| | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== |
| − | Obwohl ''P. dubitella'' in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] durchaus zu erwarten ist, konnte sie für das Land bisher nicht eindeutig nachgewiesen werden. Die Belegexemplare von [[Karl Mitterberger|Mitterberger]] (1909) aus der [[Stadt Salzburg]] (Zone Ia nach Embacher et al. 2011) konnten in der [[oberösterreich]]ischen Landessammlung am Biologiezentrum in [[Linz]] nicht aufgefunden werden und alle Tiere in der Salzburger Landessammlung am [[Haus der Natur]] waren falsch bestimmt (siehe auch Kurz & Embacher 2019). Die Angaben von Mitterberger zur Flugzeit stammen aus den Monaten Juli und August ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2021).
| + | Die ersten Meldungen für ''P. dubitella'' für Salzburg stammen von Mitterberger (1909), der Art Ende Juli 1906 und Anfang August 1908 in einigen Exemplaren in Salzburg-Josefiau, sowie entlang der Glan gefangen hat (beides Zone Ia, Stadt Salzburg, nach Embacher et al. 2024). Da die entsprechenden Belege im Oberösterreichischen Landesmuseum in Linz aber nicht auffindbar waren (M. Schwarz, pers. Mitt.) und sich auch alle in der Salzburger Landessammlung am Haus der Natur unter diesem Namen eingereihten Exemplare als Fehlbestimmungen erwiesen, wurde ''P. dubitella'' bei Kurz & Embacher (2019) und Embacher et al. (2024) aus der Liste der Schmetterlinge Salzburgs eliminiert. Das in diesen beiden Arbeiten als fragliche ''[[Phyllonorycter salicicolella]]'' bezeichnete Exemplar aus Thalgau (Zone I, Alpenvorland und Flyschzone, Funddatum 02.06.1987) könnte nach nochmaliger Analyse der Zeichnung (das Tier ist allerdings recht abgeflogen) auf Grund der Form des basalen Innenrandhäkchens aber eher eine ''P. dubitella'' sein. Dem zumindest nicht widersprechen würde auch ein Minenfund an ''[[Salix caprea]]'' bei der Autobahnbrücke im Norden der Stadt Salzburg, der zuletzt ebenfalls ''P. salicicolella'' zugeordnet wurde. Alle aufgeführten Fundorte liegen in einem Höhenbereich von rund 400 bis 680 m. Lebensraum in Thalgau ist ein Laubmischwald, in der Stadt Salzburg der Baum- und Gebüschstreifen entlang der Salzach. Auch die von Mitterberger (1909) angegeben Fundorte würden in den Gebüschstreifen, bzw. Galeriewäldern entlang von Salzach und Glan liegen. Die Art würde in Salzburg in zwei Generationen vorkommen (Imagines Anfang Juni, sowie Ende Juli und Anfang August nach Kurz & Kurz 2025). |
| | + | Nach Huemer (2013) kommt ''P. dubitella'' in allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme des Burgenlandes vor. In Oberösterreich meldet Klimesch (1990) die Art nur aus dem Mühlviertel und dem Alpenvorland, nicht aber aus dem Alpengebiet. Auch in Bayern fehlt sie im voralpinen Hügel- und Moorland (Alpenvorland) und den Alpen, ist in den anderen drei Naturräumen aber rezent vertreten (Haslberger & Segerer 2016). |