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| | [[Datei:Kupelwieserschlössl Mönchsberg 2018 02.jpg|thumb|Das Einfahrtsgebäude zum Kupelwieserschlössl.]] | | [[Datei:Kupelwieserschlössl Mönchsberg 2018 02.jpg|thumb|Das Einfahrtsgebäude zum Kupelwieserschlössl.]] |
| | [[Datei:Kupelwieserschlössl Mönchsberg 2018 03.jpg|thumb|Das Kupelwieserschlössl.]] | | [[Datei:Kupelwieserschlössl Mönchsberg 2018 03.jpg|thumb|Das Kupelwieserschlössl.]] |
| − | Das '''Kupelwieserschlössl''' ''Konstantinturm'', auch ''Marienschlössl'' und ''Staufenblick'' genannt, befindet sich auf dem [[Salzburger Stadtberge|Salzburger]] [[Mönchsberg]] und ist im Besitz der Familie Widrich. Es gehört zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt Salzburg. An der Stelle des mittigen Türmes des Kupelwieserschlössls stand zuvor der Falkenturm. | + | Das '''Kupelwieserschlössl''' ''Konstantinturm'', auch ''Marienschlössl'' und ''Staufenblick'' genannt, befindet sich auf dem [[Salzburger Stadtberge|Salzburger]] [[Mönchsberg]] und ist im Besitz der Familie Widrich. Es gehört zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt Salzburg (seit 30. August 1995 unter Denkmalschutz). An der Stelle des mittigen Türmes des Kupelwieserschlössls stand zuvor der Falkenturm. |
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| | ==Der Falkenturm== | | ==Der Falkenturm== |
| | Die bei der [[Richterhöhe]] stehenden Türme wurden [[1367]] als [[Falkenturm]] und [[1380]] als ''Dompropstei-Turm'' genannt. Sie dürften wenige Jahrzehnte vorher von der [[Bürger der Stadt Salzburg|Salzburger Bürgerschaft]] erbaut worden sein, Der Turm war sehr wahrscheinlich einer von insgesamt vier den Bürgern der Stadt zugehörenden Türmen auf dem Berg aus der Zeit der ersten Stadtbefestigung (um 1280), die das Stadtrecht 1368 nennt. Diese Bürger blieben bis um 1500 für die Verteidigung der Stadt auch maßgeblich zuständig. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Bau, als am [[23. April]] [[1364]] der Zimmermann Wolfhart zusammen mit seiner Frau Elsbeth und der gleichnamigen Tochter die zunächst des Falkenturms gelegene "''Peunt''" (damit ist eine eingezäunte Wiese gemeint) zum Leibgedinge zugunsten des [[Leprosenhaus Salzburg|Siechenhauses]] in [[Mülln]] erhält. Der Turm bzw. die dortige Meierei diente offenbar der Haltung von Falken für die erzbischöfliche Beiz-Jagd. | | Die bei der [[Richterhöhe]] stehenden Türme wurden [[1367]] als [[Falkenturm]] und [[1380]] als ''Dompropstei-Turm'' genannt. Sie dürften wenige Jahrzehnte vorher von der [[Bürger der Stadt Salzburg|Salzburger Bürgerschaft]] erbaut worden sein, Der Turm war sehr wahrscheinlich einer von insgesamt vier den Bürgern der Stadt zugehörenden Türmen auf dem Berg aus der Zeit der ersten Stadtbefestigung (um 1280), die das Stadtrecht 1368 nennt. Diese Bürger blieben bis um 1500 für die Verteidigung der Stadt auch maßgeblich zuständig. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Bau, als am [[23. April]] [[1364]] der Zimmermann Wolfhart zusammen mit seiner Frau Elsbeth und der gleichnamigen Tochter die zunächst des Falkenturms gelegene "''Peunt''" (damit ist eine eingezäunte Wiese gemeint) zum Leibgedinge zugunsten des [[Leprosenhaus Salzburg|Siechenhauses]] in [[Mülln]] erhält. Der Turm bzw. die dortige Meierei diente offenbar der Haltung von Falken für die erzbischöfliche Beiz-Jagd. |
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| − | Der Turm bzw. die zugehörige Meierei wurde später vom [[Domkapitel]] und der [[Dompropstei]] genutzt. Daher heißt der Turm [[1389]] ''Tumherrenturm'' und [[1417]] ''Tumprobsteiturm''. Das Domkapitel verpachtet [[1612]] den Turm bzw. die Meierei dem [[Domherr]]n [[Konstantin Graf Liechtenstein]], von dem der Turm den Namen ''Konstantinturm'' bekam. Am [[10. Dezember]] [[1642]] wird das Wehrgebäude mit Meierei und umliegenden Liegenschaften an die "[[Hohe Salzburger Landschaft]]" zur besseren [[Stadtbefestigung der Stadt Salzburg|Verteidigung der Stadt]] verkauft. Der Wehrturm selbst hatte am Endes des Drei0igjährigen Krieges einen Teil seiner militärischen Bedeutung verloren. | + | Der Turm bzw. die zugehörige Meierei wurde später vom [[Domkapitel]] und der [[Dompropstei]] genutzt. Daher heißt der Turm [[1389]] ''Tumherrenturm'' und [[1417]] ''Tumprobsteiturm''. Das Domkapitel verpachtet [[1612]] den Turm bzw. die Meierei dem [[Domherr]]n [[Konstantin Graf Liechtenstein]], von dem der Turm den Namen ''Konstantinturm'' bekam. Am [[10. Dezember]] [[1642]] wird das Wehrgebäude mit Meierei und umliegenden Liegenschaften an die "[[Hohe Salzburger Landschaft]]" zur besseren [[Stadtbefestigung der Stadt Salzburg|Verteidigung der Stadt]] verkauft. Der Wehrturm selbst hatte am Ende des Dreißigjährigen Krieges einen Teil seiner militärischen Bedeutung verloren. |
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| | Am [[29. August]] [[1674]] erhielt das [[Benediktinerstift St. Peter]] im Tausch gegen den ''Riedenburger Berg'' den Besitz um den Turm und das dazugehörige Stöckl (also die Meierei), ohne den Turm selbst, und baute diese <nowiki>Konstantin</nowiki>[[Meierhof|meierei]] aus. Sie bestand nun aus einem zwei Stock hohen, an den Turm angelehnten gemauerten Haus, einem gesonderten Backofen und weiteren landwirtschaftlichen Gebäuden (Laub- und Holzhütte, Scheune mit Dreschtenne, Keller und Wagenschuppen) und etwa 7 000 m² Grund. Im Jahre [[1822]] wird auch diese Meierei von St. Peter wegen zu geringer Einkünfte versteigert. | | Am [[29. August]] [[1674]] erhielt das [[Benediktinerstift St. Peter]] im Tausch gegen den ''Riedenburger Berg'' den Besitz um den Turm und das dazugehörige Stöckl (also die Meierei), ohne den Turm selbst, und baute diese <nowiki>Konstantin</nowiki>[[Meierhof|meierei]] aus. Sie bestand nun aus einem zwei Stock hohen, an den Turm angelehnten gemauerten Haus, einem gesonderten Backofen und weiteren landwirtschaftlichen Gebäuden (Laub- und Holzhütte, Scheune mit Dreschtenne, Keller und Wagenschuppen) und etwa 7 000 m² Grund. Im Jahre [[1822]] wird auch diese Meierei von St. Peter wegen zu geringer Einkünfte versteigert. |
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| | Der viele Jahre lang extrem einsturzgefährdete Turm brach [[1831]] endlich völlig in sich zusammen. Der damalige Meiereibesitzer Vogl kaufte von der Fortifikationsdirektion den Grund, auf dem der eingestürzte Turm stand (ca. 77 m²). An seiner Stelle und angrenzend erbaute [[Josef Achleitner (Musiker)|Josef Achleitner]] [[1863]] das von ihm so genannte ''Marienschlössl''. | | Der viele Jahre lang extrem einsturzgefährdete Turm brach [[1831]] endlich völlig in sich zusammen. Der damalige Meiereibesitzer Vogl kaufte von der Fortifikationsdirektion den Grund, auf dem der eingestürzte Turm stand (ca. 77 m²). An seiner Stelle und angrenzend erbaute [[Josef Achleitner (Musiker)|Josef Achleitner]] [[1863]] das von ihm so genannte ''Marienschlössl''. |
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| − | Josef Achleitner war ein damals bekannter Zitherspieler und zugleich [[Königreich Bayern|königlich-bayerischer]] Kammervirtuose und Kammermusikus des Königs [[Otto von Griechenland]]. Er ließ die bisherigen Gebäude abtragen und erbaute einen neuen Turm mit einer Aussichtswarte und einer dem Geschmack der damaligen Zeit entsprechender neogotischer und historisierender Innenausstattung; die Holzverkleidungen und Butzenscheiben sind teilweise heute noch erhalten. Es wird gesagt, dass er Besucher mit dem Flügelhorn empfangen und dann auf den Söller geführt hat. Nach dem Tode des Erbauers am [[5. März]] [[1891]] kam der Besitz zuerst an die Witwe und dann ([[1892]]) an den Sohn, der ihn an Marie Geisberg verkauften. Das Inventar wurde versteigert und aus dem Haus wurde unter dem Namen "Marienschlösschen" eine Fremdenpension. 1902 erwarb Marie Fischer das Gebäude. | + | Josef Achleitner war ein damals bekannter Zitherspieler und zugleich [[Königreich Bayern|königlich-bayerischer]] Kammervirtuose und Kammermusikus des Königs [[Otto von Griechenland]]. Er ließ die bisherigen Gebäude abtragen und erbaute einen neuen Turm mit einer Aussichtswarte und einer dem Geschmack der damaligen Zeit entsprechender neogotischer und historisierender Innenausstattung; die Holzverkleidungen und Butzenscheiben sind teilweise heute noch erhalten. Es wird gesagt, dass er Besucher mit dem Flügelhorn empfangen und dann auf den Söller geführt hat. Nach dem Tode des Erbauers am [[5. März]] [[1891]] kam der Besitz zuerst an die Witwe und dann ([[1892]]) an den Sohn, der ihn an Marie Geisberg verkaufte. Das Inventar wurde versteigert und aus dem Haus wurde unter dem Namen "Marienschlösschen" eine Fremdenpension. 1902 erwarb Marie Fischer das Gebäude. |
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| − | Der nächste Käufer mit Kaufvertrag vom [[2. Dezember]] [[1912]] war der Industrielle [[Franz Kupelwieser]], der verschiedene Anbauten und Renovierungen vorgenommen und den Besitz "''Stauffenegg''" genannt hat. Diese Bezeichnung hatte aber keinen Bestand. Franz Kupelwieser ließ auch das Torhaus sowie ein Mäuerchen mit einem [[Löwenkopf-Mauerbrunnen]] vor dem Torhaus errichten. Sein Sohn [[Ernst Kupelwieser]], ein bedeutender Physiologe und Entwickler eines Verfahrens zur Entbitterung der Sojabohne, übernahm nach dem Tod seines Vaters [[1930]] den Besitz. Nach seinem Tod [[1964]] ging das Schlösschen über eine Zwischenstation (zuerst kam ein Teil des Besitzes an die beiden Töchter aus erster Ehe, die nach [[Kanada]] ausgewandert waren) an seine Tochter [[Gerheid Widrich]] über, die hier ab [[1965]] mit [[Hans Widrich]] wohnte. | + | Der nächste Käufer mit Kaufvertrag vom [[2. Dezember]] [[1912]] war der Industrielle [[Franz Kupelwieser]], der verschiedene Anbauten und Renovierungen vorgenommen und den Besitz "''Stauffenegg''" genannt hat. Diese Bezeichnung hatte aber keinen Bestand. Franz Kupelwieser ließ auch das Torhaus sowie ein Mäuerchen mit einem [[Löwenkopf-Mauerbrunnen]] vor dem Torhaus errichten. Er gestaltete zudem einen Rittersaal mit Butzenscheiben, eine neue Küche und eine Waschküche. Sein Sohn [[Ernst Kupelwieser]], ein bedeutender Physiologe und Entwickler eines Verfahrens zur Entbitterung der Sojabohne, übernahm nach dem Tod seines Vaters [[1930]] den Besitz. Mit Bescheid von 1931 erhielt er die Bewilligung für eine Erweiterung der Küche, 1959 folgte ein Zubau mit Bibliothek und Terrasse. 1913 war bereits ein Pförtnerhaus errichtet worden, 1959 erweitert und 1987 mit einem Familienwappen versehen. Seit 1953 besteht die Gartenmauer mit Löwenkopfbrunnen. Nach seinem Tod [[1964]] ging das Schlösschen über eine Zwischenstation (zuerst kam ein Teil des Besitzes an die beiden Töchter aus erster Ehe, die nach [[Kanada]] ausgewandert waren) an seine Tochter [[Gerheid Widrich]] über, die hier ab [[1965]] mit [[Hans Widrich]] wohnte. |
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| | Gerheid und Hans Widrich führten durch ihr Schlössl und ließen in die Geschichte des Hauses und ihrer Familie blicken. Sie kannten die Salzburger als ehemalige Ärztin und [[Landesrätin]] – übrigens die erste Frau in der [[Salzburger Landesregierung]] –, er war über Jahrzehnte Pressechef der [[Salzburger Festspiele]]. Der Journalist stand auch dem [[Salzburger Kunstverein]] als Präsident vor. | | Gerheid und Hans Widrich führten durch ihr Schlössl und ließen in die Geschichte des Hauses und ihrer Familie blicken. Sie kannten die Salzburger als ehemalige Ärztin und [[Landesrätin]] – übrigens die erste Frau in der [[Salzburger Landesregierung]] –, er war über Jahrzehnte Pressechef der [[Salzburger Festspiele]]. Der Journalist stand auch dem [[Salzburger Kunstverein]] als Präsident vor. |
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| − | Als Erstes fallen Ritterrüstungen, Gewehre und Nachtwächterspieße ins Auge. Ein wahrlich wehrhafter Empfang, der zum Äußeren des Kupelwieserschlössls passt. Herzstück des Gebäudes sind jan an der Basis des mittigen Bauwerkes erhaltene Reste eines alten Stadtturms aus dem [[Mittelalter]] (also der Falkenturm), der zuvor im Lauf der Zeit zuerst als Ruine gesichert und nachfolgend aus- und aufgebaut worden war. Die Waffensammlung stammt aus dem Besitz von [[Franz Kupelwieser]], dem Großvater Gerheid Widrichs und Käufer des Hauses auf dem Mönchsberg. | + | Als Erstes fallen Ritterrüstungen, Gewehre und Nachtwächterspieße ins Auge. Ein wahrlich wehrhafter Empfang, der zum Äußeren des Kupelwieserschlössls passt. Herzstück des Gebäudes sind an der Basis des mittigen Bauwerkes erhaltene Reste eines alten Stadtturms aus dem [[Mittelalter]] (also der Falkenturm), der zuvor im Lauf der Zeit zuerst als Ruine gesichert und nachfolgend aus- und aufgebaut worden war. Die Waffensammlung stammt aus dem Besitz von [[Franz Kupelwieser]], dem Großvater Gerheid Widrichs und Käufer des Hauses auf dem Mönchsberg. |
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| − | Kupelwieser war Leiter und Teilhaber von Eisenwerken in [[Böhmen]] und wurde damit reich. Der Industrielle erwarb das Schlössl in Salzburg mit Kaufvertrag vom [[2. Dezember]] [[1912]], also vor 100 Jahren. Er investierte kräftig in sein neues Anwesen, das er ''Schloss Stauffenegg'' nannte, ließ es um- und ausbauen. | + | Kupelwieser war Leiter und Teilhaber von Eisenwerken in [[Böhmen]] und wurde damit reich. Der Industrielle erwarb das Schlössl in Salzburg mit Kaufvertrag vom [[2. Dezember]] [[1912]]. Er investierte kräftig in sein neues Anwesen, das er ''Schloss Stauffenegg'' nannte, ließ es um- und ausbauen. |
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| | Das Porträt von Franz Kupelwieser hängt im Salon des Hauses – in einem großen, lichtdurchfluteten Zimmer – wie all die anderen Bilder der Ahnen aus der Kupelwieser’schen Sippe. An dem großen, runden [[Biedermeier]]<nowiki>tisch</nowiki> sind schon viele Gäste gesessen, allen voran Peter Handke, der in seiner Salzburg-Zeit von 1979 bis 1987 mit Tochter Amina und der damaligen Ehefrau Libgart Schwarz im Nebentrakt des Schlössls gewohnt hat. Hier hatte der Schriftsteller beispielsweise sein Kompendium "Am Felsfenster morgens (und andere Ortszeiten 1982 bis 1987)" geschrieben. Hans Widrich und Peter Handke sind befreundet, beide stammen aus Griffen in [[Kärnten]]. | | Das Porträt von Franz Kupelwieser hängt im Salon des Hauses – in einem großen, lichtdurchfluteten Zimmer – wie all die anderen Bilder der Ahnen aus der Kupelwieser’schen Sippe. An dem großen, runden [[Biedermeier]]<nowiki>tisch</nowiki> sind schon viele Gäste gesessen, allen voran Peter Handke, der in seiner Salzburg-Zeit von 1979 bis 1987 mit Tochter Amina und der damaligen Ehefrau Libgart Schwarz im Nebentrakt des Schlössls gewohnt hat. Hier hatte der Schriftsteller beispielsweise sein Kompendium "Am Felsfenster morgens (und andere Ortszeiten 1982 bis 1987)" geschrieben. Hans Widrich und Peter Handke sind befreundet, beide stammen aus Griffen in [[Kärnten]]. |
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| | Bekannt ist das Kupelwieserschlössl auch, da hier zwischen [[1979]] und [[1988]] [[Peter Handke]] wohnte. Er beschrieb seine Spaziergänge auf dem Mönchsberg in "''Nachmittag eines Schriftstellers''". Auch ein Teil seines Frühwerkes ("''Die Wiederholung''", "''Die Abwesenheit''", "''Über die Dörfer''") und zahlreiche Übersetzungen (William Adonis, Aischylos, Jean Genet, Shakespeare oder Sophokles) verfasste Handke hier. Hier entstanden auch Werke wie "''Die Lehre der Sainte Victoire''" ([[1980]]), "''Kindergeschichte''" ([[1981]]), "''Der Chinese des Schmerzes''" ([[1983]]), "''Nachmittag eines Schriftstellers''" ([[1987]]), "''Die Wiederholung''" ([[1986]]) und "''Die Abwesenheit''" ([[1987]]). In dem Band "''Am Felsfenster morgens''" ([[1998]]) verarbeitete er ebenfalls Erinnerungen an Salzburg. Sein Gastgeber, Jugendfreund und Landsmann Widrich baute eine umfangreiche Handke-Sammlung auf, die er der Österreichischen Nationalbibliothek als Dauerleihgabe überließ. Weitere handgeschriebene Manuskripte einiger Handke-Texte befinden sich im [[Salzburger Literaturarchiv]]. | | Bekannt ist das Kupelwieserschlössl auch, da hier zwischen [[1979]] und [[1988]] [[Peter Handke]] wohnte. Er beschrieb seine Spaziergänge auf dem Mönchsberg in "''Nachmittag eines Schriftstellers''". Auch ein Teil seines Frühwerkes ("''Die Wiederholung''", "''Die Abwesenheit''", "''Über die Dörfer''") und zahlreiche Übersetzungen (William Adonis, Aischylos, Jean Genet, Shakespeare oder Sophokles) verfasste Handke hier. Hier entstanden auch Werke wie "''Die Lehre der Sainte Victoire''" ([[1980]]), "''Kindergeschichte''" ([[1981]]), "''Der Chinese des Schmerzes''" ([[1983]]), "''Nachmittag eines Schriftstellers''" ([[1987]]), "''Die Wiederholung''" ([[1986]]) und "''Die Abwesenheit''" ([[1987]]). In dem Band "''Am Felsfenster morgens''" ([[1998]]) verarbeitete er ebenfalls Erinnerungen an Salzburg. Sein Gastgeber, Jugendfreund und Landsmann Widrich baute eine umfangreiche Handke-Sammlung auf, die er der Österreichischen Nationalbibliothek als Dauerleihgabe überließ. Weitere handgeschriebene Manuskripte einiger Handke-Texte befinden sich im [[Salzburger Literaturarchiv]]. |
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| | + | In den Festspieljahren 1992, 1994 und 1996 hielt sich der Komponist [[Pierre Boulez]] im Hofburggütl (Torhaus 17c) auf. |
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| | Die an die Mauer zur Richterhöhe angebaute [[Mönchsberg Keramik|Keramikwerkstätte]] wurde an den Architekten [[Koloman Lenk]] verkauft, der hier eine Atelierwohnung einrichtete, ist heute aber wieder im Besitz der Familie Widrich. | | Die an die Mauer zur Richterhöhe angebaute [[Mönchsberg Keramik|Keramikwerkstätte]] wurde an den Architekten [[Koloman Lenk]] verkauft, der hier eine Atelierwohnung einrichtete, ist heute aber wieder im Besitz der Familie Widrich. |
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| | + | == Familie Kupelwieser == |
| | + | Die Familie Kupelwieser stammt ursprünglich aus dem Ultental in Südtirol. Bedeutende Vertreter waren der Maler [[Leopold Kupelwieser]] (1796–1862), ein Freund [[Franz Schubert]]s und Professor an der Wiener Akademie, sowie Franz Kupelwieser (1830–1903), Professor für Eisenhüttenkunde in Leoben und erster Rektor der Montanistischen Hochschule. Dessen Sohn Franz (1862–1930) war Industrieller und erwarb 1912 das Schlössl. Sein Sohn [[Ernst Kupelwieser]] (1890–1964) machte sich als Physiologe einen Namen, unter anderem durch die Entbitterung der Sojabohne und die Gründung der Österreichischen Sojagesellschaft. |
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| | == Sonstiges == | | == Sonstiges == |
| − | An der Außenmauer des Gartens befindet sich der [[Löwenkopf-Mauerbrunnen]]. | + | An der Außenmauer des Gartens befindet sich der [[Löwenkopf-Mauerbrunnen]]. Im unteren Garten wurden Skulpturen von Erwin Reiter, Werner Würtinger, Pino Castagna und Hans Kupelwieser aufgestellt. 2019 wurde die Wehrmauer durch die Stadt Salzburg erneuert. |
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |