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Das Geweih des Rothirsches wird je nach Ausbildung der Endenanzahl und nach dessen jeweiliger Stärke unterschiedlich benannt. Die Bezeichnungen sind: Spießer, Gabler, Sechser, Achter, Zwölfer, etc. In den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] entwickeln sich die Geweihe nicht allzu stark. Hier werden bereits 12- bis 14-Ender als kapitale Hirsche bezeichnet. Das Geweih wird jährlich in den Monaten Februar bis April abgeworfen und bis Juli, bzw. August neu aufgebaut. Die Geweihentwicklung erfolgt – was die Endenanzahl anlangt – unregelmäßig und ist nicht an ein bestimmtes Alter gebunden.
 
Das Geweih des Rothirsches wird je nach Ausbildung der Endenanzahl und nach dessen jeweiliger Stärke unterschiedlich benannt. Die Bezeichnungen sind: Spießer, Gabler, Sechser, Achter, Zwölfer, etc. In den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] entwickeln sich die Geweihe nicht allzu stark. Hier werden bereits 12- bis 14-Ender als kapitale Hirsche bezeichnet. Das Geweih wird jährlich in den Monaten Februar bis April abgeworfen und bis Juli, bzw. August neu aufgebaut. Die Geweihentwicklung erfolgt – was die Endenanzahl anlangt – unregelmäßig und ist nicht an ein bestimmtes Alter gebunden.
 
==Besiedlungsgeschichte==
 
==Besiedlungsgeschichte==
Er ist seit den frühen Zwischeneiszeiten ein Bewohner der [[Ostalpen]]. Seine Vorfahren bewohnten Steppen und halboffene parkähnliche Landschaften. Mit der allmählich einsetzenden Bewaldung ihres hiesigen Lebensraumes wurde das Rotwild nach und nach zu Waldtieren. Vor der Besiedlung des [[Alpen]]raumes durch Menschen dürfte die Rotwilddichte von 0,5 bis 1 Exemplar pro Quadratkilometer betragen haben. Durch die Waldrodungen vom 11. bis zum [[14. Jahrhundert]] und auch der wegen des [[Bergbau]]es durchgeführten weitflächigen Schlägerungen entstanden größere Äsungsflächen, die wahrscheinlich zunächst zu einer Zunahme des Rotwildes geführt haben.  Als der Rothirsch zum Nahrungskonkurrenten der Haustiere geworden war und sein Potential als Fleischlieferant erkannt wurde, verfolgte man ihn rücksichtslos, sodass das Gebiet der Hohen Tauern längere Zeit als rotwildfrei zu bezeichnen war, was heute kaum bekannt ist.
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Er ist seit den frühen Zwischeneiszeiten ein Bewohner der [[Ostalpen]]. Seine Vorfahren bewohnten Steppen und halboffene parkähnliche Landschaften. Mit der allmählich einsetzenden Bewaldung ihres hiesigen Lebensraumes wurde das Rotwild nach und nach zu Waldbewohnern. Vor der Besiedlung des [[Alpen]]raumes durch Menschen dürfte die Rotwilddichte von 0,5 bis 1 Exemplar pro Quadratkilometer betragen haben. Durch die Waldrodungen vom 11. bis zum [[14. Jahrhundert]] und auch der wegen des [[Bergbau]]es durchgeführten weitflächigen Schlägerungen entstanden größere Äsungsflächen, die wahrscheinlich zunächst zu einer Zunahme des Rotwildes geführt haben.  Als der Rothirsch zum Nahrungskonkurrenten der Haustiere geworden war und sein Potential als Fleischlieferant erkannt wurde, verfolgte man ihn rücksichtslos, sodass das Gebiet der Hohen Tauern längere Zeit als rotwildfrei zu bezeichnen war, was heute kaum bekannt ist.
    
Seine Wiedereinbürgerung setzte erst Mitte des [[19. Jahrhundert]]s ein und erfolgte wahrscheinlich aus Bestands-Vorkommen in den [[Kitzbüheler Alpen]]. Die ersten heimischen Alpentäler, in denen der Rothirsch erneut Fuß fassen konnte, waren das [[Raurisertal]], das [[Fuscher Tal]] und das [[Stubachtal]]. Die Wiederbesiedlung im westlichen Teil der Hohen Tauern, sowie im [[Kärnten|Kärntner]] und im [[Osttirol]]er Bereich des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] erfolgte erst zwischen den beiden Weltkriegen. Im Jahr  1948 konnte der erste Rothirsch - der wahrscheinlich vom Rauriser oder vom Fuscher Tal übergewechselt war - in [[Heiligenblut]] gesichtet werden.
 
Seine Wiedereinbürgerung setzte erst Mitte des [[19. Jahrhundert]]s ein und erfolgte wahrscheinlich aus Bestands-Vorkommen in den [[Kitzbüheler Alpen]]. Die ersten heimischen Alpentäler, in denen der Rothirsch erneut Fuß fassen konnte, waren das [[Raurisertal]], das [[Fuscher Tal]] und das [[Stubachtal]]. Die Wiederbesiedlung im westlichen Teil der Hohen Tauern, sowie im [[Kärnten|Kärntner]] und im [[Osttirol]]er Bereich des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] erfolgte erst zwischen den beiden Weltkriegen. Im Jahr  1948 konnte der erste Rothirsch - der wahrscheinlich vom Rauriser oder vom Fuscher Tal übergewechselt war - in [[Heiligenblut]] gesichtet werden.
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=====Gegenwart=====
 
=====Gegenwart=====
 
Heute besiedelt das Rotwild die vom Menschen ungestörten Bereiche der Bergwälder bis hinauf zur Waldgrenze. In wenig begangenen Gebieten kann das Rotwild bis hinauf zu den hochalpinen Grasheiden wandern. Früher wanderte das heute dämmerungs- und nachtaktive Rotwild im Winter in tiefere Wald- und Talbereiche ab. Dieses Verhalten wird heute durch die Winterfütterungen unterbrochen.
 
Heute besiedelt das Rotwild die vom Menschen ungestörten Bereiche der Bergwälder bis hinauf zur Waldgrenze. In wenig begangenen Gebieten kann das Rotwild bis hinauf zu den hochalpinen Grasheiden wandern. Früher wanderte das heute dämmerungs- und nachtaktive Rotwild im Winter in tiefere Wald- und Talbereiche ab. Dieses Verhalten wird heute durch die Winterfütterungen unterbrochen.
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==Verhalten==
 
==Verhalten==
 
Die ''Tiere'' – so wird das weibliche Rotwild bezeichnet – und deren Kälber leben in Rudeln und werden von einem erfahrenen ''Tier'' als Leittier geführt. Außerhalb der Brunftzeit  bilden die Rothirsche eigene Rudel. Sehr alte Hirsche werden zu Einzelgängern. Zur Brunftzeit, die im September und im Oktober stattfindet, kann in Bergwäldern (und in Wildgattern) das Röhren der männlichen Hirsche vernommen werden. Diese Lautäußerung lockt ''Tiere'' an und dient der Abgrenzung des Revieres, das der Platzhirsch gegen andere Rothirsche verteidigt. Die Rivalitätskämpfe zwischen den Geweihträgern, die dabei ihre Geweihe gegeneinander drücken,  sind eher als Turniere als als Kämpfe auf Leben und Tod zu betrachten.
 
Die ''Tiere'' – so wird das weibliche Rotwild bezeichnet – und deren Kälber leben in Rudeln und werden von einem erfahrenen ''Tier'' als Leittier geführt. Außerhalb der Brunftzeit  bilden die Rothirsche eigene Rudel. Sehr alte Hirsche werden zu Einzelgängern. Zur Brunftzeit, die im September und im Oktober stattfindet, kann in Bergwäldern (und in Wildgattern) das Röhren der männlichen Hirsche vernommen werden. Diese Lautäußerung lockt ''Tiere'' an und dient der Abgrenzung des Revieres, das der Platzhirsch gegen andere Rothirsche verteidigt. Die Rivalitätskämpfe zwischen den Geweihträgern, die dabei ihre Geweihe gegeneinander drücken,  sind eher als Turniere als als Kämpfe auf Leben und Tod zu betrachten.
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