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| | == Eine weitere Auswahl an Kobler-Spängler-Briefen == | | == Eine weitere Auswahl an Kobler-Spängler-Briefen == |
| − | Diese Sammlung wurde von [[Benutzer:OttoChristianRupert|Otto Holzapfel]] aus Freiburg im Breisgau dem SALZBURGWIKI zur Verfügung gestellt. Ein großer Teil der übertragenen Originale wurde bereits SALZBURGWIKI zu treuen Händen übergeben. | + | Diese Sammlung wurde von [[Benutzer:OttoChristianRupert|Otto Holzapfel]] aus [[Freiburg im Breisgau]] dem SALZBURGWIKI zur Verfügung gestellt. Ab Ende Oktober [[2025]] wird sie im [[Stadtarchiv Salzburg]] verwahrt werden. |
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| | === Originale im "Familienarchiv" Otto Holzapfel === | | === Originale im "Familienarchiv" Otto Holzapfel === |
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| | Gertrude Maier schrieb [[1973]] eine Wiener Dissertation über die "Geschichte des Bankhauses Carl Spängler & Co". Sie weist darauf hin, dass die Spängler Bank ([[Spänglerbank]]) die älteste, noch bestehende Privatbank in Österreich ist. Sie wächst nach einer Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs in Salzburg im 19. Jahrhundert heran. [[Salzburg unter Napoleon|Napoleonische Truppen haben Salzburg]] [[1809]] besetzt; es gibt auch eine Einquartierung im Hause Spängler. Der Krieg bedingt einen erheblichen Rückgang des Handels (u. a. durch die Zollgrenze zum [[Herzogtum Bayern]]), und die Einwohnerzahlen sinken bis um 1830. Erst danach gibt es eine langsame Erholung, der dann auch den [[Fremdenverkehr]] einschließt, und z. B. ab [[1842]] gibt es jährliche [[Mozartfest]]e, welche auch von der Spängler-Bank gefördert werden. | | Gertrude Maier schrieb [[1973]] eine Wiener Dissertation über die "Geschichte des Bankhauses Carl Spängler & Co". Sie weist darauf hin, dass die Spängler Bank ([[Spänglerbank]]) die älteste, noch bestehende Privatbank in Österreich ist. Sie wächst nach einer Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs in Salzburg im 19. Jahrhundert heran. [[Salzburg unter Napoleon|Napoleonische Truppen haben Salzburg]] [[1809]] besetzt; es gibt auch eine Einquartierung im Hause Spängler. Der Krieg bedingt einen erheblichen Rückgang des Handels (u. a. durch die Zollgrenze zum [[Herzogtum Bayern]]), und die Einwohnerzahlen sinken bis um 1830. Erst danach gibt es eine langsame Erholung, der dann auch den [[Fremdenverkehr]] einschließt, und z. B. ab [[1842]] gibt es jährliche [[Mozartfest]]e, welche auch von der Spängler-Bank gefördert werden. |
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| − | Handelshäuser mit Bankgeschäften gibt es in Salzburg seit dem [[17. Jahrhundert]], genannt wird u. a. [[Mathias Gschnitzer|Matthias II. Gschnitzer]] (* [[1808]]; † [[1884]]). Die Spängler fangen ab [[1828]] mit Bankgeschäften an, wobei man ein Handelshaus mit Tradition seit dem [[14. Jahrhundert]] übernimmt (zuletzt Andre Mayr, dann [[1827]] J. A. Duregger; daneben ab [[1810]] "Spängler & Trauner"). Die Duregger-Handelsgesellschaft mit Bankgeschäften gibt es ab [[1828]], ab [[1855]] übernimmt das "Spängler & Trauner". Ab [[1870]] hat [[Carl Spängler]] nur noch die Bank, die bis dahin das einzige große Geldinstitut in Stadt und Land Salzburg ist. Die Familie Duregger besaß das Haus [[Getreidegasse]] Nr. 3. Sie zieht 1855 um in ein ansehnliches Haus am Mozartplatz Nr. 4, und Leopoldine Duregger, verheiratet mit Carl Spängler, erbt dieses Haus, das im Familienbesitz bleibt. | + | Handelshäuser mit Bankgeschäften gibt es in Salzburg seit dem [[17. Jahrhundert]], genannt wird u. a. [[Mathias Gschnitzer|Matthias II. Gschnitzer]] (* [[1808]]; † [[1884]]). Die Spängler fangen ab [[1828]] mit Bankgeschäften an, wobei man ein Handelshaus mit Tradition seit dem [[14. Jahrhundert]] übernimmt (zuletzt Andre Mayr, dann [[1827]] J. A. Duregger; daneben ab [[1810]] "Spängler & Trauner"). Die Duregger-Handelsgesellschaft mit Bankgeschäften gibt es ab [[1828]], ab [[1855]] übernimmt das "Spängler & Trauner". Ab [[1870]] hat [[Carl Spängler]] nur noch die Bank, die bis dahin das einzige große Geldinstitut in Stadt und Land Salzburg ist. Die Familie Duregger besaß das Haus [[Getreidegasse]] Nr. 3. Sie zieht 1855 um in ein ansehnliches Haus am Mozartplatz Nr. 4, und Leopoldine Duregger, verheiratet mit Carl Spängler, erbt dieses Haus, das im Familienbesitz bleibt. |
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| − | Der Ahnherr Franz Anton Spängler (Spangler) ist [[1705]] in Dietenheim bei Bruneck in Südtirol geboren; er ist seit [[1729]] in Salzburg (d. h. seit diesem Jahr gibt es Briefe an ihn nach Salzburg). Er erwirbt [[1731]] das Bürgerrecht und durch eine erste Heirat das Haus "[[Alter Markt]] Nr. 2" (das "Gehmacherhaus" [[Gehmacher]]; Handlung mit Teppichen und Tuchen). Durch eine zweite Heirat erwirbt er 1744 die "Lang’sche Bettenhandlung", und ab [[1748]] hat er selbst einen Tuch- und Seidenhandel. Der Enkel [[Alois Spängler]] ist 1800 geboren, er führt das Großhandelshaus (mit praktisch ‚allen’ Waren) und das Tuchgeschäft am Alten Markt (daraus wird dann ab 1832–33 die Zentrale der [[Salzburger Sparkasse]]). Alois Spängler ist zudem Bürgermeister von Salzburg [[1854]] bis [[1861]]; unter ihm werden die Bastionen und einengenden Befestigungsanlagen geschleift. | + | Der Ahnherr Franz Anton Spängler (Spangler) ist [[1705]] in Dietenheim bei Bruneck in Südtirol geboren; er ist seit [[1729]] in Salzburg (d. h. seit diesem Jahr gibt es Briefe an ihn nach Salzburg). Er erwirbt [[1731]] das Bürgerrecht und durch eine erste Heirat das Haus "[[Alter Markt]] Nr. 2" (das "Gehmacherhaus" [[Gehmacher]]; Handlung mit Teppichen und Tuchen). Durch eine zweite Heirat erwirbt er 1744 die "Lang’sche Bettenhandlung", und ab [[1748]] hat er selbst einen Tuch- und Seidenhandel. Der Enkel [[Alois Spängler]] ist 1800 geboren, er führt das Großhandelshaus (mit praktisch ‚allen’ Waren) und das Tuchgeschäft am Alten Markt (daraus wird dann ab 1832–33 die Zentrale der [[Salzburger Sparkasse]]). Alois Spängler ist zudem [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] von Salzburg [[1854]] bis [[1861]]; unter ihm werden die Bastionen und einengenden Befestigungsanlagen geschleift. |
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| | ==== Die vorliegenden Briefe sind Alltagskorrespondenz ==== | | ==== Die vorliegenden Briefe sind Alltagskorrespondenz ==== |