| − | Ab dem [[6. Jahrhundert]] gehörte das Gebiet des [[Salzburggau]]s zum [[Herzogtum Bayern]]. Nach dem Sturz des Herzogshauses der Agilolfinger [[788]], und der Eingliederung Bayerns in das Frankenreich teilte man das Land in Grafschaften ein, die von Grafen geleitet wurden. Im Auftrag des Königs hatten die Grafen vor allem für militärischen Schutz, die Rechtsprechung und die Einhebung der Steuern zu sorgen. Im Salzburggau gab es im Hoch[[mittelalter]] mehrere Grafschaften: Das Adelsgeschlecht der [[Grafen von Plain]], ihre Stammburg war die [[Plainburg]] in [[Großgmain]], war ab ungefähr [[1100]] mit der Grafschaft im oberen (südlichen) Salzburggau belehnt. Diese Grafschaft umfasste den südlichen Teil des heutigen Rupertiwinkels, westlich und südlich des Waginger Sees, das Gebiet südlich der [[Stadt Salzburg]] und das [[Salzachtal]] bis zum [[Pass Lueg]]. Nördlich davon, im unteren Salzburggau, hatten die [[Grafen von Lebenau]] ab [[1104]] eine Grafschaft inne. Sie stammten aus dem Geschlecht der mächtigen [[Spanheimer]]<ref>siehe zu: [[Engelbert I. von Spanheim]] († 1096)</ref> und nannten sich nach der [[Burg Lebenau (Laufen)|Burg Lebenau]] in Laufen. Ihre Grafschaft erstreckte sich über die nördliche Hälfte des späteren Rupertiwinkels, nördlich und östlich des Waginger Sees und den Nordwesten des heutigen Flachgaus. Daneben gab es im [[Reichenhaller Becken|Reichenhaller Tal]] die nur auf die Stadt bezogene [[Hallgrafschaft]] und die ältere [[Grafschaft Reichenhall]], aus der sich später das [[Pflegegericht]] Reichenhall entwickelt hat. Südlich des [[Untersbergstock]]s wurde [[1102]] das [[Augustiner-Chorherrenstift Berchtesgaden]] gegründet, das sich im Laufe der Zeit von den Plainer Grafen, welche die Hochgerichtsrechte über das Berchtesgadener Tal besaßen, unabhängig machen konnte. | + | Ab dem [[6. Jahrhundert]] gehörte das Gebiet des [[Salzburggau]]s zum [[Herzogtum Bayern]]. Nach dem Sturz des Herzogshauses der Agilolfinger [[788]], und der Eingliederung Bayerns in das Frankenreich teilte man das Land in Grafschaften ein, die von Grafen geleitet wurden. Im Auftrag des Königs hatten die Grafen vor allem für militärischen Schutz, die Rechtsprechung und die Einhebung der Steuern zu sorgen. Im Salzburggau gab es im Hoch[[mittelalter]] mehrere Grafschaften: Das Adelsgeschlecht der [[Grafen von Plain]], ihre Stammburg war die [[Plainburg]] in [[Großgmain]], war ab ungefähr [[1100]] mit der Grafschaft im oberen (südlichen) Salzburggau belehnt. Diese Grafschaft umfasste den südlichen Teil des heutigen Rupertiwinkels, westlich und südlich des Waginger Sees, das Gebiet südlich der [[Stadt Salzburg]] und das [[Salzachtal]] bis zum [[Pass Lueg]]. Nördlich davon, im unteren Salzburggau, hatten die [[Grafen von Lebenau]] ab [[1104]] eine Grafschaft inne. Sie stammten aus dem Geschlecht der mächtigen Spanheimer<ref>siehe zu: [[Engelbert I. von Spanheim]] († 1096)</ref> und nannten sich nach der [[Burg Lebenau (Laufen)|Burg Lebenau]] in Laufen. Ihre Grafschaft erstreckte sich über die nördliche Hälfte des späteren Rupertiwinkels, nördlich und östlich des Waginger Sees und den Nordwesten des heutigen Flachgaus. Daneben gab es im [[Reichenhaller Becken|Reichenhaller Tal]] die nur auf die Stadt bezogene [[Hallgrafschaft]] und die ältere [[Grafschaft Reichenhall]], aus der sich später das [[Pflegegericht]] Reichenhall entwickelt hat. Südlich des [[Untersbergstock]]s wurde [[1102]] das [[Augustiner-Chorherrenstift Berchtesgaden]] gegründet, das sich im Laufe der Zeit von den Plainer Grafen, welche die Hochgerichtsrechte über das Berchtesgadener Tal besaßen, unabhängig machen konnte. |