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==== Kartenbrief vom 29. Juli 1889 von Franziska Spängler an Franz Spängler ====
 
==== Kartenbrief vom 29. Juli 1889 von Franziska Spängler an Franz Spängler ====
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[[Datei:Kartenbrief Franziska Spängler 29. Juli 1889, Seite 1.JPG|thumb|Kartenbrief Franziska Spängler 29. Juli 1889, Seite 1.]]
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[[Datei:Kartenbrief Franziska Spängler 29. Juli 1889, Seite 2.JPG|thumb|Kartenbrief Franziska Spängler 29. Juli 1889, Seite 2.]]
 
"Karten-Brief" 5 kr. für ''Herrn Doctor Franz Spängler'' […] [durchgestrichen:] ''München // Postlagernd Hauptpostamt'', korrigiert ''Hotel Stachus''; verschiedene Poststempel Salzburg-Stadt 29. und München 29. und 30. Juli; [mit blauem Stift:] ''52''; rückseitig ''Absenderin Franziska // Spängler Salzburg // Höllbräu'':<br />
 
"Karten-Brief" 5 kr. für ''Herrn Doctor Franz Spängler'' […] [durchgestrichen:] ''München // Postlagernd Hauptpostamt'', korrigiert ''Hotel Stachus''; verschiedene Poststempel Salzburg-Stadt 29. und München 29. und 30. Juli; [mit blauem Stift:] ''52''; rückseitig ''Absenderin Franziska // Spängler Salzburg // Höllbräu'':<br />
 
''Salzburg, 29/7. 1889. // Lieber Mann! // Wenn nicht irgend etwas ganz Besonderes dich hindert, mir zu schreiben, so ist es unsagbar'' [unterstrichen:] ''grausam, mich solche Angst leiden zu laßen, Gestern hoffte ich umsonst auf eine Zeile und auch heute früh. Wenn bis Mittag nichts kommt, weiß ich mir keinen Rat vor Sorge. Deine Franziska Spängler''
 
''Salzburg, 29/7. 1889. // Lieber Mann! // Wenn nicht irgend etwas ganz Besonderes dich hindert, mir zu schreiben, so ist es unsagbar'' [unterstrichen:] ''grausam, mich solche Angst leiden zu laßen, Gestern hoffte ich umsonst auf eine Zeile und auch heute früh. Wenn bis Mittag nichts kommt, weiß ich mir keinen Rat vor Sorge. Deine Franziska Spängler''
 
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==== Hier die beiden Fotos! ====
   
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"Karten-Brief" 5 kr. für ''Herrn Doctor Franz Spängler'' […] [durchgestrichen:] ''München // Postlagernd Hauptpostamt'', korrigiert ''Hotel Stachus''; verschiedene Poststempel Salzburg-Stadt 29. und München 29. und 30. Juli; [mit blauem Stift, unterstrichen] ''52'':<br />
 
"Karten-Brief" 5 kr. für ''Herrn Doctor Franz Spängler'' […] [durchgestrichen:] ''München // Postlagernd Hauptpostamt'', korrigiert ''Hotel Stachus''; verschiedene Poststempel Salzburg-Stadt 29. und München 29. und 30. Juli; [mit blauem Stift, unterstrichen] ''52'':<br />
 
''Salzburg, 29.7. 1889. // Liebster Mann! // Aus meinen vor einer Stunde in ziemlichster Aufregung geschriebenen Karte kannst du sehen, wie sehr ich mich nach Nachricht von dir sehnte. Gott sei Dank ist meine Angst umsonst gewesen. Nun seid nur Alle recht vergnügt: Gott lohne dir deine pünktlichen Nachrichten. Sollen wir wirklich Euch entgegenkommen, so mußt du mir'' [unterstrichen:] ''genauestens Verhaltungsmaßregeln geben betreffs Abreise u. s. w. Hast du Otto schon gesehen: Gestern war ich mit Baronin Pittel im Cosmorama, vorgestern trotz Regens auf der [[Bürgerwehr]]. Pittels<ref>Adolph Freiherr von Pittel (* 1838; † 1900); er wohnte seit 1870 in Pottenstein und daher stammt die Bekanntschaft mit der Familie von Franz Spängler. Vgl. die Briefe vom 2. August 1882, vom 7. August 1882 und vom 8. August 1885.</ref> laßen dich grüßen, es geht ihnen gut. Sie reisten gestern um 2 Uhr nach Linz. Das Wetter war gestern schändlich. Gegen Abend war ich bei Frau Wahl auf einen gehörigen Plausch. Es geht ihr und den Kindern gut. Heute ist das Wetter wieder erträglicher, sieht aber nicht aus nach dauernder Besserung. So lange wir hier allein sind, ist mir das Wetter ziemlich gleichgültig. Dir dagegen wünsche ich dann bessers Wetter, schon der Nichten wegen. Auf fröhliches Wiedersehen hoffen deine Alte.''
 
''Salzburg, 29.7. 1889. // Liebster Mann! // Aus meinen vor einer Stunde in ziemlichster Aufregung geschriebenen Karte kannst du sehen, wie sehr ich mich nach Nachricht von dir sehnte. Gott sei Dank ist meine Angst umsonst gewesen. Nun seid nur Alle recht vergnügt: Gott lohne dir deine pünktlichen Nachrichten. Sollen wir wirklich Euch entgegenkommen, so mußt du mir'' [unterstrichen:] ''genauestens Verhaltungsmaßregeln geben betreffs Abreise u. s. w. Hast du Otto schon gesehen: Gestern war ich mit Baronin Pittel im Cosmorama, vorgestern trotz Regens auf der [[Bürgerwehr]]. Pittels<ref>Adolph Freiherr von Pittel (* 1838; † 1900); er wohnte seit 1870 in Pottenstein und daher stammt die Bekanntschaft mit der Familie von Franz Spängler. Vgl. die Briefe vom 2. August 1882, vom 7. August 1882 und vom 8. August 1885.</ref> laßen dich grüßen, es geht ihnen gut. Sie reisten gestern um 2 Uhr nach Linz. Das Wetter war gestern schändlich. Gegen Abend war ich bei Frau Wahl auf einen gehörigen Plausch. Es geht ihr und den Kindern gut. Heute ist das Wetter wieder erträglicher, sieht aber nicht aus nach dauernder Besserung. So lange wir hier allein sind, ist mir das Wetter ziemlich gleichgültig. Dir dagegen wünsche ich dann bessers Wetter, schon der Nichten wegen. Auf fröhliches Wiedersehen hoffen deine Alte.''
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== Quelle ==
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* [[Benutzer:OttoChristianRupert]]
 
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==
 
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== Quelle ==
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* [[Benutzer:OttoChristianRupert]]
   
   
 
   
 
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