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| | An einer ehemaligen Haltestelle der [[Gaisbergbahn|Gaisberg-Zahnradbahn]], die bis zum Bau der [[Gaisberg Landesstraße|Gaisbergstraße]] [[1929]] bestand, wurde [[1864]] die erste [[Gaststätte Judenberg|Jausenstation]] errichtet. Das Haus hatte verschiedene Namen, vom ''Rosenhof'' bis ''Judenbergalm'' und ''Cobenzl ''. Am [[28. März]] [[1953]] eröffnete [[Julius Böhacker]] darin erstmals ein Hotel mit 55 Betten, einer Bar und einem Restaurant. Der Betrieb war an das Wiener Fremdenverkehrsunternehmen Hübner für fünf Jahre verpachtet.<ref>"[[Befreit und besetzt, Stadt Salzburg 1945–1955]]", Seite 405 sowie [https://www.sn.at/archivsn?img=xDTZ%2FX8zPUIYg3VOx1DcKzAOaMImeyzXCECAYNnrRwmF7YafBmFuLVIUqkYn9SJYN%2Fk1QHVZSr%2Bl52qDf4p%2B5YyC44X%2FFMyePHX4Z%2FGn4DTwLAHEur8GHzo3UZ1UWnJ4&id1=19530109_05&q=%2522Julius%2520B%25C3%25B6hacker%2522#slide5 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 9. Jänner 1953, Seite 5</ref> | | An einer ehemaligen Haltestelle der [[Gaisbergbahn|Gaisberg-Zahnradbahn]], die bis zum Bau der [[Gaisberg Landesstraße|Gaisbergstraße]] [[1929]] bestand, wurde [[1864]] die erste [[Gaststätte Judenberg|Jausenstation]] errichtet. Das Haus hatte verschiedene Namen, vom ''Rosenhof'' bis ''Judenbergalm'' und ''Cobenzl ''. Am [[28. März]] [[1953]] eröffnete [[Julius Böhacker]] darin erstmals ein Hotel mit 55 Betten, einer Bar und einem Restaurant. Der Betrieb war an das Wiener Fremdenverkehrsunternehmen Hübner für fünf Jahre verpachtet.<ref>"[[Befreit und besetzt, Stadt Salzburg 1945–1955]]", Seite 405 sowie [https://www.sn.at/archivsn?img=xDTZ%2FX8zPUIYg3VOx1DcKzAOaMImeyzXCECAYNnrRwmF7YafBmFuLVIUqkYn9SJYN%2Fk1QHVZSr%2Bl52qDf4p%2B5YyC44X%2FFMyePHX4Z%2FGn4DTwLAHEur8GHzo3UZ1UWnJ4&id1=19530109_05&q=%2522Julius%2520B%25C3%25B6hacker%2522#slide5 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 9. Jänner 1953, Seite 5</ref> |
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| | + | Am [[29. August]] [[1958]] besuchten Klaus v. Amsberg und Prinzessin Beatrix das Hotel. Der "Erlafthal-Bote" berichtet in seiner Ausgabe vom [[3. September]] [[1966]] von diesem Besuch:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=etb&datum=19660903&query=%22Tauernkraftwerke+AG%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "Erlafthal-Bote", Ausgabe vom 3. September 1966, Seite 3</ref> |
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| | + | <blockquote>''Klaus v. Amsberg und Prinzessin Beatrix besuchten am Nachmittag des selben Tages den am [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]]hang gelegenen Salzburger "Kobenzl". Die Kinder des Besitzers, in [[Dirndl]] und [[Lederhose]], überreichten den hohen Gästen Blumen. Das Paar war sichtlich erfreut über die nette Geste und verblieb einige Zeit, um die Aussicht zu genießen.</blockquote> |
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| | Am [[27. Jänner]] [[1959]] kam es zur Versteigerung des "Einkehrgasthofs am Rosenhof", Judenbergalm.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=pVNf%2Bpf12BBTmgAtTpKuHsxhn3YIOFd6Oz%2BC6Q0YlLgGRYIuwRbkR84FqGgCLZhtNCPVNCbPcklNgVfWErsWWdulE3dQ7P8elvJnMtlHYBHSqijcAREoBouwSx56U9dI&id1=19581122_36&q=Judenbergalm#sn-archiv-36 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 22. November 1958, Seite 30</ref> Bei dieser Versteigerung verwirklichte sich der [[Pinzgau]]er Bergbauernsohn Rupert Herzog zusammen mit einer Wirtstochter aus [[Taxenbach]], Marianne, die als Ehepaar Herzog nach Salzburg gingen, ihren Lebenstraum und ersteigerten das Hotel "Judenbergalm" um 1,836 Millionen [[Schilling]]. Der Schätzwert betrug 3,555 Millionen Schilling, das geringste Angebot 1,777 Millionen Schilling. Das Ehepaar Herzog besaß in [[Taxenbach]]-[[Högmoos]] den Gasthof Stifterwirt.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=h%2F6SZNOeU7GuMK7rntEDQa7T2TliwXeqL%2BuSwaKbQj0BwJ6JXMlj2I6nHNCkzIaAHluLMSJuUV3j9wh1rE0dp77y5W9lRhHxk4V9jYCI10wZUa7%2FjPvi5N4RDp69B8Uy&id1=19590123_05&q=Judenbergalm#sn-archiv-5 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 23. Jänner 1959, Seite 5</ref> | | Am [[27. Jänner]] [[1959]] kam es zur Versteigerung des "Einkehrgasthofs am Rosenhof", Judenbergalm.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=pVNf%2Bpf12BBTmgAtTpKuHsxhn3YIOFd6Oz%2BC6Q0YlLgGRYIuwRbkR84FqGgCLZhtNCPVNCbPcklNgVfWErsWWdulE3dQ7P8elvJnMtlHYBHSqijcAREoBouwSx56U9dI&id1=19581122_36&q=Judenbergalm#sn-archiv-36 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 22. November 1958, Seite 30</ref> Bei dieser Versteigerung verwirklichte sich der [[Pinzgau]]er Bergbauernsohn Rupert Herzog zusammen mit einer Wirtstochter aus [[Taxenbach]], Marianne, die als Ehepaar Herzog nach Salzburg gingen, ihren Lebenstraum und ersteigerten das Hotel "Judenbergalm" um 1,836 Millionen [[Schilling]]. Der Schätzwert betrug 3,555 Millionen Schilling, das geringste Angebot 1,777 Millionen Schilling. Das Ehepaar Herzog besaß in [[Taxenbach]]-[[Högmoos]] den Gasthof Stifterwirt.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=h%2F6SZNOeU7GuMK7rntEDQa7T2TliwXeqL%2BuSwaKbQj0BwJ6JXMlj2I6nHNCkzIaAHluLMSJuUV3j9wh1rE0dp77y5W9lRhHxk4V9jYCI10wZUa7%2FjPvi5N4RDp69B8Uy&id1=19590123_05&q=Judenbergalm#sn-archiv-5 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 23. Jänner 1959, Seite 5</ref> |
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| | === 2025: Der Gestaltungsbeirat wird von einer neuen Eingabe überrascht === | | === 2025: Der Gestaltungsbeirat wird von einer neuen Eingabe überrascht === |
| − | Der Besitzer kam der Anregung des Gestaltungsbeirats aber nicht nach, sondern reichte im Dezember 2024 das Bauansuchen ein. Zur Sitzung des Gestaltungsbeirats am [[28. Jänner]] [[2025]] erschien die Familie Herzog in Begleitung ihres Rechtsvertreters, des Salzburger Anwalts Bernhard Loimer, sowie des in Wien tätigen Rechtsanwalts Gregor Trummer, der sich als gebürtiger Salzburger und Vertreter des künftigen Investors, Eigentümers und Betreibers des geplanten Hotels vorstellte. Sein Klient wisse, dass es sich um ein Juwel und einen ganz besonderen Bauplatz handle, betonte Trummer. Er beschäftige sich seit vier Jahren mit dem Projekt, sein Klient seit mehr als zwei Jahren. Wagner und Widmann betonten, die Anregungen aus dem letzten Gestaltungsbeirat seien eingeflossen. Der Beirat sieht das anders. Um eine politische Mitsprache zu sichern und den Gestaltungsbeirat verpflichtend einzubinden, wird nun wie von Planungsstadträtin [[Anna Schiester]] ([[Bürgerliste]]) und Abteilungsvorstand Andreas Schmidbaur ein Bebauungsplan der Grundstufe erlassen. Das ist ein unüblicher Schritt, weil es sich um Grünland handelt, in dem ja normalerweise nicht gebaut wird.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/neubau-hotels-kobenzl-eigentuemer-172507189 www.sn.at], 29. Jänner 2025</ref> | + | Der Besitzer kam der Anregung des Gestaltungsbeirats aber nicht nach, sondern reichte im Dezember 2024 das Bauansuchen ein. Zur Sitzung des Gestaltungsbeirats am [[28. Jänner]] [[2025]] erschien die Familie Herzog in Begleitung ihres Rechtsvertreters, des Salzburger Anwalts Bernhard Loimer, sowie des in Wien tätigen Rechtsanwalts Gregor Trummer, der sich als gebürtiger Salzburger und Vertreter des künftigen Investors, Eigentümers und Betreibers des geplanten Hotels vorstellte. Sein Klient wisse, dass es sich um ein Juwel und einen ganz besonderen Bauplatz handle, betonte Trummer. Er beschäftige sich seit vier Jahren mit dem Projekt, sein Klient seit mehr als zwei Jahren. Wagner und Widmann betonten, die Anregungen aus dem letzten Gestaltungsbeirat seien eingeflossen. Der Beirat sieht das anders. Um eine politische Mitsprache zu sichern und den Gestaltungsbeirat verpflichtend einzubinden, wird nun wie von Planungsstadträtin [[Anna Schiester]] ([[Bürgerliste]]) und Abteilungsvorstand Andreas Schmidbaur ein Bebauungsplan der Grundstufe erlassen. Das ist ein unüblicher Schritt, weil es sich um Grünland handelt, in dem ja normalerweise nicht gebaut wird.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/neubau-hotels-kobenzl-eigentuemer-172507189 www.sn.at], 29. Jänner 2025</ref> |
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