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| | [[Bild:Hummel.jpg|thumb|Eine heimische Hummel bei der Futtersuche]] | | [[Bild:Hummel.jpg|thumb|Eine heimische Hummel bei der Futtersuche]] |
| − | [[Bild:Hummel 02.jpg|thumb|Hummel in Blüte]]
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| − | [[Datei:Hummel 03.jpg|thumb|Eine Hummel bei der Arbeit auf einer Günselblüte]]
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| − | [[Datei:Zwei Hummeln auf einer Kohlkratzdistelblüte.jpg|thumb|Zwei Hummel auf einer [[Kohldistel]].]]
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| − | [[File:Bombus pascuorum female 2 (aka).jpg|miniatur|Ackerhummel (''Bombus pascuorum'') (Arbeiterin).]]
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| − | [[File:Bombus terrestris01.jpg|miniatur|Dunkle Erdhummel (''Bombus terrestris'') an [[Lavendel]].]]
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| − | [[File:Bombus_gerstaeckeri_Nicolas_Vereecken.jpg|miniatur|Eisenhuthummel (''Bombus gerstaeckeri'') an Eisenhut.]]
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| − | [[File:Bombus distinguendus.jpg|miniatur|Deichhummel (''Bombus distinguendus'')]]
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| − | [[File:Bombus.subterraneus.-.lindsey.jpg|miniatur|Grubenhummel (''Bombus subterraneus'').]]
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| − | [[File:Bumblebee_January_2008-4.jpg||miniatur|Keusche Kuckuckshummel (''Bombus vestalis'').]]
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| − | [[Datei:Hummel Anflug auf Akelei.JPG|thumb|Eine Hummel im Anflug auf eine Blüte einer [[Akelei]]. Die Aufnahme wurde mit 1/400 Sekunde Belichtungszeit gemacht, das heißt, die Flügelschlagzahl muss noch höher sein, da die Flügel nicht klar zu erkennen sind.]]
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| | '''Bombus''' (Hummeln) ist eine zu den ''[[Apiformes]]'' oder ''Anthophila'' (Bienen) gehörende [[Glossar Biologie#G|Gattung]] von [[Insekten]]. | | '''Bombus''' (Hummeln) ist eine zu den ''[[Apiformes]]'' oder ''Anthophila'' (Bienen) gehörende [[Glossar Biologie#G|Gattung]] von [[Insekten]]. |
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| | ==Arten== | | ==Arten== |
| | Weltweit gibt es 250, in Europa 70, in Deutschland 41, in [[Bundesland Salzburg|Salzburg]] 42, in Österreich 46 Hummelarten<ref>laut Interview mit dem Biologen und Theologen [[Johann Neumayer]] aus [[Seekirchen am Wallersee]] in den [[Salzburger Nachrichten]] vom 6. Juli 2010</ref>. Die in Salzburg heimische ''Bombus lapidarius'' (Steinhummel) war das "[[Insekten#Österreichisches Insekt des Jahres|Insekt des Jahres]] 2005". | | Weltweit gibt es 250, in Europa 70, in Deutschland 41, in [[Bundesland Salzburg|Salzburg]] 42, in Österreich 46 Hummelarten<ref>laut Interview mit dem Biologen und Theologen [[Johann Neumayer]] aus [[Seekirchen am Wallersee]] in den [[Salzburger Nachrichten]] vom 6. Juli 2010</ref>. Die in Salzburg heimische ''Bombus lapidarius'' (Steinhummel) war das "[[Insekten#Österreichisches Insekt des Jahres|Insekt des Jahres]] 2005". |
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| | + | [[Bild:Hummel 02.jpg|thumb|Hummel in Blüte]] |
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| | Die österreichischen Hummelarten sind, gegliedert nach Untergattungen:<ref> J.F. Gokcezade, B.-A. Gereben-Krenn, J. Neumayer & H.W. Krenn: Feldbestimmungsschlüssel für die Hummeln Österreichs, Deutschlands und der Schweiz (Hymenoptera, Apidae). [https://www.zobodat.at/pdf/LBB_0042_1_0005-0042.pdf Linzer biol. Beitr. 42/1 5-42 [8f] (30.07.2010)]. Der zitierte Artikel folgt bei dieser Auflistung ''Schwarz et al.'' (1996) und bei der (wissenschaftlich noch nicht definitiv geklärten) Zuordnung der Arten zu Untergattungen ''Williams et al.'' (2008). Die nachfolgende Liste fügt die deutschen Bezeichnungen laut dem Wikipedia-Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/Hummeln#Europäische_Hummelarten "Hummeln"] hinzu, mit ungefähren Übersetzungen des wissenschaftlichen Namens ins Deutsche.</ref> | | Die österreichischen Hummelarten sind, gegliedert nach Untergattungen:<ref> J.F. Gokcezade, B.-A. Gereben-Krenn, J. Neumayer & H.W. Krenn: Feldbestimmungsschlüssel für die Hummeln Österreichs, Deutschlands und der Schweiz (Hymenoptera, Apidae). [https://www.zobodat.at/pdf/LBB_0042_1_0005-0042.pdf Linzer biol. Beitr. 42/1 5-42 [8f] (30.07.2010)]. Der zitierte Artikel folgt bei dieser Auflistung ''Schwarz et al.'' (1996) und bei der (wissenschaftlich noch nicht definitiv geklärten) Zuordnung der Arten zu Untergattungen ''Williams et al.'' (2008). Die nachfolgende Liste fügt die deutschen Bezeichnungen laut dem Wikipedia-Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/Hummeln#Europäische_Hummelarten "Hummeln"] hinzu, mit ungefähren Übersetzungen des wissenschaftlichen Namens ins Deutsche.</ref> |
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| | + | [[Datei:Hummel 03.jpg|thumb|Eine Hummel bei der Arbeit auf einer Günselblüte]] |
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| | * Untergattung ''Alpigenobombus'' (≈ Alpenhummeln) | | * Untergattung ''Alpigenobombus'' (≈ Alpenhummeln) |
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| | ** ''Bombus (Thoracobombus) humilis'' (Veränderliche Hummel <span style="font-variant:small-caps"> ILLIGER</span> 1806) | | ** ''Bombus (Thoracobombus) humilis'' (Veränderliche Hummel <span style="font-variant:small-caps"> ILLIGER</span> 1806) |
| | ** ''Bombus (Thoracobombus) sylvarum'' (Waldhummel <span style="font-variant:small-caps"> LINNAEUS</span> 1761) | | ** ''Bombus (Thoracobombus) sylvarum'' (Waldhummel <span style="font-variant:small-caps"> LINNAEUS</span> 1761) |
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| | + | [[Datei:Hummel Anflug auf Akelei.JPG|thumb|Eine Hummel im Anflug auf eine Blüte einer [[Akelei]]. Die Aufnahme wurde mit 1/400 Sekunde Belichtungszeit gemacht, das heißt, die Flügelschlagzahl muss noch höher sein, da die Flügel nicht klar zu erkennen sind.]] |
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| | ==Besonderheiten== | | ==Besonderheiten== |
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| | Je nach Höhenlage und Art kommt die Hummelkönigin zwischen März und Juni aus dem Winterquartier. Sie sucht einen Nistplatz im Moos oder in einem verlassenen Vogel- oder Mäusenest. Einige der in Österreich vorkommenden Arten sammeln sogar Nistmaterial. Wer im Frühjahr Hummeln sieht, beobachtet also Königinnen. In unseren Breiten schlüpfen dann erst die Arbeiterinnen, im Spätsommer die Männchen. | | Je nach Höhenlage und Art kommt die Hummelkönigin zwischen März und Juni aus dem Winterquartier. Sie sucht einen Nistplatz im Moos oder in einem verlassenen Vogel- oder Mäusenest. Einige der in Österreich vorkommenden Arten sammeln sogar Nistmaterial. Wer im Frühjahr Hummeln sieht, beobachtet also Königinnen. In unseren Breiten schlüpfen dann erst die Arbeiterinnen, im Spätsommer die Männchen. |
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| | + | [[Datei:Zwei Hummeln auf einer Kohlkratzdistelblüte.jpg|thumb|Zwei Hummel auf einer [[Kohldistel]].]] |
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| | ===Nest=== | | ===Nest=== |
| | Aus Drüsen, die zwischen den Schuppen der Hinterleibsplatten liegen, erzeugt die Königin Wachs, das zur Produktion von kleinen Töpfen dient. In einen Topf lagert sie Pollen, in die anderen Nektar. Auf den Pollentopf legt sie 8 bis 16 Eier. Auf der Unterseite des Hinterleibes findet sich bei der Hummel eine haarlose Partie, die mit dem Brutfleck von [[Vögel]]n vergleichbar ist. Es wurden schon Hummelköniginnen beobachtet, die tage- und nächtelang auf den Eiern saßen. | | Aus Drüsen, die zwischen den Schuppen der Hinterleibsplatten liegen, erzeugt die Königin Wachs, das zur Produktion von kleinen Töpfen dient. In einen Topf lagert sie Pollen, in die anderen Nektar. Auf den Pollentopf legt sie 8 bis 16 Eier. Auf der Unterseite des Hinterleibes findet sich bei der Hummel eine haarlose Partie, die mit dem Brutfleck von [[Vögel]]n vergleichbar ist. Es wurden schon Hummelköniginnen beobachtet, die tage- und nächtelang auf den Eiern saßen. |
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| | + | [[File:Bombus pascuorum female 2 (aka).jpg|miniatur|Ackerhummel (''Bombus pascuorum'') (Arbeiterin).]] |
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| | Nach drei bis fünf Tagen schlüpfen aus den Eiern die Larven, die sich dann vom Pollenteig ernähren. Acht Tage später beginnen sie sich in Kokons einzuspinnen, um nach sieben bis zehn Tagen als fertige Arbeiterinnen zu schlüpfen. Die ersten Arbeiterinnen sind sehr klein, erst später entwickeln sich normal große Tiere. Schlussendlich umfasst der einjährige Hummelstaat 30 bis 500 Tiere. | | Nach drei bis fünf Tagen schlüpfen aus den Eiern die Larven, die sich dann vom Pollenteig ernähren. Acht Tage später beginnen sie sich in Kokons einzuspinnen, um nach sieben bis zehn Tagen als fertige Arbeiterinnen zu schlüpfen. Die ersten Arbeiterinnen sind sehr klein, erst später entwickeln sich normal große Tiere. Schlussendlich umfasst der einjährige Hummelstaat 30 bis 500 Tiere. |
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| | ===Kälteresistenz=== | | ===Kälteresistenz=== |
| | Hummeln sind die Eskimos der Wildbienen. Mit ihrem dichten Haarkleid sind sie an Kälte angepasst. In den Tropen sind Hummeln unbekannt, dagegen wurden Hummelnester nur 800 km südlich vom Nordpol gefunden. | | Hummeln sind die Eskimos der Wildbienen. Mit ihrem dichten Haarkleid sind sie an Kälte angepasst. In den Tropen sind Hummeln unbekannt, dagegen wurden Hummelnester nur 800 km südlich vom Nordpol gefunden. |
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| | Das größte Geheimnis ihrer Kältetoleranz tragen Hummeln in ihrer Brust verborgen, die vollständig mit der Flugmuskulatur ausgefüllt ist. Die Tiere können ihre Flügel von den Muskeln abkoppeln und durch Muskelkontraktion Wärme erzeugen. In kühlen Phasen sind sie oft als einzige Bestäuber unterwegs. | | Das größte Geheimnis ihrer Kältetoleranz tragen Hummeln in ihrer Brust verborgen, die vollständig mit der Flugmuskulatur ausgefüllt ist. Die Tiere können ihre Flügel von den Muskeln abkoppeln und durch Muskelkontraktion Wärme erzeugen. In kühlen Phasen sind sie oft als einzige Bestäuber unterwegs. |
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| | + | [[File:Bombus terrestris01.jpg|miniatur|Dunkle Erdhummel (''Bombus terrestris'') an [[Lavendel]].]] |
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| | ===Bestäubung von Blüten=== | | ===Bestäubung von Blüten=== |
| | Die Bestäubung geschieht meist durch Vibrationssammeln bei angelegten Flügeln (die Hummel brummt). Durch die Vibration werden Pollen aus den Staubgefäßen geschüttelt und von der Hummel in Pollenballen aufgenommen. Zusätzlich lösen sich Pollenkörper, die dann der Wind verbreitet. Hummeln können bis zu einer Million Pollenkörper aufnehmen. | | Die Bestäubung geschieht meist durch Vibrationssammeln bei angelegten Flügeln (die Hummel brummt). Durch die Vibration werden Pollen aus den Staubgefäßen geschüttelt und von der Hummel in Pollenballen aufgenommen. Zusätzlich lösen sich Pollenkörper, die dann der Wind verbreitet. Hummeln können bis zu einer Million Pollenkörper aufnehmen. |
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| | + | [[File:Bombus_gerstaeckeri_Nicolas_Vereecken.jpg|miniatur|Eisenhuthummel (''Bombus gerstaeckeri'') an Eisenhut.]] |
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| | Da die Zunge bei einigen Hummelarten bis zu zwei Zentimeter lang ist, können sie bei Blüten mit Kronröhren wie [[Rotklee]], [[Luzerne]], [[Rittersporn]] oder Baumwolle noch zu Pollen und Nektar vorstoßen. Für solche Blüten sind die Hummeln und [[Schmetterling]]e praktisch die einzigen Bestäuber. Durch ihr hohes Körpergewicht dringen Hummeln auch in Verschlussblüten wie die des [[Löwenmaul]]s vor. Erreichen die Tiere bei Blütenpflanzen den Nektar nicht, beißen sie die Blüten seitlich auf. Die Löcher werden später oft von anderen Insekten genützt. | | Da die Zunge bei einigen Hummelarten bis zu zwei Zentimeter lang ist, können sie bei Blüten mit Kronröhren wie [[Rotklee]], [[Luzerne]], [[Rittersporn]] oder Baumwolle noch zu Pollen und Nektar vorstoßen. Für solche Blüten sind die Hummeln und [[Schmetterling]]e praktisch die einzigen Bestäuber. Durch ihr hohes Körpergewicht dringen Hummeln auch in Verschlussblüten wie die des [[Löwenmaul]]s vor. Erreichen die Tiere bei Blütenpflanzen den Nektar nicht, beißen sie die Blüten seitlich auf. Die Löcher werden später oft von anderen Insekten genützt. |
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| | + | [[File:Bombus distinguendus.jpg|miniatur|Deichhummel (''Bombus distinguendus'')]] |
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| | Kaum bekannt ist, dass Hummeln effizienter als [[Gemeine Honigbiene|Honigbienen]] sind. 50 000 Hummeln, das entspricht einem Honigbienenvolk, würden an einem Tag 15 Liter Honig eintragen; Bienen schaffen einen Liter. Die Leistung der Hummeln wird durch den Aufstieg der neuseeländischen Landwirtschaft gelobt. Auf den Rat Charles Darwins wurden um 1885 europäische Hummeln in [[Neuseeland]] eingeführt, was das Klee- und Leguminosenfutter für die Viehwirtschaft mehrte und den Lebensstandard verbesserte. In den [[USA]], [[Belgien]], [[Frankreich]] und anderen Staaten werden Erdhummeln in Glashäusern als Bestäuber eingesetzt. Um unseren Hummeln Überlebenschancen zu geben, sind Gartenbesitzer aufgerufen, den sterilen Rasen in eine Blumenwiese umzuwandeln. Anstelle von exotischen Zierhölzern sollten heimische Blütensträucher gepflanzt werden, wie [[Weißdorn]], [[Schlehe]] und Wild[[rose]]n. | | Kaum bekannt ist, dass Hummeln effizienter als [[Gemeine Honigbiene|Honigbienen]] sind. 50 000 Hummeln, das entspricht einem Honigbienenvolk, würden an einem Tag 15 Liter Honig eintragen; Bienen schaffen einen Liter. Die Leistung der Hummeln wird durch den Aufstieg der neuseeländischen Landwirtschaft gelobt. Auf den Rat Charles Darwins wurden um 1885 europäische Hummeln in [[Neuseeland]] eingeführt, was das Klee- und Leguminosenfutter für die Viehwirtschaft mehrte und den Lebensstandard verbesserte. In den [[USA]], [[Belgien]], [[Frankreich]] und anderen Staaten werden Erdhummeln in Glashäusern als Bestäuber eingesetzt. Um unseren Hummeln Überlebenschancen zu geben, sind Gartenbesitzer aufgerufen, den sterilen Rasen in eine Blumenwiese umzuwandeln. Anstelle von exotischen Zierhölzern sollten heimische Blütensträucher gepflanzt werden, wie [[Weißdorn]], [[Schlehe]] und Wild[[rose]]n. |
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| | Der schlimmste Feind ist aber der Mensch durch die Zerstörung der Umwelt. Besonders die durch hohe Güllegaben überdüngten Wiesen lassen kaum ein Wachstum von Blütenpflanzen zu. | | Der schlimmste Feind ist aber der Mensch durch die Zerstörung der Umwelt. Besonders die durch hohe Güllegaben überdüngten Wiesen lassen kaum ein Wachstum von Blütenpflanzen zu. |
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| | + | [[File:Bumblebee_January_2008-4.jpg||miniatur|Keusche Kuckuckshummel (''Bombus vestalis'').]] |
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| | ===Hummelstiche=== | | ===Hummelstiche=== |
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| | ==Vorkommen im Land Salzburg== | | ==Vorkommen im Land Salzburg== |
| | ===Hummeln in den Alpen=== | | ===Hummeln in den Alpen=== |
| − | Aus saisonalen Gründen bleiben die Hummelnester in den [[Alpen]] klein und beherbergen kaum einmal über 50 Arbeiterinnen. Im [[Großglockner Gipfelregion|Glocknergebiet]] konnten bisher 27 der 46 heimischen Hummelarten auf über 1 900 [[m ü. A.]] nachgewiesen werden. Spezialisierung über Rüssellänge bzw. Vorliebe für bestimmte Blütenarten verhindert, dass sich die verschiedenen Hummelarten bei der Nutzung des auf alpinen Blumenwiesen reichhaltigen Blütenangebots gegenseitig beeinträchtigen. | + | Aus saisonalen Gründen bleiben die Hummelnester in den [[Alpen]] klein und beherbergen kaum einmal über 50 Arbeiterinnen. Im [[Großglockner-Gipfelregion|Glocknergebiet]] konnten bisher 27 der 46 heimischen Hummelarten auf über 1 900 [[m ü. A.]] nachgewiesen werden. Spezialisierung über Rüssellänge bzw. Vorliebe für bestimmte Blütenarten verhindert, dass sich die verschiedenen Hummelarten bei der Nutzung des auf alpinen Blumenwiesen reichhaltigen Blütenangebots gegenseitig beeinträchtigen. |
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| | + | [[File:Bombus.subterraneus.-.lindsey.jpg|miniatur|Grubenhummel (''Bombus subterraneus'').]] |
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| | Im [[Nationalpark Hohe Tauern]] fällt die Hummelart ''Bombus gerstaeckeri'' (Eisenhuthummel) durch ihre Spezialisierung auf: sie besucht ausschließlich den [[Eisenhut]]. Für Entwicklung und Überleben benötigt sie mehrere Eisenhutarten in erreichbarer Nähe. Da es in den Hochlagen keine Honigbienen mehr gibt, sind es neben ''[[Brachycera]]'' (Fliegen), Solitärbienen und ''[[Lepidoptera]]'' (Schmetterlinge) die Hummeln, die durch Bestäubung die Artenvielfalt der alpinen Matten erhalten. | | Im [[Nationalpark Hohe Tauern]] fällt die Hummelart ''Bombus gerstaeckeri'' (Eisenhuthummel) durch ihre Spezialisierung auf: sie besucht ausschließlich den [[Eisenhut]]. Für Entwicklung und Überleben benötigt sie mehrere Eisenhutarten in erreichbarer Nähe. Da es in den Hochlagen keine Honigbienen mehr gibt, sind es neben ''[[Brachycera]]'' (Fliegen), Solitärbienen und ''[[Lepidoptera]]'' (Schmetterlinge) die Hummeln, die durch Bestäubung die Artenvielfalt der alpinen Matten erhalten. |