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Textersetzung - „Weihnachten“ durch „Weihnachten
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Den Sozialismus hat Peyerl sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen. Der SPÖ-Parteiadel ging bei ihnen ein und aus, etwa die späteren Bundespräsidenten Theodor Körner und [[Adolf Schärf]]. Besonders ein Ereignis mit Körner ist Peyerl in Erinnerung geblieben. Als Vierjähriger sei er mit einem Blumenstrauß am [[Salzburger Hauptbahnhof|Bahnhof]] gestanden, um den Bundespräsidenten zu begrüßen. Als dieser ausstieg, habe Körner ihn auf den Arm genommen und gefragt, wie es ihm, dem kleinen Erich, so gehe.
 
Den Sozialismus hat Peyerl sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen. Der SPÖ-Parteiadel ging bei ihnen ein und aus, etwa die späteren Bundespräsidenten Theodor Körner und [[Adolf Schärf]]. Besonders ein Ereignis mit Körner ist Peyerl in Erinnerung geblieben. Als Vierjähriger sei er mit einem Blumenstrauß am [[Salzburger Hauptbahnhof|Bahnhof]] gestanden, um den Bundespräsidenten zu begrüßen. Als dieser ausstieg, habe Körner ihn auf den Arm genommen und gefragt, wie es ihm, dem kleinen Erich, so gehe.
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Damals gab es noch so etwas wie ein sozialistisches Leben, eine sozialistische Identität. Neben Weihnachten und Ostern waren bei den Peyerls der [[12. November]] (Gründung der Republik) und der [[12. Februar]] (Beginn des Bürgerkrieges) Fest- und Gedenktage. "Die Wohnsiedlungen am [[Aiglhof]], in die damals viele Verfolgte der nationalsozialistischen Diktatur eingewiesen wurden, waren am [[1. Mai]] voll mit roten Fahnen", erinnert sich Peyerl. Und er erinnert sich auch daran, mit welchem Respekt und welcher Hochachtung die Arbeiter seinen Vater behandelten und dass dieser immer für ihre Anliegen da war. Ein Vorbild, das sich Peyerl bei seiner eigenen politischen Karriere immer wieder vor Augen hielt. "Sozialismus ist, für andere, denen es nicht so gut geht, da zu sein, ihnen zu helfen", sagt er. Zuerst versuchte er seine Ideen in der SPÖ umzusetzen. Er arbeitet in der Sektion [[Maxglan]], machte sie zu einer der bestorganisierten in der Stadtpartei, dann wurde er Gemeinderat. Mit seinem Verständnis von Politik machte er sich in der Partei nicht nur Freunde. "Wir waren vielen zu links, zu engagiert", so Peyerl. Die Auseinandersetzung eskalierte. 1992, nach der verheerenden Wahlniederlage der SPÖ, kam es zum Eklat. Peyerl und drei weitere Mandatare kehrten der SPÖ den Rücken und gründeten die Demokratie 92, um dort sozialistische Politik zu machen.
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Damals gab es noch so etwas wie ein sozialistisches Leben, eine sozialistische Identität. Neben [[Weihnachten]] und Ostern waren bei den Peyerls der [[12. November]] (Gründung der Republik) und der [[12. Februar]] (Beginn des Bürgerkrieges) Fest- und Gedenktage. "Die Wohnsiedlungen am [[Aiglhof]], in die damals viele Verfolgte der nationalsozialistischen Diktatur eingewiesen wurden, waren am [[1. Mai]] voll mit roten Fahnen", erinnert sich Peyerl. Und er erinnert sich auch daran, mit welchem Respekt und welcher Hochachtung die Arbeiter seinen Vater behandelten und dass dieser immer für ihre Anliegen da war. Ein Vorbild, das sich Peyerl bei seiner eigenen politischen Karriere immer wieder vor Augen hielt. "Sozialismus ist, für andere, denen es nicht so gut geht, da zu sein, ihnen zu helfen", sagt er. Zuerst versuchte er seine Ideen in der SPÖ umzusetzen. Er arbeitet in der Sektion [[Maxglan]], machte sie zu einer der bestorganisierten in der Stadtpartei, dann wurde er Gemeinderat. Mit seinem Verständnis von Politik machte er sich in der Partei nicht nur Freunde. "Wir waren vielen zu links, zu engagiert", so Peyerl. Die Auseinandersetzung eskalierte. 1992, nach der verheerenden Wahlniederlage der SPÖ, kam es zum Eklat. Peyerl und drei weitere Mandatare kehrten der SPÖ den Rücken und gründeten die Demokratie 92, um dort sozialistische Politik zu machen.
    
Denkt er einmal nicht an Politik, dann entspannt sich Peyerl bei seinen Büchern und Musik. Opern liebt er besonders. Sein Favorit ist die Zauberflöte, und wie könnte es bei Peyerl anders sein: "wegen der ethisch tiefen Grundwerte".  
 
Denkt er einmal nicht an Politik, dann entspannt sich Peyerl bei seinen Büchern und Musik. Opern liebt er besonders. Sein Favorit ist die Zauberflöte, und wie könnte es bei Peyerl anders sein: "wegen der ethisch tiefen Grundwerte".  

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