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== Leben ==
 
== Leben ==
Demel studierte in [[Tschechien#Böhmen|Brünn]] und dann bei Heinrich von Ferstel in [[Wien]]. Seit [[1882]] war er Architekt und übersiedelte nach Salzburg.
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Demel studierte in [[Tschechien#Böhmen|Brünn]] und dann bei Heinrich von Ferstel in [[Wien]]. Seit [[1882]] war er Architekt und übersiedelte in die [[Stadt Salzburg]]. Hier wurde er zu einem wichtigen Mitglied der Salzburger Gesellschaft, die in vielen Vereinen an führender Stelle aktiv war (z. B. [[Stiftung Mozarteum]], [[Salzburger Liedertafel]], dessen Obmann er vom [[10. Dezember]] [[1890]] bis [[16. Dezember]] [[1891]]<ref>[https://www.salzburger-liedertafel.at/geschichte/obm%C3%A4nner-seit-1847/ www.salzburger-liedertafel.at], die Obmänner der Salzburger Liedertafel seit 1847</ref>, [[Salzburger Kunstverein]], [[Salzburger Verschönerungsverein]], [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]]).  
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Am [[26. November]] [[1885]] suchten der Fotograf [[Eduard Bertel]] und Carl Demel um die Verleihung einer Konzession für die Errichtung einer Zentralstation für elektrische Beleuchtung an, die am [[9. März]] [[1886]] erteilt wurde. Im Auftrag des Bankiers [[Karl Leitner]] errichtete Demel [[1890]] den [[Mönchsbergaufzug]] und [[1891]]/[[1892|92]] den [[Wasserturm am Mönchsberg]]. [[1893]] errichtete er mit dem Baumeister [[Valentin Ceconi]] in der [[Schwarzstraße 24]] ein Restaurations- und Saalgebäude, das ''Hotel Mirabell'', das sich seit [[1929]] im Besitz der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Stiftung Mozarteum]] befindet.
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Am [[26. November]] [[1885]] suchten der Fotograf [[Eduard Bertel]] und Carl Demel um die Verleihung einer Konzession für die Errichtung einer "Zentralstation für elektrische Beleuchtung" an, die am [[9. März]] [[1886]] erteilt wurde. [[1887]] wurde diese Zentralstation erbaut, von der aus Gleichstrom in das Leitungsnetz eingespeist wurde. Das von Demel geplante [[Hotel Bristol (Stadt Salzburg)|Hotel Bristol]], das zunächst als "Electrizitäts-Hotel" bezeichnet wurde, war eines der ersten Gebäude in Salzburg, das mit Strom versorgt wurde. Es wurde vom Bankier [[Karl Leitner]] finanziert, der auch das [[Schloss Mönchstein]] erworben hatte und entlang der zur [[Salzach]] gelegenen Hangkante des [[Mönchsberg]]es eine Villenbebauung und auch ein [[Mozart]]-[[Festspielhaus]] errichten wollte. Im Auftrag des Bankiers Karl Leitner errichtete Demel [[1890]] den [[Mönchsbergaufzug]] und [[1891]]/[[1892|92]] den [[Wasserturm am Mönchsberg]]. [[1893]] errichtete er mit dem Baumeister [[Valentin Ceconi]] in der [[Schwarzstraße 24]] ein Restaurations- und Saalgebäude, das [[Hotel Mirabell (Stadt Salzburg)|Hotel Mirabell]], das sich seit [[1929]] im Besitz der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Stiftung Mozarteum]] befindet.
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Der Bankrott Leitners traf auch Carl Demel finanziell schwer, er musste [[1893]] sein repräsentatives Wohnhaus verkaufen und verlor auch seine Reputation. 1895 fand er eine Anstellung an der Salzburger [[Staatsgewerbeschule]], wo er zunächst als Aushilfslehrer, dann als Professor und Vorstand einer Fachabteilung tätig war. Ab [[1912]] war er Direktor der Staatsgewerbeschule Graz.<ref>Antje Senarclens de Grancy, [http://books.google.at/books?id=EU8DRxO6uT4C&pg=PA187&lpg=PA187&dq=%22karl+Demel%22&source=bl&ots=sOiNtb_wKz&hl=de&q=%22karl%20Demel%22&f=false ''"Moderner Stil" und "Heimisches Bauen": Architekturreform in Graz um 1900'', S&nbsp;187.]</ref> Bereits 1914 ließ er sich mit 56 Jahren in den vorzeitigen Ruhestand versetzen.  
    
Vom [[10. Dezember]] [[1890]] bis zum [[16. Dezember]] [[1891]] war Carl Demel Obmann der [[Salzburger Liedertafel]].<ref>[https://www.salzburger-liedertafel.at/geschichte/obm%C3%A4nner-seit-1847/ Homepage der Salzburger Liedertafel]</ref>
 
Vom [[10. Dezember]] [[1890]] bis zum [[16. Dezember]] [[1891]] war Carl Demel Obmann der [[Salzburger Liedertafel]].<ref>[https://www.salzburger-liedertafel.at/geschichte/obm%C3%A4nner-seit-1847/ Homepage der Salzburger Liedertafel]</ref>
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Von [[1895]] bis 1912 wirkte er als Lehrer an der [[Staatsgewerbeschule|Staatsgewerbeschule Salzburg]].
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1915 fand man ihn vergiftet im Grazer Hilmteich.  
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Ab [[1912]] war er Direktor der Staatsgewerbeschule Graz.<ref>Antje Senarclens de Grancy, [http://books.google.at/books?id=EU8DRxO6uT4C&pg=PA187&lpg=PA187&dq=%22karl+Demel%22&source=bl&ots=sOiNtb_wKz&hl=de&q=%22karl%20Demel%22&f=false ''"Moderner Stil" und "Heimisches Bauen": Architekturreform in Graz um 1900'', S&nbsp;187.]</ref>
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== Familie ==
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Seit [[1882]] war er verheiratet mit Josefine, geborene Leschetizky (* 1861), mit der er eine Tochter hatte: Gertraud ''Gerta'' Demel<ref>[https://sammlung-online.salzburgmuseum.at/detail/collection/d1d8414c-50b8-4524-a270-ee82ed37a1ef Foto auf sammlung-online.salzburgmuseum.at]</ref> (* [[8. November]] [[1882]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[1. Februar]] [[1954]] in Lambach, [[OÖ]]), später verheiratete Lindinger.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TFB13/?pg=88 Taufbuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band XIII, S. 86.]</ref>
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Seit [[1882]] war er verheiratet mit Josefine, geborene Leschetizky (* 1861), mit der er eine Tochter hatte: Gertraud ''Gerta'' Demel<ref>[https://sammlung-online.salzburgmuseum.at/detail/collection/d1d8414c-50b8-4524-a270-ee82ed37a1ef Foto auf sammlung-online.salzburgmuseum.at]</ref> (* [[8. November]] [[1882]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[1. Februar]] [[1954]] in Lambach, [[]]), später verheiratete Lindinger.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TFB13/?pg=88 Taufbuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band XIII, S. 86.]</ref>
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== Bauten ==
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* Historische Restaurierung des [[Johannesschlössl]]s auf dem Mönchsberg, [[1892]]
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* Stadtpalais mit Neo[[renaissance]]-Fassade ([[Makartplatz]] 7, Wohnhaus Carl Demel), [[1887]]/88; dieses Nachbarhaus zum [[Tanzmeisterhaus]] in Salzburg wurde wegen [[Bomben auf die Stadt Salzburg|Bombenschäden]] nach [[1945]] abgerissen und durch einen schlichten Wohnbau ersetzt
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* Hannibaltrakt mit dem als Pavillon vorspringenden Foyer des [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteums]]
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* [[Amalie-Redlich-Turm|Aussichtsturm]] und späteres [[Grand Café Winkler]], 1892–[[1893]]
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* Kirche St. Joseph
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* Hotel Mirabell, 1893
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* Hotel Bristol, [[1894]]
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* [[Zellereck]] am [[Platzl]], [[1908]]
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== Quelle ==
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== Quellen ==
 
* Brückler, Theodor: ''[http://books.google.at/books?id=FdDqspxstoMC&pg=PA561&lpg=PA561&dq=%22Demel,+Karl+(1858-1915)%22&source=bl&ots=h6mIqO3uCR&sig=d6FdnXEvDRweYP3kRqwQ2vnpjRM&hl=de&ei=-jDHTOOeGoSh4Qb2nN3EDw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBkQ6AEwAA#v=onepage&q=%22Demel%2C%20Karl%20(1858-1915)%22&f=false Thronfolger Franz Ferdinand als Denkmalpfleger: die "Kunstakten" der Militärkanzlei im Österreichischen Staatsarchiv (Kriegsarchiv)]'' (Studien zu Denkmalschutz und Denkmalpflege, 20). Wien [u. a.]: Böhlau, 2009. ISBN 978-3-205-78306-0. [http://www.google.at/#hl=de&q=%22Demel%2C+Karl+(1858-1915)%22&fp=f65723f0870799ad S.&nbsp;562.]
 
* Brückler, Theodor: ''[http://books.google.at/books?id=FdDqspxstoMC&pg=PA561&lpg=PA561&dq=%22Demel,+Karl+(1858-1915)%22&source=bl&ots=h6mIqO3uCR&sig=d6FdnXEvDRweYP3kRqwQ2vnpjRM&hl=de&ei=-jDHTOOeGoSh4Qb2nN3EDw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBkQ6AEwAA#v=onepage&q=%22Demel%2C%20Karl%20(1858-1915)%22&f=false Thronfolger Franz Ferdinand als Denkmalpfleger: die "Kunstakten" der Militärkanzlei im Österreichischen Staatsarchiv (Kriegsarchiv)]'' (Studien zu Denkmalschutz und Denkmalpflege, 20). Wien [u. a.]: Böhlau, 2009. ISBN 978-3-205-78306-0. [http://www.google.at/#hl=de&q=%22Demel%2C+Karl+(1858-1915)%22&fp=f65723f0870799ad S.&nbsp;562.]
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* {{Quelle Kulturlexikon}}
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* [https://marionetten.at/geschichte marionetten.at/geschichte]
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* {{wikipedia-de}}
 
== Einzelnachweise ==
 
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<references/>
 
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