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"Vater", "Bruder", "Schwester": Die Mutter ist [Nr. 79] Franziska Kobler (* 1796; † 1886), Amalia ist ihr uneheliches Kind. Es gibt einen Bruder der Mutter, [Nr. 79 a] N.N. Kobler († 1842), und einige Cousins und Cousinen: Betti Kobler, verh. Katzinger (* 1825; † 1881) [in Schärding und Grein], Wilhelm Kobler, Luise Kobler, Paul Kobler und Babette Kobler, verh. Weyrer. - "Fanni oder Malli": Die Mutter Fanny ist 44 Jahre alt, die Tochter 19; sie könnten einem Außenstehenden vielleicht als Schwestern vorkommen. Dem Porträt der (älteren) Höllbräuin nach war sie eine wunderschöne Frau. "Malli", die Briefempfängerin Amalia, heiratet 1846 Richard Franz Schlegel.
 
"Vater", "Bruder", "Schwester": Die Mutter ist [Nr. 79] Franziska Kobler (* 1796; † 1886), Amalia ist ihr uneheliches Kind. Es gibt einen Bruder der Mutter, [Nr. 79 a] N.N. Kobler († 1842), und einige Cousins und Cousinen: Betti Kobler, verh. Katzinger (* 1825; † 1881) [in Schärding und Grein], Wilhelm Kobler, Luise Kobler, Paul Kobler und Babette Kobler, verh. Weyrer. - "Fanni oder Malli": Die Mutter Fanny ist 44 Jahre alt, die Tochter 19; sie könnten einem Außenstehenden vielleicht als Schwestern vorkommen. Dem Porträt der (älteren) Höllbräuin nach war sie eine wunderschöne Frau. "Malli", die Briefempfängerin Amalia, heiratet 1846 Richard Franz Schlegel.
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== 1841 ==
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==== Brief vom 18. Juli 1841 von Gustav Raschig an Zäzilia Amalia Kobler ====
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Brief von Gustav Raschig an [[Zäzilia Amalia Kobler]]; ein Bogen; Briefumschlag: ''An // Fräulein Malli Kobler // d. Güte<ref>durch Boten; siehe im Brief</ref> // in // Salzburg. // '' [mehrere Zeilen:] Im Gasthofe zur Hölle zunächst dem Gasthofe zum Erzherzog Karl<ref>[[Hôtel Erzherzog Karl]] am [[Waagplatz 1]]</ref>. Judengasse No. 67.'' Rückseitig rotes Lacksiegel, Buchstaben nicht zu erkennen; // = Absatz; / = Seitenwechsel:<br />
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''Verehrtes Fräulein, // Mit dem innigsten Bedauern vernehmen wir von Ihnen die Kunde von dem Dahinscheiden Ihres Vaters.<ref>[[Seraphin Kobler]], † 30. Jänner 1841 in der Stadt Salzburg</ref> So mußte schon so bald Sie der harte Schlag treffen, auf welchen man sich nie genug gefaßt machen kann! Unsrer innigsten Theilnahme halten Sie Sich gewiß versichert. Meine Frau würde Ihnen selbst schreiben, wäre sie nicht seit / längerer Zeit schon so leidend, daß sie selbst an ihre Eltern und Schwester Mathilde nur sehr selten schreibt. // Daß letztere Braut ist, wird sie Ihnen wohl selbst vielleicht schon geschrieben haben. Wir haben ihren Bräutigam, den Oberlieutenant Kühn in Schneeberg, selbst noch nicht gesehen, werden auch der Hochzeit nicht beiwohnen können. // ''
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''Die Veranlassung, daß ich Ihnen allein schreibe, ist nächst der Trennung von meinem Bruder und meiner Schwägerin, die sich mir eben darbietende Gelegenheit, diesen Brief durch einen mir sehr befreundeten hiesigen Herrn, den H Zollrath Süßmilch, welcher nebst Familie nach Salzburg, diesen uns ewig unvergeßlichen Paradiese, zu reisen ge- / denkt, zu befördern. Es würde mich sehr freuen, wenn er mit Familie bei Ihnen Unterkommen finden könnte. Sollte dieß nicht der Fall sein, so würden Sie wenigstens mir eine große Gefälligkeit erzeigen, wenn Sie denselben ein andres gutes Unterkommen zuweisen könnten. Ach wer doch so glücklich wäre, mitreisen zu können! Ich kann mich schwer an den Gedanken gewöhnen, vielleicht Salzburg nicht wieder zu sehen. Ist es irgend möglich, so reise ich mindestens noch einmal dahin. Erst einmal habe ich seit der schönen Reise mit meinem Bruder zusammen kommen können. Wie viel wir uns da von Salzburg und von dem zauberischen Aufenthalte in Ihrem Hause unterhielten, können Sie denken. / Die herzlichsten Grüße sendet Ihnen und Ihrer verehrten Fräulein Schwester Fanni<ref>Es gibt keine "Schwester Fanni". Könnte die Mutter "Fanny", [[Franziska Kobler]] gemeint sein?</ref> mit mir meiner Frau und um Ihr ferneres freundliches Andenken bittend verbleibe ich // Ihr // ganz ergebenster // Gustav Raschig. // Budissin'' [Bautzen, Anm.] ''in Sachsen am 18ten Juli 1841.''
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<hr>
    
== 1842 ==
 
== 1842 ==