| | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== |
| − | ''Y. cagnagella'' war in Salzburg bisher nur von wenigen Fundorten nachgewiesen (Embacher & Kurz 2008), die sich auf die Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone), Ia ([[Stadt Salzburg]]) und II (nördliche Kalkalpen) verteilten (Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2025). Ursache dafür ist hauptsächlich, dass die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] nicht sicher von ''[[Yponomeuta malinellus]]'' und weißen Formen von ''[[Yponomeuta padella]]'' unterschieden werden können und der faunistische Nachweis nur über die Raupen und die Kenntnis der Nahrungspflanzen eindeutig möglich ist. Eine Suche nach den Raupen in den letzten Jahren hat aber gezeigt, dass die Art zumindest im Umkreis der [[Stadt Salzburg]] durchaus verbreitet und häufig ist. Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung ist mit 420 bis 630 m aber sehr gering und wird stark durch die Höhenverbreitung der Nahrungspflanze (''[[Euonymus europaea]]'', das Pfaffenhütchen) bestimmt (in Salzburg von 400 bis 800 m dokumentiert, siehe [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Allerdings fand eine Exkursion des Tiroler Landesmuseum im Wildgerlostal (Zone IV, Zentralalpen) ein Exemplar auch auf fast 1700 m Höhe. Dabei dürfte es sich um ein mit Aufwinden verfrachtetes Tier gehandelt haben. 2023 fotografierte weiters Ernst Moßhammer südlich von Saalfelden (Zone III, Schieferalpen) ein Tier, das höchstwahrscheinlich ebenfalls zu ''Y. cagnagella'' gehört. Der Lebensraum der Art umfasst laubdominierte Gehölze, Waldränder, hochstauden- und gebüschreiche Schlagflächen, aber auch Gärten und Hecken mit Vorkommen der Nahrungspflanze, wobei im Gegensatz zu verwandten Arten bisher kein besonderer Unterschied im Lebensraum zwischen Raupen und [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] festgestellt wurde. ''Y. cagnagella'' bringt nur eine Generation im Jahr hervor. Raupen sind hauptsächlich im Mai, [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] von Juni bis August zu finden. | + | ''Y. cagnagella'' war in Salzburg bisher nur von wenigen Fundorten nachgewiesen (Embacher & Kurz 2008), die sich auf die Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone), Ia ([[Stadt Salzburg]]) und II (nördliche Kalkalpen) verteilten (Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2025). Ursache dafür ist hauptsächlich, dass die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] nicht sicher von ''[[Yponomeuta malinellus]]'' und weißen Formen von ''[[Yponomeuta padella]]'' unterschieden werden können und der faunistische Nachweis nur über die Raupen und die Kenntnis der Nahrungspflanzen eindeutig möglich ist. Eine Suche nach den Raupen in den letzten Jahren hat aber gezeigt, dass die Art zumindest im Umkreis der [[Stadt Salzburg]] durchaus verbreitet und häufig ist. Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung ist mit 420 bis 630 m aber sehr gering und wird stark durch die Höhenverbreitung der Nahrungspflanze (''[[Euonymus europaeus]]'', das Pfaffenhütchen) bestimmt (in Salzburg von 400 bis 800 m dokumentiert, siehe [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Allerdings fand eine Exkursion des Tiroler Landesmuseum im Wildgerlostal (Zone IV, Zentralalpen) ein Exemplar auch auf fast 1700 m Höhe. Dabei dürfte es sich um ein mit Aufwinden verfrachtetes Tier gehandelt haben. 2023 fotografierte weiters Ernst Moßhammer südlich von Saalfelden (Zone III, Schieferalpen) ein Tier, das höchstwahrscheinlich ebenfalls zu ''Y. cagnagella'' gehört. Der Lebensraum der Art umfasst laubdominierte Gehölze, Waldränder, hochstauden- und gebüschreiche Schlagflächen, aber auch Gärten und Hecken mit Vorkommen der Nahrungspflanze, wobei im Gegensatz zu verwandten Arten bisher kein besonderer Unterschied im Lebensraum zwischen Raupen und [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] festgestellt wurde. ''Y. cagnagella'' bringt nur eine Generation im Jahr hervor. Raupen sind hauptsächlich im Mai, [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] von Juni bis August zu finden. |