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[[Datei:Givat Avoda 01.jpg|thumb|Das Eingangstor.]]
 
'''Givat Avoda''' war eines der [[Judentum|jüdischen]] Lager nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] für ''[[Displaced Persons]]'' (DPs) auf dem Gebiet der heutigen [[Anton-Wallner-Kaserne]] in [[Saalfelden am Steinernen Meer]] im [[Pinzgau]].
 
'''Givat Avoda''' war eines der [[Judentum|jüdischen]] Lager nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] für ''[[Displaced Persons]]'' (DPs) auf dem Gebiet der heutigen [[Anton-Wallner-Kaserne]] in [[Saalfelden am Steinernen Meer]] im [[Pinzgau]].
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
 
Beim Zusammenbruch des Deutschen Reiches im Mai [[1945]] übernahmen anfangs Soldaten des 2. Bataillons, 506. Fallschirmjägerregiment, 101. US-Luftlandedivision die Wallner-Kaserne. Ihnen folgten Verbände der 42. US-Infanteriedivision ([[Rainbow Division|Regenbogendivision]]). Noch im Jahre [[1945]] errichtete die amerikanische Militärverwaltung in der Wallner-Kaserne ein Lager (''Displaced Persons Camp'') für Kriegsflüchtlinge und Heimatvertriebene, die vornehmlich aus dem osteuropäischen Raum kamen. Angesichts der jüdischen Flüchtlingswelle mit über 200 000 Heimatlosen alleine in der US-Besatzungszone entschied man ab August [[1946]], nur mehr jüdische Flüchtlinge unterzubringen.
 
Beim Zusammenbruch des Deutschen Reiches im Mai [[1945]] übernahmen anfangs Soldaten des 2. Bataillons, 506. Fallschirmjägerregiment, 101. US-Luftlandedivision die Wallner-Kaserne. Ihnen folgten Verbände der 42. US-Infanteriedivision ([[Rainbow Division|Regenbogendivision]]). Noch im Jahre [[1945]] errichtete die amerikanische Militärverwaltung in der Wallner-Kaserne ein Lager (''Displaced Persons Camp'') für Kriegsflüchtlinge und Heimatvertriebene, die vornehmlich aus dem osteuropäischen Raum kamen. Angesichts der jüdischen Flüchtlingswelle mit über 200 000 Heimatlosen alleine in der US-Besatzungszone entschied man ab August [[1946]], nur mehr jüdische Flüchtlinge unterzubringen.
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[[Datei:Givat Avoda 03.jpg|thumb|Mit dem Lastwagen nach [[Krimml]].]]
    
Das unter der jüdischen Bezeichnung "Givat Avoda" (hebräisch: "Hügel der Arbeit") geführte Durchgangslager unterstand dem 16. US-Infanterieregiment, 8. Infanteriedivision und wurde von der Internationalen Flüchtlingsorganisation der UNO sowie dem Internationale Roten Kreuz betreut. Das Lager bestand bis [[1949]].  
 
Das unter der jüdischen Bezeichnung "Givat Avoda" (hebräisch: "Hügel der Arbeit") geführte Durchgangslager unterstand dem 16. US-Infanterieregiment, 8. Infanteriedivision und wurde von der Internationalen Flüchtlingsorganisation der UNO sowie dem Internationale Roten Kreuz betreut. Das Lager bestand bis [[1949]].  
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== Bihla Talit ==
 
== Bihla Talit ==
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[[Datei:Givat Avoda Bihla Talit 01.jpg|thumb|Bihla Talit mit Kindern im Lager Givat Avoda.]]
 
Bihla Talit, geborene Bella Klein (* [[1927]] in Kaunas, [[Litauen]]), überlebte das Ghetto Kaunas und das Konzentrationslager Stutthof. 1946 kam sie in das Lager Givat Avoda, wo sie als Hebräisch-Lehrerin und Dolmetscherin arbeitete. Vor allem kümmerte sie sich um die Kinder im Camp. Darüber hinaus verwaltete sie die Finanzen der örtlichen Bricha und führte selbst jüdische Überlebende über den [[Krimmler Tauern]].
 
Bihla Talit, geborene Bella Klein (* [[1927]] in Kaunas, [[Litauen]]), überlebte das Ghetto Kaunas und das Konzentrationslager Stutthof. 1946 kam sie in das Lager Givat Avoda, wo sie als Hebräisch-Lehrerin und Dolmetscherin arbeitete. Vor allem kümmerte sie sich um die Kinder im Camp. Darüber hinaus verwaltete sie die Finanzen der örtlichen Bricha und führte selbst jüdische Überlebende über den [[Krimmler Tauern]].
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Nach der Auflösung des Lagers 1948 gingen beide nach Israel.
 
Nach der Auflösung des Lagers 1948 gingen beide nach Israel.
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==Literatur==
 
==Literatur==
 
* [[Sabine Aschauer-Smolik|Aschauer-Smolik, Sabine]], [[Mario Steidl|Steidl, Mario]] (Hrsg.): ''Tamid Kadima - Immer vorwärts. Der jüdische Exodus aus Europa 1945 - 1948''  StudienVerlag Innsbruck, Wien, Bozen [[2010]] Anmerkung: das Buch ist in deutscher und in englischer Sprache verfasst.
 
* [[Sabine Aschauer-Smolik|Aschauer-Smolik, Sabine]], [[Mario Steidl|Steidl, Mario]] (Hrsg.): ''Tamid Kadima - Immer vorwärts. Der jüdische Exodus aus Europa 1945 - 1948''  StudienVerlag Innsbruck, Wien, Bozen [[2010]] Anmerkung: das Buch ist in deutscher und in englischer Sprache verfasst.
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== Siehe auch ==
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* [[Gedenkpyramide vor der Gedenkstätte für jüdische Displaced Persons Givat Avoda]]
    
==Quellen==
 
==Quellen==

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