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Er schreibt "Nachtragsberichte aus Wien", u. a. von der Familie Duscher, vom Besuch im Prater und in Schönbrunn, eine Einladung zum "Thee"; "nun zu den Gutenbergischen" … bei Prof. Fenzl, bei Alberti, Blachetka [Plachetka] und Leithe, "im Caffehaus" mit Julius, in einer Ausstellung der Akademie der bildenden Künste, im Burgtheater. Schluss fehlt; vielleicht zusammen mit dem folgenden Brief vom gleichen Datum.
 
Er schreibt "Nachtragsberichte aus Wien", u. a. von der Familie Duscher, vom Besuch im Prater und in Schönbrunn, eine Einladung zum "Thee"; "nun zu den Gutenbergischen" … bei Prof. Fenzl, bei Alberti, Blachetka [Plachetka] und Leithe, "im Caffehaus" mit Julius, in einer Ausstellung der Akademie der bildenden Künste, im Burgtheater. Schluss fehlt; vielleicht zusammen mit dem folgenden Brief vom gleichen Datum.
 
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Ein Blatt:<br />''Graz 8 Mai 1859. Liebster Otto / Nach Ried dir zu schreiben, war mir nicht möglich, denn ich kam nur mit grader Noth dazu der Mutter zu schreiben, u. auch den Brief an sie habe ich bei Leithe in der Rossau [Wien] angefangen, bei Duscher in der Alservorstadt vollendet u. am Weg ins Belvedere in den Wieden aufgegeben. Wie lustig es in Wien war, wie göttlich ich mich unterhielt […]''  
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Ein Blatt von Franz Spängler an den Bruder:<br />''Graz 8 Mai 1859. Liebster Otto / Nach Ried dir zu schreiben, war mir nicht möglich, denn ich kam nur mit grader Noth dazu der Mutter zu schreiben, u. auch den Brief an sie habe ich bei Leithe in der Rossau [Wien] angefangen, bei Duscher in der Alservorstadt vollendet u. am Weg ins Belvedere in den Wieden aufgegeben. Wie lustig es in Wien war, wie göttlich ich mich unterhielt […]''  
    
Er war täglich bei Duscher; "Wir sprechen sehr viel von Salzburg, u. auch von Dir, von ihrem Abschiede von Salzburg etc." Er trifft im Burgtheater in einer Loge "eine Scheigerische [Amélie Scheiger] bei der Erzherzogin Sophia Kammerfräulein" und besucht diese "am Montag nach dem weißen Sonntag (2 Mai)"; er trifft sie wieder in der "Burg" [Theater] und am Abend auf einem Hausball. Wieder in der "Burg" trinkt er bei ihr "Kaffee mit Hofrahm (wie ihn der Kaiser etc hat, köstlich, aber nicht übertrieben di[c]k)" … am letzten Tag ist er noch bei Duscher, und die begleiten ihn zum "Stephansplaz [!], wo ich mit schwerem Herzen in den Omnibus stieg, um 3/4 später von Wien zu scheiden. Und hiermit scheide ich auch von Dir u. bleibe übrigens dein Dich aufrichtig liebender Bruder Franz." [ein Blatt, Vor- und Rückseite; am Rand:] "Was ist es denn mit der stenographischen Zeitung vom Dezember?"
 
Er war täglich bei Duscher; "Wir sprechen sehr viel von Salzburg, u. auch von Dir, von ihrem Abschiede von Salzburg etc." Er trifft im Burgtheater in einer Loge "eine Scheigerische [Amélie Scheiger] bei der Erzherzogin Sophia Kammerfräulein" und besucht diese "am Montag nach dem weißen Sonntag (2 Mai)"; er trifft sie wieder in der "Burg" [Theater] und am Abend auf einem Hausball. Wieder in der "Burg" trinkt er bei ihr "Kaffee mit Hofrahm (wie ihn der Kaiser etc hat, köstlich, aber nicht übertrieben di[c]k)" … am letzten Tag ist er noch bei Duscher, und die begleiten ihn zum "Stephansplaz [!], wo ich mit schwerem Herzen in den Omnibus stieg, um 3/4 später von Wien zu scheiden. Und hiermit scheide ich auch von Dir u. bleibe übrigens dein Dich aufrichtig liebender Bruder Franz." [ein Blatt, Vor- und Rückseite; am Rand:] "Was ist es denn mit der stenographischen Zeitung vom Dezember?"