „[[Salzkrieg 1611|Salzkrieg]]“ um die Dominanz im Salzhandel. Dieser Konflikt wurde mit gegenseitigen Wirtschaftsboykotten, Lebensmittel-Embargos und militärischen Operationen ausgetragen. Bayern konnte schließlich den Salzhandel zu seinen Gunsten steuern, nachdem Maximilian als Sieger aus dem Salzkrieg hervorgegangen war.  
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Der [[Salinen-Hauptvertrag]] zwischen Bayern und Salzburg ([[1781]]) regelte Angelegenheiten des [[Salz]]abbaus und des Holzbezuges.
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Der bayerische Kurfürst Maximilian I. flüchtete im April [[1648]] aus München vor den anrückenden Schweden und Franzosen nach Salzburg, wo er von Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] aufgenommen wurde. [[Wolfgang Amadeus Mozart]]s Oper „La finta giardiniera“ wurde [[1775]] in [[München]] uraufgeführt, sechs Jahre später auch die Oper „Idomeneo“.
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Die Stadt [[Mühldorf]] fiel [[1802]] an Bayern, nachdem sie zuvor fast 900 Jahre dem Salzburger Erzbischof gehörte.
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Der [[Salinen-Hauptvertrag]] zwischen Bayern und Salzburg ([[1781]]) regelte Angelegenheiten des [[Salz]]<nowiki>abbaus</nowiki> und des Holzbezuges.
Das [[Fürsterzbistum Salzburg]] wurde durch den Reichsdeputationshauptschluss ([[1803]]) in ein weltliches Kurfürstentum umgewandelt. Der frühere Großherzog von Toskana, [[Ferdinand III. von Toskana|Ferdinand III.]], ein Bruder [[Franz II.|Kaiser Franz' II.]], trat nun die Regierung in Salzburg an. Zu seinem räumlich aufgesplitterten Kurfürstentum gehörten neben Salzburg noch weitere säkularisierte Länder wie [[Berchtesgaden]], ein Teil von [[Passau]] und [[Eichstätt]] (alle heute Bayern), die ehedem geistliche Fürstentümer waren. Dieses Staatsgebilde bestand bis [[1806]].
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Das [[Reich#Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich Deutscher Nation“, dem Salzburg und Bayern angehörten, wurde [[1806]] aufgelöst.
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Die Stadt [[Mühldorf am Inn]] fiel [[1802]] an Bayern, nachdem sie zuvor fast 900 Jahre dem Salzburger Erzbischof gehörte. Das [[Fürsterzbistum Salzburg]] wurde durch den Reichsdeputationshauptschluss ([[1803]]) in ein weltliches Kurfürstentum umgewandelt. Der frühere Großherzog von Toskana, [[Ferdinand III. von Toskana|Ferdinand III.]], ein Bruder [[Franz II.|Kaiser Franz' II.]], trat nun die Regierung in Salzburg an. Zu seinem räumlich aufgesplitterten Kurfürstentum gehörten neben Salzburg noch weitere säkularisierte Länder wie [[Berchtesgaden]], ein Teil von [[Passau]] und [[Eichstätt]] (alle heute Bayern), die ehedem geistliche Fürstentümer waren. Dieses Staatsgebilde bestand bis [[1806]].
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Das „[[Reich#Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich Deutscher Nation]]“, dem Salzburg und Bayern angehörten, wurde [[1806]] aufgelöst.
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'''Salzburg als Teil des Königreichs Bayern 1810-1816'''
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'''Salzburg als Teil des Königreichs Bayern 1810 - 1816'''
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Das [[Land Salzburg]] kam am 19. September [[1810]] zusammen mit der ehemaligen [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] an das Königreich Bayern. Der [[Salzachkreis]] war einer der neun bayerischen Verwaltungsbezirke, der neben altbayerischen Gebieten das Land Salzburg, einen Teil Oberösterreichs (darunter das südliche Innviertel) und das Landgericht Kitzbühel in Tirol umfasste. Geführt wurde die Verwaltung des Salzachkreises vom Generalgouverneur Kronprinz [[Ludwig von Bayern]], dem späteren König Ludwig I., welcher auf [[Schloss Mirabell]] in Salzburg, der Hauptstadt des Salzachkreises, residierte.  
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Das [[Land Salzburg]] kam am [[19. September]] [[1810]] zusammen mit der ehemaligen [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] an das Königreich Bayern. Der [[Salzachkreis]] war einer der neun bayerischen Verwaltungsbezirke, der neben altbayerischen Gebieten das Land Salzburg, einen Teil [[Oberösterreich]]s (darunter das südliche Innviertel) und das Landgericht Kitzbühel in Tirol umfasste. Geführt wurde die Verwaltung des Salzachkreises vom Generalgouverneur Kronprinz [[Ludwig von Bayern]], dem späteren König Ludwig I., welcher auf [[Schloss Mirabell]] in Salzburg, der Hauptstadt des Salzachkreises, residierte.  
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Die neue Staatszugehörigkeit und die damit verbundenen einschneidenden Veränderungen wurden aber vor allem von der Bevölkerung im Gebirge abgelehnt. Diese projizierte ihren Reichspatriotismus auf den österreichischen Kaiser Franz I., der zuvor als Franz II. Kaiser des 1806 untergegangenen „Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation“ gewesen war. Zudem hatten in der österreichischen Zeit von [[1806]] bis [[1809]] die Behörden im Land selbst kaum Veränderungen vorgenommen. Die Beibehaltung des so genannten „alten Herkommens“ war den Bauern weitaus lieber als die Reformflut der bayerischen Verwaltung.  In der Stadt Salzburg machten sich die Bayern unter anderem durch die Auflösung der [[Landstände]] und der [[Universität]] unbeliebt. Dabei dürfte der Anschluss an Bayern anfangs im Flachen Land weitgehend akzeptiert und in der Stadt sogar begrüßt worden sein. In der Stadt Salzburg waren nämlich private Transparente mit Aufschriften wie etwa „Retour nach Baiern“ zu lesen und die Salzburger Zeitung erblickte den Tag, „...wo uns der Zeitenlauf wieder zu dem alten Vaterhause bringt, dem wir einst angehörten“. Die rücksichtslose Durchsetzung der Reformen im Sinne des Grafen Montgelas  jedoch ließ die Sympathie für den Verbleib bei Bayern drastisch schwinden. Ziel des zentralistischen Staates war es, durch die vollständige Löschung der alten Strukturen und jeglicher Eigenart, ein nur nach verwaltungstechnischen Gesichtspunkten  gestaltetes Land zu schaffen. Den Salzburgern drohte damit der Verlust ihrer Identität.
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Die neue Staatszugehörigkeit und die damit verbundenen einschneidenden Veränderungen wurden aber vor allem von der Bevölkerung im Gebirge abgelehnt. Diese projizierte ihren Reichspatriotismus auf den österreichischen Kaiser Franz I., der zuvor als Franz II. Kaiser des 1806 untergegangenen „Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation“ gewesen war. Zudem hatten in der österreichischen Zeit von [[1806]] bis [[1809]] die Behörden im Land selbst kaum Veränderungen vorgenommen. Die Beibehaltung des so genannten „alten Herkommens“ war den Bauern weitaus lieber als die Reformflut der bayerischen Verwaltung.  In der Stadt Salzburg machten sich die Bayern unter anderem durch die Auflösung der [[Salzburger Landstände]] und der [[Universität]] unbeliebt. Dabei dürfte der Anschluss an Bayern anfangs im ''Flachen Land'' weitgehend akzeptiert und in der Stadt sogar begrüßt worden sein. In der Stadt Salzburg waren nämlich private Transparente mit Aufschriften wie etwa „''Retour nach Baiern''“ zu lesen und die [[Salzburger Zeitung]] erblickte den Tag, „''...wo uns der Zeitenlauf wieder zu dem alten Vaterhause bringt, dem wir einst angehörten''“. Die rücksichtslose Durchsetzung der Reformen im Sinne des Grafen Montgelas  jedoch ließ die Sympathie für den Verbleib bei Bayern drastisch schwinden. Ziel des zentralistischen Staates war es, durch die vollständige Löschung der alten Strukturen und jeglicher Eigenart, ein nur nach verwaltungstechnischen Gesichtspunkten  gestaltetes Land zu schaffen. Den Salzburgern drohte damit der Verlust ihrer Identität.
 
   
 
   
In den folgenden Jahren erfolgten der Ausbau von Straßen, die Einführung der staatlichen Post und Neuerungen in der Landwirtschaft. Das Schul- und Bildungswesen und die medizinische Versorgung wurden verbessert. Schwere Belastungen für die Bevölkerung aber stellten die Erhöhung von Steuern und Abgaben sowie die Truppenaushebungen dar. Trotz der kriegerischen Ereignisse kümmerte man sich um kulturelle Angelegenheiten: Die Bayerische Akademie der Wissenschaften begann [[1815]] mit der Ausgrabung der bekannten römischen [[Palastvilla in Loig]].  
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In den folgenden Jahren erfolgten der Ausbau von Straßen, die Einführung der staatlichen Post und Neuerungen in der Landwirtschaft. Das Schul- und Bildungswesen und die medizinische Versorgung wurden verbessert. Schwere Belastungen für die Bevölkerung aber stellten die Erhöhung von Steuern und Abgaben sowie die Truppenaushebungen dar. Trotz der kriegerischen Ereignisse kümmerte man sich um kulturelle Angelegenheiten: Die Bayerische Akademie der Wissenschaften begann [[1815]] mit der Ausgrabung der bekannten [[Römer|römischen]] [[Palastvilla in Loig]].  
    
Nachdem sich Bayern dem Bündnis von [[Deutschland#Preußen|Preußen]], [[Russland]] und Österreich gegen [[Napoleon]] angeschlossen hatte, forderte Österreich das Salzburger Land und seine anderen ehemaligen Gebiete zurück. Nach langwierigen Verhandlungen zwischen Kaiser Franz I. und Kronprinz Ludwig in Wien verzichtete Bayern schließlich auf Salzburg. Vor der Übergabe an Österreich aber wurde das Land noch ausgeplündert. Öffentliche Gebäude und Staatsbesitz verkaufte man und die ohnehin nur noch wenigen vorhandenen Kunstschätze wurden nach München gebracht.
 
Nachdem sich Bayern dem Bündnis von [[Deutschland#Preußen|Preußen]], [[Russland]] und Österreich gegen [[Napoleon]] angeschlossen hatte, forderte Österreich das Salzburger Land und seine anderen ehemaligen Gebiete zurück. Nach langwierigen Verhandlungen zwischen Kaiser Franz I. und Kronprinz Ludwig in Wien verzichtete Bayern schließlich auf Salzburg. Vor der Übergabe an Österreich aber wurde das Land noch ausgeplündert. Öffentliche Gebäude und Staatsbesitz verkaufte man und die ohnehin nur noch wenigen vorhandenen Kunstschätze wurden nach München gebracht.
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Durch den [[Münchner Vertrag]]  fiel das Land Salzburg am [[1. Mai 1816]] an [[Österreich]] – allerdings nicht zur Gänze: Mit den Ämtern [[Waging]], [[Tittmoning]], [[Laufen]] und [[Teisendorf]] auf der linken Seite von [[Salzach]] und [[Saalach]] blieb das Gebiet des heutigen [[Rupertiwinkel]]s bei Bayern.
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Durch den [[Münchner Vertrag]]  fiel das Land Salzburg am [[1. Mai]] [[1816]] an [[Österreich]] – allerdings nicht zur Gänze: Mit den Ämtern [[Waging am See|Waging]], [[Tittmoning]], Laufen und [[Teisendorf]] auf der linken Seite von [[Salzach]] und [[Saalach]] blieb das Gebiet des heutigen [[Rupertiwinkel]]s bei Bayern.
 
   
 
   
   
'''Befreundete Nachbarn seit dem 19. Jahrhundert'''
 
'''Befreundete Nachbarn seit dem 19. Jahrhundert'''
 
   
 
   
Salzburg und Bayern gehörten dem [[1815]] gegründeten „Deutschen Bund“ ([[1866]] aufgelöst) an. der unter der Führung Österreichs stand.
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Salzburg und Bayern gehörten dem [[1815]] gegründeten „Deutschen Bund“ ([[1866]] aufgelöst) an, der unter der Führung Österreichs stand.
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Die [[Salinenkonvention]] zwischen dem Königreich Bayern und dem Kaisertum Österreich gilt als der älteste noch geltende Staatsvertrag Europas. Sie wurde am [[18. März 1829]] unterzeichnet und regelt die Holznutzungsrechte der Saline Reichenhall im Gebiet der [[Bayerischen Saalforste]] im salzburgischen [[Pinzgau]].
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Die [[Salinenkonvention]] zwischen dem Königreich Bayern und dem Kaisertum Österreich gilt als der älteste noch geltende Staatsvertrag Europas. Sie wurde am [[18. März]] [[1829]] unterzeichnet und regelt die Holznutzungsrechte der Saline Reichenhall im Gebiet der Bayerischen Saalforste im salzburgischen Pinzgau.
    
Das von dem Münchener Bildhauer [[Ludwig Schwanthaler]] geschaffene [[Mozart-Denkmal]] wurde [[1842]] in Salzburg aufgestellt. König Ludwig I. von Bayern beteiligte sich an der Finanzierung.
 
Das von dem Münchener Bildhauer [[Ludwig Schwanthaler]] geschaffene [[Mozart-Denkmal]] wurde [[1842]] in Salzburg aufgestellt. König Ludwig I. von Bayern beteiligte sich an der Finanzierung.
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Die Eröffnung der Eisenbahnstrecke [[München]]–[[Salzburg]]–[[Wien]] konnte [[1860]] gefeiert werden. Der österreichische Streckenteil wurde „[[Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]]“ (nach der aus Bayern stammenden Kaiserin) genannt.  
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Die Eröffnung der Eisenbahnstrecke [[München]]–Salzburg–[[Wien]] konnte [[1860]] gefeiert werden. Der österreichische Streckenteil wurde „[[Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]]“ (nach der aus Bayern stammenden Kaiserin [[Elisabeth von Österreich]]) genannt.  
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Von [[1853]] bis [[1866]], in einer Zeit der politischen Annäherung zwischen Bayern und Österreich, bestand an der Landesgrenze ein Gemeinschaftszollamt beim Röhrenwirt in der Ortschaft [[Walserberg]] auf der österreichischen Seite. In jenen Jahren gab es auch schon einen Transitverkehr durch das spätere „[[Kleine deutsche Eck]]“ zwischen dem Walserberg und [[Melleck]] ([[Steinpass]]).
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Von [[1853]] bis [[1866]], in einer Zeit der politischen Annäherung zwischen Bayern und Österreich, bestand an der Landesgrenze ein Gemeinschaftszollamt beim [[Röhrenwirt]] in der Ortschaft [[Walserberg]] auf der österreichischen Seite. In jenen Jahren gab es auch schon einen Transitverkehr durch das spätere „[[Kleines Deutsches Eck|Kleine deutsche Eck]]“ zwischen dem Walserberg und [[Melleck]] ([[Steinpass]]).
 
   
 
   
 
Beim „[[Deutschen Krieg]]“ von [[1866]] zwischen Österreich und Preußen um die Vorherrschaft in Deutschland stand Bayern auf der Seite Österreichs. Nach der Niederlage Österreichs (Königgrätz) näherte sich Bayern an Preußen an und wurde [[1871]] Teil des neuen „Deutschen Reiches“. Österreich wurde [[1867]] in Österreich-Ungarn umgewandelt.
 
Beim „[[Deutschen Krieg]]“ von [[1866]] zwischen Österreich und Preußen um die Vorherrschaft in Deutschland stand Bayern auf der Seite Österreichs. Nach der Niederlage Österreichs (Königgrätz) näherte sich Bayern an Preußen an und wurde [[1871]] Teil des neuen „Deutschen Reiches“. Österreich wurde [[1867]] in Österreich-Ungarn umgewandelt.
 
   
 
   
König Ludwig III. (* 1845, † 1921, regierte von 1912/13 bis 1918) war angesichts der Revolution in Bayern nach [[Schloss Anif]] bei Salzburg geflüchtet. Dort entband er am 12. November [[1918]] die bayerischen Beamten, Offiziere und Soldaten von dem auf ihn geleisteten Treueeid und ließ am 13. November die [[Anifer Erklärung]] durch die neue bayerische Regierung veröffentlichen.  
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König Ludwig III. (* 1845, † 1921, regierte von 1912/13 bis 1918) war angesichts der Revolution in Bayern nach [[Schloss Anif]] bei Salzburg geflüchtet. Dort entband er am [[12. November]] [[1918]] die bayerischen Beamten, Offiziere und Soldaten von dem auf ihn geleisteten Treueeid und ließ am [[13. November]] die [[Anifer Erklärung]] durch die neue bayerische Regierung veröffentlichen.  
    
Der Münchner Komponist und Dirigent [[Richard Strauss]] war [[1920]] einer der Mitbegründer der [[Salzburger Festspiele]].  
 
Der Münchner Komponist und Dirigent [[Richard Strauss]] war [[1920]] einer der Mitbegründer der [[Salzburger Festspiele]].  
Durch den so genannten „[[Anschluss]]“ Östereichs an das [[[nationalsozialistische Deutsche Reich]] im Jahre [[1938]] gehörten Salzburg und Bayern zum selben Staat bis [[1945]].
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Durch den so genannten „[[Anschluss]]“ Österreichs an das [[[Nationalsozialismus|nationalsozialistische Deutsche Reich]] im Jahre [[1938]] gehörten Salzburg und Bayern zum selben Staat bis [[1945]].
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Die Salinenkonvention von 1829 wurde 1958 durch einen neuen Vertrag bestätigt.
 
Die Salinenkonvention von 1829 wurde 1958 durch einen neuen Vertrag bestätigt.
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Die gemeinsame [[bayerisch-salzburgische Landesaustellung]] „[[Die Bajuwaren]]“ fand [[1988]] in [[Mattsee]] und [[Rosenheim]] statt.
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Die gemeinsame [[bayerisch-salzburgische Landesaustellung]] „[[Die Bajuwaren]]“ fand [[1988]] in [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] und Rosenheim statt.
1995 wurde die EuRegio Salzburg Berchtesgadener Land Traunstein gegründet.  
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1995 wurde die [[EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein]] gegründet.  
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Nach dem [[1995]] erfolgten Beitritt Österreichs zur [[Europäischen Union]] wurden die Grenzkontrollen zwischen Salzburg und Bayern im Jahre [[1998]] aufgehoben.  
 
Nach dem [[1995]] erfolgten Beitritt Österreichs zur [[Europäischen Union]] wurden die Grenzkontrollen zwischen Salzburg und Bayern im Jahre [[1998]] aufgehoben.  
 
   
 
   
   
'''Kirchliche Bezüge 696 - 1816'''
 
'''Kirchliche Bezüge 696 - 1816'''
    
[[Rupert von Worms]], der Gründer der [[Salzburger Kirche]] ([[696]]) und erfolgreichster Missionar im Herzogtum Bayern gilt als „Apostel der Bayern“. Der Überlieferung  nach hat er den bayerischen Herzog Theodo II. in Regensburg getauft.
 
[[Rupert von Worms]], der Gründer der [[Salzburger Kirche]] ([[696]]) und erfolgreichster Missionar im Herzogtum Bayern gilt als „Apostel der Bayern“. Der Überlieferung  nach hat er den bayerischen Herzog Theodo II. in Regensburg getauft.
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Die [[739]] gegründete Diözese Salzburg wurde [[798]] zum [[Erzdiözese Salzburg|Erzbistum]] erhoben und war damit zum Mittelpunkt der neuen bairischen Kirchenprovinz ([[Salzburger Kirchenprovinz]]) geworden. Dem Erzbistum Salzburg unterstanden die Suffraganbistümer [[Regensburg]], [[Passau]], [[Freising]] und [[Brixen|Säben (Brixen)]]. Die Salzburger Kirchenprovinz deckte damit fast das gesamte Gebiet des Herzogtums Bayern ab. Die [[Erzdiözese Salzburg]] selbst umfasste auch Gebiete im heutigen Bayern. Von [[1816]] bis [[1822]] wurden die Diözesangrenzen an die Staatsgrenzen angeglichen. Der [[Rupertiwinkel]] und das bayerische Gebiet östlich des Inns, die seit jeher kirchlich zur Erzdiözese Salzburg gehört hatten, fielen nun in die Zuständigkeit des Erzbistums München-Freising.  
 
Die [[739]] gegründete Diözese Salzburg wurde [[798]] zum [[Erzdiözese Salzburg|Erzbistum]] erhoben und war damit zum Mittelpunkt der neuen bairischen Kirchenprovinz ([[Salzburger Kirchenprovinz]]) geworden. Dem Erzbistum Salzburg unterstanden die Suffraganbistümer [[Regensburg]], [[Passau]], [[Freising]] und [[Brixen|Säben (Brixen)]]. Die Salzburger Kirchenprovinz deckte damit fast das gesamte Gebiet des Herzogtums Bayern ab. Die [[Erzdiözese Salzburg]] selbst umfasste auch Gebiete im heutigen Bayern. Von [[1816]] bis [[1822]] wurden die Diözesangrenzen an die Staatsgrenzen angeglichen. Der [[Rupertiwinkel]] und das bayerische Gebiet östlich des Inns, die seit jeher kirchlich zur Erzdiözese Salzburg gehört hatten, fielen nun in die Zuständigkeit des Erzbistums München-Freising.  
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Innerhalb der Erzdiözese Salzburg existierte von [[1215]] bis [[1817]] das Salzburger [[Eigenbistum Chiemsee]]. Der Sitz der [[Bischöfe von Chiemsee]] war das [[Augustiner-Chorherrenstift Herrenwörth]] auf der [[Herreninsel]] im [[Chiemsee]]. Sie waren die Weihbischöfe der Salzburger Erzbischöfe und hatten deshalb in Salzburg eine ständige Residenz, den [[Chiemseehof]]. Das [[Bistum Chiemsee]] umfasste nur zehn Pfarreien westlich und südlich des Chiemsees: [[Herrenchiemsee]], [[Prien]], Eggstätt, Söllhuben und Grassau in Bayern, [[Söll]], [[Kirchdorf]], [[St. Johann]], [[Brixen im Thale]] und [[St. Ulrich am Pillersee]] in [[Tirol]].
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Innerhalb der Erzdiözese Salzburg existierte von [[1215]] bis [[1817]] das Salzburger [[Eigenbistum Chiemsee]]. Der Sitz der [[Bischöfe von Chiemsee]] war das [[Augustiner-Chorherrenstift Herrenwörth]] auf der [[Herreninsel]] im [[Chiemsee]]. Sie waren die [[Weihbischof|Weihbischöfe]] der Salzburger Erzbischöfe und hatten deshalb in Salzburg eine ständige Residenz, den [[Chiemseehof]]. Das [[Bistum Chiemsee]] umfasste nur zehn Pfarreien westlich und südlich des Chiemsees: [[Herrenchiemsee]], [[Prien]], Eggstätt, Söllhuben und Grassau in Bayern, [[Söll]], [[Kirchdorf]], [[Sankt Johann in Tirol]], [[Brixen im Thale]] und [[Sankt Ulrich am Pillersee]] in [[Tirol]].
 
    
 
    
   
'''Literatur und Quellen für den Abschnitt: Geschichtliche Salzburg-Bezüge'''
 
'''Literatur und Quellen für den Abschnitt: Geschichtliche Salzburg-Bezüge'''
 
   
 
   
*Dannheimer/Dopsch: Die Bajuwaren, Katalog Landesausstellung des Freistaates Bayern und des Landes Salzburg 198
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* [[Hermann Dannheimer|Dannheimer, Hermann]]/[[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]: ''Die Bajuwaren'', Katalog Landesausstellung des Freistaates Bayern und des Landes Salzburg 1988
*[[Heinz Dopsch]]: Kleine Geschichte Salzburgs, Salzburg 2001
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* Dopsch, Heinz: ''Kleine Geschichte Salzburgs'', Salzburg 2001
*Dopsch/[[Hans Spatzenegger (Publizist)|Spatzenegger]: Geschichte Salzburgs, Band I/1, Salzburg 1999
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* Dopsch, Heinz /[[Hans Spatzenegger (Publizist)|Spatzenegger, Hans]]: ''Geschichte Salzburgs'', Band I/1, Salzburg 1999
*[[Euregio|EuRegio Salzburg − Berchtesgadener Land - Traunstein]]: Heimat mit Geschichte und Zukunft, 2004
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*[[Euregio|EuRegio Salzburg − Berchtesgadener Land - Traunstein]]: ''Heimat mit Geschichte und Zukunft'', 2004
*Karl Hausberger/Benno Hubensteiner: Bayerische Kirchengeschichte, München 1987
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* Hausberger, Karl/Hubensteiner, Benno: ''Bayerische Kirchengeschichte'', München 1987
*Haus der Bayerischen Geschichte (Hg.): VERBÜNDET VERFEINDET VERSCHWÄGERT – Bayern und Österreich, Katalog Bayerisch-Oberösterreichische Landesausstellung 2012
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* Haus der Bayerischen Geschichte (Hg.): ''Verbündet, verfeindet, verschwägert – Bayern und Österreich'', Katalog Bayerisch-Oberösterreichische Landesausstellung 2012
*[[Andreas Hirsch]]: Von Salzburg „retour nach Baiern“, Der Rupertiwinkel fiel vor 200 Jahren an das bayerische Königreich zurück, Heimatblätter Nr.9, 2010
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* [[Andreas Hirsch|Hirsch, Andreas]]: ''Von Salzburg „retour nach Baiern“, Der Rupertiwinkel fiel vor 200 Jahren an das bayerische Königreich zurück'', Heimatblätter Nr.9, 2010
*Benno Hubensteiner: Bayerische Geschichte, München 1977
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* Hubensteiner, Benno : ''Bayerische Geschichte'', München 1977
*Koller/Rumschöttel (Hg.): Vom Salzachkreis zur EuRegio, Bayern und Salzburg im 19. und 20. Jahrhundert, Generaldirektion der staatlichen Archive Bayerns/ Salzburger Landesarchiv 2006
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* Koller/Rumschöttel (Hg.): ''Vom Salzachkreis zur EuRegio, Bayern und Salzburg im 19. und 20. Jahrhundert'', Generaldirektion der staatlichen Archive Bayerns und [[Salzburger Landesarchiv]], 2006
*Albin Kühnel: Von der Grenzmauth zum Binnenzollamt – 235 Jahre Zoll am Walserberg, Bad Reichenhall 2000
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* Kühnel, Albin : ''Von der Grenzmauth zum Binnenzollamt – 235 Jahre Zoll am Walserberg'', Bad Reichenhall, 2000
*[[Johannes Lang]]: Geschichte von Bad Reichenhall, Neustadt/Aisch 2009
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*[[Johannes Lang|Lang, Johannes]]: ''Geschichte von Bad Reichenhall'', Neustadt/Aisch, 2009
*[[Helga Reindel-Schedl]]: Laufen an der Salzach, Die alt-salzburgischen Pfleggerichte Laufen, Staufeneck, Teisendorf, Tittmoning und Waging, Historischer Atlas von Bayern, 1989
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*[[Helga Reindel-Schedl|Reindel-Schedl, Helga]]: ''Laufen an der Salzach, Die alt-salzburgischen Pfleggerichte Laufen, Staufeneck, Teisendorf, Tittmoning und Waging, Historischer Atlas von Bayern'', 1989
*[[Salzburg Museum]]/ Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns: Grenzen überschreiten, Bayern und Salzburg 1810 bis 2010, Salzburg/München 2010
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*[[Salzburg Museum]] und Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns: ''Grenzen überschreiten, Bayern und Salzburg 1810 bis 2010'', Salzburg/München, 2010
*[[Hannes Scheutz]] (Hg.): Drent und herent, Dialekte im salzburgisch-bayerischen Grenzgebiet, EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein 2007
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*[[Hannes Scheutz|Scheutz, Hannes]] (Hg.): ''Drent und herent, Dialekte im salzburgisch-bayerischen Grenzgebiet'', EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein, 2007
*[[Max Spindler]]: Handbuch der bayerischen Geschichte, Band I u. II., München 1981
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*[[Max Spindler|Spindler, Max]]: ''Handbuch der bayerischen Geschichte'', Band I u. II., München, 1981
*Andreas Hirsch: Gestaltung des Abschnittes "geschichtliche Salzburg-Bezüge".
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* Hirsch, Andreas: ''Gestaltung des Abschnittes "geschichtliche Salzburg-Bezüge"''
    
==Weblinks==
 
==Weblinks==

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