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[[Datei:Rebellion 1525 Michael Gaismair und der Aufstand der Tiroler Bauern.jpg|thumb|Literatur zum Thema: "[[Rebellion 1525. Michael Gaismair und der Aufstand der Tiroler Bauern.]]"]]
 
[[Datei:Rebellion 1525 Michael Gaismair und der Aufstand der Tiroler Bauern.jpg|thumb|Literatur zum Thema: "[[Rebellion 1525. Michael Gaismair und der Aufstand der Tiroler Bauern.]]"]]
Die '''Salzburger Bauernaufstände und -kriege''' waren eVersuch, sich im ausgehenden [[Mittelalter]] und in der frühen [[Neuzeit]] gegen die Herrschaft der [[Salzburger Fürsterzbischöfe]], den Adel und Klerus aufzulehnen.  
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Die '''Salzburger Bauernaufstände und -kriege''' waren ein Versuch, sich im ausgehenden [[Mittelalter]] und in der frühen [[Neuzeit]] gegen die Herrschaft der [[Salzburger Fürsterzbischöfe]], den Adel und Klerus aufzulehnen.  
    
== Die Unruhen im 15. Jahrhundert==  
 
== Die Unruhen im 15. Jahrhundert==  
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Es wurden die Truppen des Schwäbischen Bundes<ref>Der Schwäbische Bund war ein auf Veranlassung von Kaiser Friedrich III. gegründetes Landfriedensbündnis süddeutscher Fürsten, Ritter und Reichsstädte. Dieses Bündnis zur Friedensexekution tagte meist in [[Augsburg]], Ulm oder Nördlingen. Quelle "Rebellion 1525", Seite 60f</ref> aktiviert. Das war ein Landfriedensbündnis süddeutscher Ritter, Fürsten und Reichsstädte. Die Truppen des Schwäbischen Bundes sollten dann auch im Salzburger Bauernkrieg eine entscheidende Rolle spielen. Die Kriege im Süddeutschen Raum wurden unter Führung von Georg III. von Waldburg-Zeil, der den Spitznamen "Bauernjörg" hatte, gnadenlos geführt und erstickt. So schlug er am [[12. Mai]] 1525 ein zwölftausend Mann starkes Bauernheer. Durch weitere Erfolge des Heeres des Schwäbischen Bundes war der Bauernkrieg rasch zu Ende.<ref>"Rebellion 1525. Michael Gaismair und der Aufstand der Tiroler Bauern.", Seite 62</ref>
 
Es wurden die Truppen des Schwäbischen Bundes<ref>Der Schwäbische Bund war ein auf Veranlassung von Kaiser Friedrich III. gegründetes Landfriedensbündnis süddeutscher Fürsten, Ritter und Reichsstädte. Dieses Bündnis zur Friedensexekution tagte meist in [[Augsburg]], Ulm oder Nördlingen. Quelle "Rebellion 1525", Seite 60f</ref> aktiviert. Das war ein Landfriedensbündnis süddeutscher Ritter, Fürsten und Reichsstädte. Die Truppen des Schwäbischen Bundes sollten dann auch im Salzburger Bauernkrieg eine entscheidende Rolle spielen. Die Kriege im Süddeutschen Raum wurden unter Führung von Georg III. von Waldburg-Zeil, der den Spitznamen "Bauernjörg" hatte, gnadenlos geführt und erstickt. So schlug er am [[12. Mai]] 1525 ein zwölftausend Mann starkes Bauernheer. Durch weitere Erfolge des Heeres des Schwäbischen Bundes war der Bauernkrieg rasch zu Ende.<ref>"Rebellion 1525. Michael Gaismair und der Aufstand der Tiroler Bauern.", Seite 62</ref>
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[[Datei:9a Heroisch und verklärt.jpg|thumb|Szene aus dem Bauernkrieg im [[16. Jahrhundert]].]]
    
Unter dem Eindruck dieser Kämpfe begannen Unruhen in "Oberösterreich"<ref>Oberösterreich, auch Tirol und die Vorlande, war die Bezeichnung für einen durch Erbteilung der Habsburger von 1406 bis 1665 bestehenden Herrschaftsbereich, der aus der Grafschaft Tirol mit den Landesteilen Vorderösterreich und Vorarlberg bestand.</ref> Im Frühjahr 1525 entlud sich der Zorn der Bauern im [[Bistum Brixen|Hochstift Brixen]] und [[Bistum Trient|Hochstift Trient]]. Es kam zu Plünderungen wie beispielsweise des Kloster Neustifts.<ref>"Rebellion 1525. Michael Gaismair und der Aufstand der Tiroler Bauern.", Seite 129</ref> Der in Innsbruck regierende Hofrat musste zunächst tatenlos zusehen, da ihm das Geld für die Aufstellung eines Heeres fehlte. In Brixen erschien erstmals der [[Südtirol]]er [[Michael Gaismair]]. Er wurde von den Bauern in Brixen zum "Obrist Feldhauptmann" gewählt, zum Führer im Kampf gegen den Südtiroler Klerus und den Hofrat in Innsbruck. Sein Gegenspieler auf Habsburger Seite war [[Georg von Frundsberg]], der beim Bauernkrieg in Salzburg eine Rolle spielte. Auf der Seite von Gaismair kämpfte auch [[Peter Pässler]].<ref>"Rebellion 1525. Michael Gaismair und der Aufstand der Tiroler Bauern.", Seite 131f</ref>  
 
Unter dem Eindruck dieser Kämpfe begannen Unruhen in "Oberösterreich"<ref>Oberösterreich, auch Tirol und die Vorlande, war die Bezeichnung für einen durch Erbteilung der Habsburger von 1406 bis 1665 bestehenden Herrschaftsbereich, der aus der Grafschaft Tirol mit den Landesteilen Vorderösterreich und Vorarlberg bestand.</ref> Im Frühjahr 1525 entlud sich der Zorn der Bauern im [[Bistum Brixen|Hochstift Brixen]] und [[Bistum Trient|Hochstift Trient]]. Es kam zu Plünderungen wie beispielsweise des Kloster Neustifts.<ref>"Rebellion 1525. Michael Gaismair und der Aufstand der Tiroler Bauern.", Seite 129</ref> Der in Innsbruck regierende Hofrat musste zunächst tatenlos zusehen, da ihm das Geld für die Aufstellung eines Heeres fehlte. In Brixen erschien erstmals der [[Südtirol]]er [[Michael Gaismair]]. Er wurde von den Bauern in Brixen zum "Obrist Feldhauptmann" gewählt, zum Führer im Kampf gegen den Südtiroler Klerus und den Hofrat in Innsbruck. Sein Gegenspieler auf Habsburger Seite war [[Georg von Frundsberg]], der beim Bauernkrieg in Salzburg eine Rolle spielte. Auf der Seite von Gaismair kämpfte auch [[Peter Pässler]].<ref>"Rebellion 1525. Michael Gaismair und der Aufstand der Tiroler Bauern.", Seite 131f</ref>  
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* Enthauptung aines verwegen Pueben im Nonntal, namens Stöckl, so ain Pauren.son gewest aus Premperg in Pintzgau, weyl disser ain gefangen ketzerischen Pfaffen hat auslassen bey der Tafern zue Sct. Lienhart. A.D. 1525. Aquarellierte Strichätzung von Fritz Dürnberger 1919, 24,5 x 35 cm  
 
* Enthauptung aines verwegen Pueben im Nonntal, namens Stöckl, so ain Pauren.son gewest aus Premperg in Pintzgau, weyl disser ain gefangen ketzerischen Pfaffen hat auslassen bey der Tafern zue Sct. Lienhart. A.D. 1525. Aquarellierte Strichätzung von Fritz Dürnberger 1919, 24,5 x 35 cm  
 
* Ueberfall ainer Streiffwach des rebellischen Paurenhaussen bey Maxglan nächst Saltzpurg durch ain Fändl bayrisch Lantzknecht, so den Pauren arg auff den Leib ruckten. A.D. 1525. Aquarellierte Strichätzung von Fritz Dürnberger 1919, 24,5 x 35
 
* Ueberfall ainer Streiffwach des rebellischen Paurenhaussen bey Maxglan nächst Saltzpurg durch ain Fändl bayrisch Lantzknecht, so den Pauren arg auff den Leib ruckten. A.D. 1525. Aquarellierte Strichätzung von Fritz Dürnberger 1919, 24,5 x 35
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== Ausstellung ==
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* "[[Heroisch und verklärt. Der Bauernkrieg im Spiegel von Kunst und Diktatur.]]", Sonderausstellung des [[Salzburg Museum|Salzburgs Museum]] im [[Nordoratorium]] des [[DomQuartier]]s vom [[8. November]] [[2025]] bis [[27. April]] [[2026]].
    
== Weblink ==
 
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