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| | ==== Ära Lifka im Kasererbräu ==== | | ==== Ära Lifka im Kasererbräu ==== |
| | + | Mit [[1. Jänner]] [[1910]] hatten Franz und Marie Scharrer den Gasthof Kasererbräu übernommen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19091227&seite=13&zoom=33 ANNO], "Salzburger Volksblatt", Ausgabe vom 27. Dezember 1909, Seite 13</ref> Marie Scharrer heiratete nach dem Tod ihres Mannes nochmals und wurde als Maria Stubhan die Großmutter des heutigen Besitzers.<ref name="120Jahre" /> |
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| − | Am [[1. April]] [[1910]] begann [[Karl Friedrich Lifka]] im Gasthaus Kasererbräu ein ständiges elektrisches Theater, das ''[[Lifkas Grand Théâtre électrique Salzburg]]''.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19100405&query=%22Karl+Friedrich+Lifka%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "Salzburger Wacht", Ausgabe vom 5. April 1910, Seite 3 sowie gleiche Ausgabe Seite 4 - eine Werbeeinschaltung [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19100405&query=%22Karl+Friedrich+Lifka%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO]</ref> In einem Inserat der "[[Salzburger Wacht]]" im November [[1911]] steht "ältestes, vornehmstes, ständiges Etablissement für moderne Kinematographie" betrieben bereits vom [[Linz]]er Karl Friedrich Lifka, der seit 1910 hier Stummfilme zeigte. Ab Jänner [[1912]] führte Lifka das [[Mirabell-Kino (Hotel Mirabell)|Mirabell-Kino]], damals aber noch im [[Hotel Mirabell (Stadt Salzburg)|Hotel Mirabell]] im Haus [[Schwarzstraße 24]] und eben jenes im Kasererbräu.<ref name = fb">[http://de-de.facebook.com/notes/neues-mozartkino-salzburg/archiv-beitr%C3%A4ge/10150192748830714 de-de.facebook.com/mozartkino] sowie [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19111120&seite=3&zoom=33&query=%22Mirabell-Kino%22&ref=anno-search ANNO], "[[Salzburger Chronik]]", Ausgabe 20. November 1911, Seite 3</ref> | + | Am [[1. April]] 1910 begann [[Karl Friedrich Lifka]] im Gasthof Kasererbräu ein ständiges elektrisches Theater, das ''[[Lifkas Grand Théâtre électrique Salzburg]]''.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19100405&query=%22Karl+Friedrich+Lifka%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "Salzburger Wacht", Ausgabe vom 5. April 1910, Seite 3 sowie gleiche Ausgabe Seite 4 - eine Werbeeinschaltung [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19100405&query=%22Karl+Friedrich+Lifka%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO]</ref> In einem Inserat der "[[Salzburger Wacht]]" im November [[1911]] steht "ältestes, vornehmstes, ständiges Etablissement für moderne Kinematographie" betrieben bereits vom [[Linz]]er Karl Friedrich Lifka, der seit 1910 hier Stummfilme zeigte. Ab Jänner [[1912]] führte Lifka das [[Mirabell-Kino (Hotel Mirabell)|Mirabell-Kino]], damals aber noch im [[Hotel Mirabell (Stadt Salzburg)|Hotel Mirabell]] im Haus [[Schwarzstraße 24]] und eben jenes im Kasererbräu.<ref name = fb">[http://de-de.facebook.com/notes/neues-mozartkino-salzburg/archiv-beitr%C3%A4ge/10150192748830714 de-de.facebook.com/mozartkino] sowie [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19111120&seite=3&zoom=33&query=%22Mirabell-Kino%22&ref=anno-search ANNO], "[[Salzburger Chronik]]", Ausgabe 20. November 1911, Seite 3</ref> |
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| | Filmtitel des Jahres [[1912]] waren u. a. "Hohes Spiel", "In der Wildnis verloren", "Die Folgen einer Tennispartie" oder "Onkel Roll als Säugling".<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19121227&query=%22Karl+Friedrich+Lifka%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], "Salzburger Wacht", Ausgabe vom 27. Dezember 1912, Seite 8</ref> | | Filmtitel des Jahres [[1912]] waren u. a. "Hohes Spiel", "In der Wildnis verloren", "Die Folgen einer Tennispartie" oder "Onkel Roll als Säugling".<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19121227&query=%22Karl+Friedrich+Lifka%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], "Salzburger Wacht", Ausgabe vom 27. Dezember 1912, Seite 8</ref> |
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| | === Nach dem Zweiten Weltkrieg === | | === Nach dem Zweiten Weltkrieg === |
| − | Nach nahezu sechsjähriger Zwangspause [[Bomben auf die Stadt Salzburg|durch Bomben]] gegen Ende des [[Zweiten Weltkrieg]]s zerstörte und danach wieder aufgebaute Kino<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19490222&query=%22Mozartkino%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "[[Salzburuger Nachrichten]]", Ausgabe 22. Februar 1949, Seite 3</ref> wurde am [[25. Dezember]] [[1950]] mit dem Zarah-Leander-Film "Gabriele" wiedereröffnet.<ref name="120Jahre" /> ES bot damals rund 500 Besuchern Platz und verfügte über moderne Tontechnik.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19501130&query=%22Mozartkino%22&ref=anno-search&seite=6 ANNO], "[[Salzburger Volksblatt]]", Ausgabe vom 30. November 1950, Seite 6</ref> | + | Nach nahezu sechsjähriger Zwangspause [[Bomben auf die Stadt Salzburg|durch Bomben]] gegen Ende des [[Zweiten Weltkrieg]]s zerstörte und danach wieder aufgebaute Kino<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19490222&query=%22Mozartkino%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe 22. Februar 1949, Seite 3</ref> wurde am [[25. Dezember]] [[1950]] mit dem Zarah-Leander-Film "Gabriele" wiedereröffnet.<ref name="120Jahre" /> ES bot damals rund 500 Besuchern Platz und verfügte über moderne Tontechnik.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19501130&query=%22Mozartkino%22&ref=anno-search&seite=6 ANNO], "[[Salzburger Volksblatt]]", Ausgabe vom 30. November 1950, Seite 6</ref> |
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| | + | ==== Veränderung in der Geschäftsführung ==== |
| | + | Im Dezember [[1945]] war Maria Stubhan Alleininhaberin der "Mozart-Lichtspiele" geworden.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19451204&query=%22Maria+Stubhan%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 4. Dezember 1945, Seite 3</ref> |
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| | + | Eine weitere Geschäftsführungsänderung lt. Eintrag in der "[[Salzburger Zeitung]]" vom [[10. Jänner]] [[1953]]:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=19530110&seite=2&zoom=33&query=%22Maria%2BStubhan%22&ref=anno-search ANNO], "Salzburger Zeitung", Ausgabe vom 10. Jänner 1953, Seite 2</ref> |
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| | + | <noinclude>''17. Dezember 1952<br /> |
| | + | HRA 306 Mozart Lichtspiele Kasererbräu Maria Stubhan. Sitz: Salzburg, Kaigasse Nr. 33. Als persönlich haftende Gesellschafter sind eingetreten: Josef Stubhan, Kaufmann, Salzburg; Gertrude Giebisch, Hausfrau in Salzburg. Infolgedessen Offene Handelsgesellschaft, die am 1. Jänner 1952 begonnen hat. Vertretungsbefugnis: Je zwei Gesellschafter gemeinsam.</noinclude> |
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| | + | ==== Filmerfolge "Sissi" und "Don Camillo und Peppone" ==== |
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| | Am [[9. Jänner]] [[1953]] lief der Film "[[Giovanni Guareschi|Don Camillo und Peppone]]" an.<ref name="SN1975" /> | | Am [[9. Jänner]] [[1953]] lief der Film "[[Giovanni Guareschi|Don Camillo und Peppone]]" an.<ref name="SN1975" /> |
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| | [[Datei:Mozartkino Abgang zum Römer Saal.jpg|thumb|Mozartkino, Abgang zum Römer Saal]] | | [[Datei:Mozartkino Abgang zum Römer Saal.jpg|thumb|Mozartkino, Abgang zum Römer Saal]] |
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| − | Die alten Gewölbe der Eingangshallen, die den [[Altstadt]]häuser so eigen sind, stellten einen besonderen Reiz dieses Kinos dar. [[1979]] übernahm [[Kurt Giebisch]] von ihrer Mutter [[Gertrude Giebisch|Getrude]] als Geschäftsführer das Kino, [[1984]] ging es dann in sein Eigentum über.<ref name="120Jahre" /> Bereits [[1980]] hatte Giebisch um zwei Säle erweitert, nach einem Generalumbau [[1987]] zählte das Haus zu den modernen Kino-Centern der Stadt. Legendär sind auch die Filmfestwochen, die international bekannt wurden. | + | Die alten Gewölbe der Eingangshallen, die den [[Altstadt]]häuser so eigen sind, stellten einen besonderen Reiz dieses Kinos dar. [[1979]] übernahm [[Kurt Giebisch]] von ihrer Mutter [[Gertrude Giebisch|Gertrude]] als Geschäftsführer das Kino, [[1984]] ging es dann in sein Eigentum über.<ref name="120Jahre" /> Bereits [[1980]] hatte Giebisch um zwei Säle erweitert, nach einem Generalumbau [[1987]] zählte das Haus zu den modernen Kino-Centern der Stadt. Legendär sind auch die Filmfestwochen, die international bekannt wurden. |
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| | Im Dezember [[2007]] wurde das Kino nach einem neuerlichen, achtmonatigen Umbau mit drei Sälen eröffnet. Rund 40 000 Besucher jährlich (2006) zählt das Mozartkino. In den [[1950er]]-Jahren waren es mehr als vier Mal so viele. | | Im Dezember [[2007]] wurde das Kino nach einem neuerlichen, achtmonatigen Umbau mit drei Sälen eröffnet. Rund 40 000 Besucher jährlich (2006) zählt das Mozartkino. In den [[1950er]]-Jahren waren es mehr als vier Mal so viele. |
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| | === 2020: Covid zwang zur zweimaligen Schließung === | | === 2020: Covid zwang zur zweimaligen Schließung === |
| | Nachdem aufgrund der [[Infektionskrankheit Covid-19]] alle Betriebe Mitte März [[2020]] für mehrere Wochen schließen mussten (der sogenannte ''[[Corona-Virus-Sprachwelt|lock down]]''), kam es im Herbst 2020 zu einer nochmaligen Schließung. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen in der zweiten Hälfte des Septembers traten neuerlich strengere Maßnahmen in Kraft, was für den Kinobetrieb nicht mehr wirtschaftlich war. Es wurde mit [[1. Oktober]] 2020 nochmals vorübergehend geschlossen.<ref>[https://www.facebook.com/mozartkino/photos/a.429528347079/10159074595482080 www.facebook.com/mozartkino], abgefragt am 24. September 2020</ref> | | Nachdem aufgrund der [[Infektionskrankheit Covid-19]] alle Betriebe Mitte März [[2020]] für mehrere Wochen schließen mussten (der sogenannte ''[[Corona-Virus-Sprachwelt|lock down]]''), kam es im Herbst 2020 zu einer nochmaligen Schließung. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen in der zweiten Hälfte des Septembers traten neuerlich strengere Maßnahmen in Kraft, was für den Kinobetrieb nicht mehr wirtschaftlich war. Es wurde mit [[1. Oktober]] 2020 nochmals vorübergehend geschlossen.<ref>[https://www.facebook.com/mozartkino/photos/a.429528347079/10159074595482080 www.facebook.com/mozartkino], abgefragt am 24. September 2020</ref> |
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| | + | === 2025: 120 Jahre Mozartkino und 115 Jahre im Besitz der Familie Giebisch === |
| | + | Im Dezember 2025 beginn das Mozartkino ein doppeltes Jubiläum. Zum einen 120 Jahre seit der ersten Filmvorführung im Haus im Jahr 1905 und zum anderen 115 Jahre der Verbindung der Familie Stubhan-Giebisch. Um 1910 hatte die Großmutter des heutigen Besitzers Kurt Giebisch, Maria Stubhan, den Gasthof übernommen und blieb bis heute in Familienbesitz. |
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| | + | <!-- Bei Empfang zum Galaabend am <ref name="120Jahre" /> --> |
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| | ==Programm== | | ==Programm== |