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| | Sein Arbeitsbereich vergrößerte sich [[1819]] noch um [[Pfleggericht Mittersill|Mittersill]], das in bayerischer Zeit einen eigenen Landgerichtsarzt – den bereits erwähnten Dr. Riedler – gehabt hatte. Dr. Pürstinger betätigte sich auch wissenschaftlich, indem er im Badeort [[Bad Fusch]] Wasseranalysen vornahm.<ref>"Allgemeine Zeitung", balneologische Zeitung, Leipzig 1868, 189.</ref> Er verfasste "medizinisch-topographische Fragmente über das [[Pinzgau]]", die leider nicht erhalten sind, und schloss diese seinem Sanitätsbericht an. | | Sein Arbeitsbereich vergrößerte sich [[1819]] noch um [[Pfleggericht Mittersill|Mittersill]], das in bayerischer Zeit einen eigenen Landgerichtsarzt – den bereits erwähnten Dr. Riedler – gehabt hatte. Dr. Pürstinger betätigte sich auch wissenschaftlich, indem er im Badeort [[Bad Fusch]] Wasseranalysen vornahm.<ref>"Allgemeine Zeitung", balneologische Zeitung, Leipzig 1868, 189.</ref> Er verfasste "medizinisch-topographische Fragmente über das [[Pinzgau]]", die leider nicht erhalten sind, und schloss diese seinem Sanitätsbericht an. |
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| − | Am [[6. Jänner]] [[1815]] kam sein Sohn Joan Baptista zur Welt und am [[5. April]] [[1816]] Ludovicus Wilhelm. Beide Knaben starben Anfang April [[1817]], der Jüngere an einer Entzündung und der Ältere an Keuchhusten. Wenige Tage vor dem Tod der beiden kleinen Söhne wurde am [[22. März]] [[1817]] die Tochter Wilhelmina geboren. Es folgten Joannes Baptista am [[16. Juni]] [[1818]] und Ludwig am [[6. Jänner]] [[1820]] – alle im Haus Markt 48. Im neuen oder neu nummerierten Haus "Markt Nr. 49" kamen am [[14. Februar]] [[1822]] Antonia Margaritha und am [[18. April]] [[1823]] Paulina Clara Joanna zur Welt.<ref>Taufbuch der Pfarre Zell am See-St. Hippolyt, [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/zell-am-see-st-hippolyt/TFBVIII/?pg=281 Bd.^sVIII, Register, Buchst. P]</ref>
| + | == Familie == |
| | + | In Wien lernte er seine Frau [[Anna Pürstinger|Anna Reignerin]] kennen, die er am [[1. November]] [[1809]] in Wien-Wieden heiratete. Anna war die Tochter des Seidenband-Fabrikanten Johann Reigner und bei der Hochzeit 21 Jahre alt.<ref>Trauungsbuch der Pfarre Wien-Wieden, [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/04-wieden/02-04/?pg=19 Bd. IV fol. 196]</ref> |
| | + | Das junge Paar bezog ein Haus in der Laimgrube 24, einer Vorstadt, die heute Teil von Maria Hilf ist. Hier kam als erstes Kind der Sohn Karl am 30. April 1810 zur Welt und starb nach zwei Monaten bereits an einer "Gedarmentzündung". Carl Johann Philipp Emmerich wurde am 24. Mai 1811, Anna am 25. Juli 1812 und Katharina am 4. November 1813 geboren. Bei den beiden Mädchen war Catharina Schinko Gattin des Kaufmanns Karl Schinko die Patin. |
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| | + | In Zell kam am [[6. Jänner]] [[1815]]sein Sohn Joan Baptista zur Welt und am [[5. April]] [[1816]] Ludovicus Wilhelm. Beide Knaben starben Anfang April [[1817]], der Jüngere an einer Entzündung und der Ältere an Keuchhusten. Wenige Tage vor dem Tod der beiden kleinen Söhne wurde am [[22. März]] [[1817]] die Tochter Wilhelmina geboren. Es folgten Joannes Baptista am [[16. Juni]] [[1818]] und Ludwig am [[6. Jänner]] [[1820]] – alle im Haus Markt 48. Im neuen oder neu nummerierten Haus "Markt Nr. 49" kamen am [[14. Februar]] [[1822]] Antonia Margaritha und am [[18. April]] [[1823]] Paulina Clara Joanna zur Welt.<ref>Taufbuch der Pfarre Zell am See-St. Hippolyt, [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/zell-am-see-st-hippolyt/TFBVIII/?pg=281 Bd.^sVIII, Register, Buchst. P]</ref> |
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| | Doch das Glück der großen Familie endete jäh, als Anna Pürstinger am [[16. April]] [[1824]] im Alter von 38 Jahren bei der Geburt ihrer Tochter Philippina verstarb.<ref>Sterbebuch der Pfarre Zell am See-St. Hippolyt [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/zell-am-see-st-hippolyt/STBII/?pg=167 Bd. II S. 326 f.]</ref> Karl Pürstinger blieb mit den mindestens sechs Kindern, deren ältestes gerade erst sieben Jahre alt war, allein zurück. Aber auch er konnte die Kinder nicht großziehen, denn am 21. September des selben Jahres verstarb auch er der "Physicus districtus Pinzgoviae" im Alter von nur 45 Jahren (bzw. im 45. Lebensjahr).<ref>Sterbebuch der Pfarre Zell am See-St. Hippolyt [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/zell-am-see-st-hippolyt/STBII/?pg=169 Bd. II S. 330 f.]</ref> | | Doch das Glück der großen Familie endete jäh, als Anna Pürstinger am [[16. April]] [[1824]] im Alter von 38 Jahren bei der Geburt ihrer Tochter Philippina verstarb.<ref>Sterbebuch der Pfarre Zell am See-St. Hippolyt [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/zell-am-see-st-hippolyt/STBII/?pg=167 Bd. II S. 326 f.]</ref> Karl Pürstinger blieb mit den mindestens sechs Kindern, deren ältestes gerade erst sieben Jahre alt war, allein zurück. Aber auch er konnte die Kinder nicht großziehen, denn am 21. September des selben Jahres verstarb auch er der "Physicus districtus Pinzgoviae" im Alter von nur 45 Jahren (bzw. im 45. Lebensjahr).<ref>Sterbebuch der Pfarre Zell am See-St. Hippolyt [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/zell-am-see-st-hippolyt/STBII/?pg=169 Bd. II S. 330 f.]</ref> |