| − | Johann Baptist wurde als 20jähriger von seinem Onkel [[Johann Lorenz Hagenauer]] als bildhauerisches Talent entdeckt. Johann Lorenz sandte ihn zu dem damals als einer der besten geltenden Bildhauer, zu [[Johann Georg Itzlfeldner]] nach [[Tittmoning]]. 1754 wurde Johann Baptist in die Bildhauerklasse zu Jakob Christoph Schletterer an die Wiener Akademie geschickt, wo er bald Preise gewinnen sollte. Noch im ersten Jahr erhielt Johann Baptist eine besondere Auszeichnung des Rektors Paul Troger, die Erlaubnis einen Degen in der Akademie tragen zu dürfen. 1759 kehrte er nach Salzburg zurück und wurde darauf mit Unterstützung seines Onkels Johann Lorenz und des Erzbischofs Schrattenbach auf eine mehrjährige Studienreise an verschiedene Akademien nach Italien (Bologna, Florenz und Rom) geschickt. Dort gewann er mehrere Preise, die Ehrenmitgliedschaft der Accademia Clementina in Bologna, sowie die Ehrenbürgerschaft von Bologna. [[1764]] kehrte Johann Baptist mit einer großen Sammlung von Abgüssen antiker Statuen nach Salzburg zurück. 1764 wurde Johann Baptist Hagenauer durch den Erzbischof Sigismund Graf Schrattenbach in die Position des erzbischöflichen Galerieinspektors erhoben, bald darauf auch zum höfischen Hofstatuarius im Range eines Hoftruchsess. Durch seine Standeserhebung hatte er das Recht „an der der Tafel der Edelknaben“ zu sitzen. Bald arbeitete er mit seinem älteren Bruder, dem Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], bei mehreren Projekten wie dem Sigmundstor oder der Marienstatue am Domplatz zusammen. Vor seinem Italienaufenthalt hatte Johann Baptist viele Kleinplastiken im Stil des [[Rokoko]] hergestellt. Von Italien zurückgekommen wagte er sich nun an große Plastiken, die jedoch zunehmend klassizistisch wurden. Er schuf u. a. die Skulpturen auf beiden Seiten des [[Sigmundstor]]es ([[1767]]) und die ''Maria Immaculata'' am [[Domplatz]] ([[1766]] - [[1771]]). | + | Johann Baptist wurde als 20jähriger von seinem Onkel [[Johann Lorenz Hagenauer]] als bildhauerisches Talent entdeckt. Johann Lorenz sandte ihn zu dem damals als einer der besten geltenden Bildhauer, zu [[Johann Georg Itzlfeldner]] nach [[Tittmoning]]. 1754 besuchte Johann Baptist an die Wiener Akademie die Bildhauerklasse des Professors Jakob Christoph Schletterer, wo er auch bald einige Preise gewinnen sollte. Noch im selben Jahr erhielt er als besondere Auszeichnung des Rektors Paul Troger die Erlaubnis, einen Degen in der Akademie tragen zu dürfen. 1759 kehrte Johann Baptist nach Abschluss seiner Ausbildung zum Bildhauer nach Salzburg zurück. Doch bald trat er eine mehrjährige Studienreise nach Italien an, die ihn an die Akademie in Bologna, sowie nach Florenz und Rom führen sollte. Dabei wurde er sowohl von seinem vermögenden Onkel Johann Lorenz, als auch vom Salzburger Erzbischof Schrattenbach unterstützt. Auf der Akademie in Bologna gewann Johann Baptist mehrere Preise, die Ehrenmitgliedschaft der dortigen Accademia Clementina, sowie die Ehrenbürgerschaft von Bologna. |
| | + | [[1764]] kehrte Johann Baptist mit vielen Auszeichnungen und einer großen Sammlung von Abgüssen antiker Statuen nach Salzburg zurück. Johann Baptist Hagenauer wurde durch den Erzbischof Sigismund Graf Schrattenbach dann sofort in die Position eines erzbischöflichen Galerieinspektors erhoben, bald darauf auch zum höfischen Hofstatuarius und zum Hoftruchsess. Durch seine Standeserhebung hatte er das Recht „an der der Tafel der Edelknaben“ zu sitzen. Bald arbeitete er mit seinem älteren Bruder, dem Architekten [[Wolfgang Hagenauer]], bei mehreren Projekten wie dem Sigmundstor oder der Marienstatue am Domplatz zusammen. Vor seinem Italienaufenthalt hatte Johann Baptist viele Kleinplastiken im Stil des [[Rokoko]] hergestellt. Von Italien zurückgekommen wagte er sich nun an große Plastiken, die jedoch zunehmend klassizistisch wurden. Er schuf u. a. die Skulpturen auf beiden Seiten des [[Sigmundstor]]es ([[1767]]) und die ''Maria Immaculata'' am [[Domplatz]] ([[1766]] - [[1771]]). |
| | Nach dem Tod seines Gönners [[Sigismund Christian Graf Schrattenbach]] und dem Bruch mit dessen Nachfolger [[Hieronymus Graf Colloredo]] verließ er Salzburg und arbeitete nun in München und Wien. [[1774]] wurde er Leiter der Bildhauerklasse der Wiener Akademie, [[1779]] übernahm er zudem die dortige "Erzverschneiderklasse". [[1791]] gab er das Werk "Unterricht von der Proportion des Menschen" heraus, sowie 40 Hefte mit Ornamentstichen. Er schuf zudem folgende Altäre: | | Nach dem Tod seines Gönners [[Sigismund Christian Graf Schrattenbach]] und dem Bruch mit dessen Nachfolger [[Hieronymus Graf Colloredo]] verließ er Salzburg und arbeitete nun in München und Wien. [[1774]] wurde er Leiter der Bildhauerklasse der Wiener Akademie, [[1779]] übernahm er zudem die dortige "Erzverschneiderklasse". [[1791]] gab er das Werk "Unterricht von der Proportion des Menschen" heraus, sowie 40 Hefte mit Ornamentstichen. Er schuf zudem folgende Altäre: |