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Nicht immer ging es friedlich und fröhlich ab, denn weil es um die Gunst von Mädchen ging, kam  es auch zu Eifersucht, Streitigkeiten oder gar Raufereien. Wobei es als ungeschriebenes Gesetz galt, dass die tätlichen Auseinandersetzungen außerhalb das Hauses ("geh'n wir auf die Blutwiese") getätigt wurden. Im Grenzgebiet zwischen Salzburg und Oberösterreich sorgte auch der Umstand für gelegentliche Spannungen, dass  man sich bezüglich Mentscha (Mädchen) gegenseitig  "ins Revier" kam, das es zu verteidigen galt. Die Mädchen fühlten sich dagegen nicht gestört, wennn sich sogar von jenseits der Grenze Verehrer einfanden.  
 
Nicht immer ging es friedlich und fröhlich ab, denn weil es um die Gunst von Mädchen ging, kam  es auch zu Eifersucht, Streitigkeiten oder gar Raufereien. Wobei es als ungeschriebenes Gesetz galt, dass die tätlichen Auseinandersetzungen außerhalb das Hauses ("geh'n wir auf die Blutwiese") getätigt wurden. Im Grenzgebiet zwischen Salzburg und Oberösterreich sorgte auch der Umstand für gelegentliche Spannungen, dass  man sich bezüglich Mentscha (Mädchen) gegenseitig  "ins Revier" kam, das es zu verteidigen galt. Die Mädchen fühlten sich dagegen nicht gestört, wennn sich sogar von jenseits der Grenze Verehrer einfanden.  
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Die [[Mitternacht]]sstunde galt für gewöhnlich immer als Zeitpunkt des Aufbruches. Wurde diese Zeit überschritten, so kam es öfters vor, dass die meistens über der Stube schlafenden Eltern durch Klopfzeichen zum baldigen Gehen mahnten. In manchen Bauernhäusern gab es ein Wärmeloch am Stubenplafond, damit die warme Luft im Winter in die Schlafkammer der Bauersleute hinauf strömen konnte. Durch diese Verbindung ergab sich auch die Gelegenheit, die Vorgänge in der Stube mitzuhören. Denn wenn es in der Stube zu still wurde, galt dies ebenfalls als sittlich verdächtig.
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Die [[Mitternacht]]sstunde galt für gewöhnlich immer als Zeitpunkt des Aufbruches. Wurde diese Zeit überschritten, so kam es öfters vor, dass die meistens über der Stube schlafenden Eltern durch Klopfzeichen zum baldigen Gehen mahnten. In manchen Bauernhäusern gab es ein Wärmeloch am Stubenplafond, damit die warme Luft im Winter in die Schlafkammer der Bauersleute hinauf strömen konnte. Durch diese Verbindung ergab sich auch die Gelegenheit, die Vorgänge in der Stube mitzuhören. Denn wenn es in der Stube zu still wurde, galt dies ebenfalls als sittlich verdächtig. Zu erwähnen ist auch noch das sogenannte "Aushadern", womit die Freier im Verlauf der Nachtroas zu verhindern versuchten, durch überlange Anwesenheit einem sich abzuzeichnenden Favoriten das alleinige Zusammensein mit den Mädchen zu verhindern.
    
==Quelle==
 
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