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== Einleitung ==
 
== Einleitung ==
Die Evangelische Kirche Augsburgischen und Helvetischen Bekenntnisses in Österreich sowie die in dieser zusammengeschlossene Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Österreich und die Evangelische Kirche Helvetischen Bekenntnisses in Österreich – sämtliche ''Evangelische Kirche'' genannt – sind ''gesetzlich anerkannte Kirchen (Religionsgesellschaften)'' im Sinne des Artikels 15 des Staatsgrundgesetzes vom 21. Dezember 1867, RGBl. Nr. 142, über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger.  
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Die Evangelische Kirche Augsburgischen und Helvetischen Bekenntnisses in Österreich sowie die in dieser zusammengeschlossenen beiden Kirchen: die Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Österreich und die Evangelische Kirche Helvetischen Bekenntnisses in Österreich – sämtliche "Evangelische Kirche" genannt – sind ''gesetzlich anerkannte Kirchen (Religionsgesellschaften)'' im Sinne des Artikels 15 des Staatsgrundgesetzes vom 21. Dezember 1867, RGBl. Nr. 142, über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger.<ref name="EvKG"/>
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Die Evangelische Kirche genießt die Stellung einer ''Körperschaft des öffentlichen Rechts''.<ref>[https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10009255 www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung]</ref>
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Die Evangelische Kirche genießt die Stellung einer ''Körperschaft des öffentlichen Rechts''.<ref name="EvKG">Bundesgesetz über äußere Rechtsverhältnisse der Evangelischen Kirche, BGBl. Nr. 182/1961, [https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10009255 Geltende Fassung] (abgerufen am 6. Jänner 2026)</ref>
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Im Gebiet der Evangelische Diözese Salzburg-Tirol leben ca. 30&nbsp;000 bekennende Mitglieder. Davon ist der überwiegende Teil Augsburgischen Bekenntnisses, nur etwa 300 zählen sich zu den Evangelischen Helvetischen Bekenntnisses. Für die [[Evangelische Diözese Salzburg-Tirol|evangelische Diözese Salzburg-Tirol]] befindet sie sich in Innsbruck. Die Geschäftsstelle der Superintendentur in der [[Stadt Salzburg]] ist im Evangelischen Schulamt in der [[Sinnhubstraße]] 10 untergebracht.
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Im Gebiet der Evangelische Diözese Salzburg-Tirol leben ca. 30&nbsp;000 bekennende Mitglieder. Davon ist der überwiegende Teil Augsburgischen Bekenntnisses, nur etwa 300 zählen sich zu den Evangelischen Helvetischen Bekenntnisses. Für die [[Evangelische Diözese Salzburg-Tirol|evangelische Diözese Salzburg-Tirol]] befindet sich die Superintendentur in Innsbruck. Die Geschäftsstelle der Superintendentur in der [[Stadt Salzburg]] ist im Evangelischen Schulamt in der [[Sinnhubstraße]] 10 untergebracht.
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
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In [[Bad Gastein|Gastein]] entstand bis [[1872]] die [[Christophoruskirche Bad Gastein|Evangelische Christophoruskirche Bad Gastein]] unter dem Patronat des Königs von [[Deutschland#Preußen|Preußen]] und deutschen Kaisers [[Wilhelm I.]].
 
In [[Bad Gastein|Gastein]] entstand bis [[1872]] die [[Christophoruskirche Bad Gastein|Evangelische Christophoruskirche Bad Gastein]] unter dem Patronat des Königs von [[Deutschland#Preußen|Preußen]] und deutschen Kaisers [[Wilhelm I.]].
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[[1902]] kam es zur Gründung des [[Salzbund (Verein)|Vereins Salzbund]], der sich um die neuen Glaubensbrüder bemühte. Zu dieser Zeit erhielt die Gemeinde starken Zuwachs durch die "[[Los-von-Rom-Bewegung]]".
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[[1902]] kam es zur Gründung des [[Salzbund (Verein)|Vereins "Salzbund"]], der sich um die neuen Glaubensbrüder bemühte. Zu dieser Zeit erhielt die Gemeinde starken Zuwachs durch die "Los-von-Rom-Bewegung".
    
Die [[1904]] als Predigtstation gegründete [[Evangelische Pfarrgemeinde Hallein - Schaitbergerkirche|Gemeinde]] in [[Hallein]] erhielt [[1925]] den Status einer Pfarrgemeinde.
 
Die [[1904]] als Predigtstation gegründete [[Evangelische Pfarrgemeinde Hallein - Schaitbergerkirche|Gemeinde]] in [[Hallein]] erhielt [[1925]] den Status einer Pfarrgemeinde.
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[[1935]] wurde in [[Neumarkt am Wallersee|Neumarkt bei Salzburg]] die erste Predigtstation außerhalb der Landeshauptstadt und Halleins gegründet, hier entstand [[1956]] auch die [[Rupertuskirche]].#
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[[1935]] wurde in [[Neumarkt am Wallersee|Neumarkt bei Salzburg]] die erste Predigtstation außerhalb der Landeshauptstadt und Halleins gegründet, hier entstand [[1956]] auch die [[Rupertuskirche]].
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[[1938]] [[Gerhard Florey]], ab 1934 Pfarrer an der Christuskirche, wie auch die drei Presbyter [[Robert Lippert]], Herbert Michael und Dagobert Weber waren Mitglieder der [[NSDAP]] und begrüßten den [[Anschluss]].<ref>[https://www.stadt-salzburg.at/index.php?id=39292 Digitalisat]</ref>
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[[1938]] [[Gerhard Florey]], ab 1934 Pfarrer an der Christuskirche, wie auch die drei Presbyter [[Robert Lippert]], Herbert Michael und [[Dagobert Weber]] waren Mitglieder der [[NSDAP]] und begrüßten den [[Anschluss]].<ref>[https://www.stadt-salzburg.at/index.php?id=39292 ''Opfer und Komplize: Die Rolle der Kirchen während der NS-Zeit'']; Bericht über den Vortrag "Zwischen Hoffnung und Enttäuschung" von [[Friedrich Gottas]], Salzburg 8. November 2012</ref>
    
Am [[25. Juni]] [[1960]] wurde die [[Heilskirche (Bad Hofgastein)|Heilskirche]] eingeweiht und damit auch [[Evangelische Pfarrgemeinde Gastein - Christophoruskirche|Gastein]] zur eigenständigen Pfarre erhoben.
 
Am [[25. Juni]] [[1960]] wurde die [[Heilskirche (Bad Hofgastein)|Heilskirche]] eingeweiht und damit auch [[Evangelische Pfarrgemeinde Gastein - Christophoruskirche|Gastein]] zur eigenständigen Pfarre erhoben.
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[[1994]] wurde die Pfarrgemeinde Salzburg in zwei Teile, links und rechts der [[Salzach]], aufgegliedert. Neben der Christuskirche fanden die Protestanten nun in der [[Matthäuskirche]] in [[Taxham]] ein neues Zuhause. Auch die [[Evangelische Friedenskirche Saalfelden|Friedenskirche]] in [[Saalfelden]] wurde von [[Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Zell am See|Zell am See]] losgelöst und damit zur Pfarrkirche der [[Evangelische Pfarrgemeinde Saalfelden|Evangelischen Pfarrgemeinde Saalfelden]] erhoben.
 
[[1994]] wurde die Pfarrgemeinde Salzburg in zwei Teile, links und rechts der [[Salzach]], aufgegliedert. Neben der Christuskirche fanden die Protestanten nun in der [[Matthäuskirche]] in [[Taxham]] ein neues Zuhause. Auch die [[Evangelische Friedenskirche Saalfelden|Friedenskirche]] in [[Saalfelden]] wurde von [[Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Zell am See|Zell am See]] losgelöst und damit zur Pfarrkirche der [[Evangelische Pfarrgemeinde Saalfelden|Evangelischen Pfarrgemeinde Saalfelden]] erhoben.
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[[1999]] wurde die [[Evangelische Auferstehungskirche (Salzburg)|Auferstehungskirche]] der Evangelischen Pfarrgemeinde Salzburg-Süd in [[Gneis]] eingeweiht. Im selben Jahr entstand auch, durch die Trennung von der Mutterpfarrgemeinde Hallein, in [[Bischofshofen]] die jüngste [[Evangelische Pfarrgemeinde Bischofshofen und St. Johann im Pongau - Christuskirche|Salzburger Pfarrgemeinde]].
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[[1999]] wurde die [[Evangelische Auferstehungskirche (Salzburg)|Auferstehungskirche]] der Evangelischen Pfarrgemeinde Salzburg-Süd in [[Gneis]] eingeweiht. Im selben Jahr entstand auch, durch die Trennung von der Mutterpfarrgemeinde Hallein, in [[Bischofshofen]] die [[Evangelische Pfarrgemeinde Bischofshofen und St. Johann im Pongau - Christuskirche|jüngste Salzburger Pfarrgemeinde]].
    
== Pfarrgemeinden in Salzburg ==
 
== Pfarrgemeinden in Salzburg ==
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== Superintendent ==
 
== Superintendent ==
Die Stellung des Superintendenten entspricht dem Rang eines Diözesanbischofs in der römisch-katholischen Kirche. Im Gegensatz zu diesem wird sie durch eine Wahl besetzt. Wählbar ist, wer ein abgeschlossenes Theologiestudium hat, mindestens 35 Jahre alt ist sowie die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt. Das Amt wird in einer Amtszeit von zwölf Jahren ausgeübt. Es besteht die Möglichkeit zur Wiederwahl. Das Amt besteht zu gleichen Teilen aus geistlichen und administrativen Tätigkeiten.
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Die Stellung des Superintendenten entspricht dem Rang eines Diözesanbischofs in der [[Katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]]. Im Gegensatz zu diesem wird der Superintendent gewählt. Wählbar ist, wer ein abgeschlossenes Theologiestudium hat, mindestens 35 Jahre alt ist sowie die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt. Das Amt wird in einer Amtszeit von zwölf Jahren ausgeübt. Es besteht die Möglichkeit zur Wiederwahl. Das Amt besteht zu gleichen Teilen aus geistlichen und administrativen Tätigkeiten.
    
Mit dem Amt sind bischöfliche Aufgaben verbunden:
 
Mit dem Amt sind bischöfliche Aufgaben verbunden:
 
* Ordination von Pfarrern,
 
* Ordination von Pfarrern,
* Visitation und andere.
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* Visitation und  
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* andere.
 
== Bilder ==
 
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{{Bildkat|Evangelische Kirche|Bilder der evangelischen Kirche in Salzburg}}
 
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