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| | '''Heinz Baron v. Löwenstern''' a.d. Hs. Rösthof (* [[25. April]] [[1923]] in Potsdam, [[Deutschland]], † [[1. August]] [[2012]] in [[Ainring]], [[Bayern]]), stammte aus der Familie [[Löwenstern]], die seit der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s auch in der [[Tennengau]]er Gemeinde [[Oberalm]] in der [[Villa Löwenstern]] ansässig ist. | | '''Heinz Baron v. Löwenstern''' a.d. Hs. Rösthof (* [[25. April]] [[1923]] in Potsdam, [[Deutschland]], † [[1. August]] [[2012]] in [[Ainring]], [[Bayern]]), stammte aus der Familie [[Löwenstern]], die seit der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s auch in der [[Tennengau]]er Gemeinde [[Oberalm]] in der [[Villa Löwenstern]] ansässig ist. |
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| − | Die Familie der Barone v. Löwenstern v. Rigemann ist deutsch-baltischen Geschlechts. Es handelt sich um eine Kaufmanns- und Großgrund- sowie Gutsbesitzerfamilie aus Estland. Sie findet ihren Ursprung im Jahr 1387. Zu den Besitztümern der Familie in Estland/Baltikum zählten unter anderem die Güter Walküll, Jendel, Forell, Rasik, Campen, Pikwa, Wechmut und Allafer in einer Größenordnung von ca. 29.000 Hektar. Reichsadel durch Kaiser Maximilian II aus 1537, die Aufnahme in den schwedischen Adelsstand erfolgte durch Königin Christine von Schweden am 14. November 1650, eingetragen unter Nr. 78 im Ritterhaus zu Riga und unter Nr. 741 im Ritterhaus zu Stockholm. Preußische Adelsanerkennung des Titels eines Freiherrn durch Heroldamtsreskript Berlin vom 30. März 1868 und durch die Reskripte des Preußischen Heroldamtes vom 15. August 1900 und 31. Jänner 1906 des Barontitels. Für die Adelsanerkennung in Österreich siehe Eintragung bei Siebmacher für Salzburg, Schleswig-Holstein und Schlesien. In der EDDA (Eisernes Buch Deutschen Adels Deutscher Art) ist die Familie der Barone v. Löwenstern unter der Nr. 144 eingetragen. Im GOTHA findet sich die Familie in dem Buch der „Freiherr`lichen Häuser“ wider.
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| | == Leben == | | == Leben == |
| | Heinz Baron v. Löwenstern heiratete am 27. September 1947 in der St.-Nikolai-Kirche zu Flensburg Christine (geb. Jäger, * 4. Mai 1925, † 1955 in Oberalm). Sie hatten zwei Söhne [[Arved v. Löwenstern|Arved]], geboren 1952 in Kiel und [[Ludolf v. Löwenstern|Ludolf]] geboren 1956 in Kiel. Baron {{PAGENAME}} war Gutsbesitzer und Unternehmer, Oberleutnant zur See a. D. (Crew V/41), Ing. für Hochbau. Dipl. Ing. für Architektur und Unternehmer. | | Heinz Baron v. Löwenstern heiratete am 27. September 1947 in der St.-Nikolai-Kirche zu Flensburg Christine (geb. Jäger, * 4. Mai 1925, † 1955 in Oberalm). Sie hatten zwei Söhne [[Arved v. Löwenstern|Arved]], geboren 1952 in Kiel und [[Ludolf v. Löwenstern|Ludolf]] geboren 1956 in Kiel. Baron {{PAGENAME}} war Gutsbesitzer und Unternehmer, Oberleutnant zur See a. D. (Crew V/41), Ing. für Hochbau. Dipl. Ing. für Architektur und Unternehmer. |
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| + | === Eltern === |
| − | Er war der Sohn von Baron Adelbert v. Löwenstern (geb. 31.03.1881 in Kiel, gest. 09.08.1956 in Potsdam) und Charlotte, geb. v. Teichman u. Logischen (geb. 09.11.1982 in Bredow, gest. 08.01.1988 in Schleswig). Sie hatten vier Kinder: Gerda, Heinz, Ludolf, Manfred. Sein Vater war Gutsbesitzer, u.a. Gut Hellebek bei Kopenhagen, Villa Löwenstern in Potsdam und dem Anwesen Villa Löwenstern in Oberalm bei Salzburg. Studium der Rechtswissenschaften in Lausanne, Freiburg und Leipzig. Jurist und Regierungs-Assessor. Rittmeister d. R. im Husaren-Regiment „Kaiser-Franz-Josef von Österreich und König von Ungarn“ in Schleswig. Auszeichnungen: EK II und EK I. Ritterkreuz z. Hohenzollern-Orden m. Schwertern, Hamburger Hanseaten Kreuz, Österr. Militär-Verdienst-Kreuz, Ehrenkreuz für Frontkämpfer, Deutsches Verdienstkreuz in Silber und in Gold, Olympia-Ehrenzeichen II. Klasse. Am 16.08.1913 wurde er vom späteren General-Feldmarschall v. Hindenburg zum Ehrenritter des Johanniter-Ordens geschlagen. | + | Er war der Sohn von Baron Adelbert v. Löwenstern (* [[31. März]] [[1881]] in Kiel, † [[9. August]] 1956 in Potsdam) und Charlotte, geb. v. Teichman u. Logischen (* [[9. November]] [[1882]] in Bredow, † [[8. Jänner]] [[1988]] in Schleswig). Sie hatten vier Kinder: Gerda, Heinz, Ludolf, Manfred. Sein Vater war Gutsbesitzer, u.a. Gut Hellebek bei Kopenhagen, Villa Löwenstern in Potsdam und dem Anwesen Villa Löwenstern in Oberalm bei Salzburg. Studium der Rechtswissenschaften in Lausanne, Freiburg und Leipzig. Jurist und Regierungs-Assessor. Rittmeister d. R. im Husaren-Regiment „Kaiser-Franz-Josef von Österreich und König von Ungarn“ in Schleswig. Auszeichnungen: EK II und EK I. Ritterkreuz z. Hohenzollern-Orden m. Schwertern, Hamburger Hanseaten Kreuz, Österr. Militär-Verdienst-Kreuz, Ehrenkreuz für Frontkämpfer, Deutsches Verdienstkreuz in Silber und in Gold, Olympia-Ehrenzeichen II. Klasse. Am 16.08.1913 wurde er vom späteren General-Feldmarschall v. Hindenburg zum Ehrenritter des Johanniter-Ordens geschlagen. |
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| − | * Oberleutnant zur See (Eintritt Mai 1941; Crew V/41): Grundausbildung auf dem Dänholm/Stralsund. Kadettenausbildung/Seekadett auf Schlachtschiff Gneisenau. Kanaldurchbruch auf Schlachtschiff Gneisenau (Februar 1942; zusammen mit dem Schlachtschiff Scharnhorst und dem Schweren Kreuzer Prinz Eugen). U-Boot-Fahrer (U 706 – Kdt. v. Zitzewitz, La Rochelle). Gruppen-Offizier an der U-Torpedoschule in Mürwik/Flensburg, U-Torpedolehrer UTO. Erster Ordonnanz-Offizier im Auffangstab und Adjutant von Korvettenkapitän und Ritterkreuzträger Reinhard Hardegen. Auszeichnungen: EK II als See-Kadett (28.03.1942), Kriegsabzeichen für U-Bootfahrer, Kriegsabzeichen für Minensuch- und U-Bootsjagd.
| + | === Militärische Karriere === |
| | + | Oberleutnant zur See (Eintritt Mai 1941; Crew V/41): Grundausbildung auf dem Dänholm/Stralsund. Kadettenausbildung/Seekadett auf Schlachtschiff Gneisenau. Kanaldurchbruch auf Schlachtschiff Gneisenau (Februar 1942; zusammen mit dem Schlachtschiff Scharnhorst und dem Schweren Kreuzer Prinz Eugen). U-Boot-Fahrer (U 706 – Kdt. v. Zitzewitz, La Rochelle). Gruppen-Offizier an der U-Torpedoschule in Mürwik/Flensburg, U-Torpedolehrer UTO. Erster Ordonnanz-Offizier im Auffangstab und Adjutant von Korvettenkapitän und Ritterkreuzträger Reinhard Hardegen. Auszeichnungen: EK II als See-Kadett (28.03.1942), Kriegsabzeichen für U-Bootfahrer, Kriegsabzeichen für Minensuch- und U-Bootsjagd. |
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| | + | === Ausbildung und Unternehmer === |
| | Studium an der Staatsbauschule Eckernförde (Abschluss 1950 als Ing. für Hochbau). Studium der Architektur an der Technischen Hochschule in Braunschweig (Abschluss 1956 als Diplom-Ingenieur für Architektur). 1950 bis 1958 Tätigkeiten bei Architekt Delz in Möltenort und Schnittger in Kiel. 1959 bis 1961 bei Architekt Janko in [[Salzburg]]. Gemeinsam mit Dipl. Ing. Architekt Franz Dorfmann (ehem. Professor an der [[HTL Salzburg]]) gründete er [[1961]] in Salzburg ein Büro für Architektur im Alten [[Bürgerspital]] an der [[Pferdeschwemme (Sigmundstor)]] , welches er bis zum Erreichen des Alters von 65 Jahren führte. Sein Unternehmen projektierte unter anderem den Bau der [[Mirabell-Wäscherei]], [[Feller-Hosen]]-Fabrik, Lufttechnischen Werke Nitsche, [[Kaufhaus Quelle]], div. Fabriken, Tanklager sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Unternehmervillen, den Ausbau der Volksschule und den Neubau des Kindergartens in Oberalm. | | Studium an der Staatsbauschule Eckernförde (Abschluss 1950 als Ing. für Hochbau). Studium der Architektur an der Technischen Hochschule in Braunschweig (Abschluss 1956 als Diplom-Ingenieur für Architektur). 1950 bis 1958 Tätigkeiten bei Architekt Delz in Möltenort und Schnittger in Kiel. 1959 bis 1961 bei Architekt Janko in [[Salzburg]]. Gemeinsam mit Dipl. Ing. Architekt Franz Dorfmann (ehem. Professor an der [[HTL Salzburg]]) gründete er [[1961]] in Salzburg ein Büro für Architektur im Alten [[Bürgerspital]] an der [[Pferdeschwemme (Sigmundstor)]] , welches er bis zum Erreichen des Alters von 65 Jahren führte. Sein Unternehmen projektierte unter anderem den Bau der [[Mirabell-Wäscherei]], [[Feller-Hosen]]-Fabrik, Lufttechnischen Werke Nitsche, [[Kaufhaus Quelle]], div. Fabriken, Tanklager sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Unternehmervillen, den Ausbau der Volksschule und den Neubau des Kindergartens in Oberalm. |
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